Wie könnte man diese 'Keuner'-Geschichte interpretieren?

6 Antworten

Naja ich seh das teilweise auch so. Aber ich würde sagen, indem Herr K. sagt dass der Mensch dem Entwurf ähnlich werden soll, wird gesagt, dass kein Mensch perfekt sein kann. Und, dass man, wenn man jemanden wirklich liebt so wie er ist, nicht einen Entwurf von ihm machen muss, weil man den Menschen mit seinen Ecken und Kanten liebt.

Ich sehe es so:

Was er hier sagt ist einfach eine Tatsache. Ob es der Erste Eindruck ist, ob es unser Selbstbild ist, egal was. Wie sehen immer nur einen kleinen Teil von dem was es ist. Wer kennt sich denn schon 100%? Ich halte es für unmöglich und Andere Menschen dann erst recht nicht.

Ich glaube was er meint unter Anderem ist:

Wir machen uns von allem ein Bild und behandeln es danach, ob Ding oder Lebewesen.

Es heißt, als man Michelangelo danach fragte, wie er seinen David erschuf, er antwortete: “Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen.”

Vielleicht habt ihr mal den Begriff : Selbsterfüllende Prophezeiungen gehört?!

Letztendlich bedeutet es nur, dass wir Dinge nie so belassen wie sie sind, sondern wir uns ein Bild von allem machen und es demnach behandeln und wodurch man Einfluss darauf ausübt und dieser wirkt wiederum so, dass das Subjekt zu dem wird, was wir darin sehen.

Ein Lebewesen kann sich gegen diesen Einfluss wehren, aber nicht gegen alle.

Herr K. kann den gewissen Menschen nicht wirklich lieben, weil man gerade den Menschen den man liebt nicht in eine Form pressen sollte, die man sich für ihn ausgedacht hat. Die Menschen die wir lieben, muß man so verbrauchen wie sie sind, sonst würden wir diese erst garnicht lieben. Also sprechen wir hier in diesem speziellen Fall nicht von Liebe sondern vom Experimentieren, oder "wie weit kann man Menschen manipulieren, und nach eigenen Vorstellungen formen.."

Keuner-Geschichten Moral

Hallo, ich bin mir über die Moral der Keuner-Geschichten 'Der hilflose Knabe' und 'Maßnahmen gegen die Gewalt' unsicher. Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen?

Hier mal was ich mir so überlegt habe:

'Der hilflose Knabe': -Der Mann will dem Jungen eine Lehre erteilen, weil er nur seine Lage beweint hat, ohne selbst einzuschreiten. Der Junge hat nur darauf gehofft, dass andere ihm helfen ohne dass er selbst etwas unternommen hat um seinen Groschen wieder zu bekommen. Das Beweinen der Situation hilft ihm nicht, seine Situation zu verbessern....Oder spielt die Geschichte auf die Zeit des 2. Weltkriegs an (Brechts Zeit), in der der Staat (Der Mann) die schwächeren (Der Junge) unterdrückt und statt ihnen zu helfen, immer mehr nimmt (Da der Mann den zweiten Groschen des Jungens klaut)

'Maßnahmen gegen die Gewalt': - Manchmal ist es schlauer, passiven als aktiven Widerstand zu leisten (Herr Egge der nie die Frage des Agenten beantwortet bis dieser schließlich verstorben ist und er sich so traut die Frage mit "nein" zu beantworten) oder um zu überleben (Bezug 2ter Weltkrieg?!) das Gegenteil seiner eigentlichen Überzeugungen (Eigentlich ist Herr Keuner GEGEN Gewalt, spricht sich gegenüber der Gewalt aber DAFÜR aus) ausspricht.

Ich hoffe, jemand kann mir helfen ;)

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Was muss ein Buch alles haben eurer Meinung nach?

Ich schreibe derzeit ein Buch und ich hörte ja viele Sachen schon was ein Ebook bzw. Buch alles haben müsste. Da kamen Anforderungen von manchen Leuten wie mindestens 80k Wörter oder 100 A4 Seiten usw. . Wie sieht es bei euch aus? Was muss ein Ebook unbedingt haben? Eventuell auch viele Bilder, eine bestimmte Schriftart, Schriftgröße usw.? Schreibt es hier in meine Frage. Für jede Antwort gibt es ein Daumenhoch und ein Danke. Für die ausführlichste Antwort morgen einen Stern. :)

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Was ist der Unterschied zwischen dem Tragischen und dem Gemischten bzw.Mittleren Helden?

Hallo,

was ist der Unterschied zwischen Aristoteles' Tragischer Held und Lessings Gemischter Held? Und ist der Gemischte und der Mittlere Held dasselbe? Hat es etwas mit dem Fehler zu tun, den sich der Tragische Held selbst zu zu Schulden hat?

Vielen Dank schon mal

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Welche Materialien empfehlt ihr für die Abitur-Vorbereitung?

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mich schonmal informieren und mit geeigneten Materialien eindecken, damit ich dann nicht zwei Wochen vor dem Abi dumm da stehe.

Achja ich mache in Hessen Abitur, was in den Fächern Deutsch und Englisch wegen den Lektürenlisten relevant ist.

Ich hätte gerne für meine Prüfungsfächer - bzw. die zur Auswahl stehenden (LK: Englisch, Deutsch, GK: Powi, Ethik, Kunst, Mathe) - geeignete Zusatzbücher, Sekundärliteratur/Lektürenschlüssel, Zusammenfassungen, ... Was auch immer man eben für optimales Lernen empfehlen kann :) Ich weiß aber ehrlich gesagt gar nicht genau, was da geeignet ist, womit man am effektivsten lernt. Vielleicht könnte ihr ja bestimmte Bücher empfehlen oder auch Webseiten o.A.

Vielen lieben Dank! LG :)

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Parabel "das schlechte ist auch nicht billig"

Das Schlechte ist auch nicht billig

Nachdenkend über die Menschen, kam Herr Keuner zu seinen Gedanken über die Verteilung der Armut. Eines Tages wünschte er, sich umsehend in seiner Wohnung, andere Möbel, schlechtere, billigere, armseligere. Sogleich ging er zu einem Tischler und trug ihm auf, den Lack von seinen Möbeln abzuschaben. Aber als der Lack abgeschabt war, sahen, die Möbel nicht armselig aus, sondern nur verdorben. Dennnoch muüte des Tischlers Rechnung bezahlt werden, und Herr Keuner muüte auch noch seine eigenen Möbel wegwerfen und neue kaufen, armselige, billige, schlechte, da er sie sich doch so wünschte. Einige Leute, die dies erfuhren, lachten nun über Herrn Keuner, da seine armseligen Möbel teurer geworden waren wie die lackierten. Aber Herr Keuner sagte: "Zur Armut gehört nicht sparen, sondern, ausgeben. Ich kenne euch: zu euren Gedanken paßt eure Armut nicht. Aber zu meinen Gedanken paßt der Reichtum nicht."

Das ist die Parabel. Was meint ihr, wie Bertolt Brecht diesen Text gemeint hat? Auf welches Problem möchte er hinweisen? Mich worden eure Meinungen sehr interessieren und ich freue mich auf eure Interpretation! :)

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jemand gut in deutsch?

Textinterpretation

Der Text „Maßnahmen gegen die Gewalt“ wurde von dem deutschen Schriftsteller Bertolt Brecht Anfang der 30er Jahre geschrieben. Die Geschichte zerfällt in zwei Teile, was der Leser sofort merkt. Der erste Teil besteht hauptsächlich aus Dialogen. Darin setzt sich „Herr Keuner, der Denkende“ mit dem Vorwürfen seiner Schüler auseinander. Sie meinen, dass er seine Aussagen zur Gewalt zu schnell ins Gegenteil verkehrt, als die Gewalt ihn zu einer Stellungnahme auffordert. Man merkt, sofort, dass Brecht hier keine reale Handlung erzählt. „Die Gewalt“ wird als einen Person dargestellt, die sprechen kann; es gibt keinen Hinweis auf einen realen Ort oder einen bestimmten Zeitpunkt des Geschehens. Ähnlich wie bei einer Fabel scheint es eher darum zu gehen, mit der Geschichte einen bestimmte Lehre oder Einsicht zu vermitteln. Das macht Herr Keuner schon in zwei Schlüsselsätzen: „Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen. Gerade ich muss länger leben als die Gewalt.“ Herr Keuner betrachtet sich anscheinend als wichtigen Lehrer, der unter allen Umständen weiterleben muss. Damit die Schüler diese Haltung besser verstehen, erzählt Herr Keuner ihnen im zweiten Teil eine Beispielgeschichte. Darin geht es um einen Agenten der in die Wohnung des Herrn Egge kommt. Dieser Agent hatte einen Schein, mit dem er jede Wohnung betreten konnte und ihm jedes Essen gehört das er will. Herr Egge diente dem Agenten 7 Jahre lang, brachte ihm Essen, vertrieb Fliegen und betrachtete seinen Schlaf. Als der Agent so fett wurde dass er starb wickelte ihn Herr Ecke in eine verdorbene Decke, schleifte ihn aus dem Haus, wusch das Lager, strich die Wände, atmete auf und sagte „NEIN“ !

Wenn man ernsthaft nachdenkt, wird klar, dass das Zurückweichen von Herrn Keuner und Herrn Egge vor der Gewalt gar keine Feigheit ist, sondern einen taktische Maßnahme, um auf einen günstigen Zeitpunkt zu warten. Sie leisten sozusagen nicht aktiven, sondern passiven Widerstand gegen die Gewalt.

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