Wie kann man 20 min kreativ und ansprusvollen Unterricht gestalten, über das Leben im NS?

5 Antworten

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Soll der Inhalt ein bestimmtes Thema zum Inhalt haben oder ist das völlig frei ?

Denn wenn dem so wäre, würde ich mit ihnen gemeinsam ein Rollenspiel lesen und dann anschließend selbst einen Lückentext ausgeben, den jeder nach gut dünken füllen kann, So kommt am Ende sogar noch etwas lustiges dabei heraus.

wir soleln über das zusammen leben im Volk schreiben. Sollte ich das Rollenspiel dann selber schreiben oder eins im internet suchen?

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@sunshineTears

Ich würds versuchen selbst zu schreiben, da Du die Schüler auch einigermassen kennst und somit das Ganze selbst etwas lenken kannst.

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Oh, jetzt habe ich das Thema "erlesen". Habs glatt übersehen.

Man kann sicherlich auch hierzu ein Rollenspiel lesen und einen zur Thematik ausarbeiten. Hier würden dann Gedanken und Gefühle mit einfließen, was den 10. Klässlern sonst auf andere Art sicherlich nicht besonders leicht fällt.

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Rede etwa 5-10 Minuten.

Versuch an Anschauungsmaterial zu kommen. Schulbücher von früher, Hitlerkaugummibildchen....was sich kriegen lässt. Eventuell auch Witze, die die Leute früher erzählt haben- und bringe sie in Bezug zur Geschichte. Bau Stationen auf mit Texten und Aufgaben. Etwa 4-5. Hänge einen Plan an die Tafel, wo sich jede Gruppe einträgt, die an einer Station war. Eine Station kann auch Videomaterial aus "Die Welle" sein- einem Schulversuch in Amerika. Du brauchst nur gute Fragestellungen.

Ein Witz von früher war zum Beispiel: "Auf dem Fischmarkt verkauft ein Mann Heringe. Er schreit "Schöne frische Hering! So fett wie der Göring". Darauf kommt die Polizei und verhaftet ihn. Nach 3 Tagen ist er wieder da und schreit: "Schöne frische Hering! Sind so fett wie vor 3 Tagen, ich darfs nur nicht mehr sagen."

Eine andere Möglichkeit ist, ein Planspiel zu organisieren. Erfinde eine Geschichte- zum Beispiel kurz vor dem Weltkrieg werden Straßen gebaut und die Altersversorgung ausgebaut. Die Reden bannen die Menschen. Die Juden werden noch nicht verschleppt, aber eine Kundgebung (basteln und aufhängen) verkündet, dass sie Sterne tragen müssen.

Erfinde Gruppen. Etwa eine jüdische Familie. Eine deutsche Familie, die wenig zu essen hat. NS-Soldaten. Einen Arzt. Einen kleinen unwichtigen Menschen, der plötzlich Gemeinschaft spürt und groß heraus kommt. Einen Lehrer und weitere Kinder. Die Frau im Tante Emma Laden...

Bilde Gruppen und sage ihnen, sie sollen sich Charaktere ausdenken. Gib Informationsmaterial hinein. Nun plane das Spiel, indem du Anweisungen eingibst- nicht zu viele. Etwa sollen die Soldaten den Aushang verkünden. Oder gib eine Karte raus, dass das Kind der armen Familie gerne mit dem jüdischen Jungen spielen will. Oder sag der Krämerin, die soll sich bei Kunden beschweren, dass die Juden ihre Waren viel teurer verkaufen und dabei mogeln. Lass den Kriegsbeginn mit den Worten verkünden: "Nicht ein, nicht zwei, nein Dreifruchtmarmelade werden wir unseren Soldaten an die Front schicken. Dann warte ab, wie es gespielt wird. Hinterher die Reflektion musst du gut planen, damit sie sinnvoll verläuft.

Eine dritte Möglichkeit ist, zu fragen, ob die anderen es für möglich halten, dass soetwas wie der Nationalsozialismus wieder passiert. Dann ein Video über das Milgram-Experiment zu zeigen. Nun Gruppentische bilden. Soviele Fragen wie Gruppen erfinden (Haltet ihr es für möglich, dass es wieder passiert? Wo findet ihr heute solche Prozessse in der Gesellschaft? ...) und auf je ein Plakat schreiben. Musik an und 2 Minuten schreiben lassen (jede Gruppe an einer Sache)- nun das Plakat zum nächsten Tisch weiterreichen und wieder 2 Minuten Musik an. Wenn jedes Plakat an jedem Tisch einmal war, Plakate aufhängen und schauen lassen.

Ihr könntet am Anfang eine Mindmap von den Schülern gestalten lassen, d. h. ihr schreibt das Wort 'Nationalsozialismus' an die Tafel und lasst Schüler vorkommen, denen zu dem Wort was einfällt.

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