Was sind die Unterschiede von fossilen Energieträgern und erneuerbare Energie (Windrad)?

3 Antworten

Benjamin hatte als Jüngling die Wahl zwischen 2 Möglichkeiten:

A)  Er erhält von seinen Eltern ein Erbe von 300'000 Talern und soll damit für sein künftiges Leben sorgen. Banken, Wertpapiere, Geldanlagemöglichkeiten und Zinsen gibt es nicht.

B) Er darf einen Beruf lernen (so lange wird er von den Eltern noch unterstützt). Danach kann er mit seiner Berufsarbeit jährlich 50'000 Taler verdienen und davon ein gutes, aber nicht überdurchschnittliches Leben führen.

Welche Wahl würdest du an seiner Stelle treffen ? 

Die Antwort ergibt sich schon teilweise aus dem Namen der "Erneuerbaren Energiequellen". Die fossilen Brennstoffe sind Dinge wie Holz, Kohle, Öl. Diese sind begrenzt verfügbar und werden in einigen Jahrzehnten aufgebraucht sein, wenn wir sie weiter so nutzen wie bisher.
Außerdem verursachen sie große Verschmutzungen wenn man sie in Energie umwandelt.

Die erneuerbaren Energien stammen aus Windkraft, Solarkraft und Wasserkraft. Hier nutzt man Dinge die immer wieder kommen und quasi "nicht enden", denn Wind, Wasser und Sonne werden noch viele Jahrtausende bestehen.

Was besser ist ist ein sehr umfangreiches Thema. Man muss beachten das Wasserkraftwerke und Windräder jährlich viele hunderttausend Tiere töten, Fische oder Vögel z.B. Außerdem verändern sie Strömungen in Wasser und Wind, und wir Menschen können gar nicht abschätzen welche Auswirkungen das haben kann. Vielleicht kann ein Wasserkraft im Rhein sogar dazu führen das Wale im Pazifik stranden.

Und Solarpanele bestehen sehr häufig aus Stoffen die in sehr schmutzigen Prozessen gewonnen werden, die Abfallprodukte sind teilweise hochgiftig und sehr viel schädlicher als Kohlekraftwerke.

"Vielleicht kann ein Wasserkraft im Rhein sogar dazu führen das Wale im Pazifik stranden."

Da hast du den berüchtigten "Schmetterlingseffekt" wohl auf ein ganz neues Niveau übertrieben !

Wenn ich jetzt dann gleich den Bildschirm meines Notebooks runterklappe, wird das möglicherweise die Ursache dafür sein, dass du nächste Woche mitten in der Nacht aus deinem Bett fällst ... 

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Die fossilen Brennstoffe sind Dinge wie Holz

Nein, Holz ist selbstverständlich ein nachwachsender Rohstoff.

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@NoHumanBeing

(wenigstens solange wir den Wäldern genug Platz und Zeit lassen, um sich zu regenerieren, bevor schon wieder die Holzfäller kommen ...)

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@rumar

Exakt.

Wenn man es hinreichend langfristig betrachtet ist er es. ;-)

Ob er es nach menschlichen Maßstäben ist, hängt von vielen Faktoren ab.

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Fossile Energieträger sind immer aufwändiger zu beschaffen, wodurch die Preise steigen. Zudem werden sie irgendwann tatsächlich erschöpft sein. Erneuerbare Energieträger sind (nach menschlichen Maßstäben) "unerschöpflich". (Wenn die Sonne nicht mehr scheint, werden wir ganz andere Probleme haben, als dass es keinen Strom mehr gibt.)

Fossile Energieträger werden in der Regel verbrannt, wodurch Schadstoffe entstehen und die Luftqualität beeinträchtigt wird, auch wenn sich mit Abgasnachbehandlung heutzutage auch dort sehr viel bewerkstelligen lässt. (Ein moderner Verbrennungsmotor mit geregeltem Katalysator emittiert hauptsächlich Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid, die letztlich von Pflanzen fixiert und in Biomasse umgewandelt werden.)

die letztlich von Pflanzen fixiert und in Biomasse umgewandelt werden.)

Nein, nicht letztlich. sie werden auf irgendeine Weise verwertet, wobei letztlich (nun wirklich) wieder CO2 entsteht.

Es wächst nicht ein einziges Blatt mehr, weil fossile Brennstoffe verheizt werden.

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@Mikkey

Es wächst nicht ein einziges Blatt mehr, weil fossile Brennstoffe verheizt werden.

Doch, natürlich tut es das.

Die biologische Hauptbedeutung des Kohlenstoffdioxids (umgangssprachlich oft auch als Kohlendioxid bezeichnet) liegt in seiner Rolle als Kohlenstofflieferant für die Photosynthese. Die atmosphärische Kohlenstoffdioxidkonzentration wirkt stark auf das Pflanzenwachstum.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Luft#Kohlenstoffdioxid

Der CO2-Gehalt der Atmosphäre liegt derzeit bei nicht einmal 400 ppm. Das ist weit unter dem Optimum.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Photosynthese_CO2-Konzentration.svg

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@NoHumanBeing

"Der CO2-Gehalt der Atmosphäre liegt derzeit bei nicht einmal 400 ppm. Das ist weit unter dem Optimum."

Optimum in welcher Hinsicht, mit welchem Ziel ??

Immer schön das Positive in jeder Situation sehen:   Die Menschen, die von der Küste Nordafrikas für viel Geld mit einem nicht seetüchtigen und altersschwachen Kahn aufs Meer hinaus gefahren sind, freuen sich möglicherweise zwischendurch auch darüber, dass sie 20 km von der Küste weg nicht mehr mit Stechmücken zu kämpfen haben .... 

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@rumar

Optimum in welcher Hinsicht, mit welchem Ziel ??

"Optimum" im Hinblick auf "maximal viel Leben/Biomasse auf diesem Planeten".

Mehr Kohlenstoff im Kreislauf --> mehr Pflanzenwachstum --> mehr Agrarerträge --> mehr Nahrungsangebot für die Menschheit --> letztlich vermutlich eine höhere Weltbevölkerung.

Ob das nun wirklich so erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt, aber das System scheint sich in diese Richtung zu entwickeln und (zumindest menschliches) "Leben zu schaffen und zu erhalten" scheint ja das Credo unserer Zivilisation zu sein. Aber alles, was wir tun, zielt darauf ab. Unsere moderne Medizin, Sozialsysteme, Verbrechensbekämpfung, etc.

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@NoHumanBeing

Naja, dieses "Optimum" (maximale Biomasse) wird aber garantiert ohne Menschen viel eher zu erreichen sein als mit Menschen ! Das war ja zur Zeit der Dinos vielleicht schon "besser" als jetzt.

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@rumar

Langfristig gesehen vermutlich nicht.

In geographischen Zeiträumen betrachtet, dürfte unsere Spezies lediglich ein kurzes Intermezzo auf diesem Planeten sein. Ohne uns (oder eine vergleichbar intelligente Spezies) hätte aber sicher niemand den Kohlenstoff wieder aus der Erdkruste herausgeholt, der dort im Laufe der Jahrmillionen eingelagert wurde.

Jede Spezies tut irgendetwas nützliches für das Ökosystem, z. B. bestäuben Bienen Pflanzen, Ameisen lockern die Erde auf. Der Mensch hingegen scheint kaum etwas nützliches zu tun. Im Gegenteil, er zerstört verhältnismäßig viel. Bebauung/Versiegelung von Flächen, Begradigung von Flüssen, Ausrotten von Tierarten, Massentierhaltung, letztlich ist all dies schlecht für die Natur, aber auf geologischen Zeiträumen betrachtet ist es wahrscheinlich nicht wirklich relevant. Das wir die fossilen Energieträger verfeuern könnte langfristig gesehen allerdings tatsächlich förderlich sein. Wohl nicht unmittelbar für uns, aber eventuell für ... was immer laaaange nach uns kommt. Vielleicht ist das ja gewissermaßen unser "Auftrag", wer weiß. ;-)

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"Ein moderner Verbrennungsmotor mit geregeltem Katalysator emittiert hauptsächlich Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid, die letztlich von Pflanzen fixiert und in Biomasse umgewandelt werden."

Klar, so schätzungsweise in einigen Millionen Jahre wohl schon ...

Der Treibstoff, den der Motor verbrennt, wurde in Zeiträumen von Dutzenden bis Hunderten Millionen Jahren in der Erdkruste angesammelt.

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@rumar

Der Treibstoff, den der Motor verbrennt, wurde in Zeiträumen von
Dutzenden bis Hunderten Millionen Jahren in der Erdkruste angesammelt.

Es dauert aber nicht so lange, bis der (in Form von Kohlenstoffdioxid) freigesetzte Kohlenstoff wieder fixiert wird.

Die Fixierung passiert verhältnismäßig schnell. Dein Körper braucht Sauerstoff und Zucker zum Leben und erzeugt daraus Kohlenstoffdioxid und Wasser. Der Stoffwechsel von Pflanzen läuft genau umgekehrt. Sie benötigen Kohlenstoffdioxid und Wasser und erzeugen daraus Sauerstoff und Zucker. Was die "Abfallprodukte" des einen, wird vom anderen benötigt und umgekehrt. Nur deswegen können Ökosysteme auf der Erde langfristig funktionieren.

Nun ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre allerdings sehr niedrig (im ppm-Bereich), während der Sauerstoffgehalt verhältnismäßig hoch ist (21 % Vol.). Pflanzen laufen so gesehen, im Gegensatz zu uns, ständig "auf Sparflamme". Sie "könnten viel mehr vertragen", aber es steht nicht mehr bereit, da es schlicht nicht mehr Kohlenstoff in der Atmosphäre gibt. Sauerstoff gibt es in der Atmosphäre reichlich, aber das CO2 ist "der Engpass im System". Sobald es "mehr Angebot" an CO2 gibt, wird ein Großteil relativ schnell absorbiert und in Biomasse (z. B. Zucker) umgewandelt. Dann ist es fixiert, nicht mehr Teil der Atmosphäre.

Aus diesem Grund funktioniert "CO2-Düngung" in Gewächshäusern auch so gut.

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