Warum wollte Bismarck doch Kolonien erwerben?

9 Antworten

Wollte er nicht.
Es waren Kaiser und öffentliche Meinung, die das wollten.
Die öffentliche Meinung trat vor allem in Gestalt des "Altdeutschen Verbands" auf, der die Großmannssucht des Kaisers stützte und deshalb auch ursächlich mit für den 1. Weltkrieg verantwortlich war.

Kommen euch die Buchstaben bekannt vor?
So ein Zufall aber auch ... !

Das deutsche Reich entstand als Industriestaat erst nach 1871. Vorher war man eigentlich landwirtschaftlich orientiert. Für die Industrie waren aber nun Rohstoffquellen und Absatzmärkte notwendig. Zum größten Teil waren Kolonien bereits durch Staaten, die eine Marine besaßen, vergeben.

Innenpolitischer Druck durch die Bevölkerung und natürlich eine relativ schlechte Wirtschaftsbilanz für das Deutsche Reich, weshalb man in den Wahlkämpfen versuchte den Fokus auf die Außenpolitik zu legen. Ähnlich wie bei der letzten Bundestagswahl. Wenn es im Land schlecht läuft, verweise immer auf die Außenpolitik.

Bismarck war ein Traditionalist, d.h. ein klassischer Nationalist, nicht jedoch ein imperialistischer Politiker. Das war vielmehr dem Kaiser vorbehalten, der dem Trend der Zeit, - aufkommender Imperialismus - folgte. Dies war dann auch einer der maßgeblichen Gründe, dass es zum Zerwürfnis dieser beiden Persönlichkeiten kam.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

Er wollte eigentlich nicht unbedingt, brauchte aber auch Mehrheiten im Reichstag, n dem er zu diesem Zeitpunkt nichtmehr vorbeiregieren konnte und dass wiederrum hieß kompromisse eingehen.

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