Wie Seilgerüst (für Gehweg) "in Waage" spannen?

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Hallo, lkwpeter,

ich habe das Pflastern mal als Handwerk erlernt, es aber nur kurze Zeit ausgeübt, weil ich mich danach mehr zu Schreib- und Zeichentischen hingezogen fühlte. Mach es dir BITTE nicht komplizierter, als es unbedingt sein muss! Wenn du dich zu sehr an "Waage" und ähnlichem orientierst, kann es sein, dass du bspw. viel zu viel Boden bewegen musst, nur um das - oft ohne funktionellen Grund - zu befriedigen!

Warum muss bei dir etwas "genau in Waage" sein? Ich habe (das ist "alte" Schule, aber nicht unbedingt immer die schlechteste) gelernt, dass man Pflaster so anlegen soll, dass der Untergrund einigermaße trocken bleibt. Das erreicht man dadurch, dass man die gepflaserte Fläche mit Gefälle verlegt. Dafür wirst du vermutlich Zwangspunkte, haben, die du beachten musst: Der allerwichtigste: "Wo bleibt das Wasser?"

Oft in einem Bodeneinlauf, manchmal einer Rinne, manchmal auch in angrenzenden Rasen-  oder Beetflächen. Diese "Tiefpunkte" musst du zuerst festlegen. Von diesen "Tiefpunkten" ausgehend muss das Pflaster mit wenigsten 3% Gefälle ansteigen. An den "Tiefpunkten" haben wir einfach Steine in der späteren Höhe gesetzt - provisorisch. Von denen ausgehend haben wir dann immer mit so genannten Richtscheiten (der Handwerker sagte oft einfach auch "Latte"  dazu), auf die eine Wasserwaage gelegt wurde, die höher zu verlegenden Steine ausgemessen: Höheren Stein provisorisch (in den Pflastersand) gesetzt, an das Richtscheit am tieferen Stein einen Zollstock gehalten - mit dem Höhenunterschied zwischen tieferen und höherem Stein. Wenn die Wasserwaage "mittig" zeigte, stimmte der Höhenunterschied - sonst nachbessern. Hat man nach 2 oder drei Versuchen raus. Wenn man die Höhen richtig bestimmt hat: Wie von Miramar beschrieben Schnurnägel schlagen und Schnüre spannen. So fest, wie man es von Hand gut hinbekommt - mehr Kraft ist in der Regel nicht nötig.

Viel Erfiolg beim Messen! Und erst recht beim Pflastern! Und wenn das Pflaster fertig ist: Mit nicht zu wenig Wasser die Fugen einschlämmen und dabei auch schon mal prüfen, ob das Wasser dahin fließt, wohin es soll.

Du kannst die Schnur sehr straff spannen,so das diese dem Druck der Wasserwaage nicht nachgibt.Schlage ein Armiereisen oder eine Eisenstange tief genug ein.Spanne die Schnur,in dem diese mit einem Holz einschlingst und fest zudrehst.Dann fixiere das "Hebelmaterial" ander gespannten Schnur.Zur Kontrolle kannst ein Tablett mit einer Murmel zur Hilfe nehmen,wenn es um die Kontrolle der Waagrechten geht.Korrekturen nimmst Du mit einem Hammerschlag auf die Eisenstange vor.Beste Grüße

vielleicht mit einem geraden Brett das du auf die hohe Kante legst und es mit der Wasserwaage ausrichtest.

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