Was hat der Heilige Jonas Gutes getan?

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5 Antworten

Heiliger Jonas? Kenn ich nicht. Meinst du vielleicht Jona, den Propheten?

Jona erhält von Gott den Auftrag, der großen Stadt Ninive ein Strafgericht Gottes anzukündigen. Aber Jona fürchtet sich so vor diesem Auftrag, dass er Gott zu entkommen sucht, indem er mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung flieht. Seine Anwesenheit an Bord bringt jedoch das Schiff in große Seenot. Man entschließt sich, Jona ins Meer zu werfen. Dort wird er von einem großen Fisch verschluckt und nach drei Tagen aus dem Bauch an Land ausgespien. Nun ist er bereit, seinen ursprünglichen Auftrag wahrzunehmen.

Jonas Predigt in Ninive bewirkt, dass die Be­wohner in sich gehen und Buße tun. Das Gericht findet nicht statt. Die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung: Jona, der den Untergang beobachten wollte, ist beleidigt und beklagt sich bei Gott. Mit einem Schuss Humor wird er über die Güte Gottes belehrt. Er muss erleben, wie eine schattenspendende Staude nach kurzer Zeit wieder verdorrt. Gott knüpft daran sei­ne Antwort, mit der das Büchlein schließt:

Da sagte der HERR: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der anderen abgestorben. Trotzdem tut sie dir Leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive Leid tun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können, und dazu noch das viele Vieh?« (Jon 4,10-11)

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Jona - Der Walfischprophet

Biblische Gestalten: ein weites Feld mit spannenden Geschichten. Jona der mit dem Walfisch. Die Geschichte Jonas beginnt mit der Stadt Ninive. Die Hauptstadt desAssyrer-Reiches wird in dieser Prophetengeschichte als große, böse Stadt bezeichnet. Die Prophetengeschichte um Jona wird auch als die erste faszinierende Kurzgeschichte der Weltliteratur bezeichnet. DasAssyrer-Reich war ein sehr großes Reich mit seinem Höhepunkt im achten bis siebten Jahrhundert vor Christus.

Ich muss hinzufügen, dass es in dieser Geschichte um zwei Städte geht. Denn die zweite Stadt ist die Stadt Jaffa, die es ja bis heute gibt: Sie ist die Vorläuferstadt bzw. Nachbarstadt von Tel Aviv. Jona stellt sich in dieser Geschichte vor als "Hebräer aus Jaffa". Jaffa ist eine Kleinstadt, eine kleine Welt im Vergleich zu Ninive, das man mit dem heutigen New York vergleichen könnte.Ninive hatte damals 120000 Einwohner.

Man brauchte drei Tage, um dort von einem Ende der Stadt zum anderen zu gelangen. Für jene Tage ist das eine große Stadt. Hinzu kommt, dass Ninive ein großer Sündenpfuhl ist. Denn im Grunde genommen hat diese Stadt nichts mit der Sünde im Sinne Israels zu tun. Ischtar ist die Hauptgöttin dieser Stadt am Tigris in der Nähe der heutigen Stadt Mosul. Sie sündigen gemäß diesem Text gegeneinander. Und das ist etwas, das in der Bibel immer sehr wichtig ist. Dies ist aber auch eine kleine Lektion für heute: Wer immer dein Gott ist – in unserem Fall ist das der monotheistische Gott –, du darfst nicht am Mitmenschen vorbeileben. Man darf eben nie sagen, "Lieber Gott, ich bindoch so ein feiner Mensch, ich gebe Geld für Stiftungen usw.", während man gleichzeitig am anderen vorbeilebt und auf den Mitmenschen pfeift. Es steht in dieser Geschichte also ausdrücklich: "Sie sündigen gegeneinander!" Dieser Ausdruck kam schon in Sodom und in anderen Geschichten vor. Warum haben die Kanonisierer des Alten Testaments diese Geschichte überhaupt hineingenommen in den hebräischen Kanon? Denn man könnte ja auch sagen: Was geht Jahwe die Stadt Ninive an? Die sollen dort doch ihre alten Götter weiter verehren. Das sind Heiden, die nicht zum auserwählten Volk gehören. Ringsherum um Israel gäbe es ja auch noch andere große Reiche wie z. B. Ägypten oder später des Reich der Perser. Mich beruhigt aber, dass wir alle Kinder Gottes sind. Diese Leute in Ninive müssen also weder Juden werden, noch müssen sich die Männer beschneiden lassen – Frauen spielen in der Hinsicht im Judentum eh nie eine Rolle. Sie müssen nichts tun, um von ihrem Glauben an Ischtar abzuweichen. Nein, sie sind nur dazu aufgerufen, Reue zu üben, Buße zu tun, um miteinander anständige Menschen zu werden. Diesen Fall hatten wir allerdings in der Bibel schon öfter. Jona ist nicht der einzige, der hier herausgefordert wird. Zwei andere kleinere Propheten sagen ja auch die Zerstörung dieser bösen Stadt Ninive voraus.Deswegen ist diese Geschichte so wichtig: Gott ist nicht nachtragend, sondern nimmt immer wieder auch die Sünder an. Man könnte ja sonst meinen: "Lasst sie doch ihren bösen Weg gehen!" Gott, der als sograusamer Gott geschildert wird, könnte sich doch freuen, dass sie so ein Schicksal erleiden. Nein, sie bekommen die Gelegenheit zur Umkehr: Das ist die Botschaft. Bis auf den heutigen Tag bekommt jeder gläubige Jude, der das hören will, der Ohren hat dafür, diese Botschaft jedes Jahr neu erzählt: Denn dieses kleine, schmale Büchlein wird nämlich jedes Jahr anJom Kippur, also am heiligsten Feiertag, als zentrale Lesung in jeder Synagoge vorgetragen. Dabei wird eben die Botschaft verkündet: Jeder kann umkehren, jeder kann Reue üben, jeder kann seine Wege verbessern, und zwar in einem menschlichen Sinne, also im Verhältnis den anderen Menschen gegenüber. Sogar die Umwelt spielt in dieser Geschichte noch eine große Rolle.

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Kommentar von tinimini
17.12.2015, 21:57

Dieser Mann wird jedenfalls aus seiner Ruhe aufgestört. Diese Vision stört ihn: Er will dort in Jaffa seine Ruhe haben. Wir wissen eigentlich gar nicht, was er vorher gemacht hat obwohl das bei den Propheten sonst eigentlich immer angegeben wird. Der eine wird vom Pflug weggerufen, der andere steht gerade in seinen Weinbergen. Der große Moses z. B. wehrt sich ebenfalls zunächst einmal gegen diese Vision. Er sagt: "Ich stottere, ich eigne mich nicht!" Jeremia sagt, er sei zu jung.
Bei Jona heißt es nur, er sei Vater und fertig, weiter wird nichts über ihn gesagt. er passt also in der Hinsicht überhaupt nicht in diese Reihe hinein. Er wehrt sich ganz massiv gegen diese Vision. Er ist auch derjenige– das machen die anderen ja nicht –, der tatsächlich meutert. "Steh auf und geh in die Stadt Ninive und erinnere sie daran, dass auch sie meine Kinder sind. Sie können umkehren, sie können Reue üben gegenüber ihren bösen Taten. Und ich werde sie wieder annehmen." Jona sagt aber: "Was geht mich Ninive an?" Jona aber sagt: "Was brauche ich das? Diese ganze Mühe! Ich soll in das ferne Ninive gehen zu einem Volk, das mich nichts angeht und von dem ich nichts weiß? Im Gegenteil, das sind doch die Feinde Israels." Er vernimmt diesen Ruf Jahwes und akzeptiert ihn nicht. Er fährt also nicht nach Ninive, sondern läuft ganz einfach davon.

 Wir müssen an dieser Stelle nochkurz zur Kenntnis nehmen, dass der Prophet im Alten Testament schon etwas Besonderes darstellt. Das ist nicht jemand, der meinetwegen wie in Delphi gegen Bezahlung eine Voraussage macht. Heute gibt es auf den Jahrmärkten ja auch immer noch diese Kaffeesatzleserinnen oder Wahrsagerinnen. Diese Menschen schauen sich ihre Kunden genau an und überlegen sich, was die sich wünschen könnten, um es ihnen dann vorherzusagen. Wenn eine junge Frau da zu mir käme, dann wüsste sogar ich, was ich ihr sagen müsste: "Morgen treffen Sie den richtigen Mann Ihres Lebens So jemand ist der Prophet jedoch nicht. Nein, das ist immer ein schrecklicher und harter Auftrag, mit dem man sich zunächst einmal immer unbeliebt macht bei irgendeiner Schicht. Das Orakel von Delphi hingegen macht sich doch beliebt: Es sagt nur das Schöne voraus genausowie die heutigen Wahrsagerinnen, wo ja auch nie etwas Schlimmesgeweissagt wird. Der Prophet sagt jedoch grausige Sachen voraus: mit derHoffnung, dass der Zuhörer oder die Zuhörerin seine Worte ernst nimmt, in sich geht und es dadurch gar nicht so weit kommt, wie in der Drohbotschaftvorausgesagt. Es gibt also eine Öffnung: Man kann nämlich umkehren! Jona aber sagt: "Was brauche ich das? Diese ganze Mühe! Ich soll in dasferne Ninive gehen zu einem Volk, das mich nichts angeht und von dem ichnichts weiß? Im Gegenteil, das sind doch die Feinde Israels.Er vernimmt diesen Ruf Jahwes und akzeptiert ihn nicht. Er fährt nicht nach Ninive, sondern läuft ganz einfach davon. Ja, er geht nach Tarschisch. Tarschisch ist in der Bibel freilich ein Begriff. Diese Stadt ist das Gegenstück zu Ninive. Sie kommt schon seit Salomo imAlten Testament vor: eine große, reiche und vornehme Stadt, aus der man für Jerusalem den Weihrauch, Gold, Silber und Brokatstoffe importiert hat. Sie ist also schon aus alten Zeiten, seit der Königin von Saba, bekannt.Jona versucht eben,möglichst weit wegzukommen Im Alten Testament ist mit Tarschisch schon auch ein ganz bestimmter Kulturbegriff gemeint, während man z.B mit Spanien tatsächlich das Ende der Welt meinte. Die Erde galt damals ja als flacheScheibe und nicht als Kugel. Paulus wollte doch später auch nochunbedingt nach Spanien kommen. Er hat das aber leider nicht mehr geschafft. Warum wollte er unbedingt nach Spanien? Man könnte sagen, dass er sich vorstellte, er würde dort am Ende dieses Brettes stehen und könnte "runter spucken. Jona fährt sehr weit weg, weil er zum Meer hinunter läuft und ja aufs Schiff geht. Damals war das eine ungeheure Strecke. Es steht zwar nicht da, welches Schiff er genommen hat, aber es wird wohl entweder einSegelschiff oder ein Galeerenschiff gewesen sein. Er war jedenfalls kein armer Mann, denn so eine Reise hätte sich ein armer Mann nicht leisten können.

Er "bucht" also dieses Schiff und sagt sich, "Nur weg, dann habe ich eshinter mir". Die Botschaft dabei wäre: Er meint, man könne also dem Gott Israels davonlaufen. Er ist dann auf diesem Schiff und ein Sturm kommt auf. Alle bekommen es mit der Angst zu tun, als dieser Sturm aufkommt. Es muss ein großes Schiff gewesen sein, weil es dort viele Leute gibt. DerKapitän heißt "raw-howel": Das ist der Titel für einen Kapitän der Marine in Israel bis zum heutigen Tag. Es gibt auf diesem Schiff aber auch Matrosen, und vom Verhalten dieser Matrosen bin ich sehr beeindruckt. Man sollte doch eigentlich meinen, sie wären die größten Grobiane – so wie heute ja die Matrosen auch aus aller Welt angeheuert werden.

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Jona, Sohn eines Mannes namens Amittai, wirkte als Prophet im Nordreich Israel. Er sagte dessen König Jerobeam II. die Rückerorberung der Gebiete bis zum Toten Meer voraus (2. Könige 14, 25).

Der Name Jona wurde verwendet für den fiktiven Helden der im 4. Jahrhundert v. Chr. entstandenen Lehrerzählung, die seinen Namen trägt und unter diesem Namen als Buch im Altes Testament überliefert ist. Demnach wurde Jona von Gott beauftragt, dem König von Ninive den Untergang vorauszusagen, falls sich sein Volk nicht bußfertig zeigt. Jona wollte diesen Auftrag nicht ausführen, da eine Rettung der israelfeindlichen Assyrer bedrohlich für seine Heimat werden könnte; er floh deshalb über das Meer in die entgegengesetzte Richtung, nach Westen. Ein lebensbedrohender Sturm brachte Jona zur Einsicht, er bot den Seeleuten Rettung vor dem Sturm an, indem sie ihn ins Meer werfen. Dort wurde er von einem Meerestier verschluckt und nach drei Tagen am heimatlichen Ufer wieder ausgespuckt, woraufhin er den göttlichen Auftrag ausführte. König und Bevölkerung von Ninive waren auf seine Botschaft hin sofort zur Buße bereit, Jona wurde darüber tieftraurig, aber von Gott mit einem Naturschauspiel belehrt, dass seine Gnade und Barmherzigkeit auch den Heiden gilt, selbst wenn als Folge davon das Volk Israel zu leiden habe - in diesem Fall unter der nun weiter bestehenden Übermacht des feindlichen Ninive.

In Ninive wurde im 8. Jahrhundert über dem angeblichen Grab von Jonas eine Moschee errichtet; dieses Ziel vieler muslimische und christlicher Wallfahrer wurde in den 1990er-Jahren restauriert und im Juli 2014 von Kämpfern der radikal-islamistischen Terrororganisation ISIS gesprengt, weil an ihr angeblich gotteslästerliche Handlungen durchgeführt worden waren.

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Jona.html

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wir sind mit Religion nicht so bewandert und wir haben nur das übernommen, was die Lehrerin aufgeschrieben hat!? Kann gut sein, dass Jona gemeint ist!?

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Meinen Sie die Figur Jona, die im AT als Prophet dargestellt wird? 

Das ist kein Heiliger.

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