Was ist ein guter Scotch Whisky?

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Hallo also erstmal ist es ein grosser unterschied zwischen blend und single malt, denn blends sind gemische aus ca. 30 verschiedenen single malts. auch kommen im single malt die aromen viel besser zum vorschein als bei einem blend. die qualität ist einfach viel besser, der preis leider aber auch höher. also ich finde beim whisky sollte man langsam anfangen. man kann die whiskies ganz grob in zwei gruppen aufteilen, nichtrauchige und rauchige. am anfang sollte man mit den nichtrauchigen anfangen, da einen der rauchgeschmack oft abschreckt. auch bei den nichtrauchigen gibt es sehr grosse unterschiede. zum beispiel erstmal ob der whisky in einem sherryfass gereift hat oder in einem ex-bourbon. die geschmacklichen unterschiede sind wirkich extrem teilweise. jedoch solltest du dir dort auch einen weicheren aussuchen, ich persönlich finde den the balvenie double wood 12 jahre sehr gut, hier wurden sherry und ex-bourbon fässer verwendet. er hat sehr tolle aromen ist sehr gut ausgewogen und ich finde ihn als anfängerwhisky hervorragend. natürlich kannst du auch whiskies von glenfiddich probieren, die nicht zu den allerbesten zählen aber doch für anfänger sehr gut geeignet sind, da sie sehr leicht sind. oder sonst passt ein glenmorangie 10 jahre sehr gut, er ist fast überall erhältlich. oder zum beispiel ein glenlivet 12. gefallen dir whiskies bis jetzt kannst du dich auch mal an leicht rauchige wagen, oder whiskies die zwar noch (fast) keinen rauch, dafür aber inselcharakter haben. denn generell kommen nichtrauchige whiskies vom festland und die härteren rauchigen von den inseln, wobei die insel islay mit den kräftigsten die grösste rolle spielt. als tipp ist der oban 14 sehr zu empfehlen, ein toller whisky mit wenig rauch aber einem tollen seecharakter, der wirklich den aromenschatz viel erweitert. oder aber mit etwas mehr rauch sind die whiskies der bowmore-range sehr zu empfehlen, sie haben zwar rauch, aber dieser steht nicht im mittelpunkt sondern liegt sanft über allem. hier sind zu empfehlen der surf, als sehr weicher, sanfter einsteiger oder der enigma, mit sherryeinfluss, mehr rauch und einer tollen aromennote, die dem sherry zu verdanken ist. die whiskies von jura sind ebenfalls nicht rauchig, haben aber einen speziellen geschmack, den vielleich nicht jeder mag. sollte dir der rauch gefallen kannst du auch mal etwas zulegen und dich an stärker rauchige whiskies wagen, wie zum beispiel die von talisker, die ich persönlich sehr ansprechend finde. der zehnjährige ist jedoch am anfang relativ scharf, was nicht die alkoholische schärfe ist sonder der berühmte chili-catch, eine chilischärfe. diese whiskies sind sehr zu empfehlen, besonders der talisker distillers edition der wohl zu einem der besten whiskies überhaupt für mich zählt. hat dir dieser gefallen kannst du dich auch mal an die "torfmonster von islay" wagen, namentlich lagavulin, laphroaig und ardbeg. von ardbeg gibt es wundervolle single malts die jedoch nicht immer preisgünstig sind, sich aber lohnen, wie z.B. der ardbeg uigeadail. dieser whisky hat wirklch eine perfekte kombination aus eiche, rauch und dunklen früchten (vom sherryfass) sowie schokoladen und tabaknoten. von laphroaig ist zu empfehlen der quarter cask, wobei laphroaig eine der brennereien ist die man entweder hasst oder liebt. bei mir ist es die liebe :D denn ein laphi hat einen medizinischen geruch und geschmack, also kein reiner lagerfeuer-torfrauch sondern ein medizinischer oder phenolischer torfrauch, der vielen nicht liegt. auch lagavulin hat sehr gute whiskies. hier eine kleine liste meiner lieblinge:

the balvenie double wood 12

bowmore enigma, mariner

talisker distillers edition

ardbeg uigeadail

glenmorangie signet

für weitere ratschläge kannst du dir auch auf youtube videos von horst lüning angucken, er verkostet fast alle whiskies und ist bei mancher auswahl sehr erfolgreich!!!!!!!!!!!

Ein Blendet ist immer ein gepanschtes Zeug. Das ist eine Mischung aus verschiedenen Sorten - teilweise mit Geschmacksstoffen versetzt und selten älter als 3 Jahre (auch wenn etwas anderes auf der Flasche steht). Ich bekomme von dem Zeug Kopfschmerzen. Geh mal in einen guten Schnapsladen. Dort wirst Du mindestens 100 Sorten Whisky finden - ein großer Teil davon ist Single Malt, meistens älter als 12 Jahre. Alle Sorten haben einen eigenen Geschmack. Der eine ist rauher, der andere ist rauchiger, der dritte hat einen Nachgeschmack, als hätte Dir jemand in den Hals geschi..... . Wenn der Verkäufer etwas taugt, fragt er Dich nach Deinem Geschmack und dann macht er Dir Vorschläge. In der Regel (bei guten Läden) kannst Du auch kosten und testen. (Bei Preisen von mehr als 50 € pro Flasche sollte das auch so sein). Bei meinem Laden stehen rund 90 Sorten Whisky, die man im Supermarkt nicht findet. Alle haben einen anderen Geschmack. Ich bin noch nicht durch - mein Händler schon (so sieht er auch aus). Der kann mir zu jedem Whisky einen kurzen Abriss geben (Herkunft, Grundstoffe, Produktion, Geschmack). Wenn mich eine Sorte interessiert, kann ich kosten. Das sollte man aber nur tun, wenn man Zeit hat und nicht mehr fahren muss. Ein guter Whisky liegt Dir etwa 30 Minuten nach dem Nippen immer noch in vollem Geschmack auf der Zunge. Da musst Du zum Kosten einer 2. Sorte also etwa eine halbe Stunde warten oder den Geschmack mit Tonic killen. Ich nehme kein Tonic, da ich dann die Geschmacksintensität nicht mehr mitbekomme. Da zeigt sich dann, dass Whisky ein Genussmittel ist und nichts für eine Druckbetankung. Wenn Du Dich besaufen willst, dann bleib bei dem Fusel aus dem Supermarkt. Wenn Du genießen willst, kauf Dir im Spezialhandel eine guten, der Dir schmeckt und genieß jeden Tropfen - ohne schädliche Nachwirkungen (Brummschädel, o.ä).

Prost und lass es Dir schmecken

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Naja, nicht alles, was gemischt ist, ist gleich gepanscht. Kommt halt immer auf die Zutaten an. Johnnie Walker hat z.B. einen guten Anteil Talisker drin... Ich trink ihn trotzdem nicht, aber es ist auch viel Geschmackssache dabei.

Und sog. "Vatted Malts" oder "Pure Malts", die ausschließlich aus Malts geblended sind, sind oft durchaus trinkbar und eignen sich hervorragend zum Anbieten für Gäste, die gerne viel trinken und natürlich Malt wollen, ohne Ahnung zu haben (statt Perlen vor die Säue zu werfen...)

Geschmacksstoffe sind übrigens nur in kanadischen Whiskys erlaubt, Zuckerkulör selbst in Single Malts.

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@ChrisHH

Johnny Walker Gold und Blue Label sind z.B. sehr gute Blends, genauso wie Whyte & Mackay. Das ist kein gepanschtes Zeug sondern einfach eine andere Art von Whisky, zumal in guten Blends kaum Grain Whisky zugefügt wird und somit fast nur Single Malts enthalten sind.

Außerdem liegt eiin Whisky nicht 30 minuten nach der verkostung nch mit vollem geschmack auf der zunge, und ein glas wasser eignet sich am besten um den geschmack zu neutralisieren. Tonic, so ein schwachsinn, da es einen sehr starken bitteren eigengeschmack hat verfälscht man sein empfinden bei dem whisky.

selbst bei vielen tastings liegen keine 30 minuten zwischen den verkostungen

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Ich würde in diesem speziellen Fall (ich denke bei dir ist es nicht mehr aktuell, dass du keinen SingleMalt probiert hast und du bist mittlerweile im Bann des "Wassers des Lebens") nicht zu einer Flasche Whisky raten, sondern dich wirklich in einen guten(!) Fachhandel schicken. Sage dem Händler dort einfach, welche bisherigen Erfahrungen du gemacht hast und was dir geschmeckt hat, bzw. was du weniger gut fandest. Ein guter Händler weiß welche SingleMalts maßgebend für den Geschmack verschiedener Blends sind und kann dich daher zielgerichtet beraten.

Alternativ kannst du auch auf whisky.de dem Horst Lüning eine E-Mail schreiben und dir von ihm Beratung holen. Er ist ein wirklicher Kenner und auch sehr hilfsbereit, wie man hört.

In diesem Sinne wünsche ich genussvolle Abende. :-)

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