Welche Religion ist die Wahrheit?

25 Antworten

Hallo meloooknc,

wenn es einen wahren Gott gibt, dann kann es auch nur eine wahre Religion geben. Da sich Gott in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, offenbart, kann auch nur sie Auskunft darüber geben, auf welche Weise er angebetet werden möchte und auf welche nicht.

Eine Zeit lang (d. h. mehrere Jahrhunderte lang), waren die Nachkommen Abrahams, die Israeliten, Gottes auserwähltes Volk und somit die wahre Religion. Gott handelte ausschließlich mit Ihnen. Durch das Kommen Jesu Christi wurde jedoch ein neues Zeitalter eingeläutet. Die Juden, die ihn als den Messias verwarfen, blieben nicht weiterhin Gottes Volk. Jesus sagte einmal zu den jüdischen Zeitgenossen: "Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt." (Matthäus 21:43). Bei dieser neuen Nation handelt es sich um Menschen, die Christus genau nachahmen und das Werk fortsetzen, das er im ersten Jahrhundert begonnen hatte.

Heute behaupten zwar viele Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften, Nachfolger Jesu Christi zu sein, doch Christ zu sein zu behaupten macht noch lange keinen echten Christen aus. Jesus sagte einmal mit Blick auf die vielen Möchtegern-Christen: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit." (Matthäus 7:21-23) Worin im einzelnen der "Wille des Vaters" besteht, zeigt die Bibel an vielen Stellen sehr deutlich. Die wahre Religion besitzt eine Reihe von Erkennungsmerkmalen, durch die sie sich von allen anderen Religionen unterscheidet. Einige der Haupterkennungsmerkmale sind die folgenden:

(Johannes 13:35) Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

Die Liebe, von der Jesus hier sprach, geht weit über reine Menschenfreundlichkeit hinaus. Wie weit diese Liebe gehen sollte, beschrieb es einmal so: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe." (Johannes 15:12,13) Das Band der Liebe sollte also unter den Christen so stark sein, dass jeder bereit ist, für den anderen zu sterben. Dadurch entsteht eine multinationale Familie, ja eine weltweite Bruderschaft, in der einer für den anderen da ist und die fest zusammenhält.

(Johannes 17:17) " Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

Für Jesus war also das geschriebene Wort Gottes von Anfang bis Ende die Wahrheit. Daher stützt sich das wahre Christentum weder auf Philosophien noch auf Traditionen, sondern auf die Lehren der Bibel. Jesus selbst brachte den heiligen Schriften immer wieder große Achtung entgegen, indem er entweder direkt daraus zitierte, oder sie anführte. Oftmals leitete er seine Ausführungen damit ein, das er sagte: "Es steht geschrieben ..." oder "Habt ihr nicht gelesen..." Für ihn waren die bis dahin veröffentlichten Schriften des sogenannten "Alten Testaments" maßgebliche Autorität. Er verurteilte diejenigen (wie beispielsweise die Pharisäer und Schriftgelehrten), die das Wort Gottes um ihrer Überlieferungen willen verwässerten.

(Johannes 17:6) "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten."

Jesus machte aus dem Namen Gottes kein Geheimnis. Auch folgte er nicht der jüdischen Tradition, die Aussprache des Namens Gottes für zu heilig zu halten. Jesus gebrauchte bei seinem täglichen Lehren stets Gottes Wort. Die wahre Religion ist also auch dadurch gekennzeichnet, dass sie den Namen Gottes kennt und gebraucht. Schließlich kommt der Name Gottes in den Urschriften der Bibel etwa 7.000 mal in Form der vier hebräischen Konsonanten "JHWH" vor. Die genaue Aussprache des göttlichen Namens ist zwar im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, doch im Deutschen ist die Form "Jehova" oder "Jahwe" bekannt. So heißt es in Psalm 83:18: " Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde."

(Matthäus 10:7) "Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘

Die wahre Religion zeichnet sich also auch dadurch aus, dass sie dasselbe predigt, was auch Jesus damals landauf und landab verkündigte: Die Botschaft vom Königreich Gottes. Jesus maß dem Predigen dieser Botschaft eine große Bedeutung bei, da er mit Blick auf unsere Zeit voraussagte: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Matthäus 24:14) Gemäß der Bibel ist dieses Königreich die von Gott eingesetzte Regierung, die der Erde echten Frieden und Sicherheit bringen wird.

(Johannes 17:14) "Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehasst, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin."

Kein Teil der Welt zu sein bedeutet, sich aus den politischen Angelegenheiten und jeglichen militärischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Das trägt wahren Christen zwar immer wieder den Hass der Welt ein, doch folgen sie dadurch dem Beispiel Ihres Herren und Meister. Jesus Christus ließ sich zu keiner Zeit in irgendwelche weltlichen Auseinandersetzungen verwickeln und schloss sich auch keiner politischen Gruppierung seiner Tage an. Selbst als man ihn zum König machen wollte, lehnte er ab, weil seine Zeit dafür noch nicht gekommen war. Als Fußstapfennachfolger verhalten sich auch seine Jünger ebenso strikt neutral.

Das sind nur einige wenige Punkte, die deutlich machen, was die wahre Religion ausmacht und wie man diese identifizieren kann.

LG Philipp

Ich bin ein religiöser Mensch und meiner Meinung nach gibt es keine "einzig wahre" Religion und daher auch keine "falschen" Religionen.

Kultureller Kontext

Religionen entstanden zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort und im Rahmen einer bestimmten Kultur. Das erklärt ihre Unterschiede.

Neben bildhaften Gleichnissen und Legenden enthalten ihre heiligen Schriften praktisch immer auch Regeln zum Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Diese entstammen der jeweiligen Kultur und richtete sich an eine bestimmte Zuhörerschaft des jeweiligen Propheten bzw. Lehrers.

Dadurch entwickelten sich nicht nur verschiedene Lehren, sondern kulturell unterschiedliche religiöse Gebräuche, Riten und Traditionen.

Gesellschaftliche Moral

Ein verbindendes Element praktisch aller Religion ist die goldene Regel, die sich nicht auf die Verehrung eines Gottes, sondern auf das Verhalten bezieht:

"Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu".

Daher untersagen praktische alle religiösen Schriften das morden, lügen, stehlen, sinnliche Ausschweifungen und sexuelles Fehlverhalten.

Das sind alles Dinge, die das friedliche Zusammenleben unmöglich machen, oder zumindest stark in Mitleidenschaft ziehen können.

Weltlicher Machtsanspruch

Diese Regeln entstanden dann, um weltliche Machtansprüche religiös legitimieren zu können - das "gelobte Land", die "heilige Stadt"....

Ein allmächtiger Gott hätte es gar nicht nötig, seine Schöpfung in "heilig" und "unheilig" aufzuteilen und bestimmte Orte besonders hervorheben zu müssen.

Daher entspringen diese Vorstellungen zum einem dem Bedürfnis nach einer gemeinsamen Identität, etwas greifbarem, das Gemeinschaft stiftet.

Schon vor den großen Weltreligionen wurden natürliche Erscheinungen, wie majestätische Wälder, Quellen in der Wüste, oder etwa Meteoriten verehrt

Zum anderen ist die Behauptung eines "heiligen Orts" aber auch die religiöse Legitimation, diesen Ort weltlich in Besitz nehmen zu dürfen.

Auch lässt sich das Verhalten von Menschen durch religiöse Vorschriften gezielt in eine bestimmte Richtung lenken.

Konflikte

Konflikte entstehen, wenn diese drei Aspekte - Kultur, Moral und Machtanspruch - ohne jedes kritische Hinterfragen übernommen werden

Ein 2.000 Jahre alter kultureller Brauch ist heutzutage womöglich überflüssig und seine Befolgung erschwert daher das moderne Leben unnötigerweise.

Weshalb soll ich also Kleidung tragen, die zum einen nicht dem Klima entspricht und mich als gesellschaftlichen Außenseiter stigmatisiert?

Die Moralvorstellungen der Gesellschaften ändern sich und so ist etwa die Sexualmoral mancher Religionen schlichtweg nicht mehr sinnvoll.

Heutzutage bieten Verhütungsmittel die Möglichkeit wechselnder Sexualpartner, ohne überall Kinder zu zeugen, die versorgt werden müssen.

Machtansprüche aufgrund von tausend Jahre alten Schriften entsprechen ebenfalls nicht mehr der politischen Realität der Gegenwart.

Wer heute Kriege führt und als Legitimation dafür die "heiligen Stätten" nennt, ist auf religiös getarnte weltliche Machtansprüche früherer Generationen hereingefallen.

Fazit

Nach meiner Ansicht gibt es keine einzig wahre Religion und viele religiöse Regeln und Gebräuche sind nach heutzutage überflüssig und unzeitgemäß.

Daher ist es für religiöse Menschen um so wichtiger, einen lebensnahen und praktikablen Zugang zu ihrem Glauben zu finden, der ihr Leben bereichert.

An alten Dingen festzuhalten, die nur zu Elitedenken, gesellschaftlichen Problemen und Konflikten führen, halte ich für falsch.

Weiteres habe ich hier geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/was-sind-die-verheerendsten-glaubensirrtuemern?foundIn=notification-center#answer-236804231

Enzylexikon, du hast Recht, Religion wurde zu Machtzwecken mißbraucht. In Offenbarung, Kapitel 18, werden die falschen Religionen als "Babylon, die große", als symbolische H. ure, die vorgibt, Gott zu dienen und sich in Wirklichkeit mit den politischen Führern zusammentut, um finanzielle Vorteile zu haben, bezeichnet. 

Im Laufe der Jahrhunderte wurden aus angeblichen religiösen Motiven Kriege geführt, die viel Leid verursachten und viel unschuldiges Blut vergossen. Dafür werden die Religionen von Gott gerichtet werden. Sie werden für immer von der Bildfläche verschwinden. 

Unser Schöpfer läßt uns warnen: "Geht hinaus aus ihr (aus Babylon, der großen religiösen Verwirrung) mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werden ihrer Sünden...nachzulesen in Offb. 18:4

Frage: wer ist das Volk, das den Namen Gottes (JHWH) bekannt macht und diese Warnung weltweit verkündet? 

Es ist einfach nicht wahr, daß man sich über die Gesetze unseres Schöpfers hinwegsetzen kann in der irrigen Meinung, Jesus vergibt alles und jedem. Es ist höchste Zeit, die Worte Gottes, die er uns in der Bibel mitteilte, kennen zu lernen. Ein HIlfsmittel: google: "was lehrt die Bibel wirklich?"

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@Aabaab

Du berufst dich hier auf christliche Schriften, deren Inhalt objektiv gesehen genau so wahr, oder unwahr sein kann, wie die Gebote und Lehren jeder anderen Religion auch.

Es ist schön wenn du in deiner Religion einen Sinn siehst und sie dir etwas gibt - aber es bleibt eine Frage des Glaubens, ob man sie für sich als Wahrheit akzeptiert oder nicht.

Die Schöpfungsgeschichte, Propheten, die Rolle Jesu - all das sind genau so religiöse Legenden wie etwa aus dem Leben des Buddha. Wenn man an sie glauben mag, steht das jedem frei.

Allerdings ist der Anspruch vieler Religionen "die alleinige Wahrheit" zu sein, schlichtweg nicht haltbar, weil die Behauptungen nicht objektiv zu belegen sind - sondern eine Glaubensfrage sind.

Ein Christ behauptet "Jesus ist der Sohn Gottes".

Ein spöttischer Atheist erklärt, "Das unsichtbare rosa Einhorn ist der Sohn des fliegenden Spaghettimonsters".

Die einzigen Unterschiede zwischen diesen Behauptungen liegen im Alter der Behauptung, der Anhängerzahl, die diese Behauptung glauben und der Überzeugung, die hinter ihr steht.

Argumentativ besteht im Bezug auf eine "Wahrheit" kein Unterschied da es beides unbeweisbare Behauptungen sind. 

Das Elitedenken "meine Religion ist wahrer als deine" ist für mich nur ein riesiger Schw...vergleich zwischen ihren Anhängern.

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@Aabaab

Enzylexikon, du hast Recht, Religion wurde zu Machtzwecken mißbraucht.

Wenn Enzylexikon damit recht hätte, dann sollte man festhalten, dasz es falsch ist, Religionen für Macht zu miszbrauchen oder? 

Nur dann hat Enzylexikon wiederum nicht recht, denn er behauptete ja: "daher auch keine "falschen" Religionen."

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Religionen gibt es. Nur ob die Inhalte stimmen, ist eine andere Frage.

"Denn im Endeffekt kann ja nur eine Religion dir richtige sein und die Menschen die an die Flasche glauben müssen in die Hölle."

Damit setzt du aber bereits voraus, dass es 1) eine Hölle gibt, 2) dass die Regel existiert, dass Leute die an eine "falsche Religion" glauben, in die Hölle müssen.

Beide Aussagen sind bereits zutiefst zweifelhaft! Es stellt sich nicht nur die Frage, welche Religion wahr ist, sondern auch ob diese Grundannahmen überhaupt korrekt sind.

Meiner Meinung nach kann man das nicht wirklich entscheiden, welche Religion wahr ist. Man kann sich die Argumente der einzelnen Religionen anhören, aber mich hat noch keine Religion überzeugt. Ich habe bisher nur schwache Argumente gehört.

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