Was ist der Deismus?

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3 Antworten

Die Gemeinsamkeit mit dem Theismus besteht darin, dass beide einen Gott annehmen, der die Welt erschaffen habe. Der Unterschied besteht im weiteren Verhalten Gottes. Während der Deismus annimmt, dass Gott nicht weiter in die Welt eingreift, nimmt der Theismus an, dass Gott jederzeit als Kausalursache in die Welt eingreifen kann. Für den Deisten dagegen gibt es keine Wunder (ein Ereignis, das den Naturgesetzen widerspricht), und letztlich auch keine Offenbarung.

Ein späteres Eingreifen Gottes würde bedeuten, dass Gott bei der Schöpfung Fehler gemacht habe und daher eingreifen müsse.

Dies würde nicht zu einem Gott passen, den man sich als vollkommen denkt. Ein Einfluss nehmender Gott, zum Beispiel wie im Buch Hiob, stünde ferner im Gegensatz zum freien Willen des Menschen.

Während der Deismus eine völlige Trennung von Gott und Welt postuliert, nimmt der Pantheismus an, dass Gott und Welt letztendlich eine Einheit bilden.

Quelle: Wikipedia.org

glornemaus 18.03.2012, 19:50

Danke (:

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Deismus: Vernunftreligion, Annahme einer Gottheit, die aber nicht in den Lauf der Natur eingreift, keine Wunder tut, sich nicht direct offenbart. Die bekanntesten Deisten (»Freidenker«, freethinker) des 17.-18. Jahrhunderts sind: HERBERT VON CHERBURY, CH. BLOUNT, J. TOLAND, M. TINDAL, A. COLLINS, BOLINGBROKE, SHAFTESBURY, VOLTAIRE, ROUSSEAU, H. S. REIMARUS. »Deist« kommt schon bei BLOUNT, TOLAND und SHAFTESBURY (The moral. I, 2) vor. (Vgl. G. V. LECHLER, Gesch. d. engl. Deismus, 1841.) CRUSIUS bezeichnet als »Deisten« oder »Universalisten« eine »Art von Atheisten« nach welchen »alles, was wir sehen und hören, mit zu Gott gehöret«, also die Pantheisten (Vernunftwahrh. § 236). Nach KANT glaubt der »Deist« an einen Gott überhaupt (Kr. d. r. Vern. S. 496). »Der so allein eine transzendentale Theologie einräumt, wird Deist, der, so auch eine natürliche Theologie annimmt, wird Theist genannt. Der erstere gibt zu, daß wir allenfalls das Dasein eines Urwesens durch bloße Vernunft erkennen können, aber unser Begriff von ihm bloß transzendental sei, nämlich nur als von einem Wesen, das alle Realität hat, die man aber nicht näher bestimmen kann. Der zweite behauptet, die Vernunft sei imstande, den Gegenstand nach der Analogie mit der Natur näher zu bestimmen, nämlich: als ein Wesen; das durch Verstand und Freiheit den Urgrund aller andern Dinge in sich enthalte« (l.c. S. 494 f.). »Der deistische Begriff ist ein ganz reiner Vernunftbegriff, welcher aber nur ein Ding ist, das alle Realität vorstellt, ohne deren eine einzige bestimmen zu können« (Prolegom. § 57). Vgl. Theismus.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen ;)

MFG: Kai

Als Deismus [de'ɪsmʊs] (Gottgläubigkeit, nach lat. deus, „Gott“; oft aber auch mit gr. δεῖ, dei, „es ist notwendig“, in Verbindung gebracht) bezeichnet man den Glauben an einen Gott aus Verstandesgründen im Gegensatz zum Gottesverständnis der Offenbarungsreligionen mit heiligen Schriften. Die Vorstellungen über diesen Gott sind allerdings sehr unterschiedlich. Im engeren Sinne sind Deisten diejenigen, die das Göttliche nur mit dem Ursprung des Universums in Verbindung bringen, aber ein weiteres Eingreifen Gottes bestreiten.[1] Im weiteren Sinne wird der Deismus als freidenkerische Glaubensströmung im Zeitalter der Aufklärung angesehen.

Der Begriff Deismus entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts in England.

Hoffe das ich dir helfen konnte...

Liebe Grüße Jost

Quelle: www.wikipedia.de

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