Wie ist es möglich das ich bei iq tests eher schlecht bin aber in der Schule klassenbeste und sehr gut in Mathe?

8 Antworten

Hi,

ich vermute mal gaaaanz stark, dass du Internet IQ-Tests gemacht hast.

Ich bin sehr sehr gut in Mathe (sagen mir andere...) und Klassenbeste. Schon im Alter von drei Jahren ausgeprägtes Interesse daran, 15 Punkte seit zwei Jahren, Schülerstudium, Beschäftigung mit Abiklausuren des Mathe LKs...und ich komme jetzt in die elfte Klasse (Mathe LK). Und mein IQ ist durchschnittlich, vermute ich mal. Who cares?

Das hängt auch von der Tagesform ab und vom IQ-Test selbst, da es auch da noch einmal große Unterschiede gibt. Mal abgesehen davon bist du sehr gut im Rechnen. In der Schule lernst du keine Mathematik. Die kommt zu Teilen in der Oberstufe und dann erst an der Uni. Das Rechnen fand ich immer langweilig und joa. Die Mathematik fasziniert mich eben! Also ist das, was du im "Mathe"unterricht lernst, nicht so hoch, dass man sagen könnte, dass du automatisch einen hohen IQ haben musst. Logisches Denken ist nur ein Teil der Hochbegabung.

Solange du nicht untergehst, ist alles gut - es bringt dich auch nicht wirklich weiter, deinen IQ zu wissen. Intelligenz ist nicht alles.

LG ShD

Dafür gibt es sicherlich verschiedene Gründen. Erst einmal gehe ich davon aus, dass du einen Internet IQ-Test gemacht hast. Die bringen rein gar nichts. Es ist nicht nur so, dass diese Tests schlecht gemacht sind. Dein Rechner ist immer noch ein "Vermittler" zwischen deinem Gehirn und diesem Test. D.h. wenn du schnell auf die Lösung kommst und dein PC grade hackt oder allgemein langsam arbeitet, wird dein Ergebnis verfälscht. 

Hinzu kommt, dass ein Test nicht nur aus Matheaufgaben, sondern auch aus weiteren Bereichen besteht und die Möglichkeit bestünde, dass du nur teilhochbegabt bist, also in allen Bereichen durchschnittlich begabt bist, bis auf den mathematisch-logischen Teil. 

Außerdem bedarf ein Mensch in der Schule weitaus weniger Intelligenz, als Fleiß, Lernbereitschaft und Ehrgeiz um in der Schule zu bestehen. Also jemand, der gut darin ist zu lernen und sich in der Schule gut einleben kann, bekommt eher gute Noten, als jemand, der nur einen hohen IQ hat.

Damit bin ich auch schon bei dem letzten Punkt angelangt: Hochbegabte sind nicht automatisch gut in der Schule. Oft sind sie auch "nur" Mittelmaß, weil es nicht auf die Intelligenz ankommt. Es gibt so viele Umweltfaktoren die stimmen müssen, damit ein hochbegabter Schüler auch zum Hochleister wird.

Vielleicht hast Du ja IQ-Tests für Erwachsene gemacht, da schneidet man als Noch-Nicht-Erwachsener tendentiell schlechter ab.

Ansonsten könnten auch die "Sekundärtugenden" den Ausschlag geben: Wenn Du fleißig bist und ordentlich arbeitest, hast Du einen entscheidenden Vorteil gegenüber all denjenigen, die das nicht sind.

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