Wie leicht ist es, ein Handy zu hacken?

5 Antworten

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Dazu müßte der Angreifer

  1. Wissen, welches Gerät/Betriebssystem/Version du besitzt
  2. Welche App, eine eventuelle Nachricht/den Angriff entgegennimmt. Z.B. Standartnachrichtenapp, oder hast du eine von einem anderen Anbieter installiert. Will er den Angriff über einen Messenger senden, muß er da durchprobieren welche du hast.
  3. Schickt der Links zwecks Download Schadware, müßtest du da immer noch draufklicken. Wer auf irgendwelche Links klickt, ist dann aber auch selber Schuld.

Kurzum, die Gefahr ist gering. Ein Angriff/Trojaner den du beim Surfen im Internet aufgabelst ist da wesentlich wahrscheinlicher. Da hilft aber vor allem bei Mobilgeräten nur Brain.exe, da Antivirenprogramme dort relativ sinnlos sind (noch sinnloser als auf dem PC, liegt an der Rechtevergabe des mobilen Betriebssystems/dem Sandbox-Modus).

Ausnahmen sind einige uralte Geräte aus der Tastenära. Da reden wir haber von Geräten die jetzt locker mal rund 12 Jahre alt sind und kaum noch verbreitet sind. Greift glaube keiner mehr an.

Bluetooth und Wlan sind da gefährlicher. Bluetooth am besten immer aus lassen, wenn man es nicht braucht und Wlan das automatische Verbinden mit fremden Netzen/offenem Wlan deaktivieren. Bzw. den automatischen Netzwechsel Mobil/Wlan deaktiviern.

Hallo FourInchNails

Es kommt ganz drauf an, was du unter "hacken" verstehst.

Das einzige was meines Wissens über die Nummer "vulnerable" ist und auch nur, wenn man Ahnung hat, ist das Versenden einer stillen SMS um das Handy zu orten.

Es ist aber gar nicht so einfach, i.d.R. schafft es nur ein erfahrener Spezialist.


Liebe Grüße

Andre


Spezialist mit entsprechenden Zugang

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Naja nicht mit der Nummer allein aber man braucht auch nicht mehr.

Es gibt Angriffe für die es recht, dass du eine Seite ansurfst und anschaust. Da braucht man auch nicht mehr als die Nummer um dir den Link zu senden.

Nähe kann auch schon reichen wenn du Bluetooth an hast - BlueBorne heiß die passende Lücke: https://www.heise.de/security/meldung/BlueBorne-Android-Linux-und-Windows-ueber-Bluetooth-angreifbar-3830319.html

Bleiben noch die üblichen Messenger-Dienste Viber, WhatsApp, Telegram und was weiß ich nicht noch für welche... Mit deiner Nummer findet man auch raus welchen du hast und kann dir alle möglichen Dinge senden. Da wird zwar auch wieder deine Mithilfe benötigt aber Angreifer, die sich auf sowas spezialisieren haben da schon ein paar psychologische Tricks im Petto um dich zu verleiten... Stichwort: Social Engeneering!

Aus der DoS-Ecke kann man auch was finden - ich kenne ein paar VOIP-Anbieter die saubillige Tarife für Anrufe in den EU-Raum bieten und dazu eventuell noch einen kleinen Asterisk-Server um sich random irgendwelche Durchwahlen zu generieren und für 20 EUR läutet dein Telefon im Minutentakt und das 1,5-2 Tage lang... Zugegeben nicht gefährlich (außer für deine Nerven) aber ärgerlich ist es doch.

Langer Rede kurzer Sinn - außer dich zu nerven geht nicht viel aber du bist im schlechtesten Fall nur einen oder zwei Klicks davon entfernt wirklich gehackt zu werden. Aber das trifft auf alle anderen gleichermaßen zu.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

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