Wie erfasst man die Noten, wenn 2 (oder mehr) direkt übereinander stehen?

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4 Antworten

Hallo,

es ist wie beim Lesen:

Wer gerade Lesen lernt, entziffert die Buchstaben von links nach rechts und setzt daraus ein Wort zusammen.

Ein geübter Leser aber sieht nicht mehr die einzelnen Buchstaben, sondern das Wort als Ganzes, er erfaßt es wie eine Einheit.

So ist das mit den Noten, die Akkorde bilden, auch. Der gesamte Akkord wird als Einheit wahrgenommen - die Noten werden gar nicht mehr einzeln erfaßt. Deshalb spielt die Richtung auch überhaupt keine Rolle.

Herzliche Grüße,

Willy

Es ist eigentlich ganz unterschiedlich. Je nach dem Typ des Stückes und nach dem Typ des Musizierenden kann man sie als Klangeinheit oder als zwei ganz unterschiedliche Töne, die von einer der beiden Leserichtungen ausgehend gelesen werden. 

Vorherrschend ist meist eine rein klangliche Sicht, die die Einzelstimmen (und damit Einzeltöne) tendenziell ausklammert, weil sie die schlichteste Erklärungsweise ist. An zweiter Stelle kommt sehr bald danach eine polyphone Sichtweise, die von unten nach oben (=übliche Leserichtung in der Musik) geht. Diese Verteilung sagt aber an sich nicht viel aus.

Jede Sichtweise hat ihre Eigentümlichkeiten und Vorteile, und die meisten Menschen tendieren, je nach Grunddisposition, eher zur einen oder anderen Seite. Wichtig für die Praxis ist, dass man alle Sichtweisen mit ihren Vor- und Nachteilen beherrscht. 

Sinnvoll ist denke ich von tief nach hoch, da der tiefste Ton die Grundstimmung vorgibt.

Das ist dann ein Zwei- oder Drei- oder Vierklang. Du spielst die Tasten dann gleichzeitig auf dem Klavier.

Ich denke immer von unten, also wenn dort c,e,g steht, denke ich auch so. Das ist auch die gebräuchlichere Form.

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