Wer muss den neuen Gartenzaun/ das Gartentor bezahlen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also rein nach dem Gesetz gilt du darfst nur auf deinem Grundstück bauen. Das heißt das ein Zaun oder eine Mauer oder ein Törchen nur einer Partei gehört und diese trägt die Kosten. Wobei jede Seite das Recht hat seinen Zaun/Mauer auch abzureißen, zu erneuern oder sogar verrotten zu lassen. Hier gibts erst Ärger, wenn dadurch das Grundstück des Anderen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Es ist auch möglich einen Zaun/Mauer/Törchen direkt auf der Grenzungslinie zu bauen, das geht aber nur in beiderseitigem Einverständnis und natürlich teilen sich dann die Kosten.

Hierzu muss ich sagen das das je nach Bundesland aber auch unterschiedlich geregelt ist, in Thüringen zum Beispiel ist eine oder beide Parteien meist zum Einfriedung gesetzlich verpflichtet, da kann man nicht nach belieben Mauern/Zäune hinknallen oder verrotten lassen.

Bayern zum Beispiel hat solche Gesetze gar nicht ...

Bei euch ist das aber komplizierter, ersten baut der Nachbar ja alles auf seinem Grundstück, sprich er zahlt auch für Alles, allerdings habt ihr ein Wegerecht, somit darf er euch durch seine Bauten auch nicht ausschließen, daher das Törchen.

Also ich kann es dir nicht genau sagen, normalerweise ist ein Wegerecht auch kein Gewohnheitsrecht sondern muss im Grundbuch verzeichnet werden, daher mal da nachschauen vielleicht steht da ja mehr, ansonsten würde ich jedoch prinzipiell mal sagen, nein, ihr müsst nicht zahlen. Allerdings was kostet so ein kleines Törchen so, vielleicht 60-120 Euro, da stellt sich die Frage ob sowenig Knete wirklich einen Nachbarschaftsstreit wert ist, zumal das Törchen dann ja euch gehört.

Danke für deine Antwort. Wir werden im Grundbuch nachlesen. Leider kostet das Tor, um das es geht nicht nur 120 Euro sondern gleich 1800.

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@mihaSleipi

Wenn ihr aus irgendwelchen Gründen zum zahlen gezwungen seid, Eintrag im Grundbuch oder bei fehlendem Eintrag weil er euch erpresst, bzw. euch dann euer Wegerecht aberkennt, hat ihr aber ganz sicher ein Mitspracherecht was das Törchen und damit seine Kosten betrifft.

Ich meine 1800 Euro, was baut der den da? Für 1800 würde ich aber zumindest so eins verlangen xD

http://www.locopengu.com/images/upload/1342031901.jpg

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Nein, natürlich nicht. Warum auch? Es sei denn, es wurde so vereinbart. Schaue also in die Vereinbarung bzw. in das Grundbuch, was genau dort geordnet wurde. Viel Glück.

Das kommt darauf an, was in dem Vertrsag steht, der Grundlage für die Eintragung in das Grundbuch und/oder Baulastenverzeichnis ist. Eine Baugenehmigung für Euer rücvkwärtiges Haus habt ihr nur bekommen, wenn entweder die Zufahrt Euch gehört oder ein Wegerecht eingfetragen wurde.

Das können Sie in der urprünglichen Eintragungsbewilligung nachlesen, die Ihr Wegerecht dinglich im Grundbuch sichert.

Sollte Sie gar kein Wegerecht haben, könnten Sie sich schonmal Gedanken über die Anschaffung eines Helikopters machen, für den Fall, dass der Nachbar zumacht und Sie mangels Kostenbeteiligung keinen Schlüssel erhalten!?!

Übrigens, bevor das berühmte "Gewohnheitsrecht angeführt wird: "Schlechte Angewohnheiten begründen kein Gewohnheitsrecht"!

Wenn das Wegerecht im Grundbuch eingetragen ist, braucht keiner einen Helikopter und bei der Sachlage gehe ich davon aus, daß dieses auch im Grundbuch eingetragen ist. Im Grundbuch steht nichts davon, wer für Zäune usw. zuständig ist.

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@Rosengarten

Hinsichtlich der Wegerechtsunterhaltung steht in aller Regel da schon was in der ursprünglichen Eintragungsbewilligung, die dem im grundbuch Abtl. II eingetragenen Recht zugrundeliegt!

Wenn das Wegerecht im Grundbuch eingetragen ist, braucht keiner einen Helikopter ...

Sollten Sie gar kein Wegerecht haben, könnten Sie sich schonmal Gedanken über die Anschaffung eines Helikopters machen

Wer lesen kann, der hat weniger Zweifel!

Sie kennen sich aber nicht so gut mit solchen Dingen aus - oder?

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@Rosengarten

Ich bin beruflich seit mehr als 40 Jahren mit u.a. mit grundbuchrechtlichen Fragen, insbesondere der Bedeutung von Lasten und Beschränkungen in Abt. II des Grundbuches und deren Bedeutung für den Wert von Liegenschaften befaßt; davon u.a. bzw. der sorgfältigen Abwägung solcher Eintragungen lebe ich!.

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Wenn ihr nicht Eigentümer des Grund und Bodens seid, auf dem das Tor gebaut werden soll, dann braucht ihr auch nix zahlen. Es sei denn, ihr habt noch einen extra Vertrag, wo sowas drin steht. Und da euer Wegerecht ja wohl im Grundbuch eingetragen ist, muß euer Nachbar euch auch die Möglichkeit geben, diesen Weg zu nutzen, er darf nicht einfach abschließen oder sowas. Der guten Nachbarschaft wegen würde ich aber anbieten, einen Teil der Kosten zuzuschießen.

find ich gut

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