Wie mit Praktikanten umgehen?

4 Antworten

Ist ja putzig. Habe auch einige Jahre in einer Werbefirma gearbeitet und hatte da auch einige Praktikanten zu betreuen. Also ich bin immer gut damit gefahren, eine nicht so harte Schiene zu fahren und trotzdem den Leuten Verantwortung zu geben. In der Branche bieten sich z.B. Recherchearbeiten an. Kleine Texte verfassen, Fotos von Werbemitteln machen, selbstständig (im Übungsprogramm) Angebote schreiben lassen. Sie sollen nachdenken, wie viel Ware bestellt werden soll, Liste führen lassen, wie viel Ausgaben man für Büromaterial pro Monat hat, was man einsparen kann, was neu angeschafft werden muss. Ruhig ans Telefon lassen, um Kommunikation zu schulen, Flyer entwerfen zusammen mit dem Grafiker, kleine Persönlichkeitsprofile erstellen lassen von den Kollegen, um zu sehen, wie gut sie beobachten und zuhören etc. Da gibt's ne Menge Möglichkeiten. Urlaubszettel verwalten und vorkoordinieren lassen.....

Lass ihn am Anfang bei Einfachen Tätigkeiten zuschauen und sie ihn dann selbst erledigen. Er kann Briefe Beantworten, Recherchen tätigen oder auch verständliche Aufgaben "ausprobieren". Natürlich solltest du dabei alles überwachen und kontrollieren. Zu beginn macht es sicher mehr Arbeit. Aber da er so lange da ist, wird er mit der Zeit sicher eine Erleichterung sein.

Also erstmal, ich finde es super, dass Du Dir Gedanken über den Inhalt des Praktikums machst! Klar. Beschäftigen kann man einen Praktikanten auch mit Kopierarbeiten, Rechnunge ablegen und Abwasch. Ich hätte folgende Idee: Lass ihn doch ein eigenes Projekt bearbeiten, ein kleines. Vielleicht fällt dir ja was ein. Wenn er auf die FOS geht, evtl. noch die Fachrichtung Wirtschaft oder Informatik etc. wird er schon so ein bisschen Ahnung haben. Ich finde auch, ein Praktikant sollte auch alles mitkriegen, was Du so machst, auch wenn er selbst nicht in Aktion tritt. Erklär halt, was Du machst, und was der Hintergrund ist. Ist natürlich auch ein bisschen von dem Praktikanten abhängig, wie er sich anstellt.

"Lehrst du etwas neues, dann fange mit etwas Leichtem an und gehe Schritt für Schritt zum Schwerem über."

Es ist übrigens auch mal in Ordnung, wenn er etwas kopiert, schließlich gehört das auch zu deinen Aufgaben. Er sollte möglichst in all das eingewiesen werden, was der Beruf eben mit sich bringt. Wenn er einen guten Überblick über das ganze Geschehen hat (kann gerne mal 3-4 Wochen oder länger dauern), dann kann er sich heranmachen an eigene kleine Projekte, die euch von Nutzen sind.

Persönlich solltest du regelmäßig Reflexionen durchführen. Wenn er etwas "falsch" macht, dann musst du ihm konstruktive Kritik bieten, damit er daraus lernen kann.

Mach ihm außerdem klar, dass er fragen soll, sobald er Fragen hat und dass du auch offen für neue Ideen bist.

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