Wie lange Longieren?

5 Antworten

Wer darauf eine pauschale Antwort gibt, hat die Reitlehre nicht verstanden. Ideal ist es, wenn der Reitanfänger so begleitet wird, dass keine einzelne "Logenstunde" in dem Sinn nötig ist, denn sowohl am Anfang als auch dann später, ist es wesentlich sinnvoller, dass der Trainer am Pferd mit geht - und am Anfang eben auch in die Zügel greift und erklärt und erklärt und einem ans Bein greift und es führt bei der Beinhilfe, einem die Sitzhilfen direkt erklärt. Wo Lehrer im Zirkel stehen und eine Longe festhalten, darum würde ich einen Bogen machen. Lieber kostet es 3 Euro mehr und der Lehrer ist direkt am Pferd, denn nur dann kann er seinen Griff ändern und einen spüren lassen.

Und wie lange das geht, entscheidet der Trainer anhand des Fortschritts des Schülers ... Wir hatten seinerzeit eine Pflichtanwesenheit vorher. Wer nicht eh schon ewig im Reitstall rum lief, durfte auch nicht gleich auf's Pferd. Man sollte erst ein paarmal da gewesen sein und zugesehen haben, wie die Schrittfolge aussieht, wie sich Menschenkörper zu Pferdekörper bewegen - um vorher zu wissen, was man fühlen wird. Als man zum ersten Mal oben saß, ging es um anreiten, halten, anreiten, halten, ... und den fortgeschrittenen Schülern wurde gesagt, dass diesmal ein Anfänger dabei ist und der grundsätzlich "Vorfahrt" hat. Jeder Schüler hatte sein betreutes Zeitfenster und die restliche Zeit übte er das, was er in diesem gelernt hatte, d.h. bei mir ging der Lehrer meine 10 min mit und dann hatte ich noch 2 x 10 min, wo ich ausprobieren konnte, ob das in den ersten 10 min gelernte verstanden hatte oder einfach entspannen konnte, weil es doch sehr anstrengend war, diese hochkoordinativen Abläufe zu begreifen. Zum Glück wusste ich vom Zusehen, was mich erwartet. Als das klappte, wurde einem erklärt, wie der Unterschied zwischen einer gebogenen und einer geraden Linie ist, wie man den Übergang dazwischen macht ... sodass man dann schon lenken konnte. Die Hufschlagfiguren wurden vorausgesetzt.

Longenstunden hatte ich erstmals 10 Jahre, nachdem ich zu reiten begonnen hatte, weil mir jemand erzählt hatte, das sei das non plus ultra aller Reiterei. Habe aber noch nie gesehen, dass der durchschnittliche Schüler mit Longenstunden irgendwie mehr Erfolg gehabt hätte als der durchschnittliche Schüler ohne (sofern eben korrekt betreut). Von einem Unterricht, wo der Trainer mit dem Rücken zur Reithalle an der Bande Kaffee trinkt und sich mit den Tribünengästen unterhält und dabei grade mal über die Schulter seinen Schüler beobachtet, spreche ich grundsätzlich nicht, das sehe ich als inakzeptabel an, obwohl ich auch das oft genug sehe, genau wie den unglücklichen Fall, dass ein Lehrer meint, er könne 5 Schüler gleichzeitig beobachten. Gruppenunterricht, der etwas bringt, gibt jedem Schüler ein Zeitfenster zum intensiven arbeiten und den Rest zum üben.

Auf dem Hof auf dem ich jetzt reite laufen die Trainer auch nebenher und greifen ein. Leider habe ich nicht auf diesem Hof angefangen zu reiten sondern bin erst später dort hin gewechselt.

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@AnonymTiger

Ja, es ist auch immer schwierig, einen guten Betrieb zu finden. Kaum einer hat sowas von Anfang an, zum einen, weil man sich am Anfang schwer tut, Kriterien zu gewichten, nach denen man einen Schulbetrieb auswählt und zum anderen, weil man zum "erst mal schnuppern" nicht so gerne so weit fahren möchte und deshalb oft beim nächstgelegenen Betrieb anfängt ... aber schön, wenn Du sowas gefunden hast!

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Hallo,

ich sage den Reitschülern dazu immer folgendes:

Wie lange ein/e Reitschüler/in an der Longe bleiben muss hängt ganz alleine von ihm/ihr selber ab! Man kann es nicht verallgemeinern. Du musst in allen drei Grundgangarten freihändig, sicher und ruhig sitzen. Außerdem achten viele (gute) Reitlehrer/innen darauf dass der/die Schüler/in schon an der Longe in der Lage ist ein Pferd selbstständig anzutreiben bzw. durchzuparieren.

Es kommt auf die Auffassungs- und Umsetzungsgabe und das Talent an. Außerdem spielt die Motivation des Reitlehrers /der Reitlehrerin und die Ausbildung der Schulpferde eine große Rolle. Wenn du wirklich was lernen möchtest ist länger an der Longe mit entsprechender Aufgabenstellung (auch Gleichgewichtsübungen etc.) in einem Stall in dem die Pferde nicht Roboterartig das machen was der Mensch in der Mitte sagt besser. Um solche Pferde reiten zu können bedarf es ein wenig Vorkenntnis im Umgang und in der Hilfengebung. Diese kommen jedoch nur durch wenn du ausbalanciert und ruhig sitzt.

Also: Nicht entmutigen lassen und ran ans Werk! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und man lernt auch beim Reiten niemals aus! ;-)

Viel Spaß!!

Das kann man so nicht beantworten. Es kommt darauf an

- welches Konzept die Reitschule hat

- wie gut du lernst, wie " begabt" du bist. 

- welcher Art die Pferde sind

- wie häufig du Unterricht hast

Zwischen gar nicht, 3-5 Stunden bis zu einem halben Jahr, bis du mal selbstständig reiten darfst,  ist alles normal. Und weiterhin ist es immer wieder sinnvoll, auch nach vielen Jahren, an der Longe seinennSitz korrigieren zu lassen.

Pferd richtig vorwärts-abwärts longieren

Hallo ihr Lieben..

Mir gehen langsam die Ideen aus.. Ich hab seit 3,5 Monaten ein etwas schwierigeres Pferd. Das heißt ich hab sehr viel Kraft, Arbeit, Zeit & Mühe investiert und mittlerweile komme ich bestens mit ihm aus & wir sind ein tolles Team geworden, aber ich möchte mehr für seinen Rücken tun, da der nicht so der Burner ist. Wir können zwar durchaus L/M-Parcourse springen, aber oft drückt er dabei seinen Rücken weg, macht ein Hohlkreuz.. Auch beim Dressurreiten habe ich oft das Gefühl, dass er aus dem Nichts alles anspannt & nur noch rennen will. Vor ein paar Tagen hatte er starke Rückenschmerzen. Ich hab ihn dann nicht geritten und ihn nur so ein wenig auf der Weide laufen lassen. Die Rückenschmerzen sind jetzt wieder weg. Ich habe mir aber überlegt, erstmal an der Longe seine Rückenmuskulatur zu stärken und ihn auch viel vorwärts-abwärts gehen zu lassen. Auf der linken Hand kann ich ihn auch v/a reiten, aber auf der Rechten blockiert er. das gleiche Phänomen finde ich auch beim Longieren. Auf der linken Hand ist alles i.O. Aber auf der Rechten will er nicht so recht.. Es ist aber anatomisch alles okay.. Habt ihr Tipps für mich, was ich tun kann, um seinen Rücken zu stärken? Welche Hilfszügel verwendet ihr, um euer Pferd an der Longe ordentlich v/a gehen zu lassen und die Hinterhand besonders zu aktivieren, denn damit hat er hin und wieder auch Schwierigkeiten?

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Pony guckt beim longieren nach außen und zieht,was tun?

Hallo! Ich habe seid ein paar Wochen Probleme mit meinem Shettyhengst,er ist erst 4 Jahre alt und wird nicht geritten.Er ist allgemein sehr wild und geht beim longieren manchmal echt an seine Grenzen. Neuerdings guckt er beim longieren nach außen und zieht gegen die Longe, mit und ohne Ausbinder.Mit Ausbindern funktioniert es besser,geht aber nicht weg. Er hat keine körperlichen Beschwerden, der TA war schon da. Beim laufenlassen , freispringen und beim führen macht er das nicht,beim reiten ( wenn man so im Schritt mitläuft,geritten wird er nicht,zu klein und zu wild) auch nicht. Nur beim longieren zieht er wie ein irrer gegen die Longe an,egal wer ihn longiert und in welcher Gangart. Das macht er in der Halle wie auch draußen. Was kann ich noch tun?

LG

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Reiten lernen. Wie lange braucht man mindestens?

Ich bin 14 und habe vor noch nicht 2 Monaten habe ich mit dem reiten angefangen. Insgesamt hatte ich erst 3 Reitstunden weil der Stall in dem uch reite recht voll ist. Gestern habe ich mit meiner Reitlehrerin dann endlich festen Tag ausmachen können, an dem ich alle 2 Wochen Unterricht bekomme. Alle 2 Wochen ist zwar immer noch recht wenig, aber immerhin haben wir jetzt einen festen Plan. Zwischendrin reite ich noch ab und zu bei meiner Tante. Sie bringt mir nicht unbedingt reiten bei aber es hilft mir etwas sicherer zu werden und mich zu verbessern. Insgesamt versuche ich möglichst 1x pro Woche reiten zu können, was nicht immer klappt, aber mit den regelmäßigen Zeiten geht das schon besser. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ende der Sommerferien machen wir Urlaub auf Norderney und ich würde dort gerne am Strand reiten. Meint ihr ich bin bis dahin sicher genug um das zu können? Nach 3 Reitstunden an der Longe kann ich mittlerweile die 3 Hauptgangarten halbwegs (natürlich nicht gut) und antraben, Übergänge reiten, ... Aber wie gesagt, alles nur an der Longe. Angaloppieren habe ich noch nicht gelernt.

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