Wer wird von der Bundeswehr ins Ausland geschickt?

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Hallo Rolfe Ich bin Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Grundwehrdienstleistende gehen eigentlich nicht in den Einsatz. Bei einer Wehrdienstzeit von 9 Monaten und einer 3 Monatigen Grudausbildung bleiben da nur noch 6 Monate übrig. Um Combat Ready zu werden das bedeutet bereit zu sein für den Einsatz braucht es Zeit und viele vorergehende Ausbildungen. Dazu kommt noch das man mindestens 4 Monate in Afghanistan oder im Kosovo stationiert ist. Zeitsoldaten, wie ich, und Berufssldaten die ja vorher auch Zeitsoldaten waren unterschreiben bei der Einstellung viele Formulare. Wir bekommen unsere Einsatzeinplanung und werden in der Regel nicht gefragt ob wir gehen wollen. Die Bundeswehr ist eine Armee und beruht auf Befehl und Gehorsam. Wir sind kein Wünsch-dir-was Verein. Zusätzlich kommen ab und an noch freiwillig länger dienende (FWDL) dazu. Sie werden in der Regel zumindest in meiner Einheit gefragt und streng Ausgesucht. Denn jeder Soldat der in den Einsatz geht muss mit vielen Dingen dort zurecht kommen. Armut, Verletzte und Hungrige Erwachsene und Kinder. Krieg .... Dieses fordert viel von einem Menschen ab. Meiner Meinung nach sollten Soldaten nach Ende des Einsatzes nicht die NATO Medaillie bekommen sondern Anerkennung und Respekt der deutschen Bevölkerung für die im Einsatz geleisteten Dienste bekommen

Mit freundlichen Grüßen. N.J.

Ja, also Wehrpflichtige sowieso nicht, aber auch Berufssoldaten werden in der Regel gefragt, weil man sich auf sie dort verlassen können muss. Wenn im Hinterkopf die Gedanken für diese Aufgabe nicht wirklich frei sind, bringt es nichts, einem Berufssoldaten per Befehl zu verpflichten, derartige Aufgaben zu erfüllen. Das bringt nichts! Alle anderen (Köche, Ärzte pp.) sind entweder gleichzeitig Berufssoldaten (haben sich praktisch nach ihrer zivilen Ausbildung verpflichten lassen) oder sind wirklich Zivilisten, die dann aber natürlich vorher auch gefragt wurden, ob sie bereit sind, dieses Risiko für sich und ihre Familie einzugehen.

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