Wie erklärt sich die scheinbare Nichterfüllung der s.g. Tyros-Prophezeiung aus dem Buch Hesekiel?

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3 Antworten

Die scheinbare Nichterfüllung erklärt sich darin, dass das heutige Tyros nicht mit dem antiken Tyros identisch ist. Die Prophezeiung über Tyros ist buchstäblich in Erfüllung gegangen, das kann man in Geschichtsbüchern nachlesen. Tyros wurde nie wieder (am selben Ort) aufgebaut. Heute ist das alte Tyrus öde und verlassen, ein Platz, wo ein paar Fischer ihre Netze zum Trocknen ausspannen. Es befinden sich dort nur noch die Quellen von Ras El Aïn, die eine große Stadt mit Wasser versorgen könnten. Aber der Ort blieb unbewohnt, und damit wurde die Prophezeiung erfüllt. Tyros ist heute eine Großstadt im Libanon mit rund 117.100 Einwohnern, welche aber nicht am selben Ort liegt wie das antike Tyros. Sie liegt im Süden des Landes an der Küste des Mittelmeers. Das antike Tyros, auf einer kleinen Insel gelegen, war eine der wichtigsten Städte der Phönizier.  http://www.dasgeheimnis.de/web/andreas\_brief\_09.htm

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Kommentar von Mark1616
08.07.2016, 13:16

Du müsstest dir nur ein (in Zahlen 1) Satellitenbild der Stadt Tyros ansehen um zu erkennen wie falsch du liegst.

Ich helfe dir mal ein bisschen weiter, möchte dich ja nicht überfordern:
https://www.google.de/maps/place/Tyre,+Libanon/@33.2702703,35.1963266,421m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x151e7d902f915d95:0xcf0e3fc6fb997408!8m2!3d33.2704888!4d35.2037641

Du kannst klar erkennen, dass sich die neue Stadt Tyros um die Ruinen der antiken Stadt Tyros erhebt. 

Selbst wenn du dich "nur" auf die antike Inselstadt Tyros beziehst, so ist die Prophezeiung nie eingetroffen. In der Prophezeiung steht klipp und klar, dass die Stadt vollständig zerstört und nie wieder aufgebaut wird.

Die Prophezeiung über Tyros ist buchstäblich in Erfüllung gegangen, das kann man in Geschichtsbüchern nachlesen.

Historische Aufzeichnungen zeigen das genaue Gegenteil, nämlich dass Nebukadnezar die Stadt (nur durch Aufgabe der Verteidiger) eingenommen, aber nicht zerstört hat. Er wäre ja auch schon blöd, wenn er eine strategisch wichtige Handelsstadt, die er noch nicht einmal selbstständig erobern konnte, zerstört. Siehe das Zitat:

Zitat: "Nabu-kudurri-usur II. (bekannter als Nebukadnezar II.) konnte die Stadt selbst nach dreizehnjähriger Belagerung nicht stürmen. Sie ergab sich 568 v. Chr. Danach setzte Nabu-kudurri-usur Ba’al II. als neuen König ein, der 568 bis 558 v. Chr. regierte."

Ich bin wirklich neugierig. Kannst du mir eine seriöse Quelle in einem Geschichtsbuch nennen, in dem das was du behauptest nachzulesen ist?

Weiterhin hat auch Alexander der Große, 300 Jahre nach Nebukadnezar, die Inselstadt Tyros erobert. Außerdem haben danach die Römer, die Oströmer, die Seldschuken und die Kreuzritter die Stadt beherrscht. Schon irgendwie seltsam, was? Wieso sollte all diese Parteien einen Schutthaufen, der nie wieder aufgebaut werden sollte, einnehmen?

Abschließend sollte man auch noch erwähnen, dass der Fokus in dieser Prophezeiung nirgends alleine auf der Inselstadt liegt. Es wird einzig und alleine von der Stadt Tyros geredet, die bereits in der Antike über die Insel herausgereicht hat. Diese Stadt liegt heutzutage immer noch am selben Punkt wie vor 3000 Jahren. De reinzige Unterschied zur Antike ist die Größe.

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Kommentar von Mark1616
08.07.2016, 13:20

Ich muss gerade leicht grinsen. Selbst wenn es den christlichen Gott wie beschrieben geben würde, so würdest du mit diesem Beitrag offensichtlich Lügen. Da du dir sicher bist, dass das die Wahrheit ist wirst du diese Sünde auch nie beichten. Heist das du kommst in die Hölle? ;)

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Kommentar von Fred4u2
08.07.2016, 20:52

Stadt Tyrus zerstört und ihre Trümmer im Meer versenkt

(Hesekiel 26, Kapitel 26, Vers 3-5 u.12) Niederschrift 7. Jahrhundert vor ChristusDarum, so spricht der Herr, Herr: Siehe, ich will an dich, Tyrus! Und ich werde viele Nationen gegen dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen heraufführt. Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und seine Türme abbrechen; und ich werde seine Erde von ihm wegfegen und es zum kahlen Felsen machen. Ein Trockenplatz für Netze soll es werden mitten im Meer, denn ich habe geredet, spricht der Herr und es wird den Nationen zur Beute werden. Vers 12. Und sie werden dein Vermögen rauben und deinen Handelsgewinn plündern und deine Mauern abbrechen und deine prächtigen Häuser niederreißen; und deine Steine und dein Holz und deinen Schutt werden sie mitten ins Wasser schütten.Das Buch Hesekiel wurde im 6. Jahrhundert vor Christus niedergeschrieben. Zu dieser Zeit lag Tyrus an der Küste Phoeneziens, am Mittelmeer. Tyrus war damals die Handelsmetropole der Welt. Diese Vorrausage ist genauso eingetreten. Zunächst eroberte und zerstörte Nebukadnezer ll. die Stadt. Er hatte allerdings keinen Grund die Ruinen ins Meer zu werfen. Einige der Bewohner von Tyrus entkamen und flüchteten auf eine nahe gelegene Insel. Dort bauten sie eine neue Stadt. Etwa dreihundert Jahre später wollte Alexander der Große diese Stadt auf der Insel erobern. Um mit seinem Heer vom Festland auf diese Insel zu gelangen, baute er einen Damm. Für diesen Damm nuzte er die Überreste des alten Tyrus. Dort wo früher Tyrus lag ist heute nur noch nackter Felsen. Die Stadt wurde nie wieder aufgebaut. Die Trümmer von Tyrus wurden Buchstäblich im Meer versenkt.

Die Geschichte der antiken Stadt Tyrus liefert ein weiteres überzeugendes und unbestreitbares Beispiel für erfüllte Prophetie. Tyrus war ein großer Handelshafen am Mittelmeer und lag etwa 160 km nördlich von Jerusalem. Es war zum einen Teil auf dem Festland erbaut und zum anderen Teil auf einer Insel, die knapp 1 km vom Ufer entfernt lag. Die Zerstörung von Tyrus war in Hesekiel 26 vorausgesagt und wurde etwa 588 v.Chr. mit göttlicher Genauigkeit niedergeschrieben. Man beachte folgende Details dieser Voraussage:

Aus der Geschichtsschreibung wissen wir, was tatsächlich mit dieser großen Stadt geschah: Nebukadnezar belagerte sie etwa 13 Jahre lang. Vor dem endgültigen Sturz der Stadt brachten die Bewohner ihr Hab und Gut auf die nahegelegene Insel. Dank ihrer starken Flotte konnten sie sich dort noch lange verteidigen, nachdem der Stadtteil auf dem Festland bereits zerstört worden war.
Über zweihundert Jahre zogen ins Land. Im Jahr 332 v.Chr. stieß Alexander der Große auf seinem welterobernden Feldzug mit seinen Truppen an die Küste von Tyrus, doch war er nicht imstande, die Inselfestung einzunehmen. Alexander beschloss daher, einen Damm zur Insel zu bauen. Dazu bediente er sich der Ruinen der zerstörten Stadt vom Festland – der Steine, des Holzes und des Schutts –, und warf dieses Material ins Meer, sodass der einstige Standort von Tyrus als nackter Felsen zurückblieb. Dann nahm er auch die Insel ein. Auf dem Festland ist Tyrus nie wieder aufgebaut worden, und noch heute breiten die Fischer dort ihre Netze zum Trocknen aus. Genauso war es vorausgesagt: »Ich werde dich zum kahlen Felsen machen; ein Trockenplatz für Netze sollst du werden, du wirst nicht wieder aufgebaut werden« (Hesekiel 26,14). 
Wie ist es zu erklären, dass diese Prophezeiungen Hunderte von Jahren im Voraus aufgeschrieben und mit solch minutiöser Genauigkeit in Erfüllung gingen? »Es gibt nur eine Erklärung … mit der sich der Verstand vollkommen zufrieden gibt: Hier spricht Gott, dessen Gedanken alle Zeiten umfassen und vor dem die Zukunft nicht verhüllt ist und der mit diesen Beweisen für seine Glaubwürdigkeit dem Herzen des Menschen die Gewissheit aufprägt: ›Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen‹ (Matthäus 24,35)«.

http://xn--wgwyser-5wa.ch/index.php?id=126&id\_listeneintraege=268

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Das lässt sich gar nicht erklären !

Fanatiker können sich jedoch damit heraus reden, dass Hesekiel nicht die Zukunft vorhergesehen hat, sondern nur eine mögliche Zukunft, und dass Gott der Herr Gnade hat walten lassen und es sich aus Barmherzigkeit anders überlegt hat, ähnlich wie bei Sodom und Gomorrah, wo Gott auf das Gnadenflehen von Abraham eingegangen ist, und sich von Abraham dazu überreden lies, dass 10 gerechte Personen ausreichen um die Stadt zu verschonen, jedoch hat Abraham nicht einmal 10 gerechte Personen gefunden, weshalb Sodom und Gomorrah zerstört wurden.

Man könnte nun argumentieren, dass in Tyros 10 gerechte Personen gefunden worden sind, und deshalb Tyros verschont worden ist, obwohl ursprünglich prophezeit wurde, es würde zerstört werden, Gott der Herr hat es sich halt anders überlegt und im letzten Moment Gnade walten lassen.

Das ist aber nur eine Theorie.

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Kommentar von klausog333
05.07.2016, 10:41

Guter Ansatz! Allerdings braucht man kein Fanatiker zu sein, um zu glauben. Das tun einfache Gläubige auch 😉

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