Was geschieht mit schwangeren Nonnen?

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kath.net/detail.php?id=26776

Hier wurde eine Nonne, die abgetrieben hat (auch aus gesundheitlichen Gründen), exkommuniziert.

Im Mittelalter wurden wohl schwangere Frauen z.T. eingemauert oder namen die Abtreibung an sich selbst vor.

Auf jeden Fall führt eine Schwangerschaft sicherlich zu großen Problemen, weil die Nonne damit ihre Gelübde gebrochen hat. Die Konsequenzen werden dann ja nicht nur von den Ordensvorstehern sondern auch von der Nonne selbst gezogen werden müssen.

Das treibt diese dann in eine Verzweiflungstat wie hier beschrieben: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/notiert-schwangere-nonne-und-weitere-meldungen/245744.html

Tauschen möchte man da nicht.

Danke sehr für Links! Das ist wirklich schlimm!

Es muss doch auch noch einen anderern Weg geben. Aber ich finde einfach nichts dazu, ob Nonnen zumindest Anspruch auf Mutterschutz wie zB Kündigungsschutz während der Karenzzeit haben.

Soweit ich mir das ergoogelt habe, bekommen Nonnen kein Gehalt (allerdings sind meine quellen zweifelhaft) - daraus folgt für mich, dass sie keine Ersparnisse haben. Gerade deswegen, muss es da doch was geben.

Kinder von Pfarrer haben sogar ihrern eigenen Wikipedia Eintrag haben ( http://de.wikipedia.org/wiki/Priesterkind ) und so entsteht der Eindruck, dass Priesterkinder immer wieder vorkommen und solange es nicht öffentlich wird auch toleriert werden. Zu Kinder von Mönchen habe ich aber auch nichts gefunden.

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@lukaSunshine

Ich glaub, die hadert dann auch ganz schön mit sich selbst. Sie ist ja nicht aus Spaß Nonne geworden, sondern weil sie sich bewusst dafür entschieden hat und dann hat sie ihr Gelübde gebrochen und das Kind wird sie immer daran erinnern. Ich weiß nicht, wie man mit so einer Situation umgeht... Und was die katholische Kirche angeht, die hat irgendwie ein Talent, Leute auszugrenzen, die ihnen nicht in den Kram passen. Das find ich schade.

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Schau mal hinter dem Klostergemäuer wenn sie dich rein lassen. In Italien z.B. wurden dort sehr viele vergrabene Baby-Skelette gefunden. Nur weiß keiner wie sie dort hin gekommen sind. Vielleicht war es ja der heilige Geist.

Hast Du da Quellen? Wirklich sehr "christlich" wenn das stimmen würde.

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@paddelheini

Skeletten von Babies wurde in Frankreich bei Ausgrabungen eines ehemalige Nonnenkloster gefunden. Es wurden öfters solche Funde gemacht. Als böses Märchen würde ich das nicht bezeichnen, oft war an Klöstern auch ein öffentlicher Friedhof angeschlossen. Auch eine Fehlgeburt einer schwangeren Nonne könnte der Grund dafür sein. Natürlich steht auch der Verdacht auf Kindsmord im Raum, schließlich hätte eine schwangere Nonne ihre Unkeuschheit zur Schau getragen.

Das habe ich schnell für dich gegoogelt. Hier ist es Frankreich aber es wurden auf der ganzen Welt Baby Skelette gefunden.

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@solange

Fehlgeburten sind noch derart junge Babies, dass sie gar keine Knochen haben, die man später finden könnte! Alles noch Knorpel, der in der Erde schnell verrottet. Das kann schon mal nicht stimmen! Vielleicht meinst Du Frühgeburten?

Ich weiß nicht, wie lange man Knochen normalerweise noch in der Erde wiederfinden kann. Nach 30 Jahren auf dem Friedhof ist jedenfalls angeblich nix mehr davon da, und die Gräber werden weiter verkauft oder der Vertrag verlängert. Wenn also tatsächlich Babyknochen gefunden wurden, müssen das eher jüngere Fälle sein oder es gab besondere konservierende Umstände, wie man sie bei Ausgrabungen antrifft. Es wäre doch seltsam, wenn Babyknochen länger erhalten blieben als Erwachsenenknochen.

Ansonsten denkt man, es müssen sehr alte Geschichten sein. Es gab früher eine hohe Kindersterblichkeit, gerade bei den Kleinen und auch Totgeburten. Ungetaufte Babys durften nicht auf dem Friedhof beerdigt werden, sondern am Rand außerhalb. Vielleicht hat man den Babies heimlich einen besseren Platz an der Klostermauer verschafft? Die Skelette müssen also nicht unbedingt von Nonnenbabys sein.

Ob das nun frei erfundene Geschichten sind, wie SilviaE. schreibt, kann nur der beurteilen, der selber vor Ort war. Ob sie selber dort war, schreibt sie nicht. So muss man eben in Betracht ziehen, dass es auch stimmen könnte und man ist natürlich betroffen.

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