Was ist der unterschied zwischen Sozial- und reiner Pädagogik?

4 Antworten

Also ich studier grad Sozialpädagogik ;-) Ich frage mich eher, was der Unterschied zwischen Sozialpädagogik und Sozialer Arbeit ist, aber egal! Bei der Sozialpädagogik bist du beruflich einfach vielseitiger! Du kannst mit allen möglichen Menschen arbeiten: Straffällige, Süchtige, Alte, Kinder, Jugendliche, Erwachsenenbildung um nur ein paar Bereiche zu nennen. In der Pädagogik bist du eher auf den Erziehungsaspekt beschränkt. Meine Empfehlung: halt dir so viele Bereiche wie möglich offen, also eher ... ;-)

Ich stiudiere Soziale Arbeit und mir wurde mal gesagt, dass der Unterschied zwischen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik etwas mit unterschiedlichen Lehren zu tun hat. Heute haben sich die Grenzen wohl sehr aufgelöst, weshalb ich z.B. dann beide Abschlüsse habe. Soziale Arbeit ist eher rechtlich und betont Stadtteilarbeit etc. während Sozialpädagogik mehr auf die Psychologie schaut...

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Der Sozialpädagoge ist derjenige der direkt am und mit dem Probanden arbeiten sollte, der Sozialarbeiter sollte "nur" vorwiegend der "Verwaltungstäter" sein. (habe beides studiert und alle Prüfungen der Dipl.-Soz.-Päd.- und Sozialarbeiter abgelegt...)Der Sozialpädagoge wird jedoch heute als besserer "Erzieher" mißbraucht und der Sozialarbeiter übt oft die Tätigkeiten eines Sozialpädagogen aus...... Chiliheadz.

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Pädagogik ist die wissenschaftliche Disziplin, die des gesamten Bereich der Erziehungthematik erfasst und bearbeitet, die Sozialpädagogik ist eine Teildisziplin daraus (das sollte allerdings jemand, der Sozialpädagogik studiert, auch wissen ;-)). Sozialpädagogik ist dann der Bereich der Pädagogik, der sich mit den allgemeingesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt, die sich mit dem sozialen Wachstum von Individuen und Gruppen beschäftigen. Dies kann Randgruppenarbeit sein, Jugendarbeit, Arbeit mit Behinderten Menschen, Schulsozialarbeit, zum Beispiel aber nicht die Frage des schulischen Unterrichtens, das ist Gebiet der Schulpädagogik. Die Abgrenzung von Sozialpädagogik und Sozialarbeit ist deutlich schwieriger, weil es sehr große Überschneidungen gibt. Zum Beispiel rechnen manche die Arbeit im sozialen Brennpunkt der sozialen Arbeit zu, andere der Sozialpädagogik. Eine andere diskutierte Teilung ist, alle sozialpädagogische Arbeit mit Menschen bis zum Erwachsenenalter ist Sozialpädagogik, alles andere Sozialarbeit. Die Teilung, Sozialarbeit wäre Sozialverwaltung (Schreibtischarbeit), die Sozialpädagogik die konkrete Arbeit mit Menschen, wird manchmal auch genannt, ist aber nicht stichhaltig, eher sogar absolut unsinnig. Richtiger wäre, wenn wir in Deutschland, wie in anderen Ländern auch, beide Bereiche zusammenfassen würden (diskutiert wird dafür der Begriff Soziagogik), das wäre das sinnvollste. Im Blick auf Berufsperspektiven lässt sich grob sagen, dass jemand, der Pädagogik als Wissenschaft studiert hat, selten auf entsprechende Stellen stößt, sondern sich dann mit einer Teildisziplin befasst. Sozialpädagogen und Sozialarbeiter teilen sich in der Praxis im Grunde das selbe Arbeitsfeld, die wenigsten Arbeitgeber nehmen hier eine gezielte Teilung vor, sondern schauen vielmehr, welche menschlichen Qualitäten ein Bewerber mitbringt und orientieren sich an der Einschätzung, wie diese sozialpädagogisch / sozialarbeiterisch ausgebildete Person sich voraussichtlich mit den ausgeschriebenen Aufgaben auseinandersetzten und diese sinnvoll bearbeiten kann.

Danke, dass du die Ehre der Pädagogen gerettet hast, manchmal schäme ich mich regelrecht für meinen Studiengang, da wir ja oft als faule Drückeberger gelten. Vor allem dann, wenn die Leute nicht einmal wissen, was sie eigentlich genau studieren. Zur Frage: Falls dich noch interessiert, was Pädagogen (Wissenschaft) machen: ca. 66% gehen in die Weiterbildung. D.h. Bildungsmaßnahmen in Firmen/Organisationen organisieren, entwerfen, durchführen und evaluieren (Effektivität sichern). Das fällt z.B. an, wenn Verkäufer neue Verkaufsstrategien lernen sollen oder die Firma neue Produkte produziert und die Mitarbeiter darüber bescheid wissen müssen, usw. Du kannst grundsätzlich überall arbeiten, wo man Personen etwas beibringen muss - und genug Kohle dabei rausspringt um dich bezahlen zu können ;) Ich habe schon einmal bei einer E-Learning-Firma gearbeitet und Materialien zu einem Fernkurs erstellt und teilweise auch Onlinekonferenzen gehalten. Ein weiterer großer Teil bleibt auch an der Uni und lehrt sein Fach Pädagogik. Dabei muss normalerweise auch Forschung betrieben, d.h. Studien und Experimente mit Versuchspersonen unternommen werden.

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Mit Gymnasiallehramt an einer Berufsschule unterrichten?

Ich (21) habe direkt nach meinem Abitur eine dreijährige Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin begonnen, die ich nun abgeschlossen habe. Die Ausbildung habe ich nur gemacht um Wartesemster für meinen Wunschstudiengang Gymnasiallehramt für Deutsch und Pädagogik zu studieren. Ich weiß, die Aussichten sind in diesem Beruf zurzeit ziemlich schlecht, aber es ist mein Traumberuf und ich kann mir einfach nichts anderes vorstellen. Nun, da ich den Aspekt der schlechten Prognosen für Lehramt an Gymnasien berücksichtigt habe, frage ich mich nun, ob ich nach meinem abgeschlossenen Studium plus Referendariat auch an einem Berufskolleg unterrichten könnte, mit der Fächerkombi Deutsch und Pädagogik/Erziehungswissenschaften (als aller letzte NOT-Lösung). Falls dies möglich ist, würde mir dann auch die Ausbildung einen Vorteil verschaffen und gäbe es eventuell die Möglichkeit dort auch sozialpädagogik zu unterrichten? Oder müsste ich dies seperat noch einmal studieren?

Danke!

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