Warum unternimmt das Veterinäramt nichts in den meisten Fällen von Tierquälerei?

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8 Antworten

Bei Tierquälerei, wie sie gesetzlich definiert ist, greifen die sehr wohl ein.

Wenn ein Hund 10 Stunden täglich im Zwinger hockt, aber Zugang zu frischem Wasser und Futter hat, zudem noch gepflegt aussieht, wird es für den Amtsvet schwer, eine schlechte Haltung nachzuweisen. Dann kann er auch nichts machen.

Die Gesetze sind immer auslegungsfähig, was übrigens auch die berufstätigen Tierhalter ganz allgemein vor Verfolgung schützt. Es steht ganz bewußt keine Zeitgrenze für das Alleinsein von Tieren in den Gesetzen.

Tierquälerische Haltung muss nachgewiesen werden. Von Beobachtern mittels Bildmaterial, Lärmprotokollen, etc.

Ich hab mal eine Pferdehaltung gemeldet, die auch verboten wurde. Die Tiere wurden dem Halter entzogen. Es geht, wenn die Mängel offensichtlich sind.

Weil die Gesetzeslage in den meisten fälle extrem schwammig bis nicht geklärt ist.
So gibt es zum beispiel ein gesetzt das Qualzuchten verbietet,jedoch wurde (zumindest ist das mein letzter stand der dinge) bei uns noch niemand deswegen verurteilt. Nicht besonders hilfreich ist auch einfach die Tatsache, dass tiere als Objekte gehandelt werden

kuechentiger 04.07.2017, 00:52

In solchen Fällen werden Tiere eben gerade nicht "als Objekte gehandelt"! Da gilt das Tierschutzgesetz, nicht sachrechtliche Vorschriften. 

Tiere sind nur Sachen, wenn es um die Besitzrechte, Kaufverträge, Schadensersatz usw. geht. Ansonsten sind sie Lebewesen.

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Gingeroni 04.07.2017, 01:15

aber dennoch ist das gesetzt extrem schwammig. Leider ist qual bei tieren dann doch meist auslegungssache. Man muss halt immer bedenken, dass es ja auch auf Nutztiere gilt. Nur leider heult da keiner rum.

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Warum? Weil sich keiner als Zeuge zur Verfügung stellt. 

Wenn keine offensichtlichen Mißstände vorliegen, dann ist das Veterinäramt auf Zeugenaussagen angewiesen. Da die meisten Leute aber zu feige sind, sich vor Gericht gegen einen "netten" Nachbarn zu wenden...

Weil es dann knapp 80 Millionen indirekten Befürwortern entgegenstände. 

In vielen Fällen schafft man es gar nicht, zu beweisen, dass die Qual über das legale Maß hinausgeht, da dieses hoch gesteckt ist. 

Die Gesetze geben da leider nicht soviel her.

Einer von vielen Sachverhalten die in unserem Staat richtig schief laufen.

Einem Tierleben wird nicht die Bedeutung zugemessen wie einem Menschenleben, leider.

Personal und Geldmangel.

Das ist eine derbe und fast schon verleumderische Behauptung im Stile populistischer, sogenannter "Tierschützer".

Ich würde Dich bitten, hier bei GuteFrage.net nicht solche unbelegten Behauptungen in die Welt zu setzen.

Vielleicht verwechselst Du da was?

Tierquälerei ist ein sehr ernster Straftatbestand.

Wer davon Kenntnis hat, ohne es anzuzeigen, macht sich unter Umständen selber strafbar.

Wer anderen Personen, ob Mensch oder juristische, übel nachredet, übrigens auch.

Und ganz feige sind die stillen Denunzianten! - wo die Zivilcourage fehlt.

Das sollte Dir klar sein, wenn du solche Behauptungen in die Welt setzt.

Mit besten Grüßen

gregor443

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