Was gab es früher für eine Politik in der Romanik? Wie haben sie das damals geführt?

3 Antworten

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Also wenn man die Romanik mal auf das heutige Deutschland bezieht, dann war das u.a. der Start eines der wichtigsten (und eigentlich auch das erste) deutsche Koenigs-/Kaiserhaus, der Staufer. Mit Friedrich I. (Barbarossa) kam 1147 der erste deutsche Kaiser auf den Thron des hl. Roemischen Reiches. Die Epoche war gepraegt von monumentalen (Romanischen) Kirchenbauten, Kreuzzuegen und einiger bedeutender Gebietserweiterungen. Die Kaiser wurden uebrigens von allen Fuersten in Reichsgebiet gewaehlt, sofern es keinen legitimen Thronnachfolger gab. Fuer die Landespolitik (regional) waren die Landesfuersten (Herzoege, Bischoefe), allerdings gab es auch Gebiete die dem Reich direkt unterstellt waren und deshalb in die Zustaendigkeit, der vom Kaiser ernannten Minister fielen...Das Gesetz unterstand den Landesherren und in besonderen Faellen direkt dem Kaiser, die Executive sowie die Vollstreckung von Urteilen lag ebenfalls in diesen Haenden...

So weit so gut, nur der erste deutsche Kaiser des "hl. röm. Reiches deutscher Nation" war Otto I. der Große und ohne ihn hätte es vermutlich keinen Barbarossa gegeben. Denk mal drüber nach!

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@Gabi40

Ich sehe das Geschlecht der Ottonen nicht wirklich als 'deutsches' Koenigsgeschlecht, aber das ist eine sehr eigenwillige Sichtweise, die sich aus meinem Geschichtsbild ableitet. Das mit der Verbindung von Otto und Friedrich 'Barbarossa' finde ich jetzt aber nicht nachvollziehbar...Aufklaerung?

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Romanik ist eine Bezeichnung für eine kunstgeschichtliche Epoche in Europa von etwa 1000 – 1200 (zwischen Vorromanik und Gotik), wobei genauer Anfang und Ende örtlich unterschiedlich sind. Der Zeitraum ist ungefähr das Hochmittelalter in West- und Mitteleuropa. Die Gesellschaft war vom Lehenswesen geprägt. Das Rittertum erlebte seine Blütezeit. Mit dem ersten Kreuzzug (1096 – 1099) begann eine Zeit der Kreuzzüge. Eine offensive Politik deutscher Fürsten gegenüber slawischen Gebieten und Ostsiedlung führten zu einer Angliederung neuer Gebiete im Osten.

Es gab den römischen Kaiser, der ein Amt mit einem gewissen universalen Anspruch hatte. Zu seinem Reich gehörte das ehemalige Ostfrankenreich, das seit dem 11. Jahrhundert auch Königreich der Deutschen (Regnum Teutonicum oder Regnum Teutonicorum) genannt wurde, ein italienisches Königreich und seit 1032 ein burgundisches Königreich. Die deutschen Könige mussten nach Rom ziehen, wenn sie vom Papst zum Kaiser gekrönt werden wollten. Das Amt war nicht erblich, sondern die Fürsten führten eine Königswahl durch, wenn beim Tod eines Königs noch niemand als rechtmäßiger Nachfolger anerkannt war. In den einzelnen Gebieten herrschten Fürsten, einige waren auch reichsunmittelbar (darunter Reichsstädte), das heißt sie unterstanden bei weitgehender Autonomie nur direkt dem König/Kaiser. Verschiedene Familien wie die Ottonen, Salier und Staufer (darunter Friedrich I., genannt „Barbarossa“, König 1152 – 1190) gelangten zur Kaiserwürde. Die Staufer standen mit einer anderen mächtigen Adelsfamilie, den Welfen über lange Zeit oft in Konflikt oder Rivalität.

Es gab Gegensätze zwischen Zentralgewalt und Partikulargewalten (den in einzelnen Teilen Herrschenden). Trotz einiger Ansätze für eine erfolgreiche Hausmachtpolitik gelang es den Königen/Kaisern nicht, ihre Stellung zu einer dauerhaft starken Zentralgewalt ausbauen. Konflikte gab es auch mit dem Papsttum als Einrichtung mit ebenfalls universalem Anspruch. Die christliche Kirche spielte eine wichtige Rolle. Die Päpste beanspruchten auch weltliche Macht. Geistliche hatten im Reich auch weltliche Ämter, was Konflikte über die Einsetzung auslöste (Investiturstreit).

Die Normannen eroberten 1066 England. 1154 kam die Familie Anjou-Plantagenet auf den englischen Thron, die durch Heirat auch erhebliche Gebiete in Frankreich besaß. Dies führte zu Spannungen zwischen englischen und französischen Königen. 1204 war der englische Festlandbesitz bereist wieder fast vollständig verlorengegangen.

In Italien, Frankreich, England und Spanien (Salamanca 1218) wurden die ersten Universitäten gegründet.

Sehr schoene Zusammenfassung...einzige Anmerkung: die erste Universitaet wurde in Bologna gegruendet (1088), dabei kann man noch anmerken, dass es bereits vor dem Jahr 800 einige Universitaetsaehnliche Dom- und Klosterschulen, in diesem Zusammenhang finden sich auch bereits die ersten studentischen Zusammenschluesse die wir spaeter als Studentenverbindungen bezeichnen...

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Die Romanik beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche von ca. 1000 bis 1250! Diese Epoche fasst Bauformen römischer, fränkisch-karolinischer und arabischer Herkunft zusammen und verbindet sie zu einem einheitlichen Stil, siehe auch anliegender Link! Die mächtigste Person war wohl damals Kaiser Friedrich Barbarossa, von 1155 bis 1190 Kaiser.

http://www.artefax.de/kunsterziehung/romanik.html

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