Wie kommt das , das eine Steckdose Strom hat , aber wenn an Geräte anschliesst nicht laufen? .

12 Antworten

Es handelt sich bei dem "Stromprüfer" vermutlich um einen Spannungsprüfer, der eine Spannung gegen das Erdpotential anzeigt an einer Buchse. Die andere Buchse sollte mit dem geerdeten Nullleiter verbunden sein, dann funktionieren auch die angeschlossenen Geräte. Für einen Stromkreis werden immer zwei Leiter gebraucht.

Der Phasenprüfer kann nur anzeigen, ob eine Spannung anliegt, aber nicht, wie hoch diese ist. Selbst eine induktive Spannung an einem unterbrochenen Schutzleiter würde den "Lügenstift" schon zum leuchten bringen. Dieses Teilchen ist also absolut ungeeignet, um derartige Fehler auszumachen, man benötigst mindestens einen Duspol oder ein Messgerät.

Der Beschreibung nach ist der Neutralleiter unterbrochen. Die Phase liegt zwar an, der Stromkreis kann aber nicht geschlossen werden. Vermutlich ist irgendwo ein Draht gebrochen oder aus einer muffigen Klemme gerutscht. Schätzungsweise an der Steckdose selber oder in einer Abzweigdose. Möglicherweise ist auch der Steckdosenkontakt verbrannt.

Solche Fehler sollte ein Fachmann suchen, mit Deinen Hilfsmitteln begibst Du Dich nur unnötig in Lebensgefahr.

Damit Strom fließt braucht es einen geschlossenen Stromkreis. Wenn das Gerät nicht läuft ist es defekt.

Außerdem "hat" eine Steckdose keinen Strom, sondern dort liegt lediglich Spannung an. Strom fließt erst wenn ein geschlossener Stromkreis vorhanden ist.

quatsch wenn der N fehlt muss das Gerät nicht defekt sein

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@wollyuno

Das ist natürlich auch möglich. Mir war nicht ganz klar ob die Steckdose bloß mit einem Gerät oder eben mehreren Geräten getestet wurde.

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Wenn ein einpoliger Phasenprüfer (unter Elektrikern als "Lügenstift" benannt) anzeigt, dass Spannung verfügbar ist, dann bedeutet das noch lange nicht, dass auch Strom fließen kann,

Die Gründe:

  • Der Phasenprüfer kann auch statische Spannung anzeigen, die bei Belastung aber zusammen bricht.
  • Es kann der Neutralleiter unterbrochen sein, dann gibt es zwar Spannung am Außenleiter, aber der Stromkreis kann nicht geschlossen werden.

was du hier beschreibst, ist die klassische unterbrechung des Nullieters. der strom kann zwar in die steckdose rein, aber nicht wieder raus....

das ist wie wenn du am waschbecken den abfluss verstopfst, und dann das wasser aufdrehst. und was passiert dann? genau, das Waschbecken läuft über und du hast die Sauerei.

das kann hier übrigens auch passiren. wenn du ne uraltinstallation hast, bei der Null und erde das gleiche sind, (kassische nullung) dann kann der strom über den schutzleiter "auslaufen" das ist hochgefährlich du solltest also vorsichtig mal alle stecker im betroffenen stromkreis ausstöpseln, und mit dem stromprüfer mal nachschauen, ob auf den schutzkontakten strom kommt. wenn ja, sicherung raus, und sofort einen elektriker herbei!

ein anderes problem kann die sogenannte nulleiterverschleppung sein. wenn du drehstrom hast, und der nulleiter fehlt, kann der strom ungewollt über eine andere phase abfließen. das kann dann dazu führen, dass bestimmte geärte plötzlich nicht mehr auf 230 sondern auf 400 Volt laufen. das ist brandgefährlich, im wahrsten sinne des wortes.

lg, Anna

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