Was bedeutet der 750er stempel im gold?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kläre Dich mal auf. Dieser Stempel bedeutet 18 Karat echtes Gold. Was war das denn für ein Juwelier, der scheint mir wenig Ahnung zu haben, oder er wollte es billigst erstehen, indem er von Vergoldung sprach. Also pures Gold als Material wäre 1000. Das bedeutet: Stell Dir vor, Du hast Gold, das in 1000 Teilen eingeteilt ist im Reinmaterial. Dieses wird legiert, um es für Schmuck besser bearbeitbar zu machen, da es sonst zu weich wäre, z.B. ein zierliches Kettchen mit kleinen Gliedern, würde auch schnell reißen, wenn man nicht Acht gibt. Also gibt man dem Material anderes härteres dazu, z.B. Kupfer. So bei 750iger Gold sind 750 Teile reines Gold, 250 Kupfer, bei 585 und 333 entsprechend. Es gibt da die Prüfsäuren, mit denen genau festgestellt werden kann, ob überhaupt Gold und wenn wieviel Anteil. Jeder Juwelier/Goldschmied, Goldankäufer, Pfandhausmitarbeiter prüft so den Gehalt und ob Gold oder nur vergoldet. Das geschieht mittels einer kleinen schieferfarbenen Steinplatte, worauf man das Schmuckstück reibt, da reicht eine 5 x 3 mm ca. große Stelle. Bestreicht man diese mit der entsprechenden Flüssigkeit, kann man erkennen, indem das aufgeriebene Gold stehen bleibt, daß es echt ist und die entsprechende Legierung hat. Bei Vergoldung nimmt die Flüssigkeit das aufgeriebene Gold weg. So funktioniert das. Beruflich arbeite ich auch damit. Es bedarf allerdings ein wenig Übung. Gehe mit dem Armband zu einem "Gold- und Silber-Ankäufer", dieser überprüft, so wie ich es beschrieben habe und sagt, was es ist, macht ein Angebot und Du kannst es Dir dann immer noch überlegen.

das hat der jwelier und goldankäufer ja auch gemacht. und dannach hat er gesagt, es ist vergoldet. auf dem schwarzen Plättchen hab ich etwas goldfarbenes nach dem abrieb gesehen??

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@blauscarabeus

Zunachst mal danke für den Stern. Es besteht seitens des Prüfenden leider immer die Möglichkeit so zu tun alsob es nicht wertvoll sei, also will man es billigst erstehen. Es funtioniert im einzelnen so: bei Gold gibt es für jede Karatzahl die entsprechende Säure. Z.B. man hat ein Teil aus 14 ct (585) Gold, Das Teil reibt man auf der schwarzen Platte, reicht ,0,5 cm breit und ca. 3 cm langer Streifen. Ist es 4 ct bleibt das Gold auf der Platte stehen, ist es aber nur 8 ct, dann nimmt die Säure das Gold auf der Platte weg. Glaubt man, es sei mehr ct, wenn z.B. kein deutlicher Stempel drauf ist, probiert man mit der 18er Säure. In seriösen Geschäften wird das so vorgeführt und auch erklärt.

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Das kann durchaus sein denn einen Goldstempel kann man auch auf unechtes Material aufbringen. Allerdings ist das Betrug und strafbar. Der Juwelier kann den Feingehalt mittels Prüfsäure oder Röntgenfluoreszenzanalyse bestimmen.

Das ist möglich, man hat füher gerne schwere Silberarmbänder einfach vergoldet. Wenn du es nicht benötigst einfach durchschneiden, dann siehst du es. Oder kratz einfach kräftig am Gold.

Vielleicht kannst Du ein Bild vom Schmuckstück und Stempel verlinken oder zeigen. Normalerweise ist so ein Stempel wie eine Urkunde und darf nicht auf vergoldetem Schmuck eingeschlagen werden. Wenn also 750 drauf ist sollte es auch drin sein. Wenn nicht bist DU beim Kauf betrogen worden. Woher hast Du denn das Armband?

von: Heinrich Butschal

Der Juwelier meinte es wäre nur vergoldet, kann das sein?

Natürlich kann das sein. Ich kann auch überall eine 750 rein schlagen oder gravieren oder direkt mit eingießen. Nur weil ich es nicht mache, heißt es nicht, dass ich es nicht könnte.

Wer betrügen will, lässt sich nicht davon abhalten, dass er nicht stempeln darf.

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