Weihnachten zu den Schwiegereltern - wenn die Schwiegermutter kein nein versteht und der Mann Angst hat seine Mutter zu enttäuschen?

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3 Antworten

Erinnert mich sehr an meine Familie. Wir hatten auch Jahr für Jahr die Tradition, dass Silvester gemeinsam bei meiner Tante gefeiert wird. Wenn man das nicht wollte, so hatte man halt mit Freunden zu feiern, ohne Familie. Eine andere Alternative gab es nicht.

Das hing mir irgendwann so zum Hals raus, dass ich einfach mal gemeint habe ''Wie wärs, wenn wir dieses Jahr mal was anderes probieren?'' Betonung lag auf ''dieses'', um die Herrschaften nicht zu sehr zu erschrecken. Natürlich ware meine Tante alles andere als begeistert (sogar recht wütend), aber solche Feiertage sind ebenso für einen selbst da. Man hat schließlich auch eigene Wünsche und Vorstellungen. Wenn man es immer nur allen Leuten recht machen will, bleibt das eigene Glück auf der Strecke. Eine gute Portion Egoismus ist gesund.

Auch wenn meine Tante am Anfang beleidigt war, mittlerweile ist alles wieder gut. Ihr hat es glaube ich sogar gefallen, nicht so viel organisieren und kochen zu müssen. Und wir hatten endlich wieder ein Silvester, was in Erinnerung geblieben ist. Das Jahr darauf haben wir wieder bei meiner Tante gefeiert, dieses Jahr sind wir nochmal dran. Auf einmal gar kein großes Drama mehr, man muss nur hinter dem eigenen Entschluss stehen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn du mit deiner Familie Weihnachten verbringen willst, dann mach das. Dein Partner kann entweder mitkommen oder zu seiner Familie fahren, wo ihr euch dann z.B. am ersten Feiertag trefft. Das ist seine Entscheidung.

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Kommentar von KrsMin
13.10.2016, 11:26

Vielen Dank erstmal für die umfangreiche Antwort von dir. Weihnachten getrennt, dass würde für meinen Partner absolut nicht gehen. Deswegen möchte er sich ja aufteilen. Ich habe auch das Gefühl, dass es ihm eigentlich egal ist, ob wir Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag bei seiner Familie sind. Das Problem ist einfach seiner Mutter eine Änderung vorzuschlagen, das anzusprechen und sie zu enttäuschen. Wie bereits erwähnt, ihm war es früher immer egal, so wie es geplant war so hat er es mitgemacht. Er war vor mir lange im Ausland, wenn er dann im Lande war lief immer alles so wie es von der Mutter und Schwester gewünscht war.

Ich will diesbezüglich keinen Streit, zumal seine Mutter letztens schon gefragt hatte ob sie irgendetwas falsch gemacht habe oder weshalb wir zwei Wochen nicht zu Besuch waren.. aber wir arbeiten unter der Woche sehr viel und haben nur das Wochenende für uns, egal wie gut wir beide uns mit unseren Eltern verstehen müssen wir nicht jede Woche bei ihnen sein, dass sieht mein Partner ebenfalls so und teilt es seiner Mutter so mit, aber da ist sie schon leicht beleidigt. Ich glaube genau das ist auch der Grund, weshalb er Weihnachten nicht ansprechen möchte.

Meine Frage wäre halt, wie bekomme ich ihn dazu sie anzusprechen.. bzw. wie können wir ihr klarmachen, dass es diesmal anders läuft? Mir liegt zwar schon viel daran, mit meiner Familie zu feiern, vorallem wegen meinen Geschwistern. Jedoch in erster Linie an der Tradition, ich würde auch zu Hause bei uns bleiben.. aber mit Kirche und Essen, Weihnachtsbaum - einfach mit richtiger Stimmung.
(Etwas ärgert es mich auch, dass er bei meiner Fam. alles mit macht, auch den Kirchengang - bei seiner nicht, da gibt es Mittagessen (wie an einem Geburtstag) und dann sitzen alle vor der Glotze - super, Heiligabend ist für mich was anderes...)

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Nun ich verstehe nicht ganz, warum es ein Problem ist, sich am 24. bei den Schwiegereltern für 2h auf Weihnachten einzustimmen.

Genau so wenig kann ich verstehen, warum die Schwiegereltern darauf bestehen, wenn ihr am 25. zusammen feiert.

Wir haben uns über viele Jahre mit Freunden vor der Familienfeier  bei uns getroffen, das war immer sehr schön und gemütlich so Weihnachten einzuläuten. Eigentlich bin ich sehr traurig, dass es nicht mehr so ist.

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Mein Partner hat sich früher immer angepasst, seine Familie kennt einfach kein nein von ihm. Bei seiner Schwester wird alles akzeptiert (Launen, absagen, fehlende Unterstützung) bei ihm jedoch nicht. Er wollte und will es immer allen - vorallem seiner Mutter recht machen. Ihr etwas abzuschlagen oder neue Veränderungsideen vorzuschlagen sind für ihn undenkbar. Jedoch möchte ich gerne traditionell feiern.. und das fehlt mir hier. Ich will nicht dass die Mutter böse auf mich ist, aber einfach essen können wir immer bei ihr...

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