Warum tauchen Katholiken ab, wenn es eng oder ernst wird?

Zum Beispiel?

Drittes Reich

4 Antworten

Das kann man der katholischen Kirche nicht wirklich vorwerfen, sie hielt bislang immer wacker gegen den Zeitgeist an. Aber sie muss halt auch sehen, dass sie überlebt und sich mit widrigen Gegebenheiten arrangieren, die sie nicht beeinflussen kann.

Unter deiner Frage kann man sich nichts vorstellen, weder, was mit abtauchen gemeint ist noch wo das geschehen sein soll. Besonders intelligent ist das nicht, glücklicherweise gab es eine Nachfrage und nun wissen es alle: Die kath. Kirche ist im dritten Reich abgetaucht.

Ich würde sagen, du hast keinerlei Wissen über die kath. Kirche im dritten Reich. Dann wüsstest du nämlich, dass nur ein kleiner Teil der Katholiken überhaupt erst Hitler an die Macht verholfen hat und das auch nur, weil sie anfangs nicht durchschaut haben, wie Hitler sich entpuppen würde. "Die" Kirche hat grundsätzlich auf den Kanzeln gegen die Ziele und Machenschaften von Hitler gepredigt. Da es Spione in Kirchen gab, gab es auch viele Verhaftungen. Es gab mutige Bischöfe und Kardinäle, deren Schreiben heimlich kopiert und verteilt wurden von der Widerstandsbewegung. Unzählige Geistliche wurden ins KZ gebracht, gefoltert und getötet, weil sie im Wort Widerstand geleistet haben. Papst Pius XII hat unzählige Juden im Vatikan versteckt und ihnen geholfen. Man kann heute noch lesen, wie die Juden sich dankbar seiner erinnern. Die Vorwürfe eines gewissen Hochmuths sind einfach nur beschämend und ungerecht.

Es gab vereinzelt zwar Bischöfe wie der österr. Kardinal Innitzer, die anfangs Hitler förderten, sich dann aber von ihm abwandten, als sie erkannten, wer er war und dass er seine der Kirche gegebenen Versprechen nicht hielt und nie halten wollte.

So sah das "Abtauchen" im dritten Reich aus!

Ansonsten sollten sich alle Besserwisser wie du mal raushalten. Wer damals gelebt hat und nicht in der Partei war, musste ständig aufpassen, durch ein unpassendes Wort angezeigt zu werden - durch Nachbar, durch Arbeitskollegen, durch vermeintliche Freunde. Leute gingen nicht nur aus Überzeugung in die Partei, oft auch aus Angst. Es gab nur einen kleinen Widerstand und dazu hatten nicht alle den Mut. Und als dann der Krieg vorbei war, wollte keiner in der Partei gewesen sein. So sind die Menschen, damals wie heute. Gut, dass es noch mutige Menschen wie dich gibt, denn deine Unterstellung sagt aus, dass du natürlich dich damals anders und besser verhalten hättest.

Ich bin fest davon überzeugt, diese tun es nicht. Denn nicht umsonst gibt es die katholische Kirche seit über 2000 Jahren.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das tun sie nicht.