Was genau sind die Funktionen des Geldes?

5 Antworten

Geld ist immer ein indirektes Tauschmittel. In einer arbeitsteiligen Wirtschaft, wo nicht jeder die Güter selbst erwirtschaftet, mit denen er seinen Lebensstandard sicherstellt, wäre der direkte Tausch von Gütern extrem ineffektiv und ineffizient. Deshalb hat sich in allen Zivilisationen der Weltgeschichte unabhängig voneinander Geld herausgebildet; im Laufe der Geschichte schlüpfte stets ein Gut, das für ein indirektes Tauschmittel die besten Voraussetzungen erfüllte, in die Rolle des Geldes: meistens Edelmetalle bzw. Gold und Silber.  

Wertaufbewahrungsmittel

Ein Vorteil von Edelmetallen ist beispielsweise, dass sie sehr stabil im Wert sind, also über längere Zeiträume der Aufbewahrung nicht an Wert einbüßen. Das macht es attraktiver, Edelmetalle als beispielsweise Lebensmittel zu benutzen, die nach wenigen Tagen bereits aufgrund zwingender Umwelteinflüsse an Wert verlieren. Wenn ich also für meinen Nachbarn eine Leistung erbringe, die für ihn von Wert ist, und er mich in Geldeinheiten für diese Leistung entlohnt, dann kann ich die Geldeinheiten sparen und später, wenn meine Leistung bereits lange vollzogen worden ist, immer noch benutzen – und dabei bekomme ich für meine gesparten Geldeinheiten etwas, das mir mehr wert ist als meine damals erbrachte Leistung, nicht weniger wert. Natürlich gilt die Funktion als Wertaufbewahrungmittel nur für echtes Marktgeld, nicht für ungedecktes, beliebig vermehrbares Staatsgeld. 

Wertmesser

Preise geben ein Tauschverhältnis zwischen Gütern und Dienstleistungen an. Dadurch, dass man mit dem Geld ein indirektes Tauschmittel gefunden hat, kann man Preise so sehr bequem in Geldeinheiten messen. 

 Wertübertragungsmittel

Damit ist wohl gemeint, dass ich mit Geld, dem ja ein eigener Wert innewohnt, durch Erbe oder Schenkung allein diesen Wert als Mittel zum Zweck an andere Personen übertragen kann. Diese Funktion und die Funktion der Wertaufbewahrung sind im Grunde zwei Seiten derselben Medaille. 

die Antwort von Deponentiavogel ist grundsätzlich richtig. Was zusätzlich noch dazu kommt:

MACHTMITTEL!

Da es keinen freien Markt für Geld gibt, denn Zinsfestlegungen und Gelddruckereien (Quantitative Easing auf neudeutsch) sind das genaue Gegenteil davon, ist der kleine Sparer irgendwann immer der Dumme und die Voraussetzungen für massive Umverteilungen von unten nach oben sind dadurch geschaffen. Dank sei den gottgleich handelnden Zentralbanken.

Für mich ist es "Mittel zum Zweck"

Beispiel: ich möchte verreisen, so brauche ich Geld, um mir den Wunsch erfüllen zu können.

Oder mein Auto ist kaputt. Da brauche ich auch Geld, um es reparieren zu lassen.

jaa,aber was genau sind die 3 begriffe,die ich genannt hab?😅

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@Linchen623

Ach so. Ich habe die Frage falsch verstanden :-(

Also: Wertübertragung meint, dass der Wert der Sache in Zahlen gemessen (übertragen) wird. Wertaufbewahrungsmittel ist das Geld dann, wenn man es spart und als Wertmesser dienst es, um Dinge vergleichen zu können.

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Geld ist ein von allen anerkanntes Tauschmittel. Anstelle ein kg Kartoffeln gegen 500 Gramm Tomaten zu tauschen nimmt man Geld.

und was genau sind die 3 begriffe,die ich in meiner frage genannt habe?😅

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