Was ist ein Rechtsstaat und was ein Sozialstaat?

6 Antworten

Zu unterscheiden ist auch dabei zwischen Kopfkino und tasächlich Existierendem.

Läßt man das Kopfkino außen vor, dann ist ein Rechtsstaat ein Staat, der seine Gesetze so gestaltet hat, daß sie jedweder Begehrlichkeit genügen und so im Bedarfsfall auch als das Gegenteil von dem ausgelegt werden können, was sie im Wortlaut aussagen.

Ein Sozialstaat ist ein Staat, er durch Gesetze genau festgelegt hat, wieviel des Lebensnotwendigsten besonders den Bedürftigen weggenommen oder vorenthalten werden muß, damit stets genügend Mittel zur Verfügung stehen, um zu verhindern, daß die Reichsten im Volk Einbußen erleiden.

In der Praxis ergänzen sich so Sozialstaatlichkeit und Rechtsstaatlichkeit.

Demgebenüber gibt es auch den hypothetischen Rechtsstaat und den hypothetischen Sozialstaat. Ein solcher Rechtsstaat wäre ein Gebilde, das tatsächlich etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, und ein Sozialstaat wäre ein Gebilde, in dem soziale Fürsorge ernst gemeint ist und auch umgesetzt wird.

Die Ursache, daß die Dinge ganz anders ist, als man sie vielleicht gerne hätte, besteht darin, daß auch Menschen ganz anders sind, als man sie vielleicht gerne hätte.

Sozialstaat meint lediglich, dass die Klasse der Lohnabhängigen und Arbeitslose und Rentner nicht zu verhungern brauchen, sehr viel mehr ist mit dem aufgeputzten Begriff eigentlich nicht gemeint, auch wenn er von Staat und veröffentlichter Meinung aufgepustet wird.

Rechtsstaat, ist lediglich ein Regelwerk an Gesetzen, die alles regulieren und einteilen und zwar in unterschiedlichen Organen. Auch der Begriff kommt aufgeblasen daher, so als wenn in ihm bereits der Segen für Alle gegeben sei.

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