Wie outet man sich am besten als schwul/lesbisch?

13 Antworten

Meine Erfahrung: Es gibt da so grob vier Sorten von Typen, was das Outen angeht (humorvoll gemeint, natürlich stecke ich niemand in Schubladen ;)  )

1. Der "Hallo, Mein Name ist Max Mustermann und ich bin schwul"-Typ

Trifft man hin und wieder, er/sie meint, seine Sexualität ist das, was ihn am ehesten ausmacht, also muss er gleich alle darüber aufklären, denn das ist das wichtigste, wenn man sich vorstellt. 

2. Dann gibt es diejenigen, denen man es einfach ansieht und kein weiterer Hinweis nötig ist - das sind zwar die wenigsten, aber die Sichtbarsten und werden deswegen gerne für das Klischee hergehalten.

3. Die "Klemmschwestern", also Leute, bei denen es eigentlich jeder weiß, oft auch aus Punkt 2, die es aber partout nicht zugeben wollen. 

4. Die "entspannteren Typen", was das Outing angeht. Zu der Kategorie würde ich mich zählen. In den meisten Situationen deines Lebens ist es doch völlig unerheblich, welche Sexualität du hast, also muss man sie auch nicht ständig thematisieren oder anderen ungefragt unter die Nase reiben. An sich ist es sogar recht lustig, Leute erst einmal in der falschen Annahme zu lassen, man sei hetero. Das sorgt dann um so mehr dafür, dass die Leute ihre Klischees mal überdenken, wenn man sich dann doch outet.

Wann oute ich mich? Wenn Menschen es nicht wissen müssen, dann lasse ich es. Wenn die Brötchenverkäuferin meint, dass meine Frau sich bestimmt über den Kuchen freuen wird, dann muss ich sie da nicht berichtigen. Aber immer dann, wenn ich Menschen anlügen müsste, oder mich verstellen oder meinen Mann verleugnen müsste - dann sage ich lieber ganz unverkrampft die Wahrheit. Die meisten Kollegen zum Beispiel haben überhaupt nicht gewusst, dass ich als Mann mit einem Mann verheiratet bin. Erst nach drei Monaten, als man sich langsam kennengelernt hatte und die ersten Gespräche auch mal auf das Wochenende und die Familie kamen, kam der Punkt, an dem ich meine Kollegen entweder hätte anlügen müssen oder mich outen müssen. Dann entscheide ich mich lieber für 2., denn schließlich gibt es für mich da nichts zu verstecken - und siehe da - es hat zwar ein paar erstaunte Gesichter gegeben, weil ich wohl kein Klischee erfülle, was die Leute in ihren Köpfen haben, aber ein Problem hat keiner und anders behandelt werde ich auch nicht. 

Deswegen - wie outet man sich am besten? 

Das muss jeder selbst wissen. Für mich gilt: nicht offensiv, das wirkt aufdringlich. Aber wenn das Gespräch in Bereiche geht, wo man lügen müsste, dann kann man auch unverkrampft die Wahrheit sagen. Wenn man selbst damit gelassen umgeht und kein heikles Thema draus macht, dann machen das die anderen auch nicht. 

Und wenn man unangenehme Situationen vermeiden will, dann streut man die Information einfach ganz gezielt an ein paar Stellen und den Rest erledigt der Buschfunk. Dann wissen es alle, aber manche trauen sich nicht zu sagen, dass sie es wissen. Wenn man dann danach ganz unverkrampft von seinem Partner redet, dann ist plötzlich auch niemand überrascht, weil es dann schon alle wussten. Und die, die nicht wussten wie sie sich verhalten sollten, sehen, dass du damit locker umgehst und dann ist da auch die Unsicherheit aus der Situation raus... 

Nun, letztendlich solltest Du ein gesundes Mittelmaß finden, denn es würde bestimmt keinen Sinn machen, wenn Du mit einem Schild auf der Stirn "bin schwul und das ist gut so" durch die Stadt laufen würdest. Aber bei Bekannten sollte es doch kein Problem sein, wenn Du bei einer Frage nach der Freundin mit "stehe eher nicht auf Frauen" antwortest... Aus dem Grund solltest Du doch selbst einschätzen können, bei wem Du Dich outen kannst und wo doch eher nicht... 

ich sage immer, :Wen du ein Problem damit hast das ich schwul bin, musst du an dir arbeiten!

zum Thema Outing hast du das wichtigste schon hinter dir (dein näheres Umfeld)

wie du mit der Öffentlichkeit umgehst, hat eher mit deinem Selbstvertrauen zu tun. Ich selber reibe es auch nicht jedem unter die Nase, gelegentlich nutze ich aber die Chance und drehe den Spieß um, und mache auf Intoleranz aufmerksam.

und gelegentlich nutze ich auch das Wort schwul für unangenehme dinge, wie z.b. die Steuerung von The Witcher 3, die ist echt voll schwul, aber egal…

ich hab gelernt mich über solche dinge nicht aufzuregen, da sollten wir drüber stehen...

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