Was ist der Unterschied zwischen einer Lauge und einer Säure?

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6 Antworten

Säuren neigen dazu, Protonen (natürlich nicht als Bestandteile der Kerne beteiligter Atome, sondern als positiv geladene Wasserstoffionen) abzugeben, Basen neigen dazu, Protonen aufzunehmen.
Ob sie es tun, hängt davon ab, ob ein passender Reaktionspartner vorhanden ist.
Weil es Protonen sind, die so "ihren Besitzer wechseln", heißt die Reaktion Protolyse, im Unterschied etwa zur Redoxreaktion, bei der Elektronen ganz oder teilweise ausgetauscht werden.
Als Lauge bezeichnet man eine wässrige Lösung, die basisch (ein anderes Wort ist alkalisch reagiert. Laugen enthalten Hydroxid - Ionen (OH¯), die in Kontakt mit Säuren sofort Protonen aufnehmen und zu Wassermolekülen werden.
Die saure Entsprechung zu Hydroxid-Ionen sind Hydronium-Ionen (H₃O^+). Deren Konzentration C(H₃O^+) in Mol pro Liter einer wässrigen Lösung wird logarithmisch als deren pH-Wert ausgedrückt; der Zusammenhang ist
C(H₃O^+)=10^(-pH).
(Die Matisse, also der Vorfaktor, derbei wissenschaftlichen Größenangaben normalerweise da steht, ist in den Nachkommastellen von pH; so bedeutet pH=6,5 eine Konzentration von etwa 3,2×10^(-7) mol/l.
Offensichtlich ist auch in neutralem (pH=7) und alkalischen (pH>7) Lösungen H₃O^+; sie und die OH¯ liegen in einem chemischen Gleichgewicht, das im neutralen Fall bei
C(H₃O^+) =C(OH¯)=10^(-7) mol/l.
1 Mol sind übrigens 6,022×10²³ Teilchen.

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Kommentar von DieChemikerin
01.04.2016, 16:52

Ich glaub so weit sind die noch nicht, ich hatte das selbst erst vor zwei Wochen im LK :-)

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Laugen haben einen pH-Wert, der größer als 7 ist, Säuren haben einen pH-Wert kleiner als 7. Je weiter der pH-Wert von dem Wert 7 entfernt ist, desto stärker ist die Säure bzw. Lauge.

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Säuren: 

1. Säuren haben einen pH-Wert von 1-7 

2. Saure Lösungen bestehen immer aus einer Lösung mit Oxonium Kationen (H3O+) und einem Säurerest-Anion.

Beispiel:

HCl (Chlorwasserstoff) löst sich beim einatmen in den Schleimhäuten. Da in den Schleimhäuten Wasser enthalten ist, reagiert das HCl mit H2O bei einer sog. Protonenübertragungsreaktion oder kurz Protolyse. Dabei wird ein Proton in Form von einem Wasserstoffatom vom HCl auf das H2O übertragen. Es ensteht H3O+ (Oxonium Kation Molekül) und ein Chlor Anion bleibt übrig, bzw. Cl-. Man spricht somit von einer Salzsauren Lösung.

3. Säuren, bzw. saure Lösungen entstehen bei einer Protonenübertragugnsreaktion, wobei ein Wasserstoffatom immer auf das Wassermolekül übergeht.

Laugen

1. Laugen werden auch basische oder alkalische Lösungen genannt, weil sie enstehen, wenn z.B. ein Alkalimetalloxid mit Wasser in Berührung kommt

2. alkalische Lösungen haben immer einen pH-Wert von 7 bis 14, je höher, desto alkalischer.

3. alkalische Lösungen enthalten immer ein Hydroxid Anion (OH-) und ein Alkalimetal Kation:

Beispiel:  

NaO in H2O 

H2O gibt ein Proton in Form eines Wasserstoffatoms bei einer Protolysereaktion an das NaO. Es ensteht NaOH (Natriumhydroxid) in einer Lösung bzw. Na+ und OH- in Ionenschreibweise

4. Alkalische Lösungen entstehen bei einer Protolysereaktion, bei der Wasser ein Proton in Form von einem Wasserstoffatom an das Alkalimetalloxid abgibt. Es ensteht dabei immer ein Alkalimetallhydroxid

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Kommentar von RicVirchow
01.04.2016, 10:26

Übrigens kann man eine Saure Lösung neutralisieren, wenn man sie mit einer alkalischen Lösung in Berührung bringt, da dann die Oxonium Ionen der Sauren Lösung mit den Hydroxid Ionen der Alkalischen Lösung reagieren, es entstehen zwei H2O Moleküle.

Wenn du Salzsaure Lösung solange mit einer alkalischen NaOH Lösung neutralisierst, dass am Ende alle Oxonium und Hydroxid Ionen miteinander reagieren, (nachweisbar mit Indikator), dann kannst du die Lösung am Ende in kleinen Mengen trinken, weil nur noch Wasser enthalten ist. 

Deshalb sagt man auch, wenn man sich mit einer Säure verätzt hat ---> ein bisschen alkalische Lösung drauf geben, oder andersrum bei einer Verätzung mit alkalischer Lösung z.B. Essigsaure Lösung auf die Wunde. Als aller erstes aber immer mit Wasser abwaschen.

So kann man übrigens auch gegen einen übersäuerten Magen vorgehen. Man trinkt ein bisschen leicht alkalische Lösung und wartet, aber man sollte nicht zu viel und nicht zu häufig davon nehmen, da sonst der Magensaft zu alkalisch wird

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Kommentar von DieChemikerin
01.04.2016, 16:53

Hervorragende Antwort! :-)

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Hi

Säuren sind erstmal zu unterscheiden von sauren Lösungen...Säuren sind einfach in der Lage, Protonen abzugeben. Saure Lösungen sind halt Lösungen, in denen die Säure in Wasser dissoziiert vorliegt. Wichtig ist, dass es durch die Autoprotolyse des Wassers auch OH(-)-Ionen in der Lösung gibt! Nämlich -lg[14-pH] mol/l, wobei man das natürlich noch zu einer Formel umschreiben kann ^^

Basen sind hingegen in der Lage, Protonen aufzunehmen. Die Laugen sind dann Lösungen, in denen die Base dissoziiert vorliegt. Wichtig ist auch hier, dass H3O(+)-Ionen vorliegen. Müssen ja; wie solltest du sonst den pH-Wert bestimmen? ;) Klar geht man über den pOH-Wert hier und der pH-Wert ist dann eben 14-pOH. 

Das war's im Groben, bei Fragen melde dich.

LG

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Dazu gibt es mehrere Konzepte, hier findest du eine ganz gute beschreibung:

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ure-Base-Konzepte

Grundlegend lässt sich sagen, Säuren geben in Wasser gelöst ein positiv geladenes Wasserstoff-Ion ab während Laugen ein negativ geladenes OH-Kation abgeben.

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Kommentar von DieChemikerin
01.04.2016, 09:45

Mehrere Fehler:

Säuren müssen erstens nicht in Wasser gelöst vorliegen, um ihr Proton abgeben zu können.

Weiterhin sind OH(-)-Ionen Anionen, wenn ich in den letzten Jahren nichts verpasst habe...

Zu guter Letzt: Basen tun das, nicht Laugen. Laugen sind nur Lösungen von Basen, in denen jene schon dissoziiert vorliegt. Da braucht also nichts mehr "abgegeben" zu werden, zumal auch Basen das ohne Dissoziation in Wasser können.

Sagt die der Versuch was, in dem Chlorwasserstoffsäure und Ammoniak rein an der Luft zu Ammoniumchlorid und Wasser reagieren? Neutralisatiosreaktion, ohne irgendwelche Lösungen der Säuren und Basen.. 

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Kommentar von musicmaker201
01.04.2016, 13:16

Genau, allerdings entsteht bei der Reaktion von Chlorwasserstoff mit Ammoniak kein Wasser.

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Google hat da eine sehr ausführliche Antwort

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