2 Antworten

Anomere sind Zuckermoleküle, die sich in der Konfiguration ihres Acetal- (oder Ketal-)Kohlen­stoff­atoms unterscheiden.

Bekanntlich sind Zucker Aldehyde (oder Ketone) mit vielen zusätzlichen OH-Gruppen. Die CO-Gruppen können sich mit den OH-Gruppen zu­sam­men­tun, wobe ein Ring ge­schlos­sen wird. Das vor­malige Carbonyl-C wird dann vier­bindig und trägt zwangs­weise vier ver­schie­dene Sub­stituen­ten, es ist also chiral und die Ring­form kann daher in zwei anomeren Formen vor­liegen (sie heißen α und β).

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Anomere kommt aus der Zuckerchemie und entsteht, wenn z.B. ein Glucosemolekül in Ringform auftritt. Das dem O im Ring benachbarte C ist ein prochirales Zentrum und wird durch die Ringbildung zu einem echten Chiralitätszentrum. Dabei entstehen die alpha-, oder beta-Anomere.

m.f.G. 

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