Was tun wenn unsicherer Hund schnappt?

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Als erstes solltet ihr das knurren ernst nehmen und den Hund nicht anfassen wenn er knurrt.

Ihr braucht viel Geduld - aber auch Konsequenz. Kannst Du den Hund auf seinen Platz / in sein Körbchen schicken ? Dann würde ich das mal üben und jedesmal wenn der Hund bettelt wird er auf den Platz geschickt. Ohne Anfassen. Ihr müsst den längeren Atem haben - auch wenn er es anfangs nicht macht. Sobald er dort ist gibt es ein Leckerchen. Ihr könnt ihn auch mit Leckerchen in seinen Korb locken. Aber er bekommt nur dort etwas.

Wenn ihr regelmässig übt wird das schon bald funktionieren. Aber dann bekommt er auch garantiert nie mehr was vom Tisch - nur noch wenn er in seinen Korb geht.

Ob Dein Hund wirklich unsicher und ängstlich ist oder ob er - ganz im Gegenteil - Euch einfach nur manipuliert und massregelt - das kann man aus Eurer Beschreibung schlecht sagen ohne den Hund zu sehen. Wenn er knurrt und schnappt und Euch dann kurz anbellt ist das eher Protest als Angst.

Auch dass er die Zähne fletscht wenn andere Hunde schnell angerannt kommen muss jetzt nicht zwangsläufig Angst bedeuten. Viele Hunde empfinden es als total unhöflich wenn andere so darauf zugerannt kommen und sagen den anderen damit eben dass sie Abstand halten sollen. Spricht auch nicht für Angst.

Ihr müsst ruhig, freundlich und konsequent mit dem Hund umgehen. Gebt ihm die Chance zu verstehen was ihr von ihm wollt. Das kann eine Zeitlang dauern aber mit klarer Struktur und Geduld klappt das. Niemals "körperlich" werden. Also den Hund nicht am Halsband irgendwo hinzerren wenn er nicht will sondern freundlich locken, auffordern etc. Er soll selber und freiwillig gehen.

Wenn er beim Anleinen knurrt - hört sofort auf damit. Dein Bruder soll sich ein Leckerchen holen, auf den Boden setzen, den Hund locken, loben wenn er kommt, ruhig mit ihm sprechen, die Leine zeigen und wenn er sich beruhigt hat, nochmal mit der Leine versuchen. Wenn der Hund schlechte Erfahrungen mit dem Anleinen gemacht hat - benutzt ein Brustgeschirr. Viele Hunde mögen es nicht wenn sie am Hals angefasst werden. Sie empfinden das als Bedrohung. Ein Geschirr könnt ihr ihm auch einfach mal in der Wohnung ein paar Tage dran lassen. Also Du ziehst ihm das Geschirr halt morgens an und lass es dran. Dann kann man ihn leichter anleinen. Dann soll Dein Bruder zusammen mit Dir üben das Geschirr an- und auszuziehen. Macht ein Spiel daraus mit viel Lob und Leckerlis. Nehm ein Geschirr das man nicht über den Kopf ziehen muss.

Aber ganz wichtig ist kein Zwang sondern immer freundlich und ruhig bleiben.

Danke für deine Antwort

Ich kann ihn gut auf dem Platz schicken allerdings ist da auch noch Luft nach oben, da er sich mehrmals umdreht um zu gucken ob ich es ernst meine. Die ersten 3 Jahre seines Lebens hat er in dem Bett seiner alten Besitzerin gelebt. Wenn man das bedenkt hat er schon große Fortschritte gemacht. Ich bin aufjedenfall ihrere Meinung was den Protest angeht jedoch nur beim betteln. Bei der Situation wie zum Beispiel mit anderen Hunden hat sich das erst Entwickelt weil er am Anfang schon von weitem angefangen hat zu bellen/schreien wenn er einen Hund gesehen hat das habe ich einigermaßen im Griff bekommen. Damit dem Anleinen werden wir aufjedenfall ausprobieren. Mit dem Geschirr wird es etwas schwerer da er viel hin und her läuft und ziemlich aufgeregt ist wenn er merkt dass man mit ihm raus gehen will. Aber da bin ich bereits schon dran und warte geduldig bis er sich setzt was manchmal sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem werde ich es mit dem Geschirr auch ausprobieren.

Lg

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Der Hund scheint extrem schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Das erste, was er von euch lernen sollte ist, dass von euch keine Gefahr ausgeht. Deswegen würde ich ihn nicht korrigieren. Aber in erster Linie sollte vermieden werden, dass es überhaupt dazu kommt, dass er schnappt. Übt das Anlegen des Halsbandes Schritt für Schritt mit Leckerchen und viel Lob.

Niemals körperlich werden! Nicht zur Seite schieben oder so. Betteln finde ich auch störend Sex andererseits sei froh, wenn man ihn über Futter bekommt (das geht nicht bei jedem Hund). Wenn er bettelt ignorieren. Irgendwann wird er aufgeben, wenn es nie zum Erfolg führt.

Ggf. solltet ihr euch auch mal einen GUTEN Trainer nach Hause kommen lassen.

Haltet durch ;)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank für deine Antwort ich werde deinen Ratschlägen aufjedenfall folgen.

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Wenn der Hund so reagiert, dann bitte sucht euch einen guten Hundetrainer, der mal bei euch zuhause schaut, wie der Hund reagiert.

Wenn er bettelt, kann man ihn auch ignorieren, aber wenn er schnappt oder knurrt, dann sollte sich was ändern. Vielleicht wurde auch von der Vorbesitzerin schon was falsch gemacht und dann braucht ihr sehr viel Geduld und noch mehr Zeit, Konsequenz, beim erziehen, Hunde kapieren schnell, wo sie was dürfen.

Dann versuche du doch zusammen mit deinem Bruder das Halsband und die Leine anzulegen, lauft zusammen gassi, damit er das dann später auch alleine mit dem Bruder macht.

DU musst deinen Hund nicht beschützen, er muss ganz einfach lernen, dass DU das Sagen hast und das geht auch nur mit viel Geduld, Liebe und wenn alle bei euch zusammen dasselbe tun.

Du bist im Moment seine Bezugsperson, aber er muss lernen, dass er den anderen auch vertrauen kann und das kann dauern.

Wie gesagt, ich würde einen Hundetrainer suchen, der euch helfen kann, denn Hunde machen nie was falsch, die machen nur das was sie lernen oder was nicht gelernt haben. In dem Fall vielleicht schon beim Vorbesitzer.

Wieso wurde der Hund denn abgegeben?

Habe was vergessen, wenn du in eine Klinik gehst, wer kümmert sich dann in der Zeit um den Hund, wenn du als seine Bezugsperson weg bist?

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Danke erstmal für deine Antwort bis jetzt hat sich zwar einiges verbessert ich werde jedoch trotzdem deine Ratschläge anwenden. Mein Hund wurde abgegeben, da die Besitzerin überfordert mit ihm war weil er zu viel Energie hat. Das haben wir jedoch mit genügend Auslastung in den Griff bekommen.

Wenn ich in der Klinik bin muss sich leider Gottes mein Bruder um ihn kümmern aber vorher erkläre ich ihm nochmal genau wie er ungefähr handeln sollte. Leider kann muss ich in die Klinik, da durch die Ursache auch die eh schon kleine Bindung zwischen mir und meinem belastet.

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@OBriens

Sehr schade für den Hund, so geht es vielen, die sich leider einen Hund anschaffen und dann nicht klarkommen.

Aber jetzt habt ihr ihn und ich wünsche euch, dass ihr den hinbekommt, aber von heut auf morgen wird das nicht klappen. Das kann monatelang dauern.

Wie gesagt, bitte sucht euch einen guten Hundetrainer, damit der euch zeigt, wie ihr mit ihm umgehen müsst. Ein Hund der viel Energie hat, den bekommt man nicht nur hin, wenn man ihn auspowert bis geht nicht mehr, sondern den auch mental (geistig) fördert.

Ich wünsche euch nur, dass ihr es packt und den nicht auch wieder hergeben müsst, weil das sehr anstrengend ist und zeitaufwändig.

Alles Gute für den Hund, für eure Familie und für dich in der Klinik.

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Sorry, aber das was du hier beschreibst „knurren beim Anfassen, knurren beim Betteln, etc“ hat nichts mit einem Angsthund zu tun.
Der Hund weiss exakt was er will und was er da tut.

Such dir einen Hundetrainer der dir erklärt wie man damit umgeht.

im Internet über Hunden lernen weil das kann man nicht mit 2 setzt antworten

Das sollte man aber nicht machen, wenn man keine Ahnung hat.

Hundetipps was Erziehung bei Hunden betrifft aus dem Internet, dazu muss man die Hundesprache verstehen, sonst kann noch mehr falsch machen.

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