Welches günstige Mikrofon für Gesang und Instrumente?

6 Antworten

Hallo,

die Antwort auf deine Frage ist garnicht mal so einfach. Je nachdem welche Instrumente du aufnehmen möchtest eignen sich unterschiedliche Typen mehr oder weniger.

Ein lautes Blechblasinstrument aufzunehmen erfordert ein ganz anderes Mikrofon also z.B. eine Gitarre oder ein Klavier.

Für den Einstieg, grade ohne spezifische Vorgaben haben sich dynamische Modelle bewährt. Sie sind robust, brauchen keine zusätzliche Speisespannung und benötigen durch den Korb meistens keinen zusätzlichen Popschutz.

Auch lösen sie nicht so fein auf wie z.B. Kondensatormikrofone. Das muss aber kein Nachteil sein. So ist man was den Aufnahmeraum angeht wesentlich flexibler und kann auch klassische Nahbesprechungssounds erhalten die mit anderen Mikrofonen so eher unnatürlich klingen.

Ein gebrauchtes Shure SM57 oder SM58 sollten in deinem Preisbereich eine gute Wahl sein.

Auch immer eine gute Wahl für den Anfang wäre ein Kleinmembrankondensatormikrofon. Diese Typen sind recht empfindlich, lösen gut auf und haben einen sehr linearen Frequenzverlauf. Damit kann man, bis auf sehr laute Signale, eigentlich alles Aufnehmen.

Leider sind sie durch ihre nur hauchdünne Membran etwas anfälliger und nicht so robust wie andere Mikrofontypen. Durch ihre feine Auflösung spielt auch der Aufnahmeraum eine ganz andere Rolle als bei einem dynamischen Mikrofon. Zum singen sollte mitunter schonmal über einen Popschutz nachgedacht werden. Aber zur Not tut es auch der Drahtkleiderbügel mit dem Feinstrumpf.

Ein Kondensatormikro kann leider nicht einfach so an den PC, oder die Anlage gesteckt werden. Es braucht die sogenannte Phnatomspannung. Die stellen einerseites Mischpulte, andererseites Audiointerfaces bereit.

Also Kleimmembraner für den schmalen Geldbeutel könnte ich das MXL 606 empfelen: https://www.thomann.de/de/mxl_606.htm

Das Shure SM57 oder SM58 ist ein wenig teurer https://www.thomann.de/de/shure_sm57_lc.htm?ref=search_rslt_shure+sm57_105768_0

Gebraucht aber sicher in einem Preisbereich zu finden, bei dem es noch für ein Interface reicht. Nicht das du es zwingend brauchen würdest. Aber alle Male besser als die OnBoard Soundkarte eines normalen PCs!

Als einfaches Interface zum Aufnehmen wäre z.B. das Behringer UM-2 ( https://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_um2.htm ) ein relativ guter Einstieg.

Zum Thema Großmembraner; Die klingen nicht so linear wie ihre kleinen Brüder. Dadurch können sie den Klang grade bei einigen Gesangsstimmen prositiv färben. Aber nicht jede Stimme passt zu jedem Mikrofon. Erst recht passt ein Großmembraner nicht zu jedem Instrument. Da ist ein Kleinmembraner einfach viel flexibler und das bessere Werkzeug zum erüben verschiedener Techniken. Aber es sieht halt nicht so cool aus...

Die FRage ist viel mehr, womit Du das Mikrofonsignal verarbeiten möchtest.

Grundsätzlich gibt es sehr günstige Mikrophone, welche aber sehr günstig sind. Die sind deshalb so günstig, weil sie aus der Mode gekommen sind.

Es sind ganz einfache, sogenannte "dynamische Mikrophone". Im Zeitalter der immer kleiner werdenden Technik, nimmt man eigentlich nur noch "Elektretkapseln".

Um ihnen qualitativ aber wenigstens ein wenig von einem "dynamischen Mikrophon" zu verleihen, ist einiges an Technik drumherum nötig, aber die Elektretkapsel passt Trotz der "Drumherumtechnik" in ein Smartphone.

Ein dynamische Mikro ist allein größer als ein Smartphone und ähnlich schwer. In vielen Fällen eher schwerer.

Ein "dynamisches Mikrophon" hat nicht umsonst diese Bezeichnung, denn es  ist eben der dynamisch, also breit im Spektrum.

Hier https://www.thomann.de/de/dynamische_gesangsmikrofone.html?gclid=CP39g-PdhNACFdS4GwodFW8NhQ findest Du einige, aber es geht auch sehr viel billiger. Bei unter 20 Euro hast Du nur die Kapsel und kannst etwas experimentieren. Dabei lernst Du auch worauf es ankommt.

Ich muss hier leider widersprechen. Dynamische Mikrofone sind weder aus der Mode gekommen noch sind sie zwingendermaßen so groß wie ein Smartphone. Auch verdanken sie ihren Namen nicht ihrem großen Dynamikumfang sondern der Tatsache, dass bei ihnen die Geschwindigkeit der Membranbewegung zu einem Singal führt.

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@KarlKlammer

Mit "aus der Mode gekommen" meine ich, dass sie extrem viel seltener vertreten sind als noch vor 30 Jahren. Heute gibt es wohl kaum noch ein kommerzielles Funkmikrofon, mit dynamikkapsel. Auch Telefone, Funker sagten früher: "Ich habe 600 Ohm." Wenn sie sagen wollten, dass sie am Telefon sind. Kein einziges modernes Telefon ist heute mit einer 600-Ohm-Kapsel mehr ausgestattet

Ich kenne auch keine einzige Dynamikkapsel, welche in einen Smartphone Platz finden würde.

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welche instrumente, gitarre nimmt man üblicherweise mit 2 großmembran mikrofonen mit am besten umschaltbarer Charakteristik,

eins nah vor der gitarre, eins im raum.

optional auch noch den pickup, damit kann man beim mixing das optimale rausholen.

live ist natürlich was anderes da kommen dynamische mikrofone mit nieren oder supernieren Charakteristik zum einsatz

ein asio fähiges audio interface ist sehr zu empfehlen, um quasi Verzögerungsfrei zu arbeiten.

beim gesang ist ein ploppkiller und ein halbkreis absorber schon pflicht, das mach eine grosse menge aus.

zum recording selbst empfehle ich für den anfang die kostenlose version von studio one.

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