Wie kriegt man neutrales Karma im Buddhismus?

4 Antworten

Neutrales Karma ist Karma, das keine moralische Konsequenz besitzt; entweder, weil die Natur der Handlung keine moralische Konsequenz hat oder weil sie unfreiwillig oder unbeabsichtigt geschieht. Zum Beispiel haben die Aktivitäten schlafen, gehen, atmen oder essen keine moralische Konsequenz. So verhält es sich auch mit unbeabsichtigen Handlungen, bei denen 'ineffektives' Karma frei wird.

Mit anderen Worten: Wenn jemand unbeabsichtigt auf ein Instekt tritt, dessen Existenz man nicht wahrgenommen hat, bildet sich neutrales Karma, denn die Absicht, auf das Insekt zu treten, war nicht vorhanden.

Mit dies vor Augen gibt es keinen Grund, neutrales Karma anzuhäufen, da es 'nichts wiegt'.

Gemeint ist damit schlicht: Du sollst nicht etwas "UM ZU..." machen, liebe tolle Katze!

Du sollst recht handeln, weil Du es als recht empfindest - nicht weil Du ins Nirwana willst!

"LIeber Gott: Mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm!"  - da musst Du Dich an anderen Religionen versuchen:) - damit hättest Du im Buddhismus das "Thema verfehlt"

Es geht nicht darum das man kein "Karma erzeugt" sondern darum das man immer die Balance hält, machst du etwas gutes, kriegst du etwas gutes zurück, machst du etwas schlechtes, musst du damit rechnen das du eben auch etwas schlechtes zurück bekommst. 

Hast du meinetwegen dein Leben lang nur schlechtes gemacht und dann entschieden zum Buddhisten zu werden solltest du darauf achten möglichst viel gutes zu tun.

Und wenn ich, mal angenommen, immer schön artig war und überwiegend Gutes getan habe, und dann Buddhist werde: kann ich das schnell wieder ins Gleichgewicht bringen, indem ich jemanden abmurkse?

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@Hallgrimur

Wozu solltest du ein gutes Karma zerstören wollen? Wer gutes tut, dem widerfährt auch gutes. Wenn du bisher nur gutes getan hast und dann einen Mord begehst kannst du darauf hoffen das du bisher soviel gutes getan hast das es das "ausgleicht" ob das aber bei einem Mord zu schaffen ist wage ich zu bezweifeln.

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