welche Giftigkeit dürfen nicht auf dem Spielplatz geflanzt werden?

3 Antworten

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Nicht zu empfehlen sind: Berberitze, Brombeere, Heckenrose (wegen der Stacheln), Liguster (giftige Beeren), Vogelbeere (ungeniessbare Beeren, evtl. führen diese zu Erbrechen),

Weiter sind giftig und ausdrücklich in Spielplatznähe verboten: Goldregen, Seidelbast, Stechpalme und Pfaffenhütchen.

Gefährlich ist auch Bärenklau, aber diese Pflanze pflanzt man sowieso nicht bewusst.

Gruss von Landschaftsgärtner @freto

DH, ! Schlehe und Sanddorn würde ich auch noch weglassen (wegen der Dornen), Weißdorn ebenfalls.

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@pecudis

Richtig. Und dann gäbe es noch eine reihe anderer exotischerer Pflanzen....

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@pecudis

Warum sollen Kinder nicht lernen, dass es Pflanzen mit Dornen gibt, die dann pieken, wenn man sie anfasst? Natur ist nun einmal kein TÜV-geprüftes Kinderspielzeug, und die Kinder müssen lernen, sich in der Natur zurechtzufinden und Gefahren einzuschätzen.

Wenn sie von allen Gefahren bis zum Alter von 12 oder 14 Jahren völlig ferngehalten werden, entwickeln sie kein angemessenes Gefahrenbewusstsein und machen schlechte Erfahrungen dann möglicherweise später und mit noch schlimmeren Folgen.

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@Paguangare

Mamis wollen am Spielplatz auch mal abschalten dürfen und nicht jede Sekunde ihr Kleines mit Argusaugen bewachen müssen. Das mit dem Verbot von Giftpflanzen an Spielplätzen hat also schon seinen berechtigten Sinn....

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Ob irgendwelche Vorschriften oder Empofehlungen diesbezüglich existieren, weiß ich nicht, aber dass unzählige Alltags- und Zierpflanzen mehr oder minder giftig sind, sehr wohl. Das beginnt mit den Tulpen, betrifft etwas so allgegenwärtiges wie das Scharbockskraut im Frühling und viele bekannte Zimmerpflanzen wie die Amaryllis(Hippeastrum). Recht informativ finde ich den BLV-Band "Giftpflanzen, Gifttiere" von H. Altmann,ISB-N 3-405-14186-0. Darüber hinaus dürfte Aufpassen und konsequente Erziehung der Kleinen zum "Nichtessen" unbekannter Dinge sehr vorteilhaft sein.

Hierzu habe ich zwei Quellen im Internet gefunden.

Die eine besagt:

Die Konferenz der Gartenbauamtsleiter sowie der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau plädieren deshalb dafür, nur vier wegen ihrer Früchte besonders auffallende Gehölzarten – den Goldregen, das Pfaffenhütchen, die Stechpalme und den Seidelbast – nicht an Spielplätzen anzupflanzen, jedoch grundsätzlich in geeigneter Weise auf giftige Bestandteile in Pflanzen hinzuweisen. Nach ihrer Meinung sollten die bestehenden Ländererlasse wieder aufgehoben werden, da sie in der Praxis, insbesondere bei den Verantwortlichen für Kindergärten, nur Verwirrung und Ängste ausgelöst hätten und ökologisch nicht verantwortbar seien.

Die andere Quelle ist über den folgenden Link abrufbar:

http://eltern.t-online.de/giftpflanzen-auf-dem-spielplatz/id_51439398/index

Der Text stammt vom 15.11.2011. Hierin heißt es ebenfalls, dass nur Goldregen, Pfaffenhütchen, Seidelbast und Stechpalme vom DIN-Ausschuss für Kinderspielplätze als verbotene Pflanzen für Kinderspielplätze eingestuft sind.

Weiterhin würden mit 90%iger Wahrscheinlichkeit demnächst die Herkulesstaude (Bärenklau) und Ambrosia auf die Verbotsliste gesetzt werden.

Von der Eibe (Taxus baccata) ist in beiden Quellen nicht die Rede. Die Früchte der Eibe können zwar das stärkste Pferd umhauen, aber nur, wenn die Samen zerkaut werden.

An mehreren Stellen wird betont, dass es nicht erstrebenswert ist, alle Giftpflanzen völlig von Kindern fernzuhalten, sondern vielmehr sollen Kinder auch lernen, dass sie unbekannte Pflanzen nicht in den Mund stecken dürfen.

Manche Pflanzen weien sogar pädagogisch sinnvoll, wie die Brennessel.

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