Was für Eide/Schwüre/Gelübde legt(e) man ab, wenn man früher (und Heute) Mönch wurde (wird)?

3 Antworten

Jeder Orden, u. U. sogar jedes Kloster konnte eine spezifische Anzahl von Gelübden (Profess) festlegen und für die klösterliche Aufnahme als Nonne oder Mönch einfordern. Folgende drei Gelübde waren bzw. sind immer dabei:

1. Armut: meint den vollkommenen Verzicht auf jedes persönliche Eigentum - natürlich hatten Klöster Eigentum (Gebäude, Ländereien, Geldmittel usw.), aber dieses Eigentum gehörte der Klostergemeinschaft gemeinsam bzw. dem Orden, dem das Kloster angeschlossen war; über den Eigentumsgebrauch entschied die Klosterleitung (Abt/Äbtissin und Klosterkapitel).

2. Keuschheit: meint den Verzicht auf Eheschließung allgemein und ganz konkret der Verzicht auf jede sexuelle Handlung.

3. Gehorsam: meint in erster Linie den Gehorsam gegen den Klostervorsteher, meist ein Abt bzw. eine Äbtissin, aber natürlich auch gegen Ordensobere, den zuständigen Bischof und natürlich gegenüber Papst und Kirche.

MfG

Arnold

alle:

+Armut (wenig oder kein persönlicher Besitz)

+Keuschheit (keine Ehe und keine sexuellen Handlungen)

+Gehorsam (gegenüber dem klosterleitenden Abt/ Äbtissin)

+auf bestimmte Zeit oder für ewig Ordensmensch bleiben


teilweise auch noch:

+Ortsbeständigkeit (das Kloster nicht wechseln) oder

+Abrufbarkeit (weltweit von heute auf morgen in andere Klöster versetzt werden)

+Unterricht an Schulen geben

+Krankenpflege

+bestimmte Gebete/ Gebetsformen

+anstelle von (Kriegs-)Gefangenen sich selber anbieten

+das Klostergelände nicht verlassen oder nicht mal die eigene Zelle

+lebenslänglich schweigen

+keinerlei Besitz (nicht mal einen Bleistift)


Es gibt mindestens 50 verschiedene Orden mit unterschiedlichen Regeln.
Praktisch alle haben aber das Gelübte der Armut und der Keuschheit.
Auch die Verpflichtung zum regelmäßigem Gebet und tätiger "Nächstenliebe" ist meist gegeben.

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