Was wir hier diskutieren gilt natürlich nur für die Länder südlich der Sahara, in Ägypten hat es bereits eine großartige Zivilisation gegeben, als Europa noch in barbarischer Dunkelheit verharrte...:-)

Es gibt keine wirkliche Erklärung für den Umstand, dass in den meisten Gebieten Afrikas keine Schriften entwickelt wurden, deswegen gab es auch keine Schulen oder Universitäten, mal abgesehen von den moslemischen Einrichtungen am Rande der südlichen Sahara.

Das Rad wurde auch nicht erfunden, was auf eine sehr isolierte Wirtschaft kleiner Gruppen hindeutet. Afrika ist auch heute noch sehr dünn besiedelt, vor 2-3.000 Jahren dürften hunderte von Kilometern zwischen den einzelnen Stämmen gelegen haben.

Als dann die Araber ab dem 8. Jh. an der Ostküste Afrikas einen regen Handel entwickelten, wachten diese Gebiete aus dem Dornröschen-Schlaf auf, ähnlich erging es den Gebieten, die von den moslemischen Händlern am südlichen Rand der Sahara erreicht wurden. Der Rest von Afrika war in Mini-Reiche aufgespalten, die Stämme und Clans führten ein isoliertes Leben, es gab kaum Handelswege, keine Währungen und Handelssprachen...

In der zweiten Phase des Einflusses von Außen, waren es die Europäer, die mit Ihren Entdeckungsreisen diesmal die Westküste Afrikas erschlossen, auch hier wurden lediglich Handelsposten an den Küsten eingerichtet, erst Jahrhunderte später machten sich die Europäer auf den Weg ins Landesinnere. Trotz des Sklaven-, Elfenbein- oder Goldhandels änderte sich wenig.

Beim Beginn des europäischen Kolonialismus gab es in Afrika nur sehr wenige Königreiche, die alle mehr oder minder auf den Handelserfolgen des transatlantischen und arabischen Handels beruhten. Größere Reiche wie das der Zulus waren eine Ausnahme und wurden durch die Kolonisten und Ihre Administration zerschlagen...

Nicht alles was nun passierte war schlecht für die Afrikaner, noch heute sind die von den Kolonialherren geschaffenen Einrichtungen aktiv. Polizei, Armee, Gefängnisse, Krankenhäuser, Schulen und Verwaltungen waren eine Folge der Kolonialherrschaft, selbst Straßen, Häfen und Handelsplätze gehen auf diese Zeit zurück. Seit dem Ende der Kolonialzeit wurde lediglich eine Eisenbahnlinie von den Chinesen gebaut, diese ist aber bereits nicht mehr funktionsfähig, selbst die Fährverbindungen auf den großen Seen, gehen auf die Kolonialherren zurück, die Schiffe stammen immernoch aus dieser Zeit.

Viel elementarer waren aber die politischen und kulturellen Veränderungen. Die Einführung von Verkehrssprachen vereinfachten den Handel und die Bildung, die Grenzen definierten zum ersten Mal Staatsgebilde, die es im vorkolonialen Afrika nur in drei Staaten gegeben hat. Nebenbei sollte man nicht vergessen, dass Somalia, Äthiopien und Liberia, die nicht unter Kolonialverwaltung stammen, keineswegs eine positivere Entwicklung gemacht haben...

Afrika ist reich an Rohstoffen, der Boden ist fruchtbar und das Klima angenehm, nur waren die ersten Regierungen der in die Unabhängigkeit entlassenen Staaten meist viel schlimmer als die Kolonialverwaltungen. Die Unholde der ersten 30 Jahre mordeten, stahlen und ließen die z.T. sehr guten Infrastrukturen verkommen. Die Bürger dieser neuen Staaten lernten sehr schnell, dass die eigene Regierung eher ein Feind denn ein Freund ist, weswegen man sich schnell wieder auf die Stammes- und Clanprinzipien besann, gerade diese Entwicklung hat Afrika Jahrzehnte seiner Entwicklung gekostet, dazu kam der 'Kalte Krieg', der Diktatoren und Ausbeutung weiter förderte, seit der Änderung der Entwicklungspolitik haben viele Länder in Afrika eine bemerkenswerte Entwicklung gemacht. Als herausragend sind hierbei Bootswana, Liberia, Ghana, Nigeria, Ruanda und mit Einschränkungen Kenia und Angola zu nennen.

Immerhin sind die Mehrzahl der heutigen Regierungen demokratisch gewählt, die Anzahl der Putsche und Bürgerkriege geht mittlerweile gegen Null, die Tage der letzten afrikanischen Diktatoren sind gezählt...

Afrika wird sich einen größeren Anteil am Weltmarkt sichern können, wenn es die positive Entwicklung fortsetzt, sie müssen aber vor allem den innerafrikanischen Handel entwickeln, die meisten Länder Afrikas handeln mehr mit dem Europäischen Kontinent, denn mit Ihren Nachbarn. Die Entwicklung in Ostafrika, die sich demnächst - nach der Aufhebung von Handelszöllen - auf eine gemeinsame Währung verständigt haben, ist eine interessante Entwicklung, trotzdem gilt es, die immensen Bodenschätze in hochwertige Waren umzuwandeln, nur dann kann man einen wirklichen Wandel vollziehen...

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Der Begriff entwickelte sich im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Katharern, übersetzt heißt es in etwa "Abweichler" damit sind also nicht Menschen gemeint die gegen Gott oder die Religion hetzen also keine 'Gotteslästerer' sondern solche, die die Lehre der Kirche in Frage stellen oder eine eigene Lehre befördern...

Heutzutage spricht man von Häretikern oder Häresie, ein Begriff der bereits im Mittelalter z.B. in den Anklageschriften verwendet wurde...

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Gregor VII. festigte die Macht Roms mit dem Sieg im Investiturstreit, durch diesen Umstand stieg die Macht Roms in den folgenden Jahrhunderten. Die Einsetzung von Bischöfen war ein ureigenes Recht der fränkischen Könige, die Praxis übertrug sich durch Karl den Großen auf alle seine Nachfolger, damit war nach dem Investiturstreit Schluss...

Urban II. wollte die Westkirche wieder mit der Ostkirche vereinen, dieser Aspekt war einer der Hauptgründe für den Aufruf zum Kreuzzug, sicher waren auch die Überfälle und Plünderungen auf Kirchen und Klöster ein Grund.

Auch hier ergibt sich Rückblickend eine Stärkung der Autorität der römischen Kirche. Gregors Position gegenüber Heinrich IV. kann aber mit der Gregors nicht verglichen werden, der Ausgang des Investiturstreites war eine glückliche für den Papst und hätte - bei einer besseren Position des Kaisers - auch ganz anders ausgehen können...

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Die Jobs sind dünn gesäht, gebe mal Afrika auf Monster oder einem ähnlichen Stellenportal ein, da kommt nicht viel raus...

Es gibt einige Organisationen, die sich mit dem Thema intensiver beschäftigen, auch im Außenministerium und Entwicklungsministerium gibt es Stellen im Bereich Afrika.

Will man nicht für den Staat oder eine Hilfsorganisation arbeiten, kann man sich auch ein Gewerbe schaffen, dass Handel mit afrikanischen Ländern treibt oder dort Projekte durchführt.

Einen Markt muss man sich selber suchen, das Schwierigste ist, einen lokalen Partner zu finden, mit dem man das Geschäft betreiben kann, als Außenstehender läuft man da oft auf Minen, in Form von Betrügern...

Ich betreibe immernoch eine kleine Firma in Afrika, aber durch meine 8jährige Zeit dort, habe ich die entsprechenden Verbindungen geknüpft, in jedem Fall ist ein Aufenthalt für wenigstens ein Jahr empfehlenswert...

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Kreuzritter waren Ritter, die sich auf die verschiedenen Kreuzzüge begaben, also mit Ausnahme Ihres Auftrages unterschieden sie sich also nicht von herkömmlichen Rittern. Sie trugen Ihr Wappen und Landesfarben, das Kreuz wurde meistens von Mönchen/Priestern vor dem Zug auf einer langen Stande getragen, die Kreuze auf Rüstung und Schild sind eine Hollywood-Schöpfung, das Kreuz trugen lediglich die Templer...

Der Templerorden war eine Schöpfung aus der Zeit des ersten Kreuzzuges, genau kann man es nicht mehr bestimmen, aber die Gründung erfolgte zwischen 1118 und 1121, dabei war der Anlass nicht die Verstärkung des Kreuzfahrerheeres sondern die Sicherung der Pilger auf dem Weg ins heilige Land.

Neu war, dass es sich bei den Templern um einen Zusammenschluss von geistigen Bürgern (Mönche - Klerus) und Rittern (Adlige) handelte. Es wurden also zwei unterschiedliche Stände unter einem Dach zusammengefasst, so etwas hatte es vorher noch nicht gegeben. Der vollständige Name des Ordens war: Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem, damit mussten die Adligen Ihren Besitzstand aufgeben, während die Mönche im Waffengang unterwiesen wurden...

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Ja es gibt Rassismus in diesem Land, der einzige Grund warum es immer weniger zu Tage tritt, ist der Umstand, dass es eine überwältigende Mehrheit in diesem Land gibt, die das nicht toleriert...

Vor kurzem hat man den Antisemitismus untersucht, auch da ergaben sich Überraschungen, seit 9/11 und dem islamistischen Terror dürfte die Abneigung z.B. gegen Muslime wieder gestiegen sein und solange Typen wie die NSU 10 Menschen ermorden und sich jahrelang im Untergrund verstecken können, sind wir mit dem Thema noch lange nicht durch. Man liest hier immer wieder von Sozialschmarotzern, bösen Ausländern und vernimmt dreiste Vorurteile. Das alles sind latente Ausländerfeindlichkeiten und die begegnen mir täglich, wenn ich mit meiner afrikanischen Frau und zwei Halbafrikanern (4 & 5) durch die Stadt gehe. Das schöne ist nur, dass wir oft Unterstützung bekommen, wenn sich jemand rassistisch verhält, neulich flogen 2 Hassbürger aus MacDonalds, weil sie das N-Wort in zusammen mit ein paar sehr unschönen Worten gebrauchten. Der herbeieilende GF und 2 seiner Angestellten setzten die Idioten vor die Tür, erwähnenswert ist der GF und Inhaber der sich nicht nur bei meiner Frau entschuldigte, sondern auch noch Spielzeuge und Essen für uns kostenlos anbot. Der Mann hatte einen türkischen Namen, was zeigt, dass man nicht unbedingt Deutscher sein muss um ein anständiger Mensch zu sein...

Wie sich das ganze anfühlt und wie sich das auswirkt zeigt dieses Interview mit Barbara John, eine Frau die ich unheimlich bewundere:

http://www.taz.de/!87269/

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http://www.amazon.de/Lehrbuch-Swahili-Anf%C3%A4nger-Beat-Wandeler/dp/3875485033/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337753241&sr=8-1

Das Buch kann ich empfehlen und es gibt - vom gleichen Autor - auch noch eine CD, wo man die Sprache dann auch phonetisch verbessern kann...

Ich denke es ist eine leicht zu erlernende Sprache, in meiner Zeit in Kenia habe ich mich überhaupt nicht bemüht und konnte nach einiger Zeit die wichtigsten Begriffe verstehen, die Sprache ist nicht so kompliziert, die Aussprache übrigens auch nicht, da haben die Stammessprachen im gleichen Gebiet, ganz andere Zungenbrecher...

Klar wäre es einfacher, wenn man in Kenia oder Tanzania 2 Wochen verbringen würde, dort gibt es Sprachkurse die nur ein paar Euro kosten und man lernt es relativ schnell...

Die Sprache selber wurde ja vom deutschen Missionar und Linguisten Ludwig Krapf aufgeschrieben und verfeinert, durch seine Swahili-Übersetzung der Bibel schaffte er die Voraussetzungen für Swaheli als ostafrikanische Verkehrssprache...

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Die Ursprünge vieler Geschichten stammen aus Indien, da sie dort keine entsprechende Quelle haben, kann man davon ausgehen, dass diese Geschichten von Reisenden mitgebracht worden, dass ist in der Geschichte immer wieder passiert. Ursprung der Geschichten über den 'mystischen Orient' dürfte Mesopotamien sein, allerdings könnten die indischen Wurzeln auch auf Grund der Konflikte zwischen den Persern und Indern nach Persien gelangt sein, um 800 n.Chr. als die 'Geschichten aus 1000 und einer Nacht' entstanden befanden sich die persischen Herrscher im Krieg mit den indischen Fürsten...

http://de.wikipedia.org/wiki/Tausendundeine_Nacht

Ursprünglich handelte es sich übrigens um eine Sammlung erotischer Geschichten für Erwachsenen, Ihre Verklärung als Märchen erfolgte durch den französischen Orientalisten Antoine Galland, der vieles in den Texten änderte und die erotische Komponente tilgte. Zum Zeitpunkt der Übersetzung Anfang des 18. Jh. gab es eine orientalische Begeisterung in ganz Europa, da verkaufte sich so ein Buch natürlich besonders gut...

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Ich habe mal einen Crashkurs von einem alten kenianischen Wildhüter bekommen, allerdings passiert einem das fast nie, die mit Abstand gefährlichsten Wildtiere sind Flusspferde und mit einigem Abstand Elefanten, bei den Flusspferden hilft das Hakenschlagen um Bäume oder Sträucher, die Dinger sind unglaublich schnell aber nicht so wendig. Bei Elefanten hilft nur verstecken, sind die richtig sauer kippen sie Autos um, reißen Bäume aus (nie drauf klettern!) oder reißen auch mal eine Hütte ein...

Nashörner sind fatal kurzsichtig, können einen also nur auf recht kurze Distanz anvisieren, aggressiv sind die aber kaum, ich habe 10m von einem riesigen Nashorn-Bullen gestanden und der hat mich tapfer ignoriert...

Löwen sind zur Tageszeit meistens so faul, dass man sie kaum aus der Reserve locken kann, gefährlich sind verletzte oder altersschwache Einzelgänger, es kommt kaum zu Angriffen von Löwen in Afrika, selbst Wildhunde und Hyänen sind da weitaus gefährlicher. In der Nacht sollte man Löwen ernst nehmen, sie fürchten aber das Feuer und verziehen sich schnell, wenn man sehr Laut wird oder in die Luft schießt. In Ostafrika reicht es die blaue oder rote Tracht der Massai anzulegen, die Löwen haben in Generationen gelernt, dass die sich nicht einschüchtern lassen, tatsächlich laufen 13jährige laut schreiend mit einem Dornzweig auf ein Rudel Löwen los und die reißen aus...echt!

Leoparden sind da nicht so einfach zu beeindrucken, tatsächlich ist das die einzige Großkatze, die man fürchten sollte. Leoparden sind grundsätzlich Einzelgänger und fürchten nur Elefanten, eine Leopardin mit Jungen greift unvermittelt an, genauso verhält sich ein Leopard der sich bedroht fühlt, zum Glück sind die nicht so zahlreich und wenn man sich von Büschen und Bäumen fernhält passiert auch nichts, ich habe in 7 Jahren Afrika nur 3x einen Leoparden gesehen, allerdings auch nur, weil ich darauf aufmerksam gemacht wurde, die sind in Büschen und auf Bäumen fast unsichtbar...

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Was Du brauchst sind Semi- oder Fully-Rugged Laptops, alles andere geht nicht auf lange Sicht:

http://mittronik.com/start/outdoor-laptop.php

Eine der besten Hersteller, viele meiner Freunde die in solchen Ecken unterwegs sind, haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich selber habe rund 3 Jahre einen Panasonic Toughbook benutzt, das ist Semi-Rugged, hält aber unglaubliches aus. In jedem Fall eine günstige Alternative, wenn Du keine hohen Anforderungen stellst, kannst Du Dir einen gebrauchten für 800-900 Dollar besorgen...

Der Sand ist problematisch, aber viel schlimmer sind die Schläge auf den schlechten Strassen, ich kenne Typen, die Ihren Laptop 9 Stunden auf dem Schoss balanzierten um die Stöße abzufangen. Gegen Schmutz und Staub schützen z.B. Vakuum-Beutel ganz hervorragend, die Dinger bekommst Du auch in Kaufhäusern, sie sollen z.B. Handtücher komprimieren indem man die Luft absaugt, dadurch sind sie aber auch gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Der Totalausfall kommt auf Raten, die FP geht durch die Stöße kaputt, da hilft aber eine SSD (Solid-State-Disk), da sie keine beweglichen Teile enthält. Die Tastatur wird durch den Staub schnell unbenutzbar, einzelne Tasten klemmen oder fallen aus. Die Ports versanden auch, irgendwann knirscht das ganze Gehäuse, die Lüfteröffnungen ziehen sich zu, das Gerät überhitzt und schaltet ab...

Also in jedem Fall nicht empfehlenswert. Grundsätzlich sind Nettops weit weniger anfällig, geringere Leistung, dadurch weniger Probleme mit Temperatur und Staub, die Tastatur und Mechanik leidet trotzdem.

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Es schneit nicht im tropischen Afrika, mit Ausnahme der beiden höchsten Berge dem Kilimandscharo und dem Mt. Kenia, sie sind beide weit über 5.000m hoch, in dieser Höhe herrschen überwiegend Minus-Grade, also fällt da auch immer wieder etwas Schnee, deswegen sieht man auch die Schneekappen auf den meisten Bildern, leider ist durch die globale Erwärmung sowohl das Gletschereis wie auch der Schnee auf dem Rückzug, in ein paar Jahren werden beide Berge ohne Schnee und Eis sein...

In Nordafrika gibt es z.B. in Algerien und Marokko Bergketten, die sogar das Skifahren ermöglichen, in Südafrika fällt in den Wintermonaten auch mal Schnee, in den höheren Lagen (Drakensberge) kann man dann Ski fahren, nur liegen beide Gebiete weitab von Tropen und Sub-Tropen...

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Die USA versteht man spätestens seit dem spanisch-amerikanischen Krieg und der darauf folgenden Amtszeit Theodore Roosevelt der die Hegemonial-Gewalt der USA auf die Karibik und Lateinamerika ausdehnte und im Prinzip das militärische Eingreifen erfand, als Weltmacht...

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges gab es einige Großmächte, diese wurden aber durch die 2 Weltkriege so geschwächt, dass lediglich 2 Supermächte (USA und UDSSR) übrig blieben, vorher zählten sich auch Deutschland und Japan zu den Weltmächten...

Heute sind die Machtblöcke vor allem auf Grund Ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten Weltmächte, wir kennen also die USA (auch als militärische Macht, die aber schwindet), die EU als Machtblock und den neuesten Vertreter China, der sowohl wirtschaftlich wie militärisch zu den Großmächten gehört.

Ambitionierte Vertreter sind weiterhin Russland und - etwas überoptimistisch - der Iran, der tatsächlich glaubt, mit einer Atombombe zu einer Blütezeit die mehr als 1.000 Jahre zurückliegt aufschließen zu können.

Indien ist auch nicht uninteressant, nur fehlt es den Indern an der notwendigen Beflissenheit, sie sehen die Welt eher aus dem Blickwinkel des eigenen Subkontinents und beschränken Ihre Machtansprüche eher auf das uralte Scharmützel mit Pakistan...

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Die Frage kann man unter 2 Gesichtspunkten betrachten:

Was wenn es die Kirche nie gegeben hätte?

  • Das gesamte Bildungssystem Europas beruht auf den Schulen, die man bereits im frühen Mittelalter in den Klöstern findet, ohne diese Einrichtungen, die auch die ersten Universitäten und die Bibliotheken schuf, wäre Europa nicht zum Maß der Wissenschaft und Erfindungen geworden.

  • Der Glaube einigte Europas Völker, der europäische Gedanke wurde zuerst von Frankenkönig und erstem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (Karl der Große) aufgegriffen. Dieser begründete auch den Feudalismus, der maßgeblich für die nächsten 500 Jahre die Entwicklung Europas beeinflusste...

  • Ohne eine Allianz unter der Führung der christlichen Fürsten, wäre der Islam sicher nicht an den Grenzen gestoppt worden, wir wären vermutlich spätestens ab dem 9 Jh. alle Moslems gewesen

  • Ob die Aufklärung wie die Renaissance tatsächlich stattgefunden hätte, muss man auch in Frage stellen. Der Islam war bis ins 10, Jh. recht fortschrittlich, änderte diese Praxis aber bald darauf und ab dem 15. Jh. setzten die orthodoxen Glaubensführer den meisten Entwicklungen ein Ende

Wenn es nun morgen keine Kirche mehr geben würde?

  • Die kirchlichen Einrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer sozialen Netzwerke, auch wenn ein Großteil der Kosten vom Staat gedeckt wird - so wird auch mit privaten Trägern verfahren -, kann man diese nicht einfach ersetzen. Im Umfeld der Kirchen arbeiten zudem mehr als 2 Millionen Ehrenamtliche, der Wegfall dieser Leistung würde in vielen Gebieten einen Großteil der Hilfen zum Erliegen bringen.

  • Das Christentum ist elementarer Bestandteil unserer Kultur, selbst wenn man das auf die Stadtbilder mit den Kirchen beschränkt, so beruht jede Stadt auf einem Dom/Kathedrale und selbst die kleinsten Ansiedlungen auf einem Kloster oder Kapelle, diese Tradition auszuschalten bleibt nicht ohne Folgen, die kommunalen Aufgaben sind das eine, die Veranstaltungen von Sonntagsmessen, Feiertagen und besonderen Festen sind aber elementarer Bestandteil vieler Menschen, auch die, die nicht unbedingt sehr gläubig sind, machen sich zu Weihnachten in die Kirche auf oder nehmen an einem kirchlichen Straßenfest/Flohmarkt teil. Jede Veranstaltung bringt die Nachbarschaft enger zusammen, diese Aktivitäten sind immer mehr auf dem Rückzug, gerade in Dörfern oder Kleinstädten ist der Veranstaltungskalender der Gemeinden ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Ereigniswelt.

  • Die Kirchen beschäftigen mehr als 1,1 Mio. Menschen in diesem Land, sind nach dem ÖD der größte Arbeitgeber, der Verlust dieser Arbeitsplätze dürfte die Allgemeinheit hart treffen, das ergibt sich alleine aus de, Wegfall der Lohnsteuer und Sozialabgaben, die Belastung für den Sozialhaushalt kann man sich wohl selber ausrechnen.

  • Die Hilfsleistungen der Bundesrepublik werden zu einem nicht unerheblichen Teil von den Kirchen organisiert. Das Spendenaufkommen ist innerhalb der christlichen Gemeinschaften überdurchschnittlich hoch, der Prestigeverlust in diesem Bereich dürfte nicht unerheblich sein, noch schlimmer wird es aber die Bedürftigen treffen, in vielen Krisenregionen sind die Stützpunkte der großen Kirchen oft die einzigen, davon profitieren auch nicht-kirchliche Organisationen. In diesem Zusammenhang sollte man auch nicht vergessen, dass die Hilfsleistungen immer mit einer Inlandsnachfrage verbunden sind, jedesmal wenn die Caritas oder Miseror Hilfe in der 3. Welt oder nach Katastrophen anbieten, werden Firmen in Deutschland mit Aufträgen versorgt, auch die Logistik und Finanzierung kommt unserer Wirtschaft zu gute, der Volkswirtschaftliche Schaden geht in diesem Fall tatsächlich in die Milliarden, entsprechend sähe die Bilanz bei den Steuereinnahmen aus, auch der Verlust von Arbeitsplätzen in der Wirtschaft wäre unvermeindlich

Als Christ würde mich der Verlust meiner Gemeinschaft sicher auch hart treffen, ich verbringe relativ viel Zeit in meiner Gemeinde, meine Frau und die Kinder haben diverse soziale Bindungen darüber erhalten, vor allem war es für sie um ein vielfaches einfacher, denn seit dem Umzug aus Afrika war es hier schwer Anschluss zu finden. Natürlich ist es unmöglich einen Glauben vernünftig zu leben, wenn es keine Institution mehr gibt, die diesen unterstützt, ich stelle mir ein Leben ohne Gemeinde sehr schlimm vor, das kommt einem Atheisten sicher komisch vor, nur bin ich mir sicher, das wenn man morgen den Sport abschaffen würde, sich viele Leute auf einmal nutzlos und einsam vorkommen würden...

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Es ist tatsächlich ungeklärt warum das Pentagramm auf der marokkanischen Flagge prangt, ich hatte im letzten Jahr einen Artikel über das Thema gelesen, als ich mich mit der Symbolik im Rahmen meines Studiums befasste. Tatsächlich benötigte die Fahne eine Unterscheidung, da die blanke rote Fahne im arabischen Raum weit verbreitet war, die Initiative geht dabei wohl auf den französischen Militärgouverneur Hubert Lyautey zurück, der spätere Kriegsminister wird von einigen Historikern den Freimaurern zugeordnet, was das Pentagramm erklären würde. Das Siegel Salomons hatte 7 Zacken, das Pentagramm lediglich 5...

Es verwundert trotzdem, dass Marokko dieses Symbol behalten hat, immerhin ist die Wurzel der Bekanntheit dieses Symbol innerhalb des Okkultismus auch einem Franzosen geschuldet, Eliphas Lévi, er gilt als Vater des Okkultismus und es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Hubert Lyautey diese Assoziation verfolgte, die eigentliche Bedeutung war niemals okkult, sondern ein Schutzsymbol seit Urzeiten...

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Hatte das Vergnügen mit einem E39 in Kenia, da ist das Teil bei allen Mechanikern für das schnelle Überhitzen bekannt, i.d.R. liegt das einfach an einem tief verdreckten Kühler oder einem suboptimalen Ventilator, denn auch der läuft mit der Zeit immer schlechter...

In Deutschland wirst Du Dir eine händische Pflege von einem netten Mechaniker kaum leisten können, selber machen ist möglich aber dauert ewig und ist eklig. Das Problem würde ich in keinem Fall BWM anvertrauen. die werden nicht lange rumeiern und einen neuen Kühler empfehlen. Eine kleine Werkstatt besorgt Dir vielleicht einen gebrauchten, der besser erhalten ist. Das Problem wird im Sommer noch ein wenig schlimmer, also auf jeden Fall mal anschauen lassen...

Der aktuelle F10 scheint nicht mehr so Temperaturanfällig zu sein, glaube mich aber zu erinnern, dass bereits der Nachfolger des E39 über einen besseren Lufteinlass verfügte, der überhaupt m.M. nach der Hauptgrund der Probleme beim E39 war...

PS: Kühlwasser trotzdem immer überprüfen!

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http://www.ethiopianrestaurant.com/recipes.html

Hier bekommst Du eine recht gute Sammlung von Rezepten, das wichtigste an einem äthiopischen Essen ist aber eine große Platte, auf der die einzelnen Fleisch und Gemüseportionen positioniert werden, man greift dann mit einem Stück Injera diese Speisen und führt sie zum Mund, i.d.R. ist der Boden dieser Platte bereits mit Injera bedeckt. Äthiopier essen durchaus mehrere verschiedene Gerichte, die Vorspeise erschöpft sich aber zumeist in einem frisch zubereiteten Fruchtgetränk, dazu werden zerkleinerte Mangos, Ananas und Avocado in mehreren Schichten übereinander gelegt...

Als Nachspeise wird oft äthiopischer Kaffee gereicht, dieser wird mit enorm viel Kaffee in einer kleinen Kanne und kleinen Kaffeschalen (Mokkagröße) serviert. Dazu bekommt man in Afrika ein paar Blätter eines Strauchs mit starken ätherischen Ölen, zudem brennt man in einer Schale mit Holzkohle Weihrauch ab...

Es gibt die wirklich urigen Restaurants wirklich nur in Ostafrika, in meiner Zeit in Nairobi haben wir das ausgiebig genutzt, zudem diese Restaurants zu den günstigsten überhaupt gehören. Das Hauptproblem sind die Zutaten, ich finde die hier erhältlichen Gewürze und Zutaten längst nicht so bezaubernd wie in Afrika, das Fleisch ist m.E. auch ein großes Problem, beim Rindfleisch benutzt man gut abgehangenes Filet, alleine die Unterschiede zu den frei laufenden und Grasfressenden, afrikanischen Rindern, zu den hier erhältlichen Stallkühen sind enorm. Alternativ kann man argentinisches Rind verwenden...

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Die beiden Fragen die man mit Ja beantworten muss lauten:

  • Hast du auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun?

  • Bist du dir darüber im klaren, daß du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?

Danach wird der Täufling untergetaucht, das geschieht i.d.R. bei Großveranstaltungen und unter mehrmonatiger Vorbereitung. Glaube kaum, dass da noch einer abspringt und eine der Fragen mit NEIN beantwortet.

Ich will gar nicht auf das Hauptproblem dieser Taufumstände eingehen, denn wir taufen als Christen auf den Vater, Sohn und heiligen Geist, sondern die Praxis des Studiums und der Ausrichtung vor der Taufe widerspricht der Lehre des Christentums elementar:

  • Der äthiopische Kämmerer (Apostelgeschichte 6:26-40) hört von Philippus die Geschichte Jesus, er kannte lediglich die AT-Geschichten. Als sie dann an einem Wasser vorbeikommen sagt der Kämmerer "Siehe, Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?", darauf erwidert Philipus keineswegs, dass er sich ersteinmal einem langen Bibelstudium unterziehen müsste.

  • Der Hauptmann Kornelius trifft Petrus (Apostelgeschichte 10: 38-43). Dort fällt der hl. Geist auf die Zuhörer, die dachten aber, dass die Lehre und das Heil nur den Juden vorbehalten war, darauf erwidert Petrus "Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, daß diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben?" (Apostelgeschichte 10:47), darauf werden diese getauft...

  • Der Kerkermeister (Apostelgeschichte 16:25-34) hört von Petrus und Silas "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus", daraufhin lässt er sich und sein ganzes Haus taufen...

Die Quintessenz ist einfach, das Evangelium wird den Menschen verkündet, es bedarf auch keiner Ausbildung oder Erläuterung, wer an Jesus glaubt wird gerettet werden und Vergebung erhalten, zum Anerkenntnis des Beitritts zur Jüngerschaft Jesus wird man getauft. Auch heute noch wird niemand die Taufe verwehrt, wer sind wir, dass wir dem Wunsch eines Menschen - geseelt durch den hl. Geist - die Taufe verwehren und Hürden für den Beitritt zur Jüngerschaft Jesu aufstellen?

Ich denke das ist der Grund, warum die Zeugen keine Christen sind, sie bekennen sich nicht zu Jesus Christus und stellen Ihre Wachturm-Gesellschaft zwischen Gott und den Menschen, das erinnert mich fatal an das Problem, dass Martin Luther mit seiner Kirche und den Mittlern zwischen Gott und den Menschen hatte.

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Es gibt keinen Studiengang der Dich per se zum Entwicklungshelfer macht, Experten gibt es eher weniger, weil man dazu nicht nur die Fachkenntnisse sondern auch die Erfahrung benötigt, letztere ist oft sehr länderspezifisch oder an die diversen kulturellen Rahmenbedingungen geknüpft. Ein Experte für Indonesien ist nicht unbedingt auch ein Experte für die Fidschi-Inseln...

Es gibt wenige Professionen die man nicht für den Entwicklungsdienst einsetzen kann, vom Handwerker-Gesellen bis hin zum Betriebswirt kann man eigentlich alles gebrauchen, wobei bei der GTZ vor allem auch technisches Verständnis geguckt wird, also z.B. Ingenieure werden dort gebraucht...

Schau Dir die Anforderungen der diversen Hilfsorganisationen an, die Bundesregierung bietet schon mal ein grösseres Programm, von der technischen Abteilung der GTZ, über die Bänker bis hin zum universitären Austauschdienst DAAD.

Kirchliche Organisationen sind die mit Abstand grössten Anbieter solcher Stellen, dann folgen internationale Organisationen wie UN (mit Ihren Unterorganisationen), das Rote Kreuz oder auch die Welthungerhilfe...

Viel wichtiger als die Ausbildung ist aber die Bereitschaft den Menschen zu helfen, dazu gehört auch das Akzeptieren von schlechten Arbeitsbedingungen, die Bedrohung der eigenen Gesundheit und Lebens, sowie der richtige Umgang mit den Menschen, den Typ "bei uns in Deutschland..." kann man in der Entwicklungshilfe nicht gebrauchen, man muss die Hilfsbedürftigen respektieren und damit haben viele Anfänger enorme Probleme.

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Der Feudalismus war die Antwort auf ein am Boden liegendes Europa, dass nach dem Untergang des römischen Reiches seiner Schutzmacht beraubt war, in den Nachwehen der Völkerwanderung fielen dann auch noch Sarazenen, Magyaren und Wikinger über die einzelnen Ansammlungen von Menschen her...

Eigentlich war der Feudalismus also ein Segen für Europa, denn die jeweiligen Landesfürsten bildeten unter dem Dache des Königs (später Kaiser HRR) Schutz, Unterstützung und auch das jeweilige Rechtssystem. Alles das schuf die Feudalordnung, dass sie im Laufe der Jahrhunderte (von etwa 700 bis weit ins 18. Jh.) Ihre Betreiber korrumpierte und die Untertanen z.T. versklavte (Leibeigene) ist mehr als Folge der stetigen Verarmung und Verschuldung ganzer Regionen zu sehen.

Die Menschen waren dem System nicht wirklich abgeneigt, denn Alternativen gab es nicht wirklich, erst mit der Bildung von Nationalstaaten wurde die Feudalordnung durch konstitutionelle Monarchien ersetzt, die z.T. totalitär (Absolutismus) aber auch schon fast demokratische Züge hatten (Monarchie mit Parlament in Großbritanien).

Letztlich führte der 30jährige Krieg zum Aufbegehren der Landbevölkerung, die Bewohner der Städte waren da schon seit mehr als 150 Jahre frei (Stadtluft macht frei), die Städte nahmen sich das Recht, als freie Städte und unter der Führung einer gewählten Regierung (jetzt mal ganz einfach ausgedrückt) die eigenen Geschicke zu bestimmen. Letztendlich führte die emanzipierte und gebildete Schicht der Städter zu den Ansätzen, die erst die Reformation und dann die Befreiung von der Leibeigenschaft erreichte, auch die Aufklärung fällt in diese Zeit, vorher gab das Menschenbild Begriffe wie Freiheit oder Selbstbestimmung für die einfachen Leute nicht her, auch die Gesetze in dieser Zeit unterschieden ganz klar zwischen Freien und Unfreien...

Das ist jetzt keine Magister-Arbeit, sondern eine freche, freie und vor allem schluderhafte Zusammenfassung, also bitte die Schlüsselwörter googeln, dann kann man sich den Rest besser vorstellen...

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Ich kenne einen Japaner der mit einer Keniarin verheiratet ist und in Nairobi lebt, generell ist das aber keine sehr häufige Verbindung, mit dem Zustrom von Chinesen nach Afrika dürfte sich das aber in den nächsten 20 Jahren deutlich ändern, so sind z.B. die Bewohner vieler Inseln im Indischen Ozean das Produkt früher Seefahrer und z.T. sogar Schiffsbrüchiger aus Asien...:-)

Ich bin selber mit einer Kenianerin verheiratet, bin aber auch der Meinung, dass binationale Ehen bereits ziemlich hohe Anforderungen an die Partner stellen, sind die Kulturen sehr unterschiedlich wird es dann noch komplizierter. Eine Partnerschaft sollte aber auf Zuneigung aufgebaut sein, wenn man sich selber - so wie Du - unter Druck setzt einen Ostasiaten als Partner zu bekommen, wird man sich schnell für einen falschen Partner entscheiden oder die Erwartungshaltung führt schnell zur Enttäuschung...

Liebe ist international und internationale Partnerschaften können ganz toll sein, leider enden auch viele in absoluten Katastrophen, wenn man aber offen und lernbereit ist, kann einen die fremde Kultur auch beflügeln...

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