was ist Dreiphasenwechselstrom?

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Dreiphasenwechselstrom ist das, was unser Stromnetz liefern kann.
Man kann sich vorstellen, dass es drei (statt nur eine) Spannungsquellen sind, die einen gemeinsamen Pol haben (den Sternpunkt, an dem dann der Neutralleiter angeschlossen ist).
Besonderheit und "Trick" an diesen drei (gleichvoltigen und gleichfrequenten!) Spannung ist, dass sie zeitlich phasenverschoben sind. Also noch nur ein Sinus, sondern drei "Sinüsser" , die sich zeitlich gleichmässig verteilen. Eben drei Phasen.
Man spricht von einer Phasenverschiebung von 120 Grad (1/3 von 360 Grad).

Im Bild sieht man diese drei Spannungen auf der gleichen Zeitachse, je 50Hz Frequenz und somit 20ms Periodendauer. Aber eben 1/3 von 20ms verschoben:

Die drei Quellen lassen sich so darstellen:

  • Von jeder Phase zum Nullleiter oder Neutralleiter hat man 230Volt
  • Zwischen je zwei Phasen kann man je 400V (3x) abnehmen.
 - (Strom, Elektrotechnik)  - (Strom, Elektrotechnik)

Vom 3 Phasen Wechselstrom spricht man wenn es 3 spannungsführende Adern (gegen Erde) gibt auf denen jeweils Wechselspannung anliegt welche zueinander Phasenverschoben sind. In dem Fall ist die Phasenverschiebung 360°/3=120°

Typischerweise findet man bei Hausanschlüssen und Drehstrom Systemen eben den 3 Phasigen Wechselstrom.

Allerdings gibt es auch zB 2 Phasigen Wechselstrom oder auch 6 Phasigen Wechselstrom, aber die werden eigentlich nur lokal in Anlagen zum Teil verwendet. Standard in der Energieversorgung ist daher der 3 Phasen Wechselstrom.

Eine Steckdose hat einen gefährlichen Kontakt (L) und einen ungefählichen (N). Dort liegt eine Sinuswelle drauf, daher Wechselstrom.

Bei Drehstrom gibt es dreimal L, alle Wechselstrom, aber mit Phasenverschiebungen von 120° und 240°.

Jeder einer der drei L (L1, L2, L3) und N ist der bekannte Wechselstrom.

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