Welche Kampfsportarten mit Waffen könnt ihr empfehlen?

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5 Antworten

Guten Tag.

Also, wenn du mit Waffen kämpfen möchtest, so kann ich dir einige empfehlen:

Ninjutsu

Dies ist die alte Kampfkunst der Ninja. Das besondere ist jedoch, dass du nicht nur mit Schwertern, sondern auch mit vielen verschiedenen Waffen trainierst wie z.b Stock, Kusarigama, Shuriken, etc. Es ist sehr vielfältig und man lernt auch recht viel.

Kendo

Dies habe ich mal gemacht. Man macht es eher für Wettbewerbe. Jedoch musst du beachten, dass du dir auch eine teure Rüstung danach kaufen musst, sowie ein eigenes Shinai (Schwert) und Helm, Handschuhe, etc.

Fechten

Dies ist ebenfalls mit Wettbewerben. Du arbeitest hierbei wie beim Kendo nur mit einem Schwert, bzw. Degen und musst versuchen ihn zu treffen, ohne selber getroffen zu werden. Wenn du lieber dein Schwert mit nur einer Hand halten möchtest, so empfehle ich dir Fechten. Wenn du lieber mit zwei Händen das Schwert halten möchtest, so empfehle ich dir Kendo

So das waren ein paar! Ich hoffe ich konnte helfen! :)

Oh und nicht zu vergessen:

Aikido

Das mache ich selber. Das gute dabei ist, man lernt nicht nur Messer, Stock und Schwert-kampf, sondern auch, wie man diese abwehrt. Desweiteren lernt man auch waffenlose Abwehr. Sie ist sehr friedlich eingestellt, man versucht, den Gegner nicht zu schaden. Ich kann es dir auf jeden Fall empfehlen! :)

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@DrDollar

Danke für deine sehr ausführliche Antwort, auch wenn ich sie erst jetzt gesehen habe. :)

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Kein Problem! :)

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Ich kann die japanische Kampfkunst Aikido empfehlen.

Aikido ist zunächst eine unbewaffnete Kampfkunst, die auf spiralförmigen, harmonischen Bewegungen und der Anwendung von Würfen und Hebeln  basiert. 

Dadurch, dass Aikido nicht konfrontativ ist, sondern die Energie des Angriffs umgelenkt wird, so dass sich die angreifende Person letztlich selbst zu Fall bringt, ist es auch für körperlich benachteiligte Menschen geeignet.

Im Verlauf das Trainings werden die Bewegungskonzepte der unbewaffneten Techniken auch auf Schwert, Stab und Messer angewandt, so dass man auch den Umgang mit ihnen lernt.

Einige Formen des Aikido, wie etwa die Iwama-Stile legen mehr Gewicht auf dieses Waffentraining als andere.

So ist beispielsweise beim Yoshinkan-Aikido der Selbstverteidigungsgedanke ausgeprägter und es wird auch bei der Tokyoter Polizei gelehrt.

Es ist also nicht von Beginn an eine "Selbstverteidigung mit Waffen"

Was mich am Aikido besonders anspricht ist, dass es eben kein Wettkampfsport, oder eine reine Selbstverteidigungsmethode ist, sondern eine Kampfkunst, die auch die Persönlichkeit fördert und den Charakter schult.

Meiner Meinung nach eine wirklich schöne Kampfkunst, die mir schon viel gegeben hat.

Hier habe ich etwas ausführlicher beschrieben, was mir am Aikido so sehr zusagt:

  • gutefrage.net/frage/gute-kampfkunst-gesucht

Außerdem hatte Aikido in europa zu Beginn den Ruf eine "Frauenkampfkunst" zu sein, weil es nicht so offensiv wie Karate, oder raufend wie Judo aussieht.

Das ist natürlich Unsinn, denn Aikido wird von Männern und Frauen jeden Alters und jeder körperlichen Verfassung ausgeübt.

Weshalb es tatsächlich Vorzüge für Frauen haben kann, ist von mir hier bereits ein wenig erklärt  worden:

  • gutefrage.net/frage/kampfsportart-fuer-maedchen-frauen

Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gerne weiter. :-)

Allerdings sollte man sich meiner Meinung nach ohnehin nie zu sehr auf irgendwelche Waffen verlassen - denn manchmal hat man nicht einmal einen Regenschirm zur Hand.

Zu glauben, mit der Kenntnis von Waffen sei man automatisch sicherer oder besser auf eine Konfrontation vorbereitet, halte ich für falsch - zumal dir ein Angreifer deine Verteidigungswaffe möglicherweise sogar abnehmen und gegen dich richten kann.

Die Beherrschung unbewaffneter Selbstverteidigungstechniken halte ich daher für sinnvoll - dein deine Arme und Beine kann dir niemand aus der Hand schlagen.

Übrigens beruhen bereits viele Bewegungskonzepte des Aikido auf Waffentechniken - die Technik der "tegatana" (Schwerthand) mit der schneidende Bewegungen ausgeführt wird, hat ihren Ursprung im Schwertkampf.

Die Kenntnis des unbewaffneten Aikido bietet also bereits eine Grundlage für die spätere Adaption von Waffentechniken.


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Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort. :)
Aikido habe ich mir nach meinen Recherchen online auch schon einmal vorgemerkt gehabt. Ich finde es schön, dass deine Antwort das Konzept noch einmal so detailliert erklärt, das hilft mir sehr mir ein besseres Bild davon zu machen.
Ich weiß dass man sich auf Waffen nicht verlassen sollte, aber das ist auch nicht mein Hauptinteresse. Ich finde es einfach sehr interessant Waffen im Kampfsport eingebunden zu haben.
Vielen Dank für die ganze Mühe, du hast mir sehr bei meiner Entscheidung geholfen. Ich glaube das wird es. :)
lg

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@Cori13Karasu

Keine Ursache, ich bin zum Helfen da. :-)

Hier als Beispiel für eine Lehrerin ein Video über Yoko Okamoto (6. Dan). Deutsche Untertitel können dazugeschaltet werden:
https://www.youtube.com/watch?v=579u-aFg5N4
Sie erklärt dort auch ihren eigenen Blick auf Aikido und welche Konzepte sich dort finden.

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Ninjutsu ist sicherlich eine top Kampfsportart mit Waffen. Ist halt echt alt und traditionell.:)

Sonst kann och dir nur Taekwondo empfehlen. Ich bin selber Taekwondoka und kann mur sagen: TOP! Man lernt echt fürs Leben und ich bin echt durch die lange Zeit richtig in meinen Verein rein gewachsen. Und wenn man seine Sportart gefunden hat und der Verein auch stimmt, geht es nur noch voran. Durch gutes Training und eine tolle Motivation meiner Kameraden und meines Meisters und natürlich auch einen großen Eigenwillen und Selbstvertrauen, konnte ich in den letzten beiden Wettkämpfen zweimal Gold erreichen. Alle techniken kann man immer und überall üben und genau so gut auch gebrauchen. Also ich kann dir nur Taekwondo ans Herz legen (das traditionelle Tae Guk mache ich. Da ist alles sehr streng, weil es halt unverändert weiter gegeben werden soll. Aber das macht auch Spaß, wenn man alles 100% übereinstimmend machen muss). Ist auch für Frauen/Mädchen geeignet. (Falls es dich interessiert/informiert: Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (Tae), Handtechnik(Kwon) und Weg (Do)) hoffe ich konnte helfen. :D bei weiteren Fragen, einfach kommentieren, falls ie Rechtschreibung und die Satzstellung manchmal nicht 100% stimmt, schon mal Entschuldigung. :DD

Danke für die ausführliche Antwort. :)

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Hallo Cori13Karasu,

im traditionellen Shaolin Kung Fu gibt es 36 verschiedene Waffen. Ich denke, mehr wirst Du nirgends finden. Da ich Dich aber mit Worten weder überzeugen kann noch will, empfehle ich Dir, verschiedene Kampfkünste auszuprobieren und so herauszufinden, was Dir am besten gefällt.

Hallo
Naja um die Masse an Waffen geht es mir dabei auch garnicht. Aber danke trotzdem. :)

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Du kommst hier vermutlich mehr in das Segment Kampfkunst, was sich durch wesentlich realitätsnähere Techniken auszeichnet und keine Wettbewerbe hat.

Jetzt kommt drauf an, was du für Waffen haben willst. Kendo und Iaido sind japansiche Schwertkampfarten. Da macht man halt nur Schwert. Schwertkampf gibt es manchmal auch europäisch, lustigerweise seltener als die japanischen.

Escrima ist reiner Stockkampf, da macht man auch nix wirklich anderes.

Oder Bogenschießen? Dann halt nur mit Bogen, gibts traditionell/intuitiv und modernes Sportbogenschießen.

Ein guter Mix aus Allem, also waffenloser Kampf und Waffenkampf ist Ninjutsu bzw. offiziell Bujinkan Budo Taijutsu. Hier hast du Stock, Schwert, ... alles dabei. Aber erst nach vielen Jahren waffenlosem Kampf. Der Grund ist schlicht und ergreifend, dass die meisten Körpertechniken auf den Waffenkampf vorbereiten. Ein korrekt ausgeführter Shuto (Handkantenschlag zum Hals) gleicht z.B. in der Bewegung der Schwertführung eines Katana. Und mit Waffen merkt man erst, wie schlecht die Körpertechnik immer noch ist, die man waffenlos glaubt zu beherrschen. Körper- wie auch Waffentechniken sind für alle, klein und schmächtig bis groß und kräftig, geeignet und anpassbar an den Körperbau.

Wenn du moderne Gegner mit Messer oder Pistole entwaffnen aber nicht selber mit diesen Waffen kämpfen willst, dann die Selbstverteidigung Krav Maga.

Danke für die ausführliche Antwort. Kendo und Escrima hatte ich mir auch schonmal vorgemerkt. Werde wohl noch ein wenig recherchieren. :)

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@Cori13Karasu

Eskrima hat auch einen waffenlosen Anteil. Es wird nicht nur mit Stock, sondern auch mit Kubotan/Palm Stick alias Kugelschreiber oder kl. Taschenlampe gekämpft. Als schnörkelloser Stil mit waffenlosen Anteil ist Eskrima für die Selbstverteidigung sehr zu empfehlen.

Wo die Schule ihren Schwerpunkt setzt, muss man vor Ort genau nachfragen. Es kann auch der "mittelalterliche Schwertkampf" sein. Es kann auch vorkommen, dass der waffenlose Anteil nicht unterrichtet wird. Sehr erfrischend, dass es beim Eskrima keine "Rituale" gibt... m.M.n. erfrischend.

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Im Krav Maga wird zwar etwas gegen Pistole und Messer unterrichtet. Normalerweise ist das aber Quark, weil nicht einsetzbar gegen jeden, der es wirklich ernst meint. Pistole ist eine Distanzwaffe. Kaum jemand ist so blöd und hält sie einen direkt an den Schädel, wie oft in Kirmis suggeriert wird.

Messer werden real nicht nur einmal in den Bauch gepiekst, sondern wie eine Nähmaschine verwendet  rein-raus-rein....Waffenlose Abwehr? sogut wie unmöglich. Obwohl ich Krav Maga schätze, das ist Tinnef.

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