Welche Dämmung auf Backstein/Ziegelsteinwand?

6 Antworten

Ich würde das Haus einfach nur temperieren. Siehe im Internet Temperierung. Dadurch werden die Wände warm und getrocknet und es stellt sich wieder ein hoher Dämmwert ein. Ggf. kann die 30er Aussenwand mineralisch und kapillaraktiv (!), z.B. mit Ytong, innen gedämmt werden. Viel Wärmestrahlung durch die Heizung schützt die Dämmung vor Befeuchtung durch Raumluftkondensat.

Das eine Wand atmet ist Umgangssprachlich geläufig. Natürlich atmet Sie nicht. Gemeint ist, das Wasserdampf durch die Wand dringen kann. Das ist sehr wichtig. Gerade in der Heizperiode ist das Dampfdruckgefälle von innen nach außen. Bringt man jetzt Styropor und Konsorten auf die Wand, bleibt die Feuchtigkeit in der Wand, was die Dämmeigenschaften der Wand erheblich herabsetzt.

Thema WDVS

1. Theoretisch errechnete Einsparwerte werden nicht erreicht                       2. Kostenlose Sonnenwärme wird in derÜbergangszeit und im Winter nicht genutzt                                                                                                            3. Erhöhte Wartungskosten                                                                            4. Verhinderung des Feuchtigkeitsabflusses von innen nach außen fördert Schimmel                                                                                                        5. Schimmelgefahr an Kältebrücken                                                          

Deshalb lieber keine Dämmung als Styropor.

Das beste ist eine alternative Dämmung und ganz wichtig der komplette Aufbau inkl. Putz sollte Diffusionsoffen sein.

Was Deine "Überdämmung" betrifft, so muß ich sagen das der Gedanke schon richtig ist. Natürlich muß Aufwand und Nutzen im Einklang stehen. Gedämmte Wände erbringen nicht dieEinsparwerte der theoretischen Rechenmodelle nach dem U-Wert (früher k-Wert).co2online, eine von unserem Staat finanziell geförderte Institution,distanzierte sich in einem TV-Bericht des SWR von den bisher in den Medien undWerbebroschüren veröffentlichten angeblichen Einsparerfolgen. In denNachberechnungen würde sich lediglich 15% Einsparung ergeben, so dieses Institut. Berechnungen nach DIN V 18599 haben sich als unbrauchbar undirreführend erwiesen.

hallo ich habe 2 häüser eines ist 70 er jahre ferighaus eins baujahr 1678. fachwerkhaus. seit ich das fachwerkhaus habe muss ich sagen dasß da thema dämmung nicht nur eine glaubensfrage ist und uns die dämmindustrie sehr gerne styropor, styrodur oder ähnliches für als maß aller dinge verkaufen will. aber leider falsch gedacht gerade im altbau habenbei renovierungs und dämmarbeiten mit styropor und zement im alten haus nicht nur feuchteschäden angerichtet.( zersetzung der gefache, fäulnis am fachwerk.) klar entweicht durch die dichte syropordämmung nicht meht soviel wärme aber der taupunkt wandert nach innen und feuchtigkeit kommt aus demn mauerwerk nicht mehr heraus egal ob die dämmung jetzt innen oder aussen ist. genausowenig erwärmt sich das gebäude dann durch die " kostenlose " energie an warmen tagen durch die sonneneinstrahlung. ich bin jetzt wirklich nicht ultra öko eingestellt aber unsere vorfahren wussten wirklich mit was sie bauen, holz backstein, kalkmörtel, reetdämmung und lehm sind athmungsaktiv uns schaffen ein gesundes wohnklima.auch wenn die alten kastenfenster bei nacht mehr energie verlieren als moderne ultra dichte 3 fach verglasungen. um so mehr wärme leiten sie bei sonneneinstahlung auch wieder in das gebäude. auch schimmel ist in meinen altbau absolut kein thema , gibt es einfach nicht, wobei ich bei meinen 70 er jahre haus mit neuen kunststoffenstern in diversen räumen schimmelprobleme habe und erst nachdem eben die neuen fenster und eine neue " moderne" dämmung aufgetragen wurde, ich hoffe das sollte so manchen zum nachdenken bringen, egal was die werbung der wärmedämm industrie verspricht

"Die Backsteine sind massiv - ohne Löcher oder Luftschichten..." Wie sieht es hinter der Backsteinwand aus? Gibt es dort einen Zwischenraum zur Hauswand? Hast Du schon mal was von Einblasdämmung gehört? Hier ein Link: http://www.kerndämmung-einblasdämmung.com/impressum.html Die werben mit Dämmung speziell von Backsteinhäusern. Ich habe mir letzte Woche (kein Witz) meinen Dachboden von dieser Firma dämmen lassen (Hausfassade geht bei mir nicht). Dachluke auf, Schlauch von der Strasse hoch, und maschinell wurde Supafil Timber, eine Mineralwolle, eingeblasen 20 cm hoch. Innerhalb von 4 Stunden war alles erledigt. Die Dämmung ist phänomenal. Sollte bei Dir die Fassadendämmung durch Einblasen machbar sein, ist das innerhalb eines oder max. 2 Tagen erledigt. Wie immer bei Handwerkern: mehrere Angebote einholen, Preise vergleichen, nicht gleich beim ersten Vertreter unterschreiben.

Zuerst müßtest du mir mal erklären, was eine "Überdämmung" ist??? Öl und Gas werden nicht mehr billiger...

Keine Wand atmet! Oder hast du deine Schlafzimmerwand mal schnaufen gehört? Dass eine Wand atmen soll ist ein hartnäckiges Gerücht das ein Physiker (ich glaube) im 18. Jahrhundert mal vom Stapel gelassen hat. Das ist heute 100.000-fach widerlegt. Es gibt zwar Wandbaustoffe die unterschiedliche Dampfdiffusionszahlen haben, aber das spielt eigentlich auch garkeine Rolle. Spätestens dann, wenn du deinen Aussenputz drauf hast auf Zementbasis, ist die Hütte dicht! Dann diffundieren nur noch 3-4% hindurch und das ist nicht mehr viel. Noch niemals hat ein Feuchtigkeitsaustausch (Lüftung) durch die Wand funktioniert. Entweder wie früher bei Omma 3-4x täglich das Fenster aufreissen - oder Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (eine sehr feine Sache!).

Und übrigens... Styropor z.B. ist diffusionsoffen - im Gegensatz zu Styrodur.

Ich baue meine Häuser seit 1984 mit Styroporschalsteinen (innen 5 cm Styropor und aussen 20 cm!) und bisher sind alle sehr zufrieden mit dem Raumklima und es ist noch keiner abgesoffen... :-)

Der Chemiker Max von Pettenkofer war es mit der atmenden Wand. Er vergaß den Ofen abzudichten. Nichtdestotrotz geht durch poröse Baustoffe Luft in begrenztem Maße durch.

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@Onki73

Aber nicht, wenn der Außenputz auf Zementbasis drauf ist (nur noch ca. 2%).

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