Was wir hier diskutieren gilt natürlich nur für die Länder südlich der Sahara, in Ägypten hat es bereits eine großartige Zivilisation gegeben, als Europa noch in barbarischer Dunkelheit verharrte...:-)

Es gibt keine wirkliche Erklärung für den Umstand, dass in den meisten Gebieten Afrikas keine Schriften entwickelt wurden, deswegen gab es auch keine Schulen oder Universitäten, mal abgesehen von den moslemischen Einrichtungen am Rande der südlichen Sahara.

Das Rad wurde auch nicht erfunden, was auf eine sehr isolierte Wirtschaft kleiner Gruppen hindeutet. Afrika ist auch heute noch sehr dünn besiedelt, vor 2-3.000 Jahren dürften hunderte von Kilometern zwischen den einzelnen Stämmen gelegen haben.

Als dann die Araber ab dem 8. Jh. an der Ostküste Afrikas einen regen Handel entwickelten, wachten diese Gebiete aus dem Dornröschen-Schlaf auf, ähnlich erging es den Gebieten, die von den moslemischen Händlern am südlichen Rand der Sahara erreicht wurden. Der Rest von Afrika war in Mini-Reiche aufgespalten, die Stämme und Clans führten ein isoliertes Leben, es gab kaum Handelswege, keine Währungen und Handelssprachen...

In der zweiten Phase des Einflusses von Außen, waren es die Europäer, die mit Ihren Entdeckungsreisen diesmal die Westküste Afrikas erschlossen, auch hier wurden lediglich Handelsposten an den Küsten eingerichtet, erst Jahrhunderte später machten sich die Europäer auf den Weg ins Landesinnere. Trotz des Sklaven-, Elfenbein- oder Goldhandels änderte sich wenig.

Beim Beginn des europäischen Kolonialismus gab es in Afrika nur sehr wenige Königreiche, die alle mehr oder minder auf den Handelserfolgen des transatlantischen und arabischen Handels beruhten. Größere Reiche wie das der Zulus waren eine Ausnahme und wurden durch die Kolonisten und Ihre Administration zerschlagen...

Nicht alles was nun passierte war schlecht für die Afrikaner, noch heute sind die von den Kolonialherren geschaffenen Einrichtungen aktiv. Polizei, Armee, Gefängnisse, Krankenhäuser, Schulen und Verwaltungen waren eine Folge der Kolonialherrschaft, selbst Straßen, Häfen und Handelsplätze gehen auf diese Zeit zurück. Seit dem Ende der Kolonialzeit wurde lediglich eine Eisenbahnlinie von den Chinesen gebaut, diese ist aber bereits nicht mehr funktionsfähig, selbst die Fährverbindungen auf den großen Seen, gehen auf die Kolonialherren zurück, die Schiffe stammen immernoch aus dieser Zeit.

Viel elementarer waren aber die politischen und kulturellen Veränderungen. Die Einführung von Verkehrssprachen vereinfachten den Handel und die Bildung, die Grenzen definierten zum ersten Mal Staatsgebilde, die es im vorkolonialen Afrika nur in drei Staaten gegeben hat. Nebenbei sollte man nicht vergessen, dass Somalia, Äthiopien und Liberia, die nicht unter Kolonialverwaltung stammen, keineswegs eine positivere Entwicklung gemacht haben...

Afrika ist reich an Rohstoffen, der Boden ist fruchtbar und das Klima angenehm, nur waren die ersten Regierungen der in die Unabhängigkeit entlassenen Staaten meist viel schlimmer als die Kolonialverwaltungen. Die Unholde der ersten 30 Jahre mordeten, stahlen und ließen die z.T. sehr guten Infrastrukturen verkommen. Die Bürger dieser neuen Staaten lernten sehr schnell, dass die eigene Regierung eher ein Feind denn ein Freund ist, weswegen man sich schnell wieder auf die Stammes- und Clanprinzipien besann, gerade diese Entwicklung hat Afrika Jahrzehnte seiner Entwicklung gekostet, dazu kam der 'Kalte Krieg', der Diktatoren und Ausbeutung weiter förderte, seit der Änderung der Entwicklungspolitik haben viele Länder in Afrika eine bemerkenswerte Entwicklung gemacht. Als herausragend sind hierbei Bootswana, Liberia, Ghana, Nigeria, Ruanda und mit Einschränkungen Kenia und Angola zu nennen.

Immerhin sind die Mehrzahl der heutigen Regierungen demokratisch gewählt, die Anzahl der Putsche und Bürgerkriege geht mittlerweile gegen Null, die Tage der letzten afrikanischen Diktatoren sind gezählt...

Afrika wird sich einen größeren Anteil am Weltmarkt sichern können, wenn es die positive Entwicklung fortsetzt, sie müssen aber vor allem den innerafrikanischen Handel entwickeln, die meisten Länder Afrikas handeln mehr mit dem Europäischen Kontinent, denn mit Ihren Nachbarn. Die Entwicklung in Ostafrika, die sich demnächst - nach der Aufhebung von Handelszöllen - auf eine gemeinsame Währung verständigt haben, ist eine interessante Entwicklung, trotzdem gilt es, die immensen Bodenschätze in hochwertige Waren umzuwandeln, nur dann kann man einen wirklichen Wandel vollziehen...

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Archimedes benutzte Vielecke, eines, dass den Kreis genau umschloss und eines, dass vom Kreis umschlossen wurde, daraus bildete er den Mittelwert...

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiszahl

Da steht einiges zu Pi...

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Der Begriff entwickelte sich im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Katharern, übersetzt heißt es in etwa "Abweichler" damit sind also nicht Menschen gemeint die gegen Gott oder die Religion hetzen also keine 'Gotteslästerer' sondern solche, die die Lehre der Kirche in Frage stellen oder eine eigene Lehre befördern...

Heutzutage spricht man von Häretikern oder Häresie, ein Begriff der bereits im Mittelalter z.B. in den Anklageschriften verwendet wurde...

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Galaxy S3 und zwar genau deswegen:

http://www.chip.de/artikel/Samsung-Galaxy_S3-Handy-Test_56062418.html

Ein Blick auf die Bestenliste offenbart die aktuelle Unterlegenheit des iPhone, das 4s befindet sich derzeit auf dem 23. Platz in der Chip-Bestenliste...

Gründe dafür sind vor allem die schlechteren Leistungen in fast allen Kategorien, dazu kommt eine der kürzesten Akku-Laufzeiten und das fehlende Multitasking...

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Da Du einen 64-bit Prozessor einsetzt wäre ein 64-bit Betriebssystem nicht schlecht oder?

Einige Prozesse laufen unter 64-bit deutlich schneller ab. dazu gehören:

  • Zippen
  • Codieren/Decodieren von Audio/Video
  • Kopieren von großen Dateien
  • CPU ist 10-18% schneller

Dazu kommen spezielle Programme die bereits in 64-bit laufen, selbst der Firefox bietet als 64-bit Version einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil, zudem können viele 32-bittigen Schadprogramme so einen Browser nicht mehr attackieren...

Photoshop ist ein weiteres Beispiel für eine bessere Performance, gleiches gilt für die 64-bit Komponenten von MS Office 2010...

64-bit kann nicht nur mehr als 4 GB RAM verwalten, sondern auch mehr als 2 GB pro Anwendung zuweisen, davon profitieren alle Anwendungen und auch Spiele, bei den geringen RAM-Preisen braucht man nicht lange nachzudenken, ab 8GB läuft Windows 7 deutlich schneller...

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Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens kann man anhand dieser Formel bestimmen:

Wirtschaftlichkeit=Ertrag/Aufwand, je höher der Quotient, desto besser ist die Wirtschaftlichkeit...

(Alle Werte die kleiner als 1 sind, gelten als nicht wirtschaftlich!)

Will man zwei Unternehmen vergleichen bietet sich folgende Formel an:

Wirtschaftlichkeit=(Anzahl der Produkte * Preis pro Produkt)/(Anzahl der Arbeitsstunden * Kosten pro Stunde)

(Alle Werte die kleiner als 1 sind, gelten als nicht wirtschaftlich!)

Diese Berechnung macht aber nur bei kleinen und mittleren Betrieben wirklich Sinn, ein Technologieunternehmen könnte über einen Zeitraum von 2-3 Jahren einen Wert von 0,2 erzielen und dann bei Marktreife seines Produktes auf einmal einen Wert von 3,8 haben, nicht umsonst bewertet man solche Unternehmungen mit einem Forcast von mindestens 3-5 Jahren...

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Es gibt gesetzliche Rentenversicherungen in sehr vielen afrikanischen Ländern, für die Angestellten im Öffentlichen Dienst sogar in fast allen Ländern, leider wurde in der Vergangenheit viel zu wenig angesetzt, dynamische Erhöhungen der Beiträge und späteren Renten hat man nicht eingeführt, deswegen bekam mein Schwiegervater bis zu seinem Tod vor ein paar Jahren lediglich 7 Euro pro Monat...

Arbeitslosenversicherungen gibt es nirgendwo, aber die gibt es ja nicht einmal in Europa überall...

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Das ist heute nicht mehr notwendig, früher waren die Zylinder längst nicht so präzise gefertigt wie das heute der Fall ist, man verwendete sogar ein spezielles Öl, das man dann nach 1.000 km austauschte, der Abrieb war also durchaus größer und verlangte ein vorsichtiges Einfahren...

Vor Jahren stellte man fest, dass Motoren, die von Anfang an höher belastet wurden ein deutlich geringeres Ausfallrisiko in späteren Jahren hatten. Das liegt auch an den Eigenschaften moderner Schmierstoffe, die bei höherer Belastung wesentlich besser funktionieren.

http://www.heise.de/tr/artikel/Wie-geschmiert-1369325.html

Da wird das erschöpfend erklärt...

Ich fahre an den Wochenenden einen speziellen Zweisitzer der einen Hochleistungsmotor besitzt, in der Betriebsanleitung steht, dass man bei zu zaghaftem Einsatz der Leistung in den ersten 1.000 km die Maximalleistung später nicht erreicht...

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Nie im Leben...:-)

Der 645 Ci macht den Sprint in 5,6sec, der ML500 braucht dafür 6,9sec, dazu kommt das Leistungsgewicht:

645 - 5,0 KG/PS

ML500 - 7,5 KG/PS

Bei einer Runde auf einer Rennstrecke dürfte der ML locker 3-4 sec langsamer sein, sein Topspeed liegt auch noch eimal 10 km/h niedriger, nimmt man beim 645 Ci den Begrenzer raus, läuft der locker 280...

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Damit zeigte der Erbauer an, dass er ein Mitglied einer Freimaurerloge war...

Das 'F' steht im französichen für Bruder (frére) das 'G' für den großen Erbauer, es ziert fast alle Logen der Freimaurer...

Die französische Bezeichnung für die Mitgliedschaft könnte auf die Herkunft oder die Zeit hindeuten, leider fehlt mir dazu der Ort und das Jahr der Erbauung. Theoretisch könnte es nämlich auch - sofern es sich um eine deutsche Bezeichnung handelt - im Falle des 'F' um einen Lehrling der Freimaurerei handeln...

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Gregor VII. festigte die Macht Roms mit dem Sieg im Investiturstreit, durch diesen Umstand stieg die Macht Roms in den folgenden Jahrhunderten. Die Einsetzung von Bischöfen war ein ureigenes Recht der fränkischen Könige, die Praxis übertrug sich durch Karl den Großen auf alle seine Nachfolger, damit war nach dem Investiturstreit Schluss...

Urban II. wollte die Westkirche wieder mit der Ostkirche vereinen, dieser Aspekt war einer der Hauptgründe für den Aufruf zum Kreuzzug, sicher waren auch die Überfälle und Plünderungen auf Kirchen und Klöster ein Grund.

Auch hier ergibt sich Rückblickend eine Stärkung der Autorität der römischen Kirche. Gregors Position gegenüber Heinrich IV. kann aber mit der Gregors nicht verglichen werden, der Ausgang des Investiturstreites war eine glückliche für den Papst und hätte - bei einer besseren Position des Kaisers - auch ganz anders ausgehen können...

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Hindenburg war nun von der Idee den 'böhmischen Gefreiten' - wie er den Gröfaz abschätzig nannte - zum Reichskanzler zu ernennen, keineswegs begeistert, da gab es andere die den senilen Reichskanzler schon damals fern steuerten. Hindenburg traf seine Entscheidungen bei ausgiebigen Spaziergängen mit seinem Sohn Oskar, dieser verfiel den Ideen Schleichers, Papens und H.itlers zusehend...

Die Dolchstoßlegende begründete den Aufstieg reaktionärer Politiker in der jungen Weimarer Republik, federführend war hier die Gruppe um Erich Ludendorff, der ja auch am Kapp-Putsch teilnahm und der die Reaktionären in München lange führte.

Der Braunauer wurde als kontrollierbare Speerspitze eingeschätzt, die Papen und Schleicher für Ihre Ziele einsetzen wollten, mit Ihnen waren viele Vertreter der Industrie davon überzeugt, man könne mit den Braunen die Kommunisten und Sozialisten vernichten. Das daraus die größte Katastrophe der deutschen Geschichte werden sollte, war vielen 1933 nicht so klar...

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Das ist altmodischer, afrikanischer Rumba, wohl die populärste Musikrichtung in großen Teilen Afrikas. Die Meister kommen aus dem Kongo, in Kinshasa gibt es tausende solcher Gruppen...

Richtig bekannt wurde die Musik ab den 70ern, weil viele afrikanische Künstler in Paris Konzerte für die Diaspora gaben, natürlich ist der Rumba die Grundlage der mittel- und südamerikanischen Musik, die haben die Sklaven aus West-Afrika dorthin exportiert...

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Die Astronomie entstand bei all diesen Völkern aus der eigenen Mystik/Religion heraus, später konnte man mit Hilfe der Beobachtungen den Zeitpunkt der Regenzeit oder - wie in Ägypten - den der Nilfluten bestimmen, da wurde übrigens auch kaum abgekupfert, zwischen den Ägyptern, Chinesen, Indern und MAyay/Azteken bestand im Altertum nie eine Verbindung, die Tempel, Lehrmeinungen und die damit verbundene Mystik/Religion sind auch im Detail sehr unterschiedlich...

Bei der Mathematik gibt es sehr große Unterschiede, auch hier ist der Bezug zur Kultur und der traditionellen Wirtschaft eindeutig, man forschte nicht nach neuen Erkenntnissen, sondern sie ergaben sich aus den Anforderungen der täglichen Arbeit. Deswegen gab es auch völlig unterschiedliche Zahlensysteme in den einzelnen Kulturen. Während die Völker in Südamerika die Mathematik vor allem zur Berechnung Ihrer aufwendigen Kalender benötigten, war es bei den Ägyptern vor allem die enorme Bautätigkeit, während die Chinesen vor allem Wirtschafts-Mathematik benutzten.

Da ist z.T. die gleiche Lösung für das vergleichbare System gefunden worden, bei der Mathematik ist es auch relativ schwer nun eine völlig andere Lösung für das gleiche Problem zu finden, vor allem weil das Ergebnis ja nun eindeutig und bei Berechnungen von Mengen oder der Statik wohl auch korrekt sein musste.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Mathematik

Ich denke der Artikel gibt da einen guten Überblick...

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Ich finde keines der bisher verlinkten Lieder besonders typisch für Afrika, die mit Abstand populärste Musik die man in fast allen subsaharischen Ländern hört kommt aus dem Congo, Interpreten Kofi Olomnide, Pape Wemba oder eben der unsterbliche J.B. Mpiana...

Der Rumba ist die Synthese aus so vielen Musikrichtungen, die von einfacher Trommelmusik bis hin zum Klang aufwendiger Saiteninstrumenten das afrikanische Lebensgefühl vermitteln.

Rumba lässt die Menschen generationsübergreifend Ihre Ängste und Sorgen vergessen, man trifft sich als Paar am Abend in einem Club irgendwo in der Stadt und tanzt stundenlang bis in den Morgen, dabei sieht man 20jährige neben 60jährigen...etwas das man in Europa eigentlich nicht kennt...

Anbei mein persönlicher Lieblingssong von J.B. Mpiana und Papa Wemba mit 'Cavalier Solitaire' ...

http://www.youtube.com/watch?v=0XXmVM2TgU8
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Erstmal hat er mit seinen Reagan-Doktrin die UDSSR in unzählige, kostspielige Konflikte verwickelt, die USA beschränkten Ihr Engagement auf Militärberater und Medienpräsenz, die UDSSR dagegen musste Unsummen in die Konflikt in Angola, Afghanistan und Nicaragua investieren. Als nächstes setzte er die - in den 80ern recht offensichtliche - atomare Überlegenheit des Warschauer Pakts mit dem SDI Programm außer Kraft, die wirtschaftlich angeschlagene Sowjetunion wusste damals nicht, dass das SDI-Programm trotzt der Beteiligung aller NATO-Staaten eigentlich nicht realisierbar war...

Als Reagan dann die Doppel-Null Lösung anbot (INF-Verträge), also die völlige Abschaffung der nuklearen Mittelstrecken-Raketen, war er bereits in einer so starken Position, dass Gorbatschow nichts weiter übrig blieb als einzuschwenken, dass die Sowjets zu diesem Zeitpunkt bereits fast zahlungsunfähig waren, wusste selbst der CIA nicht. Reagans Manöver waren aus heutiger Sicht eine strategische Meisterleistung, er beschleunigte mit seiner Vorgehensweise den Untergang des Ostblocks, nicht ohne sich auch meinen Zorn zu zuziehen, nur war man damals von einer völligen Friedenspolitik überzeugt und verstand Reagans Politik als aggressiv...

Reagan kommt eine entscheidende Bedeutung sowohl für die Deutsche Einheit wie auch in der Beendigung des Kalten Krieges zu, ich hätte vor 20 Jahren nicht gedacht, dass ich mich einmal s vor diesem alten Konservativen verneigen würde...:-)

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Die Jobs sind dünn gesäht, gebe mal Afrika auf Monster oder einem ähnlichen Stellenportal ein, da kommt nicht viel raus...

Es gibt einige Organisationen, die sich mit dem Thema intensiver beschäftigen, auch im Außenministerium und Entwicklungsministerium gibt es Stellen im Bereich Afrika.

Will man nicht für den Staat oder eine Hilfsorganisation arbeiten, kann man sich auch ein Gewerbe schaffen, dass Handel mit afrikanischen Ländern treibt oder dort Projekte durchführt.

Einen Markt muss man sich selber suchen, das Schwierigste ist, einen lokalen Partner zu finden, mit dem man das Geschäft betreiben kann, als Außenstehender läuft man da oft auf Minen, in Form von Betrügern...

Ich betreibe immernoch eine kleine Firma in Afrika, aber durch meine 8jährige Zeit dort, habe ich die entsprechenden Verbindungen geknüpft, in jedem Fall ist ein Aufenthalt für wenigstens ein Jahr empfehlenswert...

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Kreuzritter waren Ritter, die sich auf die verschiedenen Kreuzzüge begaben, also mit Ausnahme Ihres Auftrages unterschieden sie sich also nicht von herkömmlichen Rittern. Sie trugen Ihr Wappen und Landesfarben, das Kreuz wurde meistens von Mönchen/Priestern vor dem Zug auf einer langen Stande getragen, die Kreuze auf Rüstung und Schild sind eine Hollywood-Schöpfung, das Kreuz trugen lediglich die Templer...

Der Templerorden war eine Schöpfung aus der Zeit des ersten Kreuzzuges, genau kann man es nicht mehr bestimmen, aber die Gründung erfolgte zwischen 1118 und 1121, dabei war der Anlass nicht die Verstärkung des Kreuzfahrerheeres sondern die Sicherung der Pilger auf dem Weg ins heilige Land.

Neu war, dass es sich bei den Templern um einen Zusammenschluss von geistigen Bürgern (Mönche - Klerus) und Rittern (Adlige) handelte. Es wurden also zwei unterschiedliche Stände unter einem Dach zusammengefasst, so etwas hatte es vorher noch nicht gegeben. Der vollständige Name des Ordens war: Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem, damit mussten die Adligen Ihren Besitzstand aufgeben, während die Mönche im Waffengang unterwiesen wurden...

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Die Grundherrschaft ist ein Zustand der wahrscheinlich schon vor der Entstehung von Schrift bestand, dabei war ein Grundherr nicht nur der Besitzer der Ländereien, sondern fungierte auch als Richter, Ordnungshüter und oberster Verwalter.

Die Untertanen mussten dem Grundherren Abgaben in Form von Lebensmittel und Vieh liefern, außerdem waren sie zu Frondiensten verpflichtet, also z.B. schlugen sie Holz oder reparierten den Herrschersitz ohne Bezahlung. In späteren Zeiten mussten die Untertanen auch regelmäßig militärische Dienste leisten.

Das Lehnswesen bildete sich im Frühmittelalter, aus dem römischen Klientelswesen, dabei vergab der Landesherr, in diesen Falle der Kaiser des HRR ein Lehen an einen Fürsten, dafür schuldete der Lehens-Nehmer dem Landesherren einen Pachtzins, den er durch die Arbeit seiner Leibeigenen und der Verpachtung des Landes, Zollrechte und ähnliches erwirtschaftete. Außerdem garantierte der Kaiser Schutz im Gegenzug war aber auch der Lehensnehmer verpflichtet, dem Kaiser Truppen zur Verfügung zu stellen...

Noch Fragen?

Bitte die Antwort von kassiopeiamb99 ignorieren, das ist ausgesprochener Blödsinn...

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Ja es gibt Rassismus in diesem Land, der einzige Grund warum es immer weniger zu Tage tritt, ist der Umstand, dass es eine überwältigende Mehrheit in diesem Land gibt, die das nicht toleriert...

Vor kurzem hat man den Antisemitismus untersucht, auch da ergaben sich Überraschungen, seit 9/11 und dem islamistischen Terror dürfte die Abneigung z.B. gegen Muslime wieder gestiegen sein und solange Typen wie die NSU 10 Menschen ermorden und sich jahrelang im Untergrund verstecken können, sind wir mit dem Thema noch lange nicht durch. Man liest hier immer wieder von Sozialschmarotzern, bösen Ausländern und vernimmt dreiste Vorurteile. Das alles sind latente Ausländerfeindlichkeiten und die begegnen mir täglich, wenn ich mit meiner afrikanischen Frau und zwei Halbafrikanern (4 & 5) durch die Stadt gehe. Das schöne ist nur, dass wir oft Unterstützung bekommen, wenn sich jemand rassistisch verhält, neulich flogen 2 Hassbürger aus MacDonalds, weil sie das N-Wort in zusammen mit ein paar sehr unschönen Worten gebrauchten. Der herbeieilende GF und 2 seiner Angestellten setzten die Idioten vor die Tür, erwähnenswert ist der GF und Inhaber der sich nicht nur bei meiner Frau entschuldigte, sondern auch noch Spielzeuge und Essen für uns kostenlos anbot. Der Mann hatte einen türkischen Namen, was zeigt, dass man nicht unbedingt Deutscher sein muss um ein anständiger Mensch zu sein...

Wie sich das ganze anfühlt und wie sich das auswirkt zeigt dieses Interview mit Barbara John, eine Frau die ich unheimlich bewundere:

http://www.taz.de/!87269/

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Die Quadriga war zum Ende des 2. Weltkrieges so stark beschädigt, dass man sie völlig neu aufbauen musste. Dies geschah übrigens in Zusammenarbeit mit dem Westen (sie stand ja im Ostteil), während der Bildhauer Otto Schnitzer um genaue Bildnisse für die Rekonstruktion kümmerte, besorgte die traditionsreiche Gießerei Hermann Noack (Westteil, Friedenau) den Guss...

In einer Nacht und Nebel Aktion wurde die Quadriga dann noch einmal von Ihrem Platz genommen, man schweißte das preußische Kreuz aus dem Stab und erklärte "Embleme des preußisch-deutschen Militarismus“ dürften nicht mehr zur Aufstellung gelange"...

Bei den Feierlichkeiten zur 'Deutschen Einheit' wurde die Quadriga erneut beschädigt und Teile der Verzierung gestohlen. 2001 wurde sie dann erneut entfernt und nach 22monatoger Restaurierung ziert sie seit dem 3. Oktober 2002 wieder das Brandenburger Tor...

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Die Kirche war da überhaupt nicht involviert, wenn es zur Eheschließung kam, hatten die Familien der Brautleute doch schon alles abgesprochen, sicher wurde - wie heute - ein längeres Gespräch vor der Trauung geführt, da damals praktisch alle Menschen der einen Kirche angehörten, musste man sich über Konfessionen noch keine Gedanken machen...

Bei den Adligen war es schon etwas komplizierter, da ging es auch um Machtverhältnisse, Ehen wurden oft auf Grund strategischer Überlegungen geschlossen. Trotzdem gab es die Minnesänger die sich in das Herz der angebeteten singen konnten, bzw. das für untalentierte Adlige gegen Bezahlung taten...

http://de.wikipedia.org/wiki/Minnesang

Erwähnenswert ist sicher die Zustimmung des Landesherren zur Ehe seiner Untertanen, daraus leitet sich in vielen Gebieten Überbleibsel alter Stammestraditionen ab, die es dem Herren erlaubten, die erste Nacht mit der Frau eines Leibeigenen zu verbringen, die Tradition gab es aber im 13. Jh. wohl nur noch sehr vereinzelt...

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Kann man nicht so generell beantworten, weil man grundsätzlich unterscheiden muss zwischen:

  • Sklaverei innerhalb des subsaharischen Afrikas
  • Ostafrikanischen Sklavenhandel
  • Atlantischen Sklavenhandel

Sklaverei hat es immer gegeben, selbst in Mitteleuropa war die Versklavung besiegter Gegener üblich...

In Afrika hat es mit ganz wenigen Ausnahmen nie Staaten gegeben oder sagen wir besser es hat keine Nationen gegeben, die entstanden erst (mit Ausnahme von Äthipien und Liberia) nach der Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien...

Afrika definiert sich noch heute meistens über Stämme und Clans, die wenigsten Staaten haben es geschafft, ein nationales Bewusstsein zu erreichen, dazu hat man zu viel und zu lange diktatorisch und ungerecht geherrscht.

Zur Zeit der ersten Sklavenhändler - etwa ab dem 9. Jh. - an der ostafrikanischen Grenze, bildeten die arabischen Händler Stützpunkte an den Küsten, kaum ein Ausländer entfernte sich weiter als 2km von dort weg. Die Afrikaner jagten Elefanten, gruben Rohstoffe aus und versklavten Ihre Mitmenschen, das alles wurde dann an den Handelsstützpunkten getauscht, zumeist gegen Stoffe oder Eisenerzeugnisse...

Nicht viel anders lief der atlantische Sklavenhandel ab, nur waren die Kapazitäten der Schiffe und der Bedarf der Neuen Welt natürlich ein anderer. Während man in Ostafrika über einen langen Zeitraum geschätzte 6 Millionen Menschen verschleppte, waren es in Westafrika in einer relativ kurzen Zeit mehr als 18 Millionen, dazu kommen mindestens 6 Millionen Opfer, die auf Grund mangelnder Verteidigung und Nahrung umkamen, da die Sklavenjäger in erster Linie die kräftigen Männer fingen...

Durch den Sklavenhandel kamen auch die lokalen Häuptlinge und die kleinen Königreiche zu einem ansehnlichen Reichtum, davon profitieren noch heute einige Familien, die sich mit dem Geld riesige Ländereien kauften. Der Sklavenhandel in Westafrika führte aber auch zu bürgerkriegsartigen Zuständen, denn nicht alle Afrikaner ließen sich einfach einfangen, dadurch veränderte sich auch das Zusammenleben der Stämme und das ist rund 200 Jahre zwischen dem Ende des atlantischen Sklavenhandels und der Unabhängigkeit afrikanischer Staaten schon die einzige Auswirkung. Die Zersplitterung der Stämme hat es wohl immer gegeben, aber erst die Kolonialverwaltung schuf ein zentrales Verwaltungszentrum, was natürlich die ansässigen Stämme gegenüber denen in den abgelegenen Gebieten bevorteilte, die ersten Regierungschefs schufen aber meistens genau das was wir heute gemein hin als 'Tribalismus' beschreiben, also die Herrschaft eines oder weniger Stämme über den Rest der Bevölkerung...

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http://www.amazon.de/Lehrbuch-Swahili-Anf%C3%A4nger-Beat-Wandeler/dp/3875485033/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337753241&sr=8-1

Das Buch kann ich empfehlen und es gibt - vom gleichen Autor - auch noch eine CD, wo man die Sprache dann auch phonetisch verbessern kann...

Ich denke es ist eine leicht zu erlernende Sprache, in meiner Zeit in Kenia habe ich mich überhaupt nicht bemüht und konnte nach einiger Zeit die wichtigsten Begriffe verstehen, die Sprache ist nicht so kompliziert, die Aussprache übrigens auch nicht, da haben die Stammessprachen im gleichen Gebiet, ganz andere Zungenbrecher...

Klar wäre es einfacher, wenn man in Kenia oder Tanzania 2 Wochen verbringen würde, dort gibt es Sprachkurse die nur ein paar Euro kosten und man lernt es relativ schnell...

Die Sprache selber wurde ja vom deutschen Missionar und Linguisten Ludwig Krapf aufgeschrieben und verfeinert, durch seine Swahili-Übersetzung der Bibel schaffte er die Voraussetzungen für Swaheli als ostafrikanische Verkehrssprache...

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http://www.jagdschule-sauerland.de/kompaktkurs/?gclid=CJzi0brjjrACFUi_zAods1CzpA

In drei Wochen hast Du einen Jadgschein!

Ich würde das mit der Großwildjagd aber mal überdenken, grundsätzlich ist es für die meisten Tierschutzgebiete sogar gut, aber nur weil die horrenden Preise einen großen Teil der Verwaltungskosten tragen können, das macht man in Südafrika z.B. schon ewig. Der Abschuss einer Trophäe kostet dann aber auch locker 10. - 20.000 Euro, wem so etwas so viel Geld wert ist, der soll es machen. Wasserbüffel, Elefanten und auch andere Großtiere müssen regelmäßig dezimiert werden, sofern man sie nicht umsetzen kann...

Die Aufgabe des Jägers hier in Deutschland ist aber wichtig für den Fortbestand des Waldes, er stellt mit seiner Jagd das Gleichgewicht zwischen den Tieren und dem Ökosystem her, weil sich eben Wölfe, Luchse und Bären so stark dezimiert haben, bzw. in vielen Landesteilen überhaupt nicht mehr vorkommen ,dadurch vermehrt sich das Wild halt überproportional. Ein guter Jäger ist wie ein Hirte, seine Aufgaben sind zahlreich und es braucht viel Verantwortung und Liebe für diesen Job/Hobby...

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Nur noch mal zur Erläuterung der im Focus veröffentlichten Studie...

Entscheidend sind die Faktoren die zum Erhalt oder Auflösung der Ehen beitragen, im Sinne der Frage ist nur dieser Faktor entscheidend:

Kirchliche Heirat (-39 Prozent)

a) Religiöse Menschen sind eher gegen Scheidungen eingestellt.

b) Sakrales Ritual und großes Fest erhöhen den sozialen Druck zusammenzubleiben.

Dabei ist es völlig unerheblich ob man nun die Zahlen im Osten oder Westen betrachtet, Statistiken erfassen Werte prozentual, ob man nun eine Region mit 80% religiöser Menschen erfasst oder eine mit 80% areligiöser Menschen. Dabei müssen Störfaktoren und Ungenauigkeiten eliminiert werden, liest man den Text aufmerksam, erkennt man alleine in der Beschreibung -> "Kraftfeld Ehe: Gefühl plus Kalkül" genau worauf es ankommt, dadurch kann man sich das Ergebnis auch alleine erklären...

Bei kirchlichen Paaren findet man deutlich öfter das traditionelle Rollenverhalten, dieses trägt - laut der Studie - noch einmal mit 25% zur Erhaltung der Ehen bei. Auch die Einbindung in Großfamilien bzw. starke Gemeinschaften verringert das Scheidungsrisiko...

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Die meisten Billig-Angebote sind pure Spielerei, es kommt natürlich immer darauf an, was man damit machen will und wie hoch das Budget ist, ich habe vor ein paar Jahren mal einem Biologen aus Nairobi ein Gerät von Celestron besorgt, die haben von der billigen Mobillösung bis zum Semi-Profi-Gerät alles im Angebot:

http://www.celestron-deutschland.de/

Da findest Du den Online-Shop...

Marktführer in dem Bereich ist m.W. Keyence, aber die sind richtig teuer...

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Du willst mit der SSD eine Leistungssteigerung erzielen, dann solltest Du mehr als die hier empfohlenen GB einplanen, denn der Ordner für Programme und Spiele liegt normalerweise ja auch auf der C-Partition, wenn Du jetzt mal auf Deine aktuelle HD gehst und beim Ordner Programme (bei 64-bit Windows sind es zwei!) auf Eigenschaften gehst, siehst Du den Speicherbedarf. Nun brauchen nicht alle Programme unbedingt später auf der schnellen SSD zu sein, bei Video- und Bildbearbeitung lohnt sich aber der Effekt, bei vielen Spielen dauert eben das nachladen von Leveln oder Texturen deutlich weniger Zeit, viele Spiele (aber auch Anwendungen) legen große Dateien auf der Festplatte an, die kann man z.T. auch manuell auf C: festlegen, wenn man sich aber nicht so gut auskennt, installiert man lieber gleich auf C...

Eine SSD mit 128GB ist also m.E, das Mindestmaß:

Eine der besten Platten auf dem Markt ist die Plextor M3 Pro PX-256M3P, sie ist aber mit 256GB und 320.- Euro nicht ganz billig...

Samsung SSD 830 (MZ-7PC128) bietet gute Leistungen und kostet bei 128GB nur rund 132 Euro...ein Schnäppchen!

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Die Ursprünge vieler Geschichten stammen aus Indien, da sie dort keine entsprechende Quelle haben, kann man davon ausgehen, dass diese Geschichten von Reisenden mitgebracht worden, dass ist in der Geschichte immer wieder passiert. Ursprung der Geschichten über den 'mystischen Orient' dürfte Mesopotamien sein, allerdings könnten die indischen Wurzeln auch auf Grund der Konflikte zwischen den Persern und Indern nach Persien gelangt sein, um 800 n.Chr. als die 'Geschichten aus 1000 und einer Nacht' entstanden befanden sich die persischen Herrscher im Krieg mit den indischen Fürsten...

http://de.wikipedia.org/wiki/Tausendundeine_Nacht

Ursprünglich handelte es sich übrigens um eine Sammlung erotischer Geschichten für Erwachsenen, Ihre Verklärung als Märchen erfolgte durch den französischen Orientalisten Antoine Galland, der vieles in den Texten änderte und die erotische Komponente tilgte. Zum Zeitpunkt der Übersetzung Anfang des 18. Jh. gab es eine orientalische Begeisterung in ganz Europa, da verkaufte sich so ein Buch natürlich besonders gut...

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Zunächst einmal würde ich OptiFine einbinden

http://www.minecraft-modding.de/mods/optikperformance-mods/minecraft-optifine-mod-fps-boost/

Danach sonic ether's unbelievable shaders, dann kann man neben den irren Schatten- und Lichteffekten eben auch sehen wie sich die Pflanzen im Licht wiegen, die guten Texturen verbessern sich durch das Bumb-Mapping aber auch deutlich, zudem kann man die Performance sehr gut an die eigene Maschine anpassen...

Die besten Texturpakete wurden z.T. schon genannt:

  • KDS Photo Realism
  • LB Photo Realism
  • Misa’s 64×64 Realistic
  • Drfrozenfire's Synthetic Reality HD Photorealism (vorsicht, das ist mit Abstand das größte Paket, läuft nur auf schnellen Rechnern wirklich flüssig)

ExtremRealistic By AggressivLP 128x128 ist übrigens die Textur aus Deinem Video...

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Ich habe mal einen Crashkurs von einem alten kenianischen Wildhüter bekommen, allerdings passiert einem das fast nie, die mit Abstand gefährlichsten Wildtiere sind Flusspferde und mit einigem Abstand Elefanten, bei den Flusspferden hilft das Hakenschlagen um Bäume oder Sträucher, die Dinger sind unglaublich schnell aber nicht so wendig. Bei Elefanten hilft nur verstecken, sind die richtig sauer kippen sie Autos um, reißen Bäume aus (nie drauf klettern!) oder reißen auch mal eine Hütte ein...

Nashörner sind fatal kurzsichtig, können einen also nur auf recht kurze Distanz anvisieren, aggressiv sind die aber kaum, ich habe 10m von einem riesigen Nashorn-Bullen gestanden und der hat mich tapfer ignoriert...

Löwen sind zur Tageszeit meistens so faul, dass man sie kaum aus der Reserve locken kann, gefährlich sind verletzte oder altersschwache Einzelgänger, es kommt kaum zu Angriffen von Löwen in Afrika, selbst Wildhunde und Hyänen sind da weitaus gefährlicher. In der Nacht sollte man Löwen ernst nehmen, sie fürchten aber das Feuer und verziehen sich schnell, wenn man sehr Laut wird oder in die Luft schießt. In Ostafrika reicht es die blaue oder rote Tracht der Massai anzulegen, die Löwen haben in Generationen gelernt, dass die sich nicht einschüchtern lassen, tatsächlich laufen 13jährige laut schreiend mit einem Dornzweig auf ein Rudel Löwen los und die reißen aus...echt!

Leoparden sind da nicht so einfach zu beeindrucken, tatsächlich ist das die einzige Großkatze, die man fürchten sollte. Leoparden sind grundsätzlich Einzelgänger und fürchten nur Elefanten, eine Leopardin mit Jungen greift unvermittelt an, genauso verhält sich ein Leopard der sich bedroht fühlt, zum Glück sind die nicht so zahlreich und wenn man sich von Büschen und Bäumen fernhält passiert auch nichts, ich habe in 7 Jahren Afrika nur 3x einen Leoparden gesehen, allerdings auch nur, weil ich darauf aufmerksam gemacht wurde, die sind in Büschen und auf Bäumen fast unsichtbar...

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Nur um das Unverständnis hier ein wenig zu erhellen...:-)

Die Auseinandersetzung des Christentums (Im Sinne von Kirchen!) mit den Vermächtnissen der Antike erfolgte im MA (also ab 400) auf Grundlage der Philosopie, man musste eine eigene Abgrenzung zu den hellenischen Denkschmieden und vor allem zu den Grundsätzen des Gnostizismus und Manichäismus. Über wissenschaftliche Erkenntnisse gab es eigentlich überhaupt keinen Streit, der kam erst im Zuge der Reformation stärker zum Tragen, dabei ging es aber eher um die Verteidigung des Machtanspruches der Kirchen und weniger um Scheibenwelten, Astronomie oder gar technologischen Fortschritt...

http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_des_Mittelalters

...das gibt einen Einblick!

Ganz nebenbei war das Mittelalter alles andere als das dunkle und finstere Zeitalter, die Menschen waren z.T. weitaus freier und standen unter weniger Dogmatismus als z.B. zum Beginn der Renaissance, die sich eben durch die Hexen- und Ketzerverfolgung auszeichnete. Kopernikus fasste die bereits bekannte These des heliozentrischen Weltbildes in seinem Werk auf, kein Mensch verbot das Buch oder maßregelte den Domprobst, auch Galileo wurde keineswegs für die These dieses Weltbildes angeklagt, sondern weil er behauptete, diese Tatsache eindeutig belegen zu können...

Im Mittelalter war lediglich die Häresie ein wirkliches Problem, also eine gegenläufige Auslegung der heiligen Schrift , aber auch dieses Phänomen trat erst zum Ende des MA im 13. Jh. auf und lag vor allem an der aggressiven Auslegung und den Aktionen der Waldensern und Katharern, wegen diesen Bewegungen begann die Arbeit der berühmten Inquisition, die aber in den meisten Fällen eher kleineren Dispute zwischen Mönchsorden oder Einzelpersonen regelte. Gegen Wissenschaftler ist sie nur äußerst selten vorgegangen, die größten Kapazitäten Europas befanden sich eh in den Wissenszentren der jeweiligen Dom- und Stiftsschulen, alleine im Vatikan gab es unter jedem Papst eine Schar der besten wissenschaftlichen Köpfe Ihrer Zeit...

Was wirklich verboten war, dürfte die These Giordano Bruno's über das 'Unendliche Weltall' gewesen sein, nur stritt der Dominikaner Mönch ja auch die Trinität ab, wurde schließlich verurteilt und verbrannt. Sein Wirken und seine Schriften waren der Hauptgrund für den 'Index Librorum Prohibitorum' (Verzeichnis der verbotenen Bücher) und von da ab, wurden häretische Theorien viel stärker bekämpft, das hinderte die Wissenschaftler aber keineswegs, neue Theorien und Ansätze unter den Augen der Kirchen zu entwickelen, das folgende 17. Jh. ist voll von solchen epochalen Erkenntnissen, u.a. wurde Isaac Newton in dieser Zeit zum bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten...

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Englisch ist mit Abstand die wichtigste Verkehrssprache, sie ist auch die am weitesten verbreitete Amtssprache, gefolgt von Französisch...

Suaheli ist in Ostafrika weit verbreitet und dürfte als gesprochene Sprache Portugiesisch und Afrikaans auf die Plätze verweisen.

Spricht man eine der wichtigen Bantu-Sprachen fliessend, so kann man sich im Prinzip in weiten Teilen West-, Ost- und Zentralafrikas bestens verständigen, die nilotischen Sprachen (z.B. Sudan) dürften dort an zweiter Stelle stehen...

In Nordafrika, sowie Teilen von West- und Ost-Afrika sind arabische Dialekte weit verbreitet, das Suaheli beruht z.T. auf dem arabischen, enthält aber auch deutsche Begriffe, da die Sprache vom deutschen Missionar Ludwid Krapf, der auch Linguist war, und seinem Partner Rebmann in die heutige Form gebracht wurde.

Ohne die Sprachen der Kolonialmächte wäre das Wirtschaftssystem, aber auch die Bildung, stark benachteiligt, trotzdem halten sich die Stammes-Sprachen sehr nachhaltig, ein großer Teil der Kultur drückt sich darin aus. Als ich auf dem Viehmarkt in Western Kenia einen Bullen für die Beerdigung meines Schwiedervaters erstand, musste der Kaufabschluss in der lokalen Bantu-Sprache der Maragoli stattfinden, leider musste ich dann bei der Übergabe an meinen Schwager (der älteste Sohn) wieder ein paar Worte in der Sprache der Tiriki sprechen, die wiederum ein Mix aus Bantu-Luhya und nilotisch ist, es kostete mich Stunden den Wortlaut halbwegs fehlerfrei über die Lippen zu bringen...:-)

Wer in Afrika überregional Handel treibt muss also u.U. mehr als 8 Sprachen beherrschen, gerade die Handelssprache enthält aber sehr spezifische Begriffe, also reicht es in diesem Fall nicht allgemeine Bantu- oder Niloten-Phrasen zu verwenden, man muss z.T. auf regionale Dialekte eingehen, das macht es manchmal schwierig die notwendigen Dinge für Projekte im Busch zu besorgen...

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Die Tuareg bevölkern ein Gebiet im Nordwesten Afrikas, zu denen die Länder Mali, Burkina Faso, Niger, Algerien und Libyen gehören. Da der Autor René Geuillot lange Zeit im Senegal lebte dürfte er seine Geschichte eher an das südliche Reich der Tuareg anknüpfen, deren Hauptort war Agadez im Niger...

http://de.wikipedia.org/wiki/Tuareg

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Bei 10.000 Euro zahlst Du keine Lohnsteuer und somit auch keine Kirchensteuer...:-)

Willst Du das genau berechnen empfiehlt sich ein Nettorechner:

http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltsrechner/

Da kannst Du verschiedene Steuerklassen und Einkommen vergleichen

Gutes Beispiel Familie mit 2 Kindern (Bayern), 1 Arbeitnehmer mit 42.000 Euro Jahreseinkommen:

...der zahlt 68,94 Euro im Jahr oder 5,75 Euro im Monat...

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Der Vergleich mit Friedrich dem Großen hinkt, hat aber eine Parallele, so wie die junge Bundesrepublik brauchte der preußische König Menschen, um seine politischen und wirtschaftlichen Ziele zu verwirklichen, trotzdem drückt seine Devise "Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden" auch Toleranz aus, darin sind sich die Historiker einig...

Ich will es mal etwas differenzierter betrachten, die Türken z.B. die z.T. in der 3. Generation in Deutschland leben gehören zu diesem Land, Ihre Väter und Großväter haben zu unserer Volkswirtschaft und selbstverständlich auch zu unserer Gesellschaft beigetragen, schon deswegen gehört Ihr Glaube zu diesem Land. Wenn ich durch Kreuzberg oder Neukölln laufe begegnen mir noch die traditionellen Türken, die es genauso in Köln oder Istanbul gibt, der dominante Schnurrbart, korrekter Haarschnitt, Anzug und flache Schuhe, diese Männer sind Moslems, aber sie sind auch aufrichtige und wertvolle Mitglieder unserer Städte und Gemeinden, wenn Du die nach Ihrer Meinung zu Politik und Kultur fragst, dann haben sie auch eine, die mit der meinen sogar vereinbar ist. Sie sind nette, höfliche, ältere Herren, das sie Moslems sind, merkt man Ihnen nicht unbedingt an...

Wenn ich aber einen wahabitischen Türken, Libanesen oder Deutschen treffe, werde ich wohl nur sehr schwer in ein Gespräch mit Ihm kommen, seine Kleidung und sein Verhalten unterscheiden sich diametral von denen aller anderen Menschen, er tut das weil er wahabitischer Moslem ist, seine Kleidung und sein Verhalten haben überhaupt nichts mit seiner Kultur zu tun. Das gleiche gilt für sein Gotteshaus, während ich in einer traditionellen Moschee der türkischen Moslems immer willkommen sein werde - probiert es aus, Ihr werdet euch wundern - dürfte sich der Besuch eines Salafisten-Tempels nicht lohnen, als interessierter, möglicher Konvertit ist man sicher willkommen, ansonsten wird man als Käfir gesehen und auch so behandelt...

Der Islam gehört zu Deutschland, wenn er von den Menschen ausgeübt wird, die zu unserer Gesellschaft gehören. Viele der hier lebenden Moslems - und ich denke das sind locker 75% - bekennen sich zu diesem Staat und den Gesetzen, sie sind mir Mitbürger und ich möchte Ihre Anwesenheit nicht missen, ich mag meinen Döner, meinen türkischen Gemüsehändler, Photostudio, Frisör e.t.c.. Ich mag auch Ihre Religion, weil sie sie ohne Hass und Intoleranz praktizieren. Ich fühle mich schnell solidarisch, wenn es gegen die Türken geht, sie sind uns eigentlich so nah wie sonst vielleicht nur noch die Italiener, ich habe über meine Sympathie mit den Türken einen Weg gefunden, auch den Islam in meinem eigenen Land zu akzeptieren, wirklich begeistert war ich von meinen Erlebnissen im Nahen Osten, wo man mich mit Respekt behandelte.

Also gehören die Moslems zu Deutschland, sie sind z.T. bereits Deutsche oder genießen - entsprechend unserer Gesetze - die gleichen Rechte. Wir sollten auch überlegen wie unsere Vorurteile und die Ablehnung in den letzten 50 Jahren das Verhältnis zwischen Deutschen und Moslems getrübt haben, wie muss sich ein gesetzestreuer Moslem in diesem Land seit 9/11 gefühlt haben? Wie fühlen sich die Türken nach den Schlagzeilen "Döner-Morde" und nachdem die Wahrheit über die NSU ans Licht kam?

Ich denke wir schulden vielen Moslems in diesem Land viel mehr Anerkennung und Wertschätzung, leider kenne ich nur wenig Deutsche, die sich mit einem Moslem auf einen Small-Talk einlassen, ich tue das ständig und es bereichert meinen Tag, würden wir das alle machen, gebe es die Distanz zwischen Moslems und Deutschen schon lange nicht mehr, das würde den Radikalen den Boden entziehen...

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Als Blutdiamanten werden alle Diamanten bezeichnet die in Konfliktregionen und deren Verkauf zum Kauf von Waffen eingesetzt wird, bekanntester Händler und Profiteur dieser Steine war der in Den Haag angeklagte Charles Taylor...

Im Kimberley-Abkommen versucht man seit Anfang der 90er den Handel solcher Steine zu unterbinden, heutzutage ist es extrem schwer sie auf den Markt zu bringen und wenn dann nur zu sehr geringen Preisen...also ein Erfolg...

Die Länder, die im Rahmen des Kimberley-Prozesses als Herkunftsland von Blutdiamanten genannt wurden sind:

  • Angola
  • Liberia & Sierra Leone
  • Elfenbeinküste
  • DR Kongo & Republik Kongo
  • Zimbabwe
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Angesichts der rund 2 Millionen Prozesse und etwa 100.000 Verurteilten, kam es durchaus zu Freisprüchen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenprozess#Verfahren_bei_Hexenprozessen

Da kann man sich die 'Prüfungsverfahren' im Einzelnen anschauen, seit der Einführung der Reichsprozessordnung waren solche Dinge eigentlich nicht mehr erlaubt, trotzdem wurden sie offenbar weiter angewandt, nur nicht in der Regelmäßigkeit wie es uns Romane oder Hollywood-Filme annehmen lassen wollen...

Bitte einfach mal Wikipedia nachlesen und ggf. den Links folgen...

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Die Kernthese ist eine Geschichte die von Franzosen Pierre Plantard gefälscht wurde, inklusive der Prieuré de Sion die es erst seit 1956 gibt...

Der Rest ist sehr gut erzählt stimmt aber hinten bis vorne nicht, keine der geheimen Zeichen oder Apparaturen existieren, jetzt mal abgesehen von den Örtlichkeiten, die sehr geschickt in Szene gesetzt wurden.

Den Rest lese Dir bitte bei Wikipedia durch, die einzelnen Aspekte sind da sehr gut erklärt...

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Nach Pro-Kopf Einkommen ist das eindeutig Hamburg, wie diese Statistik von 2010 deutlich belegt:

http://www.statistik-bw.de/VolkswPreise/Indikatoren/VW_wirtschaftskraft.asp

Auf dem 2. Platz ist übrigens Bremen, wer hätte das gedacht...:-)

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Wenn Du Deine Präsentation so eingerichtet hast, dass sie automatisch durchläuft, dann musst Du bei Bildschirmpräsentation einrichten lediglich den Haken bei "Wiederholen bis ESC gedrückt wird"...

Die Folienübergänge kannst Du harmonisieren indem Du alle auswählst (STRG+A in der Folienübersicht) und einen einheitlichen, automatischen Folienübergang auswählst, hast Du allerdings Stopps in den einzelnen Folien (weiter zur nächsten Animation mit Klick) funktioniert das nicht...

Welche Powerpoint hast Du denn?

http://office.microsoft.com/de-de/powerpoint-help/

hier findest Du eigentlich zu jedem Thema die Antworten, ansonsten fragst Du mich einfach noch mal, wenn ich es nicht weiß, fliege ich als Microsoft-Professional aus dem Programm...:-))

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Du redest vom Ende des Ramadan, Zuckerfest heißt es nur bei den Türken...

Ich hätte keine Probleme mit der Einführung eines Feiertags für id al-fitr, warum nicht, immerhin sind ein beträchtlicher Teil der Einwohner dieses Landes Moslems, viel wichtiger fände ich es, die Moslems und Christen bei solchen Anlässen auch zu gegenseitigen Besuchen aufzufordern, ich war oft zu id al-fitr in moslemischen Häusern, so wie ich Moslems zu Ostern zu Besuch hatte...

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http://de.wikipedia.org/wiki/Roar_%E2%80%93_Die_L%C3%B6wen_sind_los

Das ist der Film...:-)

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Ich würde auch kein WLAN für die Verbindung von PC's verwenden, vor allem dann nicht, wenn da Wände und Decken dazwischen sind. Der aktuelle WLAN Standard ist zwar bereits recht schnell, nur schwankt die Geschwindigkeit oft und unterschreitet dann schnell die Geschwindigkeit die man für das ruckelfreie ansehen von HD-Filmen oder beim Online-Streaming benötigt.

Power LAN ist in einem Einfamilienhaus eine sehr gute Alternative, wenn man kein LAN-Kabel verlegen will. Wenn man dann einen einfachen Switch mit dem Power-LAN Adapter verbindet sollte es eigentlich keine Probleme geben:

http://www.heimnetzwerk-und-wlan-hilfe.com/

Ich finde die Anleitungen dort sehr gelungen...

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Was Du brauchst sind Semi- oder Fully-Rugged Laptops, alles andere geht nicht auf lange Sicht:

http://mittronik.com/start/outdoor-laptop.php

Eine der besten Hersteller, viele meiner Freunde die in solchen Ecken unterwegs sind, haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich selber habe rund 3 Jahre einen Panasonic Toughbook benutzt, das ist Semi-Rugged, hält aber unglaubliches aus. In jedem Fall eine günstige Alternative, wenn Du keine hohen Anforderungen stellst, kannst Du Dir einen gebrauchten für 800-900 Dollar besorgen...

Der Sand ist problematisch, aber viel schlimmer sind die Schläge auf den schlechten Strassen, ich kenne Typen, die Ihren Laptop 9 Stunden auf dem Schoss balanzierten um die Stöße abzufangen. Gegen Schmutz und Staub schützen z.B. Vakuum-Beutel ganz hervorragend, die Dinger bekommst Du auch in Kaufhäusern, sie sollen z.B. Handtücher komprimieren indem man die Luft absaugt, dadurch sind sie aber auch gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Der Totalausfall kommt auf Raten, die FP geht durch die Stöße kaputt, da hilft aber eine SSD (Solid-State-Disk), da sie keine beweglichen Teile enthält. Die Tastatur wird durch den Staub schnell unbenutzbar, einzelne Tasten klemmen oder fallen aus. Die Ports versanden auch, irgendwann knirscht das ganze Gehäuse, die Lüfteröffnungen ziehen sich zu, das Gerät überhitzt und schaltet ab...

Also in jedem Fall nicht empfehlenswert. Grundsätzlich sind Nettops weit weniger anfällig, geringere Leistung, dadurch weniger Probleme mit Temperatur und Staub, die Tastatur und Mechanik leidet trotzdem.

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Ich kenne eigentlich nur kirchliche Organisationen bei denen Du ohne besondere Vorkenntnisse einen Platz in einem Projekt bekommen kannst, also solltest Du Dich mal an die Diakonie oder Misereor wenden, in jedem Fall kannst Du als Mitglied der EKD oder der katholischen Kirche auf jeden Fall mit einer höheren Bereitschaft rechnen, die jeweiligen Büros Deiner Landeskirche geben da gerne Auskunft. Wir hatten oft Volunteers vom lutherischen Hilfswerk bei uns in Nairobi, die haben in Gastfamilien gewohnt, eigentlich der einzige Platz wo man noch ein wenig von der Kultur Afrikas vermittelt bekommt, die Großstädte sind heutzutage nicht wirklich als traditionell oder kulturell exponiert zu verstehen, das gleiche gilt ja auch für Deutschland...

Allerdings bietet Dir eine Großstadt ein Umfeld, wo man auch mal in 3-4 Stunden ein wenig Heimat empfinden kann, wenn es auch nur ein Hamburger oder ein westliches Einkaufszentrum bedeutet. Ich bevorzuge die Dörfer, nur dort ist man wirklich in Afrika und nur dort bekommt man mit, was die Kultur und die Lebensumstände der Afrikaner sind...

Klar würde ich Dir Kenia empfehlen, es gibt kaum Länder die mehr unterschiedliche Aspekte bieten, zudem sind die meisten Regionen absolut ungefährlich, bist Du mit Afrikanern unterwegs passiert Dir eh nicht viel, die kennen die schlimmen Ecken und umgehen sie weiträumig.

Es gibt die berühmten Webseiten, die 10 US$ pro Tag verlangen, leider handelt es sich da oft um Projekte, die vor allem für die Betreiber positiv sind, für die Afrikaner sind das lästige Besucher, die sich zudem auch noch von den Märkten und Lokalitäten der Afrikaner fernhalten, denn die Betreiber verdienen sogar an den Sodas und Snacks im Laden der Einrichtung.

Andere Länder wurden schon genannt, Südafrika kann ich nicht empfehlen, es gehört mit seinen Städten zu den gefährlichsten Plätzen für junge Leute wie Dich, sicher ist Kapstadt da viel sicherer, bloß kann ich dann auch an den Genfer See fahren, weniger Afrika geht kaum...:-)

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Das ist ein Bantu-Name, den ich eigentlich aus Tansania kenne, aber das ist ja nicht soweit von Uganda weg...:-)

Grundsätzlich kann er beides sein, in Afrika geben die Eltern den Kindern zumeist mindestens einen europäischen - oder christlichen - Namen und danach einen Namen der aus dem Stamm kommt. Bei vielen Bantu-Stämmen wird Ruf- und Familienname dann oft getauscht, also wird aus John Mbeye Namusoke dann XXX Namusoke Mbeye, das deutet darauf hin, dass der Junge nach seinem Großvater benannt wurde und der Rufname des Vaters wird dann der Familienname, weil der Sohn ja aus diesem Hausstand stammt, das nächste Kind bekommt dann einen anderen Namen, aber wieder den Rufnamen des Vaters als Familiennamen...

Ursprünglich war diese Praxis bei allen Bantu's gleich, durch die Kolonialisierung bekamen die Familiennamen dann aber eine andere Bedeutung, also kann aus Namusoke ein fester Familienname geworden sein, wenn man den Stamm kennen würde, wäre es leichter eine Aussage zu treffen...:-)

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Sehr kompliziert, ich erlaube mir, dass ein bisschen zu vereinfachen...

Der Ausgangspunkt des 30jährigen Krieges war natürlich die Auseinandersetzung zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union Union, allerdings entwickelte sich aus diesem anfänglich sehr 'deutschem' Konflikt eine Auseinandersetzung aller europäischen Großmächte um die jeweiligen Machtbereiche...

Ein weiterer Krisenherd war der 80jährige Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden, die sich bereits seit 1568 in ständigen Scharmützeln befanden. Weiterhin gab es Auseinandersetzungen in Westeuropa und Norditalien zwischen den Habsburgern und Franzosen, die Besitztümer der Spanier in der Po-Ebene und eben den Niederlanden zogen aber auch diese in den Konflikt mit hinein, die Franzosen fühlten sich von den Spaniern umstellt...

Die Konfliktherde an der Ostsee zogen die Dänen, Schweden und Polen mit in den Konflikt, dadurch war der 'deutsche Raum' von Konflikten umringt, innerhalb führte der Augsburger Religionsfrieden zu einer konfessionellen Trennung der Untertanen unter dem jeweiligen Landesfürsten, sah der sich dem Protestantismus zugehörig, mussten die Untertanen diesem Vorbild folgen oder das Land verlassen, man befürchtete, dass die eigenen Untertanen unterschiedlicher Konfession ansonsten zu Feinden im eigenen Land werden würden.

Im Laufe des Krieges verliefen die Fronten also z.T. zwischen einzelnen Dörfern und Gemeinschaften, dadurch wurde die Bevölkerung direkt in den Krieg mit einbezogen, deswegen forderte der 30jährige Krieg auch so schreckliche Verwüstungen und eine hohe Anzahl ziviler Opfer...

Eine Folge des 30jährigen Krieges war die gleichberechtigte Stellung der protestantischen Länderteile des HRR nach dem Westfälischen Frieden 1648, allerdings auch die Schwächung des Reiches, das auf der einen Seite Gebietsverluste (z.B. Vorpommern an Schweden oderden Sundgau an Frankreich) aber auch die immensen Zerstörungen minderten die Einnahmen auf Jahre hinaus. Dadurch sollten in der Folge einzelne Fürstentümer zu großer Macht aufsteigen, u.a. ist Preußens Aufstieg eine Folge dieses Krieges, wenn auch eine eher langfristige...

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Es schneit nicht im tropischen Afrika, mit Ausnahme der beiden höchsten Berge dem Kilimandscharo und dem Mt. Kenia, sie sind beide weit über 5.000m hoch, in dieser Höhe herrschen überwiegend Minus-Grade, also fällt da auch immer wieder etwas Schnee, deswegen sieht man auch die Schneekappen auf den meisten Bildern, leider ist durch die globale Erwärmung sowohl das Gletschereis wie auch der Schnee auf dem Rückzug, in ein paar Jahren werden beide Berge ohne Schnee und Eis sein...

In Nordafrika gibt es z.B. in Algerien und Marokko Bergketten, die sogar das Skifahren ermöglichen, in Südafrika fällt in den Wintermonaten auch mal Schnee, in den höheren Lagen (Drakensberge) kann man dann Ski fahren, nur liegen beide Gebiete weitab von Tropen und Sub-Tropen...

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Oft ist etwas übertrieben, aber es kommt durchaus öfter vor, weil die Afrikaner eben in einem weitaus höheren Maße an Gelbsucht erkranken, eine der Ursachen für einen erhöhten Wert von Bilirubin, einem Gallenfarbstoff, dieser wird beim Abbau von roten Blutkörperchen vermehrt ausgeschieden, eine Folge einer akuten Gelbsucht, das gleiche passiert aber auch bei einer akuten Malaria, vor allem wenn man sie schon seit langem im Körper trägt, die äußeren Symptome kaum noch auffallen´, in jedem Fall deutet es auf Leberschädigungen hin, die entsteht bei Afrikanern aber auch zusätzlich durch eine sehr fleischhaltige Ernährung die zudem oft mit einem Allkoholmissbrauch einhergeht, in Städten und ausgesprochenen Malaria-Gebieten findet man also sicher mehr Menschen mit gelbgefärbten Augen als z.B. in Europa...

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Das passiert meistens wenn einem der Speicher ausgeht oder die CPU am Limit ist, Firefox - Version hast Du nicht erwähnt - hat Versionen die sehr speicherhungrig sind, so wie es Webseiten gibt, die enorme Ressourcen verbrauchen...

Verwende mal die 64-bit Version, man nennt sie auch Waterfox, die Zuordnung von Speicher ist bei einer 64-bit Version nicht mehr auf 2GB beschränkt, aber es ergeben sich auch Geschwindigkeitsvorteile, weil man die 32-bit Version nicht mehr emulieren muss...

Ich tippe trotzdem auf andere Probleme, sollte man mal mit dem Prozess-Explorer checken, ich tippe hier gerade auf einem uralt Mini-Laptop herum und habe solche Probleme überhaupt nicht.

Das Einfrieren passiert mir bei meinem Hauptrechner überhaupt nicht mehr, bei einer einigermaßen aktuellen CPU, 8GB RAM und einer halbwegs schnellen Platte dürfte es eigentlich auch nicht passieren. Kommt es zu plötzlich Ausschlägen des Speicherbedarfs oder der CPU-Auslastung, kann durchaus ein Schädling aktiv sein, im Zweifel immer eine Intensivprüfung vor dem Start von Windows veranlassen, ist das Teil erstmal in der Admin-Ebene - deswegen immer als Normaler-User arbeiten - bekommt auch das Virusprogramm nicht mehr alles mit...

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Eine rudimentäre Verklärung des Okkultismus aus dem 19. Jh., die dort geschaffene Symbolik und Begriffswelt hat aber nun rein gar nichts mit der abrahamitischen Tradition dieser Begrifflichkeit zu tun. Dazu kommen fabrizierte Dinge aus Hollywood oder der Gothic-Szene, der bekannteste Vertreter "Church of Satan" ist so etwas wie ein Trachtenverein mit einem Buch, dass sich auf dem Niveau eines Groschenheftes bewegt...wems gefällt, gefährlich oder zahlreich sind sie nicht...

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Die USA versteht man spätestens seit dem spanisch-amerikanischen Krieg und der darauf folgenden Amtszeit Theodore Roosevelt der die Hegemonial-Gewalt der USA auf die Karibik und Lateinamerika ausdehnte und im Prinzip das militärische Eingreifen erfand, als Weltmacht...

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges gab es einige Großmächte, diese wurden aber durch die 2 Weltkriege so geschwächt, dass lediglich 2 Supermächte (USA und UDSSR) übrig blieben, vorher zählten sich auch Deutschland und Japan zu den Weltmächten...

Heute sind die Machtblöcke vor allem auf Grund Ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten Weltmächte, wir kennen also die USA (auch als militärische Macht, die aber schwindet), die EU als Machtblock und den neuesten Vertreter China, der sowohl wirtschaftlich wie militärisch zu den Großmächten gehört.

Ambitionierte Vertreter sind weiterhin Russland und - etwas überoptimistisch - der Iran, der tatsächlich glaubt, mit einer Atombombe zu einer Blütezeit die mehr als 1.000 Jahre zurückliegt aufschließen zu können.

Indien ist auch nicht uninteressant, nur fehlt es den Indern an der notwendigen Beflissenheit, sie sehen die Welt eher aus dem Blickwinkel des eigenen Subkontinents und beschränken Ihre Machtansprüche eher auf das uralte Scharmützel mit Pakistan...

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Du sprichst da den Völkermord in Ruanda an, wenn ich jetzt mal Deinen Kommentar zu einer der Antworten richtig deute, wenn Du etwas über Afrika erfahren willst, musst Du das schon präzisieren...:-)

Ruanda war ein Pulverfass und vermutlich werden wir nie zu 100% klären wie und warum der Staatspräsident in seinem Flugzeug abgeschossen wurde, in jedem Fall führte dieses Ereignis zum Ausbruch der Gewalttaten, ich war etwa 18 Monate nach dem Völkermord in Ruanda, die schrecklichsten Bilder meines Lebens verbinden sich mit dem Trip, es war aber auch der Beginn meiner Beziehung zu Afrika...

Der Konflikt benötigte nicht viel Geld, die Waffen der Hutu bestanden zum grössten Teil aus Pangas, die afrikanische Variante der Machete, dazu kamen unzählige Knüppel und Stichwaffen, die wenigen Schusswaffen die zum Einsatz kamen, stammten aus den Kasernen der Armee und den Stützpunkten der Polizei. Nach heutigem Erkenntnisstand wurden Unmengen von Pangas vor dem Konflikt importiert, auch die strategische Verteilung deutet auf die geplante Aktion und somit auf den Abschuss des Präsidenten aus den eigenen Reihen der Hutus hin. Viele dieser Informationen kommen erst jetzt wirklich ans Licht, eine Schlüsselfigur in diesem Zusammenhang ist Laurent Nkunda, ein guter Freund von mir kennt diesen Mann, dem unzählige Verbrechen vorgeworfen werden, recht gut, da ergibt sich ein ganz anderes Bild der Ereignisse vor und nach dem Völkermord, aber das ist ein sehr kompliziertes Thema...

Generell sind die meisten Waffen Relikte aus der Zeit des kalten Krieges, vor allem im Kongo, Angola, Äthiopien/Eritrea und anderen Ländern kommen immernoch die AK-47 oder G3's aus alten Zeiten zum Einsatz, neuere Waffen sind den Konflikten in Westafrika, den Irren in Somalia und wieder dem Konflikt in Äthiopien/Eritrea geschuldet, ganz aktuell unterstützt China z.B. Rebellen im Kongo und dem südlichen Angola, Ihr Interesse an Rohstoffen verdeutlicht auch die tiefe 'Freundschaft' mit dem - per internationalen Haftbefehls - gesuchten Präsident des Sudans---Bashir...

Charles Taylor prägte das Synomym der 'Blutdiamanten' aber tatsächlich werden wesentlich mehr Menschen wegen Coltan, dem wichtigsten Stoff bei der Produktion von Handys und WebTabs getötet, auch dabei handelt es sich um Rebellen, die im östlichen Kongo die Vorkommen ausbeuten und sich dafür mit chinesischen, russischen oder westlichen Waffen ausrüsten, Regimes wie die des Robert Mugabe bekommen die Waffen zur Sicherung Ihrer Diktatur fast ausschließlich aus China, wie überhaupt die Chinesen Ihren Einfluss in Afrika ausgedehnt haben.

Glücklicherweise wird Afrika mittlerweile überwiegend von Demokratien regiert, nur diese Staatsform schaltet die chaotischen Verhältnisse der ersten 40 Jahre nach der Unabhängigkeit aus, auch werden heute keine Fördermittel ohne 'Good Governance' vergeben, man belohnt also demokratische Strukturen und Rechtsstaatlichkeit, dadurch entstehen immer weniger Konflikte, vor allem aber haben Verhaftungen wie die gegen Charles Taylor oder der Haftbefehl und Sanktionen gegen Politiker in Afrika einen Trend beendet, denn Afrikas Unholde blieben über Jahrzehnte unverfolgt und konnten sich der Unterstützung einer der beiden Machtblöcke sicher sein. Obwohl die Chinesen diese schlimme Vergangenheit z.T. auch heute wieder befeuern, haben es Diktatoren und Konflikte mittlerweile schwer, weil die Afrikaner gelernt haben, dass Ihre politischen Führer oft nur den eigenen Vorteil im Blickfeld haben, weswegen ein Ende der 'Großen Männer' in Afrika absehbar ist...

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Demokratische Strukturen sind für die meisten positiven Entwicklungen förderlich, nur hat das in den vergangenen Jahren nicht unbedingt die ausschlagende Wirkung entfaltet. Tatsächlich ist Südafrika als Vorzeigedemokratie eher unerfolgreich im Kampf gegen HIV/Aids, sie gehören weiterhin zu den Ländern mit den höchsten HIV-Infektionen in Afrika. Daran sieht man, dass traditioneller Glauben und die Klassenunterschiede auch einen enormen Unterschied innerhalb dieser Problematik ausmachen...

Ein weiteres gutes Beispiel sind Uganda und Kenia, beide Länder haben sich vor Jahren aus der Spitzengruppe verabschiedet, Ihre Infektionszahlen fielen von über 20 auf unter 7%, obwohl sie zum Zeitpunkt des Kampagnenbeginns nicht unbedingt zu den Demokratien gehörten, Kenia ist heute eine wacklige aber stetig stabilere Demokratie, während Uganda bereits eine weitere Amtszeit des Anti-Demokraten Musaveni ertragen muss, dem Kampf gegen HIV tut das keinen Abbruch, die Aufklärung und mediale Thematisierung ist akzeptiert, Tabus wurden gebrochen, dazu gehört die Bereitschaft einer ganzen Gesellschaft...

Allerdings haben diverse Programme diesen Prozess befördert, die Rechte von Frauen wurden ebenso gefördert, wie die nationalen Aktionen auch die letzten Dörfer erreichten, die mediale Präsenz der HIV-Aufklärung ist in beiden ost-afrikanischen Ländern enorm, überall bekommt man Kondome, die Kliniken behandeln Vergewaltigungsopfer und HIV-Positive Mütter, dadurch alleine ist ein großer Teil der Neuinfektionen präventiv verhindert worden.

Die Bekämpfung von HIV ist ein gesellschaftliches Problem, trotz einer langjährigen demokratischen Tradition gehört Indien heute zu den Ländern mit den höchsten Neuinfektionen, bei der totalen Zahl HIV-Infizierter ist Indien seit langem an erster Stelle. Dort verhindern Traditionen und Aberglauben eine wirksame Bekämpfung...

Also ist der demokratische Prozess schon wichtig, nur braucht man eine nationale Bewegung für diesen Kampf, auf Grund der z.T. unsäglichen Regimes in vielen Staaten Afrikas, sind die Menschen aber keineswegs patriotisch, sie bekennen sich oft nur zu Ihrem Stamm oder Ihrer Region, dadurch wird es schwer eine einheitliche Kampagne zu führen. In Kenia haben Identifikationsfiguren wie Sport- oder Medien-Prominente die Lanze gebrochen, in vielen Staaten Afrikas fehlen solche Figuren aber vollends. Wenn ich also die Menschen erreichen will, muss ich das z.T. durch die Ältesten der einzelnen Stämme und Clans tun, ein schweres unterfangen, es fällt also deutlich leichter, dies über die Medien zu bewerkstelligen, aber auch da fehlen oft die strukturellen Voraussetzungen...

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Die Frage kann man unter 2 Gesichtspunkten betrachten:

Was wenn es die Kirche nie gegeben hätte?

  • Das gesamte Bildungssystem Europas beruht auf den Schulen, die man bereits im frühen Mittelalter in den Klöstern findet, ohne diese Einrichtungen, die auch die ersten Universitäten und die Bibliotheken schuf, wäre Europa nicht zum Maß der Wissenschaft und Erfindungen geworden.

  • Der Glaube einigte Europas Völker, der europäische Gedanke wurde zuerst von Frankenkönig und erstem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (Karl der Große) aufgegriffen. Dieser begründete auch den Feudalismus, der maßgeblich für die nächsten 500 Jahre die Entwicklung Europas beeinflusste...

  • Ohne eine Allianz unter der Führung der christlichen Fürsten, wäre der Islam sicher nicht an den Grenzen gestoppt worden, wir wären vermutlich spätestens ab dem 9 Jh. alle Moslems gewesen

  • Ob die Aufklärung wie die Renaissance tatsächlich stattgefunden hätte, muss man auch in Frage stellen. Der Islam war bis ins 10, Jh. recht fortschrittlich, änderte diese Praxis aber bald darauf und ab dem 15. Jh. setzten die orthodoxen Glaubensführer den meisten Entwicklungen ein Ende

Wenn es nun morgen keine Kirche mehr geben würde?

  • Die kirchlichen Einrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer sozialen Netzwerke, auch wenn ein Großteil der Kosten vom Staat gedeckt wird - so wird auch mit privaten Trägern verfahren -, kann man diese nicht einfach ersetzen. Im Umfeld der Kirchen arbeiten zudem mehr als 2 Millionen Ehrenamtliche, der Wegfall dieser Leistung würde in vielen Gebieten einen Großteil der Hilfen zum Erliegen bringen.

  • Das Christentum ist elementarer Bestandteil unserer Kultur, selbst wenn man das auf die Stadtbilder mit den Kirchen beschränkt, so beruht jede Stadt auf einem Dom/Kathedrale und selbst die kleinsten Ansiedlungen auf einem Kloster oder Kapelle, diese Tradition auszuschalten bleibt nicht ohne Folgen, die kommunalen Aufgaben sind das eine, die Veranstaltungen von Sonntagsmessen, Feiertagen und besonderen Festen sind aber elementarer Bestandteil vieler Menschen, auch die, die nicht unbedingt sehr gläubig sind, machen sich zu Weihnachten in die Kirche auf oder nehmen an einem kirchlichen Straßenfest/Flohmarkt teil. Jede Veranstaltung bringt die Nachbarschaft enger zusammen, diese Aktivitäten sind immer mehr auf dem Rückzug, gerade in Dörfern oder Kleinstädten ist der Veranstaltungskalender der Gemeinden ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Ereigniswelt.

  • Die Kirchen beschäftigen mehr als 1,1 Mio. Menschen in diesem Land, sind nach dem ÖD der größte Arbeitgeber, der Verlust dieser Arbeitsplätze dürfte die Allgemeinheit hart treffen, das ergibt sich alleine aus de, Wegfall der Lohnsteuer und Sozialabgaben, die Belastung für den Sozialhaushalt kann man sich wohl selber ausrechnen.

  • Die Hilfsleistungen der Bundesrepublik werden zu einem nicht unerheblichen Teil von den Kirchen organisiert. Das Spendenaufkommen ist innerhalb der christlichen Gemeinschaften überdurchschnittlich hoch, der Prestigeverlust in diesem Bereich dürfte nicht unerheblich sein, noch schlimmer wird es aber die Bedürftigen treffen, in vielen Krisenregionen sind die Stützpunkte der großen Kirchen oft die einzigen, davon profitieren auch nicht-kirchliche Organisationen. In diesem Zusammenhang sollte man auch nicht vergessen, dass die Hilfsleistungen immer mit einer Inlandsnachfrage verbunden sind, jedesmal wenn die Caritas oder Miseror Hilfe in der 3. Welt oder nach Katastrophen anbieten, werden Firmen in Deutschland mit Aufträgen versorgt, auch die Logistik und Finanzierung kommt unserer Wirtschaft zu gute, der Volkswirtschaftliche Schaden geht in diesem Fall tatsächlich in die Milliarden, entsprechend sähe die Bilanz bei den Steuereinnahmen aus, auch der Verlust von Arbeitsplätzen in der Wirtschaft wäre unvermeindlich

Als Christ würde mich der Verlust meiner Gemeinschaft sicher auch hart treffen, ich verbringe relativ viel Zeit in meiner Gemeinde, meine Frau und die Kinder haben diverse soziale Bindungen darüber erhalten, vor allem war es für sie um ein vielfaches einfacher, denn seit dem Umzug aus Afrika war es hier schwer Anschluss zu finden. Natürlich ist es unmöglich einen Glauben vernünftig zu leben, wenn es keine Institution mehr gibt, die diesen unterstützt, ich stelle mir ein Leben ohne Gemeinde sehr schlimm vor, das kommt einem Atheisten sicher komisch vor, nur bin ich mir sicher, das wenn man morgen den Sport abschaffen würde, sich viele Leute auf einmal nutzlos und einsam vorkommen würden...

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Kony 2012 ist nicht unumstritten, aber auf der anderen Seite wundert man sich, wieso nach so vielen Jahren nichts unternommen wird um den Wahnsinn in Uganda, Kongo, Ruanda und dem südlichen Sudan zu stoppen?

Ich weiß nicht ob hier schon irgendwer in die Augen von Kindersoldaten gesehen hat, ich hatte das 'Vergnügen' die Farm der Läuferlegende Kipchoge Keino in Kenia zu besuchen, dort findet man einige der Opfer, der Artikel beschreibt das Projekt sehr schön:

http://www.germanroadraces.de/24-0-12137-taban-laechelt-neun-fruehere-sudanesische-kindersoldaten.html

Es gibt kein größeres Verbrechen als das Kinder in so eine Situation zu bringen, auch Charles Taylor wird u.a. wegen dieses Verbrechens in Den Haag angeklagt, wie soll man solche Menschen stoppen wenn nicht mit Gewalt?

Ich kann mir ehrlich gesagt keine Meinung über Kony 2012 erlauben, aber gegen eine konzentrierte Aktion gegen die LRA und Ihre Führer ist nichts einzuwenden, ich kenne die Gegend in Uganda recht gut, in der die LRA jahrelang die Menschen terrorisierte, kein einziger dort, würde sich gegen die Verfolgung dieser Truppe aussprechen, nicht nur die Eltern der entführten Kinder sind traumatisiert, es ist eine ganze Generation, in Afrika sind die Kinder oft die einzige Freude eines ganzen Dorfes, egal wie arm eine Dorfgemeinschaft ist, im Lachen der Kinder drückt sich die Stärke einer Gemeinschaft aus, lachen die Kinder nicht mehr und das tun ehemalige Kindersoldaten oft nicht, dann trifft einen das oft stärker als die gefühlte Armut, wenn man in ein solches Dorf kommt...

Was immer man selber über solche Organisationen denkt, irgendetwas sollte passieren, darin stimme ich mir Kony 2012 sicher überein...

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Wenn Du den ostalgischen Ausführungen folgen möchtest, dann musst Du erst einmal glauben, dass die DDR-Wirtschaft nach der Wende und vor allem nach der Einführung der DM konkurrenzfähig war, denn das ist das einzige Merkmal was zählt, ich kann schlecht einen Staatsvertrag unterschreiben, der die Planwirtschaft und Preiskontrolle außer Kraft setzt und danach erwarten es ginge mal eben so weiter wie zuvor...

In diesem Sinne war eine große Anzahl von Betrieben absolut nicht überlebensfähig, gutes Beispiel ist der Hersteller von Kaffeeprodukten aus Ost-Berlin, dort wurde u.a. solche Berühmtheiten wie "Wiener Melange" produziert, der Betrieb beschäftigte 200 MA, davon befanden sich lediglich 20 in der Produktion, weder die Preise noch die Produktplatzierung schien zu interessieren, der Betrieb implodierte, denn der Verkauf sank praktisch auf Null...

Im Gegensatz dazu gibt es einige Betriebe die ohne Probleme auf marktwirtschaftliche Bedingungen umgestellt werden konnten, eines der besten Beispiele ist sicher die Carl-Zeiss-Jena (Jenoptik), Hasseröder Brauerei oder Rotkäpchen Sekt, viele Betriebe waren exzellent besetzt und verstanden es, die Leistungsträger zu halten und sie suchten sich die richtigen Partner. Aber abgesehen von den bekannten Firmen, wuchs in sehr vielen Regionen der Mittelstand, in einigen Gebieten wie z.B. um Dresden, führte die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen zu einem unglaublichen Wuchs der Zulieferer-Industrie, der Großteil der Langzeitarbeitslosen besteht auch in den neuen Ländern zu einem großen Teil aus minder oder unausgebildeten Hilfskräften, von einer höheren Arbeitslosigkeit kann man eigentlich nicht mehr sprechen, Regionen wie z.B. in Mecklenburg-Vorpommern finden sich genauso im strukturschwachen, nördlichen Schleswig-Holstein...

Die Vollbeschäftigung in der ehemaligen DDR lief eben auf Kosten des Ertrages, in einer Produktionsstätte wurden z.T. 3x soviel Mitarbeiter beschäftigt wie es notwendig gewesen wäre, die Umstellung auf modernere Produktionstechniken verminderte die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Nach nun mehr 20 Jahren ist der Unterschied zwischen Ost und West nicht so groß wie es scheint, nimmt man die Zahlen des Arbeitsmarktes zur Hand, ergibt sich teilweise sogar ein Mangel an Fachkräften in vielen Regionen, weil viele Arbeitskräfte durch den Zusammenbruch der Ostwirtschaft in die Neuen Bundesländer abzogen, viele der damals Abgewanderten sind aber zurückgekehrt und haben das verdiente Geld in Privatfirmen investiert...

Es gab vor dem Mauerfall keine Arbeitslosen in der DDR, einfach weil man das nicht zuließ, trotzdem gab es eine ähnliche Zahl an Arbeitsunwilligen wie in den Neuen Bundesländern, nur wurden diese in den Betrieben erduldet und bekamen am Ende des Monats einen Lohn, das mag sozial verträglicher wirken als das heutige Modell...

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Windows 7

Wenn wir aktuelle Hardware vergleichen, dann kommt das uralte XP schon optisch wie ein Dinosaurier daher, setzt man kein 64-bit OS ein - über 90% der eingesetzten XP's sind 32-bit - dann hat man grundsätzlich schon mal einen Geschwindigkeitsnachteil, meine 12GB RAM kann ein 32-bit OS überhaupt nicht unterstützen...

Geht es um die Grafikleistung, dann fehlt XP bereits das aktuelle ActiveX, ein Geschwindigkeitsnachteil und bei aktuellen Spielen bereits ein Auschlusskriterium...

Vom Sicherheitsaspekt hat XP in der heutigen Zeit auch nichts mehr zu suchen, das Infektionsrisiko liegt bei XP 7-8x höher als z.B. bei Windows 7...

Über Windows 8 kann man noch nichts sagen, es wird - wie immer - sicher noch stärker auf die aktuellen Technologien reflektieren, auf Grund seiner Ausrichtung auf Smart-Phones und Tabs dürfte es sogar noch performanter für Minimalkonfigurationen sein, da hat Windows 7 einen Trend verschlafen...

Ein 10 Jahre altes OS kann man wohl kaum mit der aktuellen Version von Window vergleichen, viele der aktuellen Hardware-Anforderungen werden von Windows XP gar nicht mehr unterstützt, für ältere Systeme ist es aber durchaus noch eine Alternative, die Optik und Haptik wirkt aber erschreckend altbacken, wenn man nach Monaten wieder an einem XP-Rechner sitzt, wird einem das sofort klar...

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Es ist tatsächlich ungeklärt warum das Pentagramm auf der marokkanischen Flagge prangt, ich hatte im letzten Jahr einen Artikel über das Thema gelesen, als ich mich mit der Symbolik im Rahmen meines Studiums befasste. Tatsächlich benötigte die Fahne eine Unterscheidung, da die blanke rote Fahne im arabischen Raum weit verbreitet war, die Initiative geht dabei wohl auf den französischen Militärgouverneur Hubert Lyautey zurück, der spätere Kriegsminister wird von einigen Historikern den Freimaurern zugeordnet, was das Pentagramm erklären würde. Das Siegel Salomons hatte 7 Zacken, das Pentagramm lediglich 5...

Es verwundert trotzdem, dass Marokko dieses Symbol behalten hat, immerhin ist die Wurzel der Bekanntheit dieses Symbol innerhalb des Okkultismus auch einem Franzosen geschuldet, Eliphas Lévi, er gilt als Vater des Okkultismus und es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Hubert Lyautey diese Assoziation verfolgte, die eigentliche Bedeutung war niemals okkult, sondern ein Schutzsymbol seit Urzeiten...

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Kommt auf Dein Pensum und auch ein bisschen auf Dein Alter an, als ich Single und um die 30 war, durfte es bei mir nur ein Sportwagen mit den drei Ziffern sein, heute brauche ich wesentlich mehr Platz und der soll bitteschön mit sehr guten Sitzen bestückt sein. Wer den 5er so liebt wie ich würde eh keinen 3er BMW wählen, das Auto ist zwar mittlerweile deutlich gewachsen, aber alleine der Radstand sorgt beim 5er für ein ganz anderes Komfortgefühl. Ich bin letztes Jahr rund 45.000 km über deutsche Autobahnen und Landstraßen gejagt, die 4 Tage C-Klasse habe ich noch gut in Erinnerung, da stand mein Großer leider in der Werkstatt.

Also ich würde einen etwas leichter motorisierten 5er einem stärkeren 3er vorziehen, obwohl mit unter einem 535i ein wenig der Bums fehlt, wenn man viel unterwegs ist macht die Beschleunigung schon einen gewaltigen Unterschied, gegen Platz und guten Fahrkomfort kommt aber auch Motorleistung nicht an. Das Budget ist entscheidend, selbst ein 520D kostet bereits rund 40.000 und als Diesel bekommst Du den 3er auch nur als 320D, immerhin rund 5.000 Euro billiger, aber wirklich besser motorisiert ist er nicht. Generell kostet ein gut ausgestatteter Geschäftswagen schnell 15-20.000 mehr...

BMW ist wie Audi und Mercedes halt eine andere Klasse als Ford, als alternative fällt mir da noch VW und Skoda ein, beide bieten viel für Ihr Geld, fürs Ego ist ein BMW oder Mercedes aber kaum zu toppen, Audi ist im Moment sogar die teuerste Alternative...

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Hatte das Vergnügen mit einem E39 in Kenia, da ist das Teil bei allen Mechanikern für das schnelle Überhitzen bekannt, i.d.R. liegt das einfach an einem tief verdreckten Kühler oder einem suboptimalen Ventilator, denn auch der läuft mit der Zeit immer schlechter...

In Deutschland wirst Du Dir eine händische Pflege von einem netten Mechaniker kaum leisten können, selber machen ist möglich aber dauert ewig und ist eklig. Das Problem würde ich in keinem Fall BWM anvertrauen. die werden nicht lange rumeiern und einen neuen Kühler empfehlen. Eine kleine Werkstatt besorgt Dir vielleicht einen gebrauchten, der besser erhalten ist. Das Problem wird im Sommer noch ein wenig schlimmer, also auf jeden Fall mal anschauen lassen...

Der aktuelle F10 scheint nicht mehr so Temperaturanfällig zu sein, glaube mich aber zu erinnern, dass bereits der Nachfolger des E39 über einen besseren Lufteinlass verfügte, der überhaupt m.M. nach der Hauptgrund der Probleme beim E39 war...

PS: Kühlwasser trotzdem immer überprüfen!

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Nein, sondern...

http://www.chip.de/artikel/12-Gaming-Notebooks-im-Test_51773563.html

Schau Dir mal den Vergleich an, der M11x ist als Spiele-Laptop eher unterdurchschnittlich, klar sieht das Teil unglaublich gut aus, ich würde aber bereits den Bildschirm als zu klein bezeichnen...

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Ich beziehe mich auf die von Dir u.g. Städte und Landkreise...

Deswegen würde ich folgende Auswahl treffen:

  • Oldenburg
  • LK Oldenburg
  • Rüstringen
  • LK Wesermarsch

Alle 4 haben den goldenen Schild mit den roten Balken, dies geht auf den deutschen Kaiser Heinrich IV. (Lehnsherr 1050-1106) zurück, der einer Sage nach den Finger in das Blut eines getöteten Löwen tauchte und damit das Schild betrich...

Der Bezug zu Heinrich IV. ist natürlich kein Zufall, es deutet auf die Zeit der Wappenentstehung und auf Lehensverhältnis zum deutschen König und späteren Kaiser des HRR hin.

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Eine externe kann lediglich Schadprogramme auf ein sauberes System verteilen, wenn Du Dich als Admin anmeldest

  • User ohne Admin erstellen
  • Anmelden mit neuem Useraccount
  • Platte anstecken und den Datenträger mitAntivirus überprüfen

Der 'normale' Useraccount sollte generell benutzt werden, er reduziert das Infektionsrisiko unter Windows7 erheblich. Ein weiterer Vorteil bietet ein 64-bit OS mit einem 64-bit Browser, die meisten Schadprogramme können so eine Konfiguration nicht attackieren...

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Die Reformation war der Wegbereiter der Aufklärung und veränderte das europäische Machtgefüge nachhaltig, die Trennung der Kirche mag man als Christ bedauern, die Säkularisation wäre dann wohl eher später erfolgt, die von Luther oder Calvin propagierte 'Freiheit des Christenmenschen' entstaubte das Christentum und beflügelte Europa...

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Anderer Grund...

Marktanteile und Userverhalten!

Es gibt doch keinen Grund für einen OS-Hersteller der weniger als 7% Marktanteil hat, mehr als die 29 Euro für das aktuelle OSX zu verlangen, diejenigen die einen Mac Ihr eigen nennen, upgraden i.d.R. zu 50%, ansonsten gibt es keine Computer auf die man das OSX installieren kann, d.h. theoretisch schon, machen tun das aber wohl die wenigsten...

Bei Windows mit einem Marktanteil von 92% (37% Win7) werden auch ein Großteil der Pc's gleich damit ausgeliefert, die Basis derer, die sich selber ein System zusammenstellen oder eine Kiste ohne OS kaufen, dürfte aber höher liegen als beim Mac, auch der Fall einer Testinstallation oder eines gecrackten OS findest Du in der Windows-Welt weitaus häufiger, also ist der Bedarf höher, folglich kann Microsoft einfach höhere Preise aufrufen, im OEM-Bereich werden weitaus geringere Preise erzielt, Hersteller wie HP oder Acer dürften die Home-Premium Variante von Windows 7 sicher zu einem Preis von rund 25 US$ bekommen, auch für Firmenkunden gelten andere Konditionen, selbst wenn die auf die Enterprise-Version zurückgreifen, liegt der Preis jenseits der 250 Arbeitsplätze wohl ebenfalls unter 90US$, während der Privatkunde rund 200 Euro für die Ultimate-Version bezahlt...

Apple verdient übermäßig an der Hardware und das gilt für alle Produkte bis hin zum iPod, allerdings dürften die Einnahmen der iPhone/iPad-Sparte zusammen mit dem iTunes-Shop die der PC/Laptop-Sparte längst übertreffen, das OSX spielt in der Gesamtkalkulation des Unternehmens kaum eine Rolle und ist mit den Zusatzprogrammen von Herstellern wie Acer, Asus oder HP vergleichbar, die nehmen überhaupt kein Geld für Ihre Ergänzungen zu Windows7...

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Es gibt mittlerweile einige Anbieter für Radtouren, die z.T. auch durch die Nationalparks führen, nur will ich auch gleich anmerken, dass die wilden Tiere in den Parks kaum die gleiche Gefahr darstellen wie die Autos, Busse und LKWs auf den Strassen und in den Städten Afrikas...

Ich habe in meinem letzten Jahr in Nairobi (2010) einen 'Irren' kennengelernt, der seit 1986 mit dem Rad durch Afrika fährt, leider hat er keine gute Internetpräsens, aber wenn man das googelt findet man mindestens 3 solcher Vertreter, die wohl auch immer noch am Leben sind, ich selber könnte mir besseres vorstellen, der besagte Biker den ich kennen gelernt habe (Petro Lübben) ist mehrmals überfallen worden und war u.a. kurz nach seiner Ankunft in Nairobi in einen mittelschweren Verkehrsunfall verwickelt...

Schlafen oder Rasten würde ich nur innerhalb von menschlichen Ansiedlungen, alleine die Hyänen sind durchaus in der Lage einem Schlafenden ein großes Stück Fleisch aus dem Körper zu zwacken, auch wenn man sich mit einem festen Zelt davor einigermaßen schützen kann, werden sich Diebe davon kaum abhalten lassen. In den meisten Gebieten Afrikas gibt es aber genügend Unterkünfte für Durchreisende, die z.T. sehr einfach, aber sicher sind. In der Nacht würde ich keinesfalls mit dem Rad unterwegs sein, die Laster und Busse fahren mit einem hohen Tempo denn Banditen lauern am Strassenrand und rauben vorbeifahrende Fahrzeuge gerne aus.

Empfehlen kann ich die Mountainbike-Touren dieses Anbieters:

http://www.hauser-exkursionen.de/afrika/kem01mtb_mt._kenya.php

Ähnliches gibt es wohl auch an der Küste, im Gegensatz zu den meisten Gebieten ist die Gegend um den Mt. Kenya recht sicher, selbst die Straßen sind in einem guten Zustand und überwiegend nicht so überladen, es bietet sich immer an einen renommierten Anbieter zu verwenden, sicher kann man alleine viel Geld sparen, aber die Komplikationen sind in einem Land wie Kenia z.T. unberechenbar...

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Ich denke viel kontroverser kann man Migration oder Zuwanderung nicht aufhängen, wenn ich Bereicherung lese, dann klingt da so etwas wie ein Makel unserer Kultur durch, die sehe ich nicht unbedingt, obwohl mich der Verfall stärker betrifft als die Bereicherung durch Zugezogene, den merkt man bereits an den Schwaben und Bayern im preußischen Berlin, im Gegensatz zu den Zuzügen vor der Wiedervereinigung hebt es aber eher das allgemeine Niveau...

Mich betrifft der Niedergang vieler kultureller Schätze, wir lassen unsere mehr als 1.000jährige Geschichte mehr oder weniger vergehen, dabei sind die rund 20 Jahre dunkelster deutscher Geschichte kein Grund sich nicht auch mit den positiven Aspekten zu beschäftigen, wir sind ein Volk der 'Denker und Dichter' nicht eines der 'Mörder und Diktatoren' auch wenn das viele Deutsche und noch mehr Nicht-Deutsche gerne so hätten. Wenn ich Kant oder Goethe lese frage ich mich oft, warum es hunderttausende von Menschen gibt, die gerade auf Grund solcher Autoren die deutsche Sprache lernen, die Verehrung unserer eigenen Geschichte müssen wir uns oft von Nicht-Deutschen erklären lassen...:-)

Trotzdem kann ich behaupten, dass der Einfluss unterschiedlicher Kulturen einen Menschen i.d.R. beflügelt, ich habe viele Jahre in den unterschiedlichsten Ländern gelebt und gearbeitet, sobald man in einem fremden Land lebt, versteht man schnell die Probleme, die viele Einwanderer oder Besucher mit unserem Land haben, nur ist die eigene Identität (hoffentlich!) nicht auf die Deutschtümmlei begrenzt, man findet vieles im Urlaub angenehm und positiv, was man im eigenen Land als befremdend und falsch beschreibt, dieses Gefühl schwächt sich natürlich durch viele Reisen langsam ab, leider haben gerade die besonders fremdenfeindlichen Menschen in diesem Land oft nicht die Möglichkeit sich z.B. mal die Türken in Ihrer Heimat anzusehen, wer schon einmal in der Türkei war, der hegt ganz andere Gefühle für die Türken als Volk, ich kenne sehr viele Türken in Berlin, die, die sich hier eine Existenz aufgebaut haben und keine Berührungsängste mit Deutschen haben, sind die besten Freunde die man sich vorstellen kann...

Warum klappt die Integration von Zuwanderern denn z.B. in kleineren Städten und Gemeinden? Weil man dort die deutsche Kultur noch findet, genau das beeindruckt Nicht-Deutsche und führt viel eher zu einer Integration. Meine Frau stammt aus Kenia, die ersten Monate in Berlin waren für sie schockierend, da sie lediglich das hohe Ansehen Deutschlands und seiner Kultur aus der Schule kannte. Dazu kommt das Erleben einer Expatriat-Gemeinde in Nairobi, die zum größten Teil aus gutausgebildeten Deutschen bestand, dann kommt man nach Berlin und denkt, das ist doch nicht Deutschland...:-)

Wir müssen unsere Kultur hochhalten, alleine schon um nicht einen Identitätsverlust zu erleiden, nur dann werden wir Nicht-Deutsche integrieren können, eine schlampige Kultur verleitet nicht unbedingt dazu, sich der anzupassen. Jede fremde Kultur kann durchaus das tägliche Leben erhellen, wenn ich alleine an die Gerichte denke, die ich ohne Kochbuch zubereiten kann, habe ich bereits rund 15 Länder in meiner Küche versammelt. Unsere afrikanische Kultur ist bereits Teil unseres täglichen Lebens, da haben wir aber die negativen, also archaischen und vor allem patriarchalischen Dinge ausgefiltert. Ansonsten fühle ich mich in jeder Kultur wohl, also von mir aus bayrisch, sächsisch, armenisch, kenianisch oder auch indianisch, solange man die Kultur anderer Menschen respektiert, respektiert man auch die eigene...

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Tut man ja, ich kenne das noch von meiner Großtante, zudem gedenkt man denen, die wenig oder nichts zu Essen haben. Leider kenne ich solche Traditionen nur aus christlichen Häusern und obwohl wir nicht vor dem Essen beten, kümmern wir uns um die, die es nicht so gut haben. Wir haben aber auch den Bezug zu einem Entwicklungsland, da ändert sich vieles und die Egomanie tritt etwas zurück...

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http://www.ethiopianrestaurant.com/recipes.html

Hier bekommst Du eine recht gute Sammlung von Rezepten, das wichtigste an einem äthiopischen Essen ist aber eine große Platte, auf der die einzelnen Fleisch und Gemüseportionen positioniert werden, man greift dann mit einem Stück Injera diese Speisen und führt sie zum Mund, i.d.R. ist der Boden dieser Platte bereits mit Injera bedeckt. Äthiopier essen durchaus mehrere verschiedene Gerichte, die Vorspeise erschöpft sich aber zumeist in einem frisch zubereiteten Fruchtgetränk, dazu werden zerkleinerte Mangos, Ananas und Avocado in mehreren Schichten übereinander gelegt...

Als Nachspeise wird oft äthiopischer Kaffee gereicht, dieser wird mit enorm viel Kaffee in einer kleinen Kanne und kleinen Kaffeschalen (Mokkagröße) serviert. Dazu bekommt man in Afrika ein paar Blätter eines Strauchs mit starken ätherischen Ölen, zudem brennt man in einer Schale mit Holzkohle Weihrauch ab...

Es gibt die wirklich urigen Restaurants wirklich nur in Ostafrika, in meiner Zeit in Nairobi haben wir das ausgiebig genutzt, zudem diese Restaurants zu den günstigsten überhaupt gehören. Das Hauptproblem sind die Zutaten, ich finde die hier erhältlichen Gewürze und Zutaten längst nicht so bezaubernd wie in Afrika, das Fleisch ist m.E. auch ein großes Problem, beim Rindfleisch benutzt man gut abgehangenes Filet, alleine die Unterschiede zu den frei laufenden und Grasfressenden, afrikanischen Rindern, zu den hier erhältlichen Stallkühen sind enorm. Alternativ kann man argentinisches Rind verwenden...

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Besser als mit der Kreuzigungsszene kann man die göttliche Vergebung wohl nicht ausdrücken, dort hängt der Verbrecher neben Jesus:

Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! 40 Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? 41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! 43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. (Lukas 23:39-43)

Der eine der seine Taten bereut und Christus mit seinen Worten als Befreier anerkennt wird mit Ihm im Paradies sein. Einfacher kann man es nicht ausdrücken, jeder von uns kann ein Verbrechen begehen, aber er kann auch ernsthaft und aufrichtig bereuen, schon deswegen verbietet sich die Todesstrafe, denn eine lange Haftstrafe kann den Prozess der Reue befördern, nicht umsonst bemühen sich Psychologen, Sozialarbeiter und natürliche Geistliche um die Verurteilten in den Haftanstalten. Die Einsicht und vor allem das Geständnis wird nicht nur vor Gericht sondern auch bei der Hafterlassung berücksichtigt, es kommt auch genau aus der christlichen Tradition der Vergebung...

Die Beichte oder Vergebung ist auch keine Wegnahme der weltlichen Schuld, auch die ist in der Bibel klar getrennt:

Da sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Matthäus 22:21)

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Es gibt keinen Studiengang der Dich per se zum Entwicklungshelfer macht, Experten gibt es eher weniger, weil man dazu nicht nur die Fachkenntnisse sondern auch die Erfahrung benötigt, letztere ist oft sehr länderspezifisch oder an die diversen kulturellen Rahmenbedingungen geknüpft. Ein Experte für Indonesien ist nicht unbedingt auch ein Experte für die Fidschi-Inseln...

Es gibt wenige Professionen die man nicht für den Entwicklungsdienst einsetzen kann, vom Handwerker-Gesellen bis hin zum Betriebswirt kann man eigentlich alles gebrauchen, wobei bei der GTZ vor allem auch technisches Verständnis geguckt wird, also z.B. Ingenieure werden dort gebraucht...

Schau Dir die Anforderungen der diversen Hilfsorganisationen an, die Bundesregierung bietet schon mal ein grösseres Programm, von der technischen Abteilung der GTZ, über die Bänker bis hin zum universitären Austauschdienst DAAD.

Kirchliche Organisationen sind die mit Abstand grössten Anbieter solcher Stellen, dann folgen internationale Organisationen wie UN (mit Ihren Unterorganisationen), das Rote Kreuz oder auch die Welthungerhilfe...

Viel wichtiger als die Ausbildung ist aber die Bereitschaft den Menschen zu helfen, dazu gehört auch das Akzeptieren von schlechten Arbeitsbedingungen, die Bedrohung der eigenen Gesundheit und Lebens, sowie der richtige Umgang mit den Menschen, den Typ "bei uns in Deutschland..." kann man in der Entwicklungshilfe nicht gebrauchen, man muss die Hilfsbedürftigen respektieren und damit haben viele Anfänger enorme Probleme.

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Es gibt doch nur 3 Religionen die weltweit mehr oder weniger vertreten sind, deshalb ist es offensichtlich, dass Hindus oder Buddhisten wohl eher nicht verfolgt werden, nimmt man mal die Repressalien buddhistischer Mönche in kommunistischen Staaten wie im durch China kontrollierten Tibet oder der Militärjunta in Birma oder Mianmar aus...

Während des Kalten Krieges waren Religionen den Diktaturen im Osten ein Dorn im Auge, letztendlich haben die vom Papst gestützte Solidarnosc oder die Montagsgebete/-demos in der DDR ja auch letztendlich einiges zum Sturz dieser Regime beigetragen, ähnliches zeigt sich seit Jahren in China, wo christliche Gruppen seit Jahren passiven Widerstand leisten und deshalb verfolgt werden. Gerade der Kommunismus/Sozialismus hat mit seinen religiös anmutenden Aufzug natürlich den Anspruch jedwede Konkurrenz auszuschalten.

In islamischen Ländern sorgt die Scharia und fanatische Glaubensführer für ein stetiges Klima des Hasses, es ist in vielen Ländern des Islam verboten zum Christentum zu wechseln, auch der Bau und der Betrieb von Kirchen ist strengstens untersagt. Es kommt in regelmäßigen Abständen zu Pogromen in Ägypten (Islamisten gegen Kopten), Malaysia oder Indonesien haben auch eine traurige Tradition, in diesen Ländern gibt es nur ein Wort für Gott 'Allah' wenn Christen dieses Wort verwenden wird es als Gotteslästerung ausgelegt und führt immer wieder zu schlimmen Zwischenfällen.

Die Anzahl der Christen, die unter Verfolgung direkt leidet wird auf 80-120 Millionen geschätzt, in jedem Jahr fallen der Verfolgung 10.-12.000 Menschen zum Opfer, die von vielen Anti-Theisten angeführte Mitschuld der Opfer, bezieht sich auf die Missionstätigkeit einiger christlicher Sekten/Freikirchen, allerdings sprechen wir hier höchstens von einigen Dutzend, die zudem im Notfall das Land verlassen können, oder durch die Beteiligung Ihrer Regierungen freigekauft werden, für die christlichen Einwohner eines islamischen Staates sieht die Wirklichkeit da ganz anders aus.

Die Verfolgung Andersdenkender, Andersgläubiger oder ethnischer Minderheiten wird in der westlichen Welt seit Jahrzehnten hart verurteilt, leider dürfte es noch einige Jahrzehnte dauern, bis sich da etwas ändert, die Entwicklungen in der islamischen Welt und das langsame Sterben kommunistischer Regimes lassen aber die Hoffnung zu, dass wir das Ende dieser Verfolgungen noch erleben werden...

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In Südafrika spricht man Englisch und Afrikaans...die Stammessprachen wie isiZulu, Siswati oder isiXhosa sind zwar theoretisch offizielle Amtssprachen, aber nicht wirklich allgemeine Verkehrssprachen...

Ägyptisch ist keine Sprache, sondern ein arabischer Dialekt

Swahili ist eine ostafrikanische Verkehrsprache, die in weiten Teilen Ostafrikas gesprochen wird, dadurch gehört sie neben Englisch und Französisch zu den wichtigsten Sprachen Afrikas, in Südafrika spricht man sie aber nicht!

Die anderen von Dir genannten Sprachen sind Bantu-Sprachen die außerhalb der entsprechenden Stämme kaum benutzt werden, allerdings kann man viele Bantu-Sprachen rudimentär verstehen wenn man eine gelernt hat, sie stammen alle aus der gleichen Wurzel...

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Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht als ich vor 12 Monaten nach 7 Jahren aus Kenia nach Berlin zurück kam. Nur war meine Auslandsgemeinde (EKD) in Nairobi eine feste Gemeinschaft mit einer sehr überdurchschnittlichen Gemeinde, viele waren engagiert und man verbrachte auch viel Freizeit nach den Gottesdiensten und auf den anderen Veranstaltungen...

Wenn Du Anschluss in einer Gemeinde suchst, dann bieten sich die Gesprächskreise an, dort wird man vieles erfahren und man bekommt persönliche Kontakte zu anderen Christen in der Gemeinde. Ich hatte das Glück eine schöne Gemeinde zu finden, die zudem auch einen Kindergartenplatz für meinen Sohn anboten, trotzdem hält sich mein Kontakt innerhalb der Gemeinde immer noch in Grenzen, in Deutschland sind die Menschen nicht so schnell mit Freund- und Bekanntschaften, wer sich innerhalb der Gemeinde eine Gruppe von Menschen sucht, der fühlt sich auch schnell dort zuhause, es ist nicht anders wie in anderen Gruppen und Vereinen, je mehr man sich einbringt um so schneller fühlt man sich auch angenommen...

Es gibt im übrigen auch ganz hervorragende Freikirchen, in einer Großstadt wie Berlin hat man die Auswahl, denn die EKD-Gemeinden sind zahlreich, lebt man in kleineren Städten oder auf dem Land, kann die nahe Kirche schon manchmal unpassend oder nicht optimal sein, allerdings sollte man als Christ auf die Dinge einwirken die einem nicht passen, da kommt man dann schnell in die Bredouille eines Ehrenamts, als ich anfing Dinge in unserer Auslandsgemeinde anzusprechen fand ich mich Wochen später im Kirchenvorstand wieder, später genoss ich diese Pflichten aber es kostet auch enorm viel Freizeit...

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Alles falsch...:-)

Wenn man über ein Buch spricht, dann kann man eigentlich nur von den mehrseitigen Lagen Papyrus reden die man ab dem 1. Jh. im römischen Kaiserreich findet, sie werden Kodex genannt und erst ab dem 4. Jh durch das billigere und weitaus verfügbarere Papier ersetzt, darauf folgen die handschriftlichen Bücher christlicher Mönche...

Das erste Buch über Gott dürfte also von der römischen Götterwelt gehandelt haben, geht es um moderne, gedruckte Bücher ist die berühmte Gutenberg-Bibel wohl das erste göttliche Buch, bis heute auch das am meisten verbreitete...

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Warum strömen zu Weihnachten so viele Menschen zur Kirche?

Ich beobachte seit Jahren, dass zu Weihnachten viele Menschen zur Kirche strömen, nicht nur Christen, sondern auch Agnostiker und Atheisten, die den geschichtlichen Fakten des Weihnachts-Evangeliums widersprechen. Was zieht auch diese Leute zur Christmette? Was hat das Weihnachtsfest mit der Weihnachtsgeschichte zu tun?

Diese Frage wurde kürzlich sinngemäß auf gutefrag.net gestellt, leider etwas wenig feinfühlig. Deshalb wurde sie vom Support nach eingehender Prüfung gelöscht. Das sollten wir hier akzeptieren. Ich erlaube mir, die Frage aus aktuellem Anlass leicht verändert aufzugreifen mit meiner ursprünglichen Antwort.

Was hat nun das Weihnachtsfest mit dem Inhalt des Lukas-Evangeliums (Kap. II, Vers 1-20) zu tun hat? Bei der Frage geht es hier keinesfalls um historische heidnische Ursprünge oder um kirchliche und profane Geschichtsschreibung. Das alte Familienfest zur winterlichen Sonnwende wurde nun einmal in christlicher Zeit mit einem Mythos gefüllt, der das abendländische Brauchtum bis heute prägt. Das ist der schlichte Bedeutungs-zusammenhang zwischen dem Weihnachtsfest und der entsprechenden „Frohen Botschaft“. Mit all diesen Einsichten können auch gläubige Christen gut leben. Und die Frage nach dem Ursprung der Religiosität erscheint mir hier unangemessen und wurde von mir auf dieser Plattform andernorts erörtert.

Was zieht nun zu Weihnachten Christen wie Nicht-Christen zur Kirche? Zu Weihnachten feiern die Christen die Geburt ihres Erlösers, den sie Jesus nennen und als Gottessohn verehren. Und jene Nicht-Christen, die nur zu Weihnachten ausnahmsweise zur Kirche gehen, sei es aus Rührseligkeit oder Wehmut, oder zur Pflege von Familientradition oder Kindheitserinnerungen, machen sich dabei keine Gedanken über historische Fakten und Rätsel: Soweit z.B. die Geburt des Zimmermann-Sohnes nachprüfbar ist, fand sie vermutlich im Sommer im subtropischen Bethlehem statt. Warum da um den liebevoll dekorierten Stall herum alles tief verschneit ist, interessiert doch dabei niemand, wo es auf die emotionale Wirkung ankommt. Diese plastische Bebilderung des Mythos Bethlehem befriedigt in genau der so gestalteten Weise Wehmut, Sehnsucht und Trost erheischende Bedürfnisse. Und genau diese traditionelle Kultur, von der Frohen Botschaft, dem Christkind bis zur heimeligen Kinderbescherung in der warmen Stube inmitten äußerer Kälte mit weißer Schneedecke verschafft vielen Menschen Lebensfreude.

Und Lebensfreude wäre das Allerletzte, was ich den Menschen missgönne, seien es Christen oder Nicht-Christen. Was immer sie auch glauben und fühlen auch mögen:

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!.

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Ich kann den Eindruck nur bestätigen, gestern zum Gottesdienst gab es kaum noch einen freien Platz in unserer Kirche und beim Rausgehen standen bereits wieder lange Schlangen an den Eingängen rund eine halbe Stunde vor dem Beginn der 18:00 Messe...

Das liegt erst einmal an dem tollen Schinkel-Bau und unserem stadtbekannten Posaunen-Spiel, die ausgesprochen tolle Akustik macht die bekannten Weihnachtsweisen zu einem Erlebnis, wenn dann auch noch eine an der dt. Oper tätige Sopranistin von der Empore schmettert, bekommt man viel geboten, wo man eigentlich 10-15 Euro Eintritt berappen könnte.

Wir sehen das übrigens Leidenschaftslos, selbst wenn sich nur einer der Besucher nicht nur von der Musik sondern auch von den Worten der Predigt ansprechen lässt, hat sich das Ertragen von flüsternden, nicht singenden und betenden Besuchern bereits gelohnt. Selbst wenn sie nur zuhören nehmen sie an unserem Gottesdienst teil, werden also auch für eine gute Stunde Teil der Gemeinde. Unser Pfarrer nutzte diese Möglichkeit in seiner Predigt, die vielen wie eine Moralpredigt vorgekommen sein sollte, er ermahnte uns an das zu erinnern, was das Weihnachtsfest ausmacht und das ist bei uns Lutheranern die Nächstenliebe und Demut vor dem, was uns Gott gegeben hat. Viele Gemeindemitglieder haben vor und nach dem Gottesdienst an den Aktionen teilgenommen, die sich in einer armen Stadt wie Berlin einfach anbieten, ich war sicher zum 20. Mal bei einer Neuköllner Gemeinde die am Heiligabend Decken, Kleidung und Essen an die Obdachlosen verteilt, dort findet man den alten Geist der barmherzigen Weihnacht noch...

In wieweit man sich an diesem Feste mit den Armen und Verzweifelten beschäftigt bleibt jedem selber überlassen, dazu muss man sicher nicht gläubig sein, aber ein wenig Obacht für meine Nachbarn oder eine Aufmerksamkeit für die, an denen man sonst vorbeieilt bietet sich an. Frank Zander ist sicher kein gläubiger Christ, aber sein Weihnachtsessen verdient höchste Anerkennung, vor allem weil er sich selbst an den Eingang stellt und die Obdachlosen per Handschlag begrüsst, viele die solche Events organisieren haben da Berührungsängste. Weihnachten kann also auch für Nicht-Christen Anstöße liefern, die karitative Aufgaben der Kirchen beschränken sich natürlich nicht auf das Weihnachtsfest, aber wir freuen uns jedes Jahr auf die, die sich für ein paar Stunden Zeit für die Ärmsten nehmen, brauchen tun wir die nicht, aber es füllt das Sinnesorgan Barmherzigkeit und Liebe mit neuer Energie, wer sich an diesem Tag des eigenen Glückes und des Unglückes Anderer bewusst wird, hat viel für das bevorstehende Jahr gelernt, deshalb denke ich zieht es auch viele Menschen zu Weihnachten in die Kirchen, die 2-10 Euro die sie ins Körbchen legen ist die Anerkennung unserer Arbeit, viele sind aber wirklich nur wegen der Musik da, im Prinzip habe ich damit aber keine Probleme...

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Man sollte sich von der Vorstellung verabschieden, Afrika hätte ein stetiges Hungerproblem, diese Hungersnöte treten immer seltener auf, weil es weniger Konflikte gibt und sich Versorgungssituation selbst in entlegenden Gebieten deutlich gebessert hat...

Es gibt sehr viele Regionen in Afrika wo ein hoher Überschuss von Nahrungsmitteln produziert wird, außerdem sorgen das Klima und hochwertige Böden für 3-4 Ernten pro Jahr, leider verhindern infrastrukturelle Defizite eine bessere Verteilung der produzierten Lebensmittel, z.T. führt das sogar zum Verderben großer Mengen von Getreide, Gemüse und Früchten...

Ein großes Problem ist die Fehl- oder Unterernährung vor allem von Afrikanern die im Speckgürtel der Städte oder den Slums leben, mit Ihren geringen Einkommen sind sie oft nicht in der Lage hochwertige Lebensmittel zu erwerben, deren Preise werden mittelbar durch die an den Börsen betriebene Spekulation z.B. auf Mais oder Korn hochgetrieben, der Mais verteuerte sich alleine durch die Verwendung als Bio-Sprit und zur Speisung von Bio-Gas-Anlagen in den letzten Jahren erheblich.

Die jüngste Hungersnot am Horn von Afrika ging auf eine lange Dürre zurück, erschwerend kam dann die Unerreichbarkeit der Bedürftigen durch die Blockade der islamistischen Milizen hinzu, insgesamt sind die Zahl der Hungersnöte in den letzten 20 Jahren drastisch zurückgegangen, die Dürren und die daraus resultierenden Folgen werden heutzutage oft schon im Vorfeld erkannt und von internationalen Hilfsorganisationen präventiv bekämpft...

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Welche Fragen hast Du denn zu dem Thema?

In Berlin bist Du doch an der Quelle der Ereignisse, alleine die Museenlandschaft offeriert die beste Voraussetzung für ein umfassendes Bild dieser Zeit. Das 'Deutsche Historische Museum' der Bundestag/Reichstag bietet Führungen an, bei der Du einige Fragen klären kannst, darüber hinaus bieten sich weitere 5-6 Standorte an, die Adressen findest Du über google ganz leicht...

Bevor Du aber Museumsangestellte mit Deinen Fragen konfrontierst wäre es angebracht sich möglichst gut zu informieren, alleine Wiki bietet da einiges an Information an, wenn Du ein gutes Buch für Anfänger zur Weimarer Republik suchst kann ich Dir folgende Empfehlen:

  • Die Weimarer Republik, Eberhard Kolb (ISBN-13: 978-3486497960), ist sicher nicht unbedingt etwas für den absoluten Laien, stellt aber schon so etwas wie ein Standardwerk da, ich persönlich kann es uneingeschränkt empfehlen

  • Deutsche Geschichte für Dummies, Christian von Ditfurth empfiehlt sich grundsätzlich für den Einsteiger, handelt zwar im Prinzip die gesamte deutsche Geschichte ab, durch die Methodik wird man aber auch an das Thema Historie und die damit verbundenen Arbeitsmethoden herangeführt

  • Weimar - Die überforderte Republik, Ursula Büttner (ISBN: 978-3-608-94308-5) suuuper Buch und noch relativ neu, bietet einen sehr tiefen Einblick in das Thema und liest sich auch für den Einsteiger recht gut, habe es nicht aus der Hand legen können, ist aber mit rund 45 Euro auch nicht billig...

Geschichte gehört zu meinen liebsten 'Zeitverschwendungen', es begeistert, wenn man sich selbst etwas erarbeitet, dazu muss man sich aber durch einige Quellen kämpfen, zum Verständnis der Ereignisse muss man sich die Entstehung des Kaiserreiches 1871 genauso verinnerlichen wie sein Untergang 1918, selbst die Bewegung von der deutschen Revolution 1848 bis zum Hambacher Fest sind Grundlagen, ohne die man die Deutsche Geschichte bis 1933 nur sehr schwer versteht...

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Ganz so negativ sehe ich das mit dem Fairtrade nicht, obwohl trotz des marxistisch-leninistischen Link von E36Astronom ja auch teilweise etwas wahres dran ist...

Grundsätzlich ist die Idee mit dem Fairtrade richtig, ich habe die Auswirkungen auf die Kaffee-Bauern in Kenia selbst miterlebt, die Ertragssteigerungen betragen z.T. mehr als 50%, das geht aber vor allem auf die Initiativen der kenianischen Regierung zurück, die Absprachen und Beeinflussungen der Käufer mit den Auktionatoren weitestgehend abgestellt haben, der Druck kam aber über die EU und UN und geht ursprünglich eben auf die bewussteren Käufer in den westlichen Staaten zurück...

Generell erzielt man den grössten Effekt, wenn man Kaffee, Tee oder Kakao in 3. Welt Läden kauft, dort ist die Wertschöpfungskette am besten und vor allem arbeiten solche Organisationen eben direkt mit den Kleinerzeugern zusammen, die wirklich erfolgreichen Produzenten von Rohkaffee (Tee, Kakao) sind Großbetriebe, die aber z.T. tausende von Menschen beschäftigen, ein wichtiger Punkt hierbei ist eine faire Bezahlung, die kann man aber nur mit höheren Preisen erreichen.

Grundsätzlich rate ich davon ab, bei Super-Diskontern zu kaufen, das T-Shirt für 3 Euro oder die Schokolade für 70 Cent kann nur über unökologische, unsoziale oder eben unmenschliche Rohstoffgewinnung und Verarbeitung erfolgen, man kann sich anhand von Stundenlöhnen und Transportkosten ausrechnen, dass ein T-Shirt mindestens 7-8 Euro kosten muss, Schokolade dürfte für unter 1,20 Euro nur bedingt sozial verträglich sein.

Der Verbraucher hat eigentlich die größte Macht, denn wenn er diese Billigprodukte nicht mehr erwirbt, bzw. teure 3-Welt-Läden besucht, muss sich der Handel und die Industrie umstellen. Ähnlich wie die Empörung durch den japanischen Nuklearunfall die Kernenergie in Deutschland untragbar machte, sollten Bilder über das Elend, dass die Produktionszyklen der Industrie teilweise in der 3. Welt anrichten einen Ruck in der Bevölkerung auslösen, dafür sind wir aber scheinbar doch zu sorglos und egoistisch, teilweise muss ich das auch verstehen, denn wenn ich z.B. zu Weihnachten mit HartzIV am shoppen bin, werde ich nicht wegen ökologischer und sozialer Gründe auf den Billigweihnachtsmann oder Spielzeug aus China verzichten, in sofern ist auch da unser Staat gefordert, wenn er diesen Trend unterstützen will, muss sich das auch in der Bemessung der Existenzgrundlage ausdrücken...

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Die Sense ist uralt, man findet die Darstellung sogar schon auf Stichen aus dem 9. Jh., zu dieser Zeit war es noch relativ unüblich in ein Geschäft zu laufen, man bekam die Klinge also vom Dorfschmied, bzw. stellte diese selbst her, denn viele Höfe lagen soweit von grösseren Ansiedlungen entfernt, dass man sich da sicher selbst behelfen musste, ähnliches gibt es übrigens noch heute in vielen Alpen-Höfen...

Die Klinge einer Sense wurde aus Eisen gefertigt, da sie eigenhändig geschärft wurde (Wetzstein) hielt sie vermutlich Jahrzehnte, der Holzkörper wurde selbst gebaut, unterscheidet sich auch regional z.T. erheblich, die Herstellung von Werkzeugen in grösseren Stückzahlen kennt man wohl erst aus dem Spätmittelalter, vorher gab es sicher reisende Händler, die die Klingen anboten. Ab dem 14. Jh. gibt es Schmieden, die sich auf die Herstellung besonders hochwertiger Klingen spezialisiert haben ab dem 15. Jh. traten dann die ersten Sensenschmiedezünfte auf, ein Beleg dafür, dass sich die Sensenherstellung zu einem mächtigen Wirtschaftszweig entwickelte.

Der einzige Hinweis auf den Preis einer Sense finde ich in einem schwäbischen Stadtarchiv, dort spricht man von einem Preis von 10 Hellern, was in etwa der Kaufkraft von 50 Hühnern entspricht, allerdings dürfte es sich um eine gebrauchte Sense gehandelt haben, weswegen man von einem Marktpreis ausgehen kann der wohl locker beim doppelten Preis liegt...

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Diese Informationen gehen beim kopieren der Daten in diesem Fall verloren, deswegen empfiehlt es sich Back-up-Programme zu verwenden, wenn man eine identische Kopie erstellen will, bei der auch die Dateiinformationen 1:1 übernommen werden sollte man ein Image der Partition erstellen, das geht mit vielen kostenlosen Programmen ganz fix:

http://www.chip.de/downloads/DriveImage-XML_23847523.html

Es gibt leider keine Möglichkeit an die ursprünglichen Daten wieder heranzukommen, wenn Du in Zukunft nicht wieder so ein Problem haben willst dann verwende Kopien Deiner Partition oder richte Dir ein Raid-1 System ein (2 identische Festplatten im Verbund), fällt dann eine Platte aus, kannst Du sie ersetzen, verlierst aber weder Daten noch die Datei-Informationen...

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Das Streamen von Musik oder Videos beschäftigt den Prozessor (CPU) da heutzutage Medien komprimiert sind, einfach mal den Taskmanager aufrufen und die Auslastung checken, sicher könnte auch ein zu knappes RAM dafür verantwortlich sein, Videos verschlingen haufenweise Speicher, wenn dann das langsame Swap-File auf einer minder schnellen oder geclusterten (ungeordneten) Festplatte ins Spiel kommt, kann es zu Verzögerungen kommen...

Die Soundchips haben vielleicht vor 10 oder 12 Jahren die Rechner vor Kapazitätsprobleme gestellt, heute kann man selbst jenseits der 48kbit kaum eine Beeinträchtigung der Leistung feststellen...

In jedem Fall die Konfiguration posten, theoretisch könnte es sogar an einem veralteten Plug-in oder gleich am ganzen Browser liegen...

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Was mich an dem ganzen Thema so furchtbar ankotzt, ist die Tatsache, dass es einer menschenverachtenen, grundgesetzfeindlichen und offenbar nazifreundlichen Partei überhaupt möglich ist, sich auf offener Strasse zu dieser Gesinnung zu bekennen...

Wie oft habe ich mich gewundert, dass sich die Leute nicht vor einem NPD-Stand aufbauen und die richtigen Fragen stellen...

Wenn wir in diesem Land eine vernünftige Zivilgesellschaft hätten, würden sich die Braunen kaum noch aus dem Haus trauen, Eltern würden darauf achten, dass Ihre Kinder nicht mit brauner Literatur ausgestattet werden, keine Ausländer oder Andersdenkende hassen und sich keine Springerstiefel und Bomberjacken anziehen.

Weiterhin ist es unmöglich, dass sich die Terroristen der NSU jahrelang ohne die Mitwisser in den zuständigen Behörden bewegt haben, da muss es bereits vor der Gründung dieser kriminellen Vereinigung Menschen gegeben haben, denen dieses Gedankengut irgendwie richtig vor kam...

Ich denke wir können uns das Verbotsverfahren schenken, lassen wir die Mitglieder einfach wissen, dass es in einem Land, dass 6 Millionen Menschen vergast hat und die Welt in den schlimmsten Krieg der Geschichte stürzte, kein Platz ist für solch ein Gedankengut, erkennen wir Ihnen die Staatsbürgerschaft ab und lassen sie einen Asylantrag stellen...

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Der Feudalismus war die Antwort auf ein am Boden liegendes Europa, dass nach dem Untergang des römischen Reiches seiner Schutzmacht beraubt war, in den Nachwehen der Völkerwanderung fielen dann auch noch Sarazenen, Magyaren und Wikinger über die einzelnen Ansammlungen von Menschen her...

Eigentlich war der Feudalismus also ein Segen für Europa, denn die jeweiligen Landesfürsten bildeten unter dem Dache des Königs (später Kaiser HRR) Schutz, Unterstützung und auch das jeweilige Rechtssystem. Alles das schuf die Feudalordnung, dass sie im Laufe der Jahrhunderte (von etwa 700 bis weit ins 18. Jh.) Ihre Betreiber korrumpierte und die Untertanen z.T. versklavte (Leibeigene) ist mehr als Folge der stetigen Verarmung und Verschuldung ganzer Regionen zu sehen.

Die Menschen waren dem System nicht wirklich abgeneigt, denn Alternativen gab es nicht wirklich, erst mit der Bildung von Nationalstaaten wurde die Feudalordnung durch konstitutionelle Monarchien ersetzt, die z.T. totalitär (Absolutismus) aber auch schon fast demokratische Züge hatten (Monarchie mit Parlament in Großbritanien).

Letztlich führte der 30jährige Krieg zum Aufbegehren der Landbevölkerung, die Bewohner der Städte waren da schon seit mehr als 150 Jahre frei (Stadtluft macht frei), die Städte nahmen sich das Recht, als freie Städte und unter der Führung einer gewählten Regierung (jetzt mal ganz einfach ausgedrückt) die eigenen Geschicke zu bestimmen. Letztendlich führte die emanzipierte und gebildete Schicht der Städter zu den Ansätzen, die erst die Reformation und dann die Befreiung von der Leibeigenschaft erreichte, auch die Aufklärung fällt in diese Zeit, vorher gab das Menschenbild Begriffe wie Freiheit oder Selbstbestimmung für die einfachen Leute nicht her, auch die Gesetze in dieser Zeit unterschieden ganz klar zwischen Freien und Unfreien...

Das ist jetzt keine Magister-Arbeit, sondern eine freche, freie und vor allem schluderhafte Zusammenfassung, also bitte die Schlüsselwörter googeln, dann kann man sich den Rest besser vorstellen...

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Weil Du die Installation eines 64-bit Systems auf der Vista-Plattform starten willst, das geht aber nicht, weil Dein Vista erstmal den Upgrade erwartet...

Entweder das Image auf eine DVD brennen und dann von dort booten, oder auf einen USB-Stick:

http://www.chip.de/news/Microsoft-Tool-Windows-7-vom-USB-Stick-installieren_38622482.html

...das ist eine recht gute Anleitung...:-)

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Der Investiturstreit ergibt sich aus dem Eigenkirchenrecht der fränkischen Könige, es war also eine Regelung, die es dem König erlaubte zu bestimmen, wer an die Spitze eines Erzbistums gelang, dass im Laufe des frühen MA oft mit dem landesfürstlichen Posten identisch war...

Im Laufe der Zeit fanden die fränkischen Könige (die späteren Kaiser des HRR) es schick mehr und mehr Landeslehen mit Bischöfen zu belegen, denn ein Bischof hatte keine Nachkommen, man konnte Ihn also nach seinem Ableben wieder neu besetzen. Irgendwann kam dann ein gewisser Gregor VII. auf den heiligen Stuhl und verbot sich die Benennung der Posten durch den römischen Kaiser Heinrich IV., beide waren recht starrsinnige Persönlichkeiten und als Heinrich gegen den Papst offen opponierte sprach dieser den Kirchenbann über Heinrich aus. Vorher hatte man sich bei Streitigkeiten oft des Papstes erledigt oder einen Gegenpapst aufgestellt, obwohl Heinrich all das versuchte scharrte der Papst mehr und mehr Unterstützer um sich, letztlich folgte die Mehrheit der europäischen Fürsten und Landesherren Gregor, Heinrich musste klein bei geben und pilgerte im Büßerhemd nach Canossa, der Papst vergab Ihm und setzte fortan selber die Bischöfe ein...

Das führte mittelbar zu einem grösseren Einfluss Roms über die Fürstentümer des HRR, denn durch die Schaffung neuer Erzbistümer war nun der Einfluss der Erzbischöfe höher als der weltlicher Fürsten, zudem zeigte Rom den weltlichen Führern, wer die grössere Macht in Europa hatte, das Papstum wurde auf mehrer Jahrhunderte weitaus mehr gefestigt, die Einigkeit des Papsttums mit der Kaiserwürde war zerstört, fortan war der Papst per se höher gestellt (Gott gewollt) als der Kaiser (vom Papst gesalbt)...

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Ich kenne einen Japaner der mit einer Keniarin verheiratet ist und in Nairobi lebt, generell ist das aber keine sehr häufige Verbindung, mit dem Zustrom von Chinesen nach Afrika dürfte sich das aber in den nächsten 20 Jahren deutlich ändern, so sind z.B. die Bewohner vieler Inseln im Indischen Ozean das Produkt früher Seefahrer und z.T. sogar Schiffsbrüchiger aus Asien...:-)

Ich bin selber mit einer Kenianerin verheiratet, bin aber auch der Meinung, dass binationale Ehen bereits ziemlich hohe Anforderungen an die Partner stellen, sind die Kulturen sehr unterschiedlich wird es dann noch komplizierter. Eine Partnerschaft sollte aber auf Zuneigung aufgebaut sein, wenn man sich selber - so wie Du - unter Druck setzt einen Ostasiaten als Partner zu bekommen, wird man sich schnell für einen falschen Partner entscheiden oder die Erwartungshaltung führt schnell zur Enttäuschung...

Liebe ist international und internationale Partnerschaften können ganz toll sein, leider enden auch viele in absoluten Katastrophen, wenn man aber offen und lernbereit ist, kann einen die fremde Kultur auch beflügeln...

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Im Gegensatz zu den Muslimen verfügt die Bibel über eine lückenlose Quellenlage und eine genaue Dokumentation jeglicher Anpassungen. Nur gilt das ausschließlich für die Übersetzungen, denn die Urtexte liegen ja unverändert in griechisch und aramäisch vor...

Im Gegensatz zum Koran, wurde die Bibel nicht in einem Stück verfasst und die einzelnen Bücher bis zur Kanonisierung in unterschiedlicher Zusammensetzung von jeder einzelnen Gemeinde bewahrt. Alleine der Fund diverser Schriftrollen in den letzten 150 Jahren hat die Authentizität der aktuellen Übersetzung doch wohl eher bestätigt. Die Übersetzungen werden auch nicht zentral von irgendeiner Behörde gesteuert, sondern werden von tausenden unabhängiger Institute, Firmen und Einzelpersonen ständig überarbeitet, alleine die Linguisten treffen sich regelmäßig, um die neuesten Übersetzungen zu prüfen/diskutieren...

Im Gegensatz dazu ist der Koran weit weniger transparent:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Korantexts

...da bilde sich bitte jeder selbst eine Meinung...

Generell ist die Unterstellung mancher muslimischer Gelehrter oder z.B. wahabitischer Gruppen (Salafisten) nichts anderes als ein Angriff, um die eigene Lehre zu überhöhen und Christen zum Glauben an Allah zu konvertieren. Diese plumpe Vorgehensweise kennt man aber auch aus dem evangelikalen Lager, auch dort gibt es 'Christen', die den Moslems Ihren Glauben ausreden wollen, mit ähnlichen Ansätzen...

Beide Gruppen beschädigen sowohl den religiösen Frieden als auch das Thema Religion als ganzes. Abraham gilt als Religionsstifter des Judentums, Christentums und des Islam, wer sich daran stört, hat das Thema Toleranz nicht unbedingt verstanden, während die westliche Welt sich mit der Freiheit des Bekenntnisses seit langem abgefunden hat, scheinen manche Moslems noch immer an der Utopie festzuhalten, die Welt könnte eines Tages nur noch aus Moslems bestehen, das ist nicht nur ein Trugschluss, sondern m.E. der Hauptgrund für den Extremismus...

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Das Visum ist kein großes Problem, solange Du noch nie in Südafrika warst, wirst Du vorher dort nicht auffällig gewesen oder des Landes verwiesen worden sein, ein anderer Grund für die Ablehnung eines Visums fällt mir nämlich nicht ein...

Bei Dir geht es aber nur sekundär um ein Visum, was Du benötigst ist eine Arbeitserlaubnis und die bekommt man nicht so ohne weiteres. Eigentlich kümmert sich der Arbeitgeber oder die Organisation, die Dich dort einsetzen will darum. Zumindest sollten die Dir einen Arbeitsvertrag oder ein Dokument schicken, dass die Stelle beschreibt und den Grund dafür nennt, warum ein Ausländer diesen Job nun ausführen soll...

Das Visum ist Bestandteil der Arbeitserlaubnis, bei einem längeren Aufenthalt kommt dann eh nur eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein Visum mit einer bestimmten Klasse in Frage, das Touristenvisum berechtigt nicht zur Aufnahme einer Tätigkeit, selbst wenn diese pro bono, also ohne Bezahlung erfolgt...

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Misst man das immernoch an dem ehemaligen Grenzstreifen?

Ich denke die Wahl des Stadtteils ist erstmal eine Frage des Anspruchs, ich kann mir keinen schlimmeren Ort als Marzahn/Hellersdorf vorstellen, aber es gibt offenbar Menschen, die damit überhaupt keine Probleme haben und Andere, die da seit Generationen leben und es als Ihre Heimat ansehen...

Ansonsten gibt es kaum noch Bezirke die nun spezifisch ein OST oder WEST Gefühl vermitteln, sicher gibt es Bewohner, die über mehr soziales Engagement oder Solidaritätsgefühl schwadronieren, nur kann ich beim besten Willen keinen Unterschied feststellen, jedes Gebiet in Berlin hat Bereiche, in denen die Menschen ein stärkeres Kiez-Bewusstsein entwickeln als man generell in Berlin vorfindet. Das gibt es im links-ökologischen Kreuzberg mit seiner Multi-Kulti Gesellschaft genauso wie im gut-bürgerlichen Charlottenburg...

Entscheidend für Zugereiste dürften die Mieten und das Umfeld sein, wer wenig Geld zur Verfügung hat, der entscheidet sich für einen Bezirk, der Mietpreise unterhalb der 5 Eruo/qm anbietet, wer einen guten Job sein eigen nennt, der sucht sich halt bessere Quartiere oder kauft/mietet ein Einfamilienhaus außerhalb der Stadt.

In Berlin kann man sich generell wohlfühlen, ganz egal ob man HartzIVler, Handwerker, Beamter oder Millionär ist, für jede soziale Schicht gibt es Wohnungen, Läden, Märkte und Kneipen/Restaurants, tatsächlich ist Berlin die billigste Metropole in Europa, dazu kommt der Umstand, dass sie ausserdem die grünste Stadt Europas ist, also mehr Erholungsgebiete, Parks und Wasserflächen bietet wie jede andere Stadt...

Berlin ist der Hammer...:-))

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Das preiswerteste Gerät in der Chipliste der besten Beamer ist der Acer H5360BD, der kostet allerdings 560 Euro...die Austauschbirne übrigens nur 135 Euro!

Wenn Du allerdings nur 2-3m Projekttionsfläche brauchst und der Raum nicht gerade taghell ist, dann könnte eventuell ein LED-Beamer ausreichen:

http://www.chip.de/artikel/LED-Beamer-Konkurrenz-fuer-LCD-und-DLP-Projektor_40788279.html

Die Helligkeit ist allerdings mit den rund 1,600 Lumen des Acer nicht zu vergleichen, der im Test vorgestellte BenQ GP1 ist zwar keine Wundermaschine, wird aber schlichteren Anforderungen durchaus gerecht, mit einem Preis von 380 Euro ist er unschlagbar billig, kann aber auch nur 102 Lumen, da wird man um ein leichtes Abdunkeln nicht herumkommen...

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Hmmm...keine einfache Frage...

Die Zeit des frühen ANC ist wenig dokumentiert, ich hatte da mal ein tolles Buch es liegt aber immer noch in meinem Büro in Nairobi und ich kann mich nicht einmal mehr an den Titel erinnern...:-)

Die Geschichte des ANC reicht bis in Jahr 1914 zurück, dabei ist es u.a. interessant, dass es bereits mehr als 10 Jahre vorher eine Bewegung gegen eine andere Apartheid gegeben hatte, ein gewisser Mohandas Karamchand Gandhi legte sich mit der britischen Verwaltung wegen der Benachteiligung von Indern an...:-)

Diese Flamme erreichte nie die schwarze Bevölkerung und den Indern waren die Afrikaner auch nie wirklich wichtig, trotzdem war die grundsätzliche Auseinandersetzung mit diesem Thema auch entscheidend für die Entscheidung der frühen intellektuellen Vertreter Schwarzer Südafrikaner in London, damals ging es aber - wie oft in Afrika - um die Landfrage...

Während des 2. Weltkriegs war es relativ ruhig um die Aktivitäten des ANC-Vorläufers, erst in den 50er formierte sich der Widerstand, da die Rassentrennung nach dem 2. Weltkrieg stark zunahm, vor allem deswegen, weil die Vereinigung der Buren (Afrikaaner- National Party) mit den britisch-stämmigen Einwohnern (South African Party) zur United Party, im weiteren Verlauf wuchs der Einfluß der rassistischen Buren und dadurch die Beeinträchtigung intellektueller Schwarzer, die z.T. auch in Europa studiert hatten und nun auf Jobs im ÖD und den großen Firmen hofften...

Mandela lernte seine politischen Weggefährten bereits während seines Jura-Studiums in Fort Hare kennen, nur kurze Zeit später formulierte Oliver Tambo die Grundgedanken des ANC:

en.wikipedia.org/wiki/Defiance_Campaign

Damit ging es los. Der Mandela-Plan sah in erster Linie eine Kampagne vor, die die einfachen Leute über die eigene Zustände und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten aufklären sollte, ganz ähnlich übrig den Arbeitervereinen eines LaSalle, die Mandela übrigens durchaus als Vorbild seiner Arbeit verstand. Dadurch wurde er äußerst populär und war der Regierung sicher ein Dorn im Auge. Die Aktionen des Mandela-Plans sorgten fortwährend für einen Zuwachs der politisch engagierten schwarzen Südafrikaner und obwohl sie keine Gewalt ausübten, entschloss man sich 1956 die Drahtzieher vor Gericht zu stellen

www.anc.org.za/show.php?id=3743

Da kannst Du die Fragen des Gerichts und Mandelas geschickte Antworten lesen, weiterhin findest Du auf der Seite noch mehr Antworten für Dein Referat, zu dem ich Dir alles gute Wünsche...

Nelson Mandela ist eine Inspiration für den gesamten Kontient und es gibt nur sehr wenige Afrikaner die seinen Stellenwert erreichen, leider habe ich Ihn nie selbst getroffen, aber sein Buch "Der lange Weg zur Freiheit" ist ein Muss, wenn man sich für die Person interessiert...

Noch Fragen?

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Die Souveränität war lediglich bis zum 5.Mai 1955 eingeschränkt, dann wurde der Besatzungsstatus der West-Alliierten aufgehoben, die Bundesrepublik trat darauf im selben Jahr der Nato bei und unterzeichnete 1957 die Römer Verträge - Grundlage der heutigen EU -, ein nicht-souveräner Staat hätte beide Verträge nicht unterzeichnen können...

Vorbehalte gab es dann bis 1990 lediglich bezüglich West-Berlin und über ein - theoretisches - Gesamt-Deutschland -, welches - laut der Verträge nach dem Sieg der Alliierten über Heitler-Deutschland - der Zustimmung der 4 Siegermächte bedurfte.

Die eingeschränkte Souveränität ist immer wieder Anlass für Behauptungen und Verschwörungstheorien aus dem rechten Lager, tatsächlich gibt es keine Diskussion über diese Dinge, denn die Bewertung unterliegt allein dem Völkerrecht, dieses erkennt die Gründung der Bundesrepublik 1949 an und beendet den Besatzungsstatus (ohne Berlin (-West)) 1955 an. Die 4 + 2 Verträge sind eine endgültige Regelung, die auch den Verzicht der strittigen Ost-Gebiete einschließt, seit dem ist die Bundesrepublik und das Beitrittsgebiet der ehemaligen DDR souveränes Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland, inklusive Berlin (-West)...

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Das ist nicht so unkompliziert wie man vielleicht denkt, verabreicht man einem Kind Schweinefleisch, obwohl die Eltern das ausdrücklich verboten haben, dann macht man sich als Pflege- oder Aufsichtsperson strafbar, da die Eltern die Erziehungshoheit haben, stellt eine Missachtung zumindestens eine Verletzung der Aufsichtspflicht dar, hat also arbeitsrechtliche Konsequenzen...

Bei einer rein privaten Situation - also z.B. auf einem Kindergeburstag - könnte man theoretisch zivilrechtliche Schritte einleiten, das geht dann in die Richtung Missachtung persönlicher Rechte, dürfte aber ohne besondere Folgen bleiben...

Bei Substanzen wie Alkohol hat es sehr wohl strafrechtliche Konsequenzen, da es sich theoretisch um das Verabreichen von Giften handelt...

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Devisen sind alle Fremdwährungen, also in Deutschland wären das z.B. US-Dollar oder britische Pfund...

Eine Devisenquelle beschreibt eine Einnahmemöglichkeit ausländischer Währungen, so eine Einnahmequelle brauchen Marktwirtschaften nicht, da sie über konvertierbare Währungen verfügen, eine gesonderte Einnahme z.B. durch Export oder den Umtausch ausländischer Währungen also nicht benötigen, sie konvertieren Fremdwährungen beim Erhalt oder legen sich Reserven ausländischer Devisen an...

Eine Land, dass nicht über eine konvertierbare Währung verfügt, braucht u.U. konvertierbare Währungen für den Erwerb von Rohstoffen. Gutes Beispiel waren hier die Länder des ehemaligen Ostblocks, die DDR tauschte DM 1:1 gegen Ostmark, dadurch ergab sich - vor allem durch den später eingeführten Zwangsumtausch - eine Devisenquelle...

Heutzutage gilt das noch für Länder wie Kuba oder Nord-Korea, dort wird man einen freien Handel mit Devisen unterbinden und für Exporte/Tourismus die entsprechenden Fremdwährungen verlangen...

Verstanden?

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Ich glaube das hat nicht ausschliesslich mit Religion zu tun, sondern das Innehalten an Weihnachten steht außerhalb dieses Systems, obwohl es im Kern natürlich ein christliches Ereignis ist, dadurch das es aber seit Jahrzehnten einen schon fast universellen Charakter hat, können es alle genießen, auch die, die sich am Abend oder Nachmittag nicht in die Kirche aufmachen...

So wie einige hier verbinde ich mit dem Weihnachtsfest die schönsten Erinnerungen, da sind erstmal die aus meiner Kindheit, Geschenke klar, aber auch das Zusammensein, die vielen Verwandten und die lange Tafel die wir zu Weihnachten immer beisammen hatten. Jeder hatte mal ein paar Tage Zeit und zwar für sich und die, die Ihm besonders wichtig sind. Als Twen bereitete ich Weihnachten oft mit meinem Vater vor, der war irgendwie atheistisch aber ein glühender Verehrer des Weihnachtsrummels, dass ging von Lebkuchen über feine Weine/Liköre bis hin zum berühmten Grünkohl, der Tage vor dem Fest stetig auf dem Herd blubberte...

Weihnachten ist ein Fest für die Familien, deswegen versuchen wir jedes Weihnachten auch die Leute an den Tisch zu bekommen, die wie die ehemalige Arbeitskollegin meiner Mutter keine Familie mehr haben, ich denke die Einsamkeit am heiligen Abend und dem 25. hält man sonst nur schwer aus, nicht umsonst bringen sich viele Menschen zu Weihnachten um...

Ich bin früher immer am heiligen Abend in unsere Nachbargemeinde gefahren und habe mich an der Obdachlosen-Fürsorge beteiligt, es gab mir das Gefühl, etwas gutes für die getan zu haben, an denen ich immer vorbeischaue, wenn sie in der Einkaufsmeile oder auf dem Bahnhof rumhocken. In meinen 7 Jahren in Nairobi haben wir kurz vor Weihnachten die Slum in Kibera besucht um für ein paar Familien ein einmaliges Weihnachtsfest auszurichten, ich verbinde meine schönsten Weihnachtserinnerungen mit diesen Familien und die leuchtenden Augen der Kinder unterscheiden sich am Ende nicht so sehr von denen meiner eigenen Kinder...

Wenn man Weihnachten also zum Fest der Liebe macht, dann tut man das auch für sich, für den Herrn Jesu sowieso und man tut es für die Familie bzw. die Menschen die man liebt. Bei uns steht das Familienfest im Mittelpunkt, es ist wunderschön wenn der Baum geschmückt ist, die Familie beim Kerzenschein zusammensitzt, Weihnachtslieder gesungen werden und ich meine Frau im Arm halte, es ist der Moment im Jahr, wo ich keinen Stress, keine Angst und keine Sorgen kenne...der schönste Tag des Jahres...

Die Tradition kann man übrigens mit oder ohne Religion begehen, jede Region hat Ihre Besonderheiten in der Ausrichtung dieses Festes, bewahrt man sie, haben alles etwas davon. Ich gehe natürlich zu Weihnachten in die Kirche, auch dort ist der Rahmen ein ganz besonderer und die Lieder eben Weihnachtslieder...:-)

PS: Eine der schönsten Weihnachtsgeschichten ist doch die von Charles Dickens, wenn ein hartherziger und böser Mann vom Weihnachtsfest inspiriert werden kann, dann kann es wohl jeder schaffen...

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