Warum wurde Augustus nicht wie Cesar ermordert

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2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Hauptgründe sind:

  • gewisse, einen Anschein wahrende Rücksichtnahme auf Tradition und Mitwirkungsmöglichkeiten für die Nobilität (Führungsschicht), die ihre gesellschaftliche Stellung weitgehend behielt

  • Vorsicht und Schutzmaßnahmen

Die Ermordung Cäsars war für Oktavian/Augustus ein warnendes Beispiel. Er hat in den Formen oft die republikanische Tradition beibehalten und es vermieden, dem äußeren Anschein nach stark dagegen zu verstoßen (auch wenn seine tatsächliche Machtstellung damit nicht übereinstimmte). Im Umgang mit dem Senat blieb ein Schein von einem Mitspracherecht und Willen zur Kooperation, also kein schroffes Beiseiteschieben. Augustus hat den Staat/die Republik von ihm für wiederhergestellt erklärt (res publica restituta). Außerdem waren in langandauernden Bürgerkriegen viele Mitglieder der Nobilität, die besonders überzeugte Republikaner waren, umgekommen. Bei Cäsars Ermordung meinten die Verschwörer, durch diese Tat allein schon die Rückkehr zur Republik erreichen zu können. Nach den Erfahrungen der danach sattfinden Kämpfe und mit einer zunehmenden zeitlichen Dauer des Prinzipats nahm diese Erwartung ab.

Augustus schützte sich in Rom mit einer Prätorianergarde und hatte eine germanische Leibwache (Cäsar hat im Februar 44 v. Chr. seine spanische Leibwache entlassen). Im Senat trug er unter der Toga oft einen Panzer und ein Schwert, außerdem umgaben zumindest zeitweise 10 kräftige befreundete Senatoren seinen Sitz und Senatoren wurden von ihm nur einzeln und nach Leibesvisitation empfangen (Sueton, Divus Augustus 35, 1- 2; Cassius Dio 54, 12, 3).

In Biographien sind Informationen nachzulesen:

Jochen Bleicken: Augustus. Eine Biographie. Berlin : Alexander Fest Verlag, 1998. ISBN 3-8286-0027-1

Werner Eck: Augustus und seine Zeit. Original-Ausgabe, 5., durchgesehene Auflage. München : Beck, 2009 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2084). ISBN 978-3-406-41884-6

Dietmar Kienast: Augustus. Prinzeps und Monarch. 4., bibliographisch aktualisierte und um ein Vorwort ergänzte Auflage (Sonderausgabe). Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2009 (Wissen verbindet). ISBN 978-3-534-23023-5

Auch Darstellungen zur Kaiserzeit enthalten Hinweise, z. B.:

Werner Dahlheim, Geschichte der Römischen Kaiserzeit. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. München : Oldenbourg, 2003 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte ; Band 3). ISBN 3-534-14293-4

Ich bin auch der Meinung, daß es sich die jungen Leute zu einfach machen: einfach die Antworten in dieser Frage-Plattform abschreiben. Auf Augustus wurden mehr Anschläge vorbereitet und durchgeführt, als über Cäsar bekannt wurden. Aber Augustus war vom Schicksal seines Adoptivvaters vorgewarnt und trug unter seiner Toga einen Panzer,wenn er in den Senat ging, wo keine "Leibgardisten" = Liktoren mitgehen konnten. Außerdem war er unter der Elite (seiner Umgebung) beliebt und infolge seiner Erfolge (lange Friedens-und Wohlstandszeit) geachtet. Deshalb wurde er von seinen Freunden wohl immer rechtzeitig gewarnt.Universalis

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