Was kann man tun, wenn man selbst mit der Wohnungssuche überfordert ist?

5 Antworten

Du bist offenbar derjenige, der am besten helfen kann.

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es zunächst darum, die jetzige Arbeitsstelle zu sichern (Pendelzeit verkürzen, um ausreichend Schlaf zu ermöglichen und die Arbeitsstelle unbefristet zu bekommen).

Dafür sollte man ruhig etwas mehr Geld einplanen. Auf dem normalen Wohnungsmarkt sehe ich bei befristeter Anstellung erst einmal keine Chance. Sobald er die Stelle unbefristet sicher hat, kann er die Suche nach einer "normalen" Wohnung (auch außerhalb von München) mit weitaus besseren Perspektiven in Angriff nehmen.

Denkt doch auch einmal daran, ggf. eine Eigentumswohnung zu kaufen, also klärt mal die Finanzierungsmöglichkeiten ab. Etwas Eigenkapital aufbringen (m/m 10 - 15 %, besser 20 - 30 %) und dann von einer Bank die Obergrenze ausrechnen lassen.

Als Käufer kommt nicht nur Dein Bruder, sondern auch z. B. Du in Frage, wenn Du finanziell etwas besser aufgestellt sein solltest.

Bis dahin und um die Stelle zu sichern, würde ich empfehlen, bei einer der Agenturen Homecompany oder HC24.de in München oder Augsburg nach einer möblierten Wohnung für eine Übergangszeit von 3 Monaten bis ca. 1/2 Jahr zu suchen. Vorteil: Es gibt dort Wohnungen und man kann sie oft schon sehr kurzfristig beziehen. Sie sind teurer, dafür aber voll ausgestattet und der höhere Preis fällt nur relativ kurz (3 - 6 Monate) an.

Die Mitarbeiter der Agentur prüfen natürlich auch die Sicherheiten und die Person und wenn denen beides prinzipiell in Ordnung vorkommt, schlagen sie den Vermietern den Bewerber vor und teilen den Vermietern schon mal mit, was sie erwartet, wenn der Bewerber kommt, sodass evtl. schlechtere erste Eindrücke schon mal abgemildert sind. Da Vermieter wissen, dass die Mieter nach relativ kurzer Zeit von selbst wieder ausziehen, sind sie auch nicht so genau darauf aus, was das nun für eine Person ist, die die Wohnung haben will. Die Vermieter wissen, dass nur finanziell sichere Bewerber weiter vermittelt werden und fragen deshalb nicht so sehr danach, wie es mit Einkommen etc. aussieht.

Augsburg ist im Gegensatz zu Garmisch nur halb so weit von München entfernt und man kommt mit dem Zug in ca. einer halben Stunde zum Hauptbahnhof in München. Weitere Orte an der Bahnstrecke Richtung München, die noch etwas näher dran liegen, kommen natürlich ebenfalls in Frage. Nicht aber die S-Bahn-Orte, denn die S-Bahn braucht aufgrund der vielen Stationen u. U. schon wieder deutlich länger.

Viel Erfolg!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – In diesen Bereichen selbst seit langer Zeit tätig.

Ja, Augsburg hat er schon geschaut. Aber er ist ein sehr ehrlicher Typ und will möglichst nah ran. Auf die Frage: "Sie wollen doch sicher noch näher zu Ihrer Arbeit ran?" Da antwortet mein Bruder mit "ja". Reaktion vom Vermieter: "Warum suchen Sie dann hier und nicht in München?" Da ist mein Bruder dann mit der Fragerei überfordert. Er will näher ran und das ist Augsburg ja. Er kommt im so spontan nicht drauf eine paddende Antwort zu geben. Und er kann auch nicht zwei Wohnungen gleichzeitig finanzieren. Er will in München oder näher dran seinen Hauptwohnsitz anmelden, was von Vermietern nicht gewünscht ist ("nur als zwritwohnsitz, da kein briefkasten o.ä. vorhanden ist)

Ps: ich veziehe alg2 aufstockend, finanziell kann i h ihm auch nicht helfen.

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@Julian33julian

Umso bedeutsamer wäre es jetzt für ihn, sich mit den genannten Agenturen zu befassen. Wenn diese, die ja nicht selbst vermieten, zu dem Schluss kommen, dass er ein geeigneter Mieter für "vorübergehendes Wohnung in einer möblierten Wohnung" ist, werden sie ihn den passenden Vermietern vorschlagen und all die bohrenden Fragen wären dann schon weg.

Wenn wir jemand von der Agentur hc24 vermittelt bekommen, erzählen uns die Leute von dort schon die Hintergründe und erklären auch sehr gut, weshalb man z. B. einen Bewerber berücksichtigen soll.

Das wäre ein sehr großer Vorteil.

Hat Dein Brunder dann den Job endgültig sicher, kann er weiter schauen nach einer normalen Mietwohnung, die es in Augsburg und Umgebung sicher leichter und günstiger zu ergattern gibt, als in München und im S-Bahn-Bereich.

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@bwhoch2

Nun, es gibt immer noch keine Lösung. Der Chef hat nun noch bis zum 15. Februar den Vertrag verlängert. Und sagt: Wenn Sie nun endlich die Arbeit in 40 Minuten erreichen, haben Sie im Februar vielleicht noch eine Chance zu 80% eingestellt zu weden, wenn vor dem 15.12 was vorliege zu 85% und 100% nur, wenn er bis zum 30. November was vorlegt. Chef sagt: "Erst bei Vorlage eines Nachweises, dass er einen unbefristeten Mietvertrag innerhalb von 40 Minuten hat, gibt es auch einen unbefristeten Vertrag).

Ach ja, ich selbst bin Arbeitslos und außerdem gehörlos, so dass ich keine Telefongespräche führen kann. Auf E-Mails kommt oft nur eine automatische Antwort: Bitte rufen Sie an unter Tel. Xxx. In solchen Fällen kann ich auch nicht weiterhelfen. Und die genannten Adressen: zu teuer, wollen auch dass die wohnung nicht mehr als 1/3 seines nettogehaltes aus machen. Oder andere Sicherheiten (Bürge mit regelmäßigem Einkommen, etc. - haben wir aber nicht. Er verdient mit seinem 1500 ja schon da meiste. Und reiche Verwandte hat er nicht!)

Er kriegt den Job nur sicher, wenn er bis Ende November einen unbefristeten Mietvertrag vorlegt!! (Der Chef ist sich unsicher, ob mein Bruder due längere Pendelei noch lange verkraften wird, und auch bei einem unbefristen Arbeitsverhältnis wäre ja nicht gesagt, dass er dann schnell eine Wohnung findet. Der Chef müsse ja daran denken, dass er motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter braucht, die sich gut konzentrieren können. Und das wäre bei einem langen Pendelweg ja nicht gegeben. Und bei einem unbefristeten ArbeitsVertrag, wäre es ja schwieriger Mitarbeiter wieder los zu werden. Bevor der Chef jemanden unbefristet einstellt, müsste ja klar sein, dass Mitarbeiter vom Pendeln nicht zu gestresst sind!! )

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@Julian33julian

Tut mir leid, was der Chef hier verlangt, ist absolut unseriös. 40 Minuten für die einfache Strecke ist doch auch für jemand, der nur innerhalb einer Großstadt zur Arbeit fährt, ganz normal und eher wenig, als viel. Wenn die Zeit mal über eine Stunde hinaus geht oder sogar über 1,5 Stunden, wird es kritisch, aber das alles geht eigentlich den Chef gar nichts an und taugt nicht für Erpressungsszenarien.

In Wirklichkeit will der Chef Deinen Bruder nur hin halten, um ihn am Ende doch abzuservieren. Das entscheidende Kriterium kann doch nur die Arbeitsleistung sein und nicht die Tatsache, ob jemand in der Nähe des Arbeitsplatzes eine Wohnung hat.

Habt Ihr schon mal bei HC24 oder Homecompany angefragt?

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Du kannst einen Makler beauftragen, aber das kostet viel Geld. Er kann sich an eine Wohngenossenschaft wenden. Dort füllst du ein Formblatt aus mit den Wünschen und maximal Mietpreis für eine neue Wohnung und die bieten Dir dann welche an. Bei einer Wohngenossenschaft mußt du Anteile kaufen. Es kann manchmal sehr lange dauern bis etwas frei wird.

Noch als Nachtrag: Nettoverdienst liegt bei knapp 1500 und der Vertrag ist befristet bis nov 20. Vom Chef oder Kollegen gibts keine Unterstützung. Bei Nachfragen heißt es: "ist doch nicht unsere Sache. Konzentrier dich auf die Arbeit"

Wenn er jetzt mit der Suche überfordert ist, wird ihn anschließen die Finanzierung der Münchener Wohnung überfordern.

Zur Wohnungssuche kann man einen Immobilien-Makler beauftragen, der natürlich zu bezahlen ist. In München gibt es nicht mehr viele bezahlbare Wohnungen...

Und nachdem ich den Nachtrag gelesen habe...mein Rat: der soll sich einen Job in seiner Wohnort-Nähe suchen.

Nun, srine derzeitige Wohnung finanziert er ja auch ... Mit Geld kann er gut umgehen, er arbeit ja im buchungsbüro. Aber organisatorisches halt nicht.

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@Julian33julian

Bei Immobilen Scout: Scout-ID: 113079526

Da kann er einen Termin abmachen, der IHM passt. Vorher sollte er noch abklären, ob er Wohngeld bekommt. Auch eine Bescheinigung vom bisherigen Vermieter über die Qualität als Mieter ist von Vorteil, ebenso wie eine Bescheinigung seines Arbeitgebers, dass er einen festen Arbeitsvertrag hat.

Aber wenn er das nicht kann, kann man dem Vermieter nicht verübeln, dass kein Mieter ihm eine Wohnung gibt. Die haben auch kein Geld zu verschenken...und behaupten kann jeder alles.

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Er hat sich 3 Jahre lang beworben, hatte regelmäßig auch Vorstellungsgespräche, mind. 3 pro Monat. er ist in Vorstellungsgesprächen zu zurückhaltend, was sich wohl bei ihm auch kaum ändern wird. Beim Bewerbungstraining wurde auch gesagt, dass sie ihn so einschätzen, dass er immer Schwierigkeiten dabei haben werde.

Er spricht nicht gern über sich selbst. Beim Vorstellungsgespräch im München wurden sehr konkrete Fragen gestellt: Welchen Abschluss haben Sie (und nicht Erzählen Sie mal etwas über sich.) Und dann fachliches. Nur wenn ein Vorstellungsgespräch so läuft hat er gute Chancen. Ist aber ja nue selten der Fall.

Außerdem ist er mit dem Job sehr zufrieden (nur pendeln müssten nicht sein)

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@Julian33julian

Tja, der große Teil von Deutschland nimmt auf so etwas keine Rücksicht. So ist das nun einmal. Es gibt keine Verpflichtung solche Menschen anders zu behandeln. Für den Arbeitgeber zählt eben Leistung und für den Vermieter zählt Sicherheit. Beides ist offensichtlich nicht gegeben. Verstehe auch nicht, warum es dann unbedingt die Hauptstadt sein muss....

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@GoldenEye2019

Es müsste nicht die Hauptstadt sein, nur er wollte immer schon eine Büroarbeit (mit möglichst wenig direktem/persönlichen Kundenkontakt). Der Chef sagt auch, dass er großteils zufrieden ist und wenn er nicht mehr so müde zur Arbeit kommen würde, würde er auch einen unbefristeten Vertrag bekommen - aber erst dann! (Er ist aber wegen der langen Pendelzeit so müde).

Er hat näher dran nichts gefunden und ist froh endlich Geld verdienen zu können!

Ach ja, er möchte in Deutschland bleiben und nicht nach Österreich oder ein anderes Land gehen, das traut er sich nicht zu. Er wohnt in Garmisch-Partenkirchen. In Garmisch und Umgebung hat er sich erfolglos beworben. Und von Garmisch nach München dauert es halt von Tür zu Tür fast 2 Stunden mit Zug, etc. 1:44 vom bf. in garmisch-p. zur nächstgelegenen Bushaltestelle bei seiner Arbeit dazu dann noch die Strecke in Garmisch-P.

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@GoldenEye2019

Die Sicherheit wäre aber laut Chef gegeben, wenn er einen unbefristeten Mietvertrag vorlegt. Hat er ihm auch per E-Mail geschrieben!! Nur kann er im Büro keine E-Mails ausdrucken! Und weiterleiten auch nicht, da es lt. Geschäftsrichtlinien oder so verboten ist. Ebenso ist es verboten, in den Geschäftsräumen zu fotografieren - wegen Datenschutz!)

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Es gibt überall Makler. Wenn man Geld zum Fenster rauswerfen will soll man sich so eine Person nehmen.

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