Wie schaffe ich es, dass mein Kind nicht immer das letzte Wort hat?

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6 Antworten

Mit dem letzten Wort meinst du sicher eine Auflehnung gegen Anweisungen oder Verbote?

Dann geht es ja nicht um das letzte Wort selbst, sondern um die Tatsache, dass er bestimmte Dinge einfach tun muss, auch wenn er dabei grummelt.
Kinder brauchen Regeln, das ist ganz klar. Harmonischer wird das Einhalten aber, wenn das Kind die Gründe dafür kennt und im Idealfall auch nachvollziehen kann. Also nicht: "Du gehst jetzt ins Bett", sondern: "Jetzt ist es 7 Uhr. Wenn du noch eine Geschichte vorgelesen haben möchtest, musst du dich jetzt bettfein machen"
Oder: statt: "Räume deine Sachen auf." etwas wie "Deine Playmobil - Figuren liegen auf dem Boden. Wenn jemand in dein Zimmer kommt, tritt er darauf. Lass uns lieber Ordnung machen."

Das ist ein langer Prozess, bis man gelernt hat, so zu formulieren, dass das Kind Einsicht zeigt. Ebenso lange kann es dauern, bis ein Kind diese Änderung nachvollziehen kann. Ein Garant ist es auch nicht, weil Kinder auch mal scheinbar grundlos "rebellieren".

Du schreibst, du drohst mit Strafen wie Fernsehverbot oder früher ins Bett gehen:
Darin stecken 2 Punkte: Zuerst einmal kann die Drohung selbst Widerspruch und Trotz auslösen. Das Kind kann sie für Willkür halten, weil sie mit dem eigentlichen Konfliktpunkt ja nichts zu tun hat. Konsequenzen ja, aber wenn sie mit dem "Vergehen direkt verknüpft sind", sind sie nachvollziehbar. Beispiel: Playmobil wegräumen: "Wenn du sie nicht wegräumst, räume ich sie ganz weit weg, damit sie nicht kaputt gehen."
"Wenn du dich noch nicht bettfein machen möchtest, reicht die Zeit nicht mehr für eine Geschichte"

Der zweite Punkt ist das Drohen selbst: Das Kind kann die Drohungen nur ernst nehmen, wenn es damit rechnet, dass sie auch ausgeführt werden. Also stehe zu dem, was du als Konsequenz nennst: Wenn du z.B. angekündigt hast(ich vermeide das Wort angedroht jetzt bewusst) , dass du die Sachen selbst wegräumen wirst, musst du es auch tun.

Ich weiß , das alles ist schwierig und kraftintensiv, aber immer noch besser als ein "Zweikampf" im Stil von "Ja" Nein" "Ja" "Nein".
Bedenke, dass er sich in der Welt orientieren muss. Grenzen und Regeln geben ihm einen Leitfaden und damit auch Sicherheit und Geborgenheit, wenn er sich darauf verlassen kann.

bin per Zufall von Googel drauf gestoßen !! musste mich sofort Einlogin damit ich mich bei dir bedanken kann!!

Ich bin erst 21 hab noch kein Kind aber meine Irgendwann mal Tochter wird die COOLSTE BESTE SCHLAUSTE UND FAIRSTE KIND HEIT von mir bekommen!

Du wirst sie dann wider erkennen das sie die 2 Weibliche Kanzlerin hier wird nur in Hübsch und cool !! XD

DANKE FÜR DENN TEXT HAST VIEL FÜR MEIN ZIEL DARAN GEHOLFEN

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Als Mutter von 5 Kindern, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, das gehört zu der normalen Entwicklung des Kindes hinzu. Freu dich also, dass dein Kind sich normal entwickelt. Der Mutter hilft es ruhig zu beleiben und sich auf kein Machtspiel einlassen, aber durchaus auch mal Kompromisse schliessen und wenn es möglich ist auf die Wünsche des Kindes eingehen, Es ist nun mal ein eigenständiger Mensch!! Drohungen bewirken nichts Gutes.

Hallo Ich habe 4 Kinder groß gezogen und es ist wohl der Lauf der Dinge dass Kinder in diesem Alter diese Phase durchmachen bzw die Eltern. Man sollte aber auf keinen Fall bestrafen. Lassen Sie Ihrem Kind diese Phase, die Erfahrungen die es daraus macht sollten daher eher positiv sein und nicht verbunden mit Verboten , Bestrafungen oder Gegenreaktionen die über die eigentliche Ursache hinaus gehen.

Du siehst das bestimmt ein bisschen schlimmer als es ist. Die Kinder probieren in ihrem jungen Leben sehr viel aus. Lass Dich nicht "rasend" machen. Das wir der springende Punkt sein. Wenn Du ruhig und bestimmend bist, wirst Du sehen, dann wird er sich ändern. Er kommt ja bald in die Schule, und da muss er sich auch durchsetzen. Aber nur mit VERBOTEN kommst Du auch nicht weiter. Der Kindergarten und das Strassenumfeld gibt auch noch für die Kinder anreize. Lass Dich nicht Unterbuttern.

Das gehört zu dem Alter. Grenzen ausprobieren, Eltern zum Schäumen bringen.

Wer hört hier eigentlich wem nicht zu ? Er dir oder du ihm?

Manchmal waren wir Eltern einfach nur genervt, aber wenn wir uns eingelassen haben, anstatt Machtspiele zu spielen - oder ganz klar NEIN gesagt haben und das auch durchgehalten haben, dann ging es immer...

Auch Eltern lernen

Hallo, prima ist auch die Taktik der "kaputten Schallplatte". Also, nach jedem Nein immer wieder das Gewollte nochmals ruhig sagen. Irgendwann hört er dann auf zu nerven, weil er merkt, es hat keinen Zweck...

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