Was ist ein jüdisches Lyzeum?

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4 Antworten

Ein Lyzeum war eine sich an das Gymnasium anschließende Einrichtung für philosophische und theologische Studien, von der Funktion her den entsprechenden Fakultäten einer Universität vergleichbar. 

In erster Linie dienten Lyzeen der wissenschaftlichen Ausbildung zukünftiger Priester, doch standen sie bis ins 19. Jhdt. hinein auch anderen Schülern offen. Heutzutage verwendet man die bezeichnet deshalb häufig als Synonym für ein gewöhnliches Gymnasium.

Ein jüdisches Lyzeum ist demnach ein Gymnasium für jüdische Schüler. Es wird darin ein hoher Wert auf die Religionslehre des Judentums gelegt. Und z.B. oft hebräisch als Pflichtfremdsprache gelehrt.  

In der NS-Zeit versuchte man, Juden so gut wie möglich zu isolieren. Daher durften sie auch nicht mehr in ihren normalen Schulen bleiben. Und aus dem Grund wurden dann besondere Schulen für Juden eingerichtet.

Im Tagebuch beschreibt Anne Frank ganz genau, wie traurig sie war, dass sie nicht mehr in ihre alte Schule durfte (Montesori-Schule). Und auch die Lehrer werden traurig gewesen sein, weil sie eventuell schon ahnten, was die Nazis mit den Juden vorhatten.

Lyzeum ist im Prinzip ein Gymnasium in Deutschland war es oft ein Gymnasium für Mädchen, in Frankreich ist "Lycée" allgemein das Wort für Gymnasium...

Jüdisch hiesse: jüdisch.

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