Was ist billiger: Dauer-Heizen oder intervallweise?

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6 Antworten

Ist es genauso bei "Fernwärme"?

(aber, übrigens, steht im Keller eine Gastherme - also ist es wirklich eine Fernwärmeheizung? :) )

Es gibt bei uns kein Thermostat, also wir kontrollieren jeden Heizkörper (von * bis 5).

Ist es wirklich sinnvoller den ganzen Tag alle Heizkörper auf 1 lassen, und dann ein Paar Stunden abends höher stellen, als die Heizung gar ausmachen und dann nur(!) in die Küche 2-3 Stunden auf 3 zu halten und im Schlafzimmer 20min vor dem Schlaf auf 4-5 und während dem Schlaf auf 1. (da andere Raum benutzen wir zur Zeit gar nicht)

Was ist auch der Unterschied zwischen 1 und dem "Mond" ? Ist der Mond wirklich wärmer? (ich bin nicht sicher... :) )

Und das letzte: ist es nicht frostgefährlich Heizkörper im Winter ganz auszumachen?

vielen Dank im Voraus für Antworten von erfahrenen Energieverbräucher! :)

die Heizung auf niedriger Temperatur anlassen und abends hochdrehen ist billiger, weil die Wohnung dann nicht mehr komplett aufgeheizt werden muss.

Siehe meine Antwort weiter unten.

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Siehe 2. Kommentar.

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DH petra066! Ich mach´s genauso und musste bei dieser Heizmethode nie nachzahlen. Einmal hab ich´s anders ausprobiert. Und zwar so, wie der JoGerman es beschreibt und prompt musste ich nachzahlen! Zu allem Übel wurde dadurch meine Miete meinem Verbrauch "angepasst". Prost, Mahlzeit, JoGerman, dein Tip ist absolut nicht empfehlenswert!

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@Vicki

Man sollte natürlich die Außentemperaturen nicht außer acht lassen. In kälteren Wintern zahlt man immer nach. Besonders dann ziehen auch die Energiepreise an. Ist halt Marktwirtschaft.
Außerdem ist "anlassen" niemals billiger als "ausschalten".
Derselbe Mythos hält sich nämlich auch bei Energiesparlampen.

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Betrachtet man die Temperaturdifferenz innerhalb eines Raumes zur Aussentemperatur, gilt immer: Je höher die Differenz, umso höher der Energieverlust durch die Außenhaut.
Das heißt: auch bei noch so gut gedämmten Wänden wird immer Wärme verloren gehen (wenn es nicht so wäre, bräuchte man nur einen Tag pro Winter heizen) Dieser Verlust geht umso schneller, je höher die Raumtemperatur ist.
Daher wäre es nur logisch, die Heizung komplett abzuschalten. Das Aufheizen kostet zwar mehr, aber nicht soviel, wie man zuvor eingespart hat. Ich kann dies am Beispiel eines Warmwasser-Speichers auch rechnerisch belegen.
Einfach hier Kommentare abgeben.
Gruß DER ELEKTRIKER

Deine rechnersiche Belegung finde ich gut aber ich spreche aus 22 Jahren Erfahrung mit unterschiedlichen Heizungen. Z.B. wir wohnen jetzt seit 4 Wochen in einem Haus mit einer Fußbodenheizung. Als wir eingezogen sind hat sich die Heizung mal locker 200m³ Gas gezogen nur um das Haus anzuwärmen und jetzt verbrauchen wir in 2 Wochen 50m³ Gas. In allen Wohnungen, in denen ich so geheizt habe, dass ich die Temperatur gleichmäßgi hielt, habe ich nie mehr als 150 Euro Nachzahlung gehabt. Alle anderen, die so heizten wie du es rätst, haben richtig dick nachgezahlt. Für mich zählen keine wilden Theorien, für mich zählt das, was ich auf der Rechnung stehen habe. Nichts für ungut, doch alles ist relativ und manchmal weicht die Theorie von der Praxis ab.

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@petra066

Ich bin hier nach rein physikalischen Gesetzen vorgegangen, die unumstößlich sind, nicht nach "wilden Theorien".
Natürlich zahlt man am Anfang mehr, um das Haus erstmal anzuheizen. Die Energie steckt dann in Wänden, in der Luft und der Einrichtung. Nach deiner Rechnung brauchst du also in 8 Wochen soviel, wie am Anfang zum Aufheizen. Abgesehen vom Feuchtegrad in neuen Häusern, der erstmal verdunstet werden muss (kostet sehr viel Energie), halte ich eine vollkommene Abkühlung des Hauses von 4 bis 6 Wochen durchaus für reell. Denn je kühler das Haus wird, umso langsamer wird die Wärme an die Umwelt abgegeben. Bis zum Stillstand des Temperaturaustausches also eine lange Zeit.
Noch ein einfaches Gegenbeispiel aus der Praxis: Was kostet mehr? Die Kaffeemaschine anlassen, um den Kaffee warmzuhalten oder am nächsten Tag neuen Kaffee machen (ich bitte den Geschmack jetzt mal außer Acht zu lassen)

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@JoGerman

Das kannst du aus meiner Sicht nicht so vergleichen. In der Regel drehen die Leute die Heizung höher, wenn es kälter ist in der Wohnung. Das heisst, wenn ich meine Heizung den ganzen tag auslasse und abend heimkomme, dann drehe ich höher. Also muss wesentlich mehr Energie aufgewendet werden, als du brauchst um von 18 auf 20 Grad zu heizen. Die stellen ihre Heizung dann nämlich nicht auf 3 sondern auf 4 oder 5. Und trotzdem.....erklär mir, warum ich selten nachzahlen muss trotz steigender Energiekosten? Warum habe ich immer den gleichen Verbrauch? Theorien erklären mir nicht meine praktischen Erfahrung. Übrigens hat mir ein Heizungsfachmann vor Jahren gesagt ich soll die Heizung nie ganz ausschalten, weil das mehr Energie verbraucht. Und der wird es ja wohl wissen. Schließlich bekam der keine Provision auf meinen Energieverbrauch ;)

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@petra066

Nun ja, man kann einem Gläubigen auch nicht Gott ausreden, deshalb gehe ich hier nicht weiter auf das Thema ein.

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@JoGerman

Ich arbeite bei den ÖBB und weiß daher, dass Züge, die nur über nacht stehen und am nächsten tag wieder gebraucht werden, auch durchgehend beheizt werden. Warum sollte ein so großer konzern mit unwirtschaftlichen methoden arbeiten?? Das wären defizite im millionenbereich!!!

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@NinoR89

Die Antwort ist einfach. Ein Hochheizen kostet Zeit und man will dem Fahrgast die Unbequemlichkeit, anfangs in kalten Zügen zu sitzen, ersparen.
Natürlich kostet das Heizen viel Geld, gerade bei Zügen, die wegen der dünnen Außenhaut nur wenig gedämmt sind. Anscheinend ist der Bahn ihr Image so viel wert und die Angst zu groß, dass der Fahrgast Ärger macht oder auf andere Verkehrsmittel umsteigt.
@petra:
Natürlich muss mehr Energie aufgewendet werden, eine Wohnung von (beispielsweise) 15 Grad auf 22 Grad aufzuheizen, als würde man den ganzen Tag auf 19 Grad heizen und abends auf 22 Grad erhöhen.
Die Frage ist jetzt: Wieviel kostet das tägliche Halten der Temperatur auf 19 Grad und wieviel auf 15 Grad?
Und wieviel kostet demgegenüber das abendliche Hochheizen?
Ich habe es mal durchgerechnet und zwar diesmal nicht nur theoretisch, sondern praktisch mit einem Energie-Messgerät:

Bei einer Elektroheizung läßt sich der Verbrauch sehr einfach und sekundengenau kontrollieren, deshalb dient sie mir als praktikables Beispiel:
Außentemperatur derzeit minus 5 Grad,
einzeln stehendes Einfamilien-Haus (Ziegelwände mit Außenputz ohne Dämmung) Ein sehr großes Durchgangs-Zimmer benötigt bei mir eine Elektroheizung mit 3000 Watt.
Kosten für eine kWh: rund 25 cent

Beispiel 1:
Thermostateinstellung: Heizen von 23 Uhr bis 6 Uhr und von 8 Uhr bis 16 Uhr auf 15 Grad, in den Zwischenzeiten auf 22 Grad.
Zeit mit 15 Grad = 15 Stunden
Zeit mit 22 Grad = 9 Stunden (inkl. 2 Stunden Aufheizzeit von 15 auf 22 Grad)
Betriebstunden der Heizung mit abgesenkter Temp. (15 Grad): 2:06 Stunden pro Tag = 6,3 kWh (entspricht 1,58 EUR)
Betriebsstunden in der Anheizzeit: 2 Stunden pro Tag = 6 kWh (entspricht 1,50 EUR)
Betriebsstunden mit Zimmertemp.: 3:30 Stunden = 10,5 kWh (entspricht 2,63 EUR)
Tagesverbrauch gesamt 23,4 kWh = 5,70 EUR

Beispiel 2:
Thermostateinstellung: Heizen von 23 Uhr bis 6 Uhr und von 8 Uhr bis 16 Uhr auf 19 Grad, in den Zwischenzeiten auf 22 Grad.
Zeit mit 19 Grad = 15 Stunden
Zeit mit 22 Grad = 9 Stunden (inkl. 0,5 Stunden Aufheizzeit von 19 auf 22 Grad)
Betriebstunden der Heizung mit abgesenkter Temp. (15 Grad): 4:21 Stunden pro Tag = 13,05 kWh (entspricht 3,26 EUR)
Betriebsstunden in der Anheizzeit: 0:30 Stunden pro Tag = 1,5 kWh (entspricht 0,38 EUR)
Betriebsstunden mit Zimmertemp.: 4:15 Stunden = 12,75 kWh (entspricht 3,19 EUR)
Tagesverbrauch gesamt 27,3 kWh = 6,83 EUR

Der Unterschied beträgt rund 1 EUR pro Tag, allein für das eine Zimmer.
So, und nun behaupte nochmal, dass höhere Temperaturen KEINE höheren Kosten verursachen.

Da Elektroheizungen im Verbrauch prinzipiell sehr teuer sind, mag der Gas- oder Ölverbrauch mit geringeren Zahlen auskommen. Die Tendenz ist aber die Gleiche, wenn auch die Umgebungsbedingungen dieselben sind.

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@JoGerman

Alter schwede... Ich werd nächste woche an zwei aufeinander folgenden tagen den zählerstand jeweils in der früh um 0600 uhr und abends um 2000 uhr ablesen, dabei einmal durchgehend auf 20 grad heizen und einmal zwischen 0600 bis 1700 uhr auf nur 14 grad, den rest des tages auch auf 20!! Ich wills jetzt unbedingt genau wissen gg...

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@NinoR89

Interessiert mich auch.
Ich möchte nicht der einzige sein, bei dem die physikalischen Gesetze normal funktionieren.

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Experten sagen immer wieder, dass es günstiger ist die Heizung den ganzen Tag auf kleiner Stufe zu lassen, als komplett abzuschalten, wenn man nicht zu Hause ist!

Siehe meine Antwort weiter unten.

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Dauerheizen ist bestimmt sinnvoller. Die Wohnung kühlt sonst zu sehr aus, der Verbrauch wird dadurch höher.

Hallo

Erstmal : Billig = schlechte Qualität

Günstig = Preiswert bzw wenig Kosten

Also frag nicht was billiger sondern was günstiger ist

Wenn den ganzen Tag alle Fenster zu sind, dann ist es günstiger wenn du die Heizung immer an hast

Ok, danke. Denke aber, jeder hat meine Frage verstanden trotz schlechter Wortwahl!

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Bitte einige Territoriale Besonderheiten beachten! Im Westen sagt man: Kostengünstig, oder günstig, aber im Osten: Billig! ;-). Gemeint wird aber der gleiche Faktor.

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