Warum sind Muslime nicht so locker wie Christen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Etwas finde ich in diesem Zusammenhang interessant. Viel Muslime berufen sich oft auf die Religionsfreiheit, jedoch nur, wenn es sich zum Teil um den positiven Teil (nicht wertend) handelt:

Die individuelle Dimension gewährt jedem Menschen das Recht, einen Glauben oder eine Weltanschauung zu wählen, einer Religionsgemeinschaft seiner Wahl anzugehören oder eine solche zu gründen. Dazu gehört auch die individuelle sowie kollektive Ausübung und Bekundung des Glaubens und religiöser Kulte sowie der Unterricht.

Werden diese weiteren Bestimmungen in der Religionsfreiheit von Muslimen beachtet?

Zur positiven gehört auch folgender Teil:

Umfasst wird aber auch die Entscheidung jedes Individuums, bewusst keiner Glaubensgemeinschaft angehören zu wollen.

Negativer Teil der Religionsfreiheit

Niemand darf vom Staat oder von Dritten dazu gezwungen werden, ein bestimmtes Glaubensbekenntnis oder religiöse Handlungen auszuüben, einer Religionsgemeinschaft beizutreten, die Religion zu wechseln oder gegen den eigenen Willen in einer Glaubensgemeinschaft zu verbleiben.

https://www.humanrights.ch/de/ipf/grundlagen/kuerze/bildung/religionsfreiheit/

Der Islam hat die Zeit der Aufklärung und der Reformation nicht durchgemacht. Die Religion ist zudem 600 Jahre jünger als das Christentum.

Als Minderheit in Deutschland halten die Muslime zusammen. Die soziale Kontrolle durch die Familie und die islamische Gemeinschaft ist stärker.

Für eine Muslima ist es deshalb viel schwieriger einen Nicht-Muslim zu heiraten, als eine Christin einen Muslim.

Nun, Eltern glauben ja in ihren Augen, dass sie nur das Beste für ihre Kinder wollen, und deshalb auch nach dem sie 18 sind versuchen, ihre Kinder zu beeinflussen.

Wer volljährig ist, kann das selbst entscheiden. Nichtdestotrotz haben sich auch da früher immer gerne die Eltern eingemischt. Ehen wurden früher auch oft mal organisiert von den Eltern, es gab dazu keine Vorschriften und da gings ums Geld und um Landgewinn. Das war vornehmlich bei den Reichen und den Herrscherhäusern so üblich.

Hallo Masha881,

es gibt leider auch Christen, die extrem "unlocker" sind. Allerdings wahrscheinlich nicht (mehr) ganz so viele. Aber gehe mal in eine der konservativen Orte bzw. Gemeinden im sogenannten "Bible-Belt" in den USA. Da hat eine junge Frau, was z.B. ihre freie Partnerwahl betrifft, auch wenig zu lachen! Aber auch in Deutschland existieren viele sogenannte "Freichristliche Gemeinden", in denen z.B. Homosexualität als Sünde angesehen wird!

In der Kürze kann ich deine Frage wahrscheinlich nicht wirklich befriedigend beantworten.

Nur so viel: der ISLAM hat - im Gegensatz zum Christentum - nicht die Metamorphose der sogenannten "AUFKKLÄRUNG" (guckst du WIKIPEDIA) in Europa und Nordamerika durchgemacht bzw. durchmachen müssen. Der ISLAM ist (nicht überall und immer!) - aus verschiedenen Gründen - sozusagen in voraufklärerischem Zustand hängengeblieben. Er hat sich nicht parallel zu und in einer "modernen" (weltlichen bzw. westlichen) Gesellschaft weiter- und mitentwickeln können, dürfen und müssen.

Das ist - zugegeben - alles sehr verkürzt und pauschal von mir ausgedrückt. Und ich stelle mich jetzt schon mal auf einen kleinen Shitstorm ein. Es ist ein großes Thema und kann hier bei gutefrage schwerlich erschöpfend behandelt werden...

Vielleicht habe ich dir aber trotzdem ein wenig weitergeholfen...

Es heiß natürlich AUFKLÄRUNG...mit einem K 😉!

0