Warum schmecken einige Lebensmittel nicht, wenn man sie mit Silberbesteck ißt?

6 Antworten

Dieser Effekt stellt sich vor allem bei Speisen ein, die besonders viel Schwefel enthalten, also z. B. Eier oder Spargel. Schwefel reagiert mit dem Silber zu Silbersulfid. Dieser Stoff lagert sich dann außen auf dem Silberbesteck als schwarze Patina ab. Mit »galvanischen Strömen«, was auch immer das sein soll, hat das also nichts zu tun.

Aus Gastronomischer- und Chemischer-Sicht, halte ich Deine Antwort für die Perfekteste. In Restaurants reicht man zu Eiern einen Edelstahllöffel, der macht aus der Sicht auf den Geschmack keinen Unterschied zu Platiklöffel oder was sonst noch den Leuten aufgeschwatzt wird.

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Es gibt unter den 18 Aminosäuren die das menschliche Eiweiß aufbauen zwei schwefelhaltige: Methionin und Cystein.

Diese bilden mit dem Silber braunschwarzes Silbersulfid.

Dieses schmeckt und sieht man.

Das wird wohl was mit galvanischen Strömen zu tun haben. Es gibt auch schöne Porzellanlöffel (Eierlöffel), habe vor kurzem erst welche gekauft.

der galvanismus klingt logisch ;-)

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Das Silber "oxidiert" in Verbindung mit einigen Stoffen, und das schmeckt man dann.

Früher, als man Eier noch mit echtem Silberbesteck gegessen hatte, ist das Silber angelaufen und die Eier schmeckten nicht mehr - wegen des Silbers. Mit dem heutigen Stahlbesteck passiert das aber eigentlich nicht mehr und die Eier schmecken genauso gut. Meiner Meinung nach sogar besser als mit Plastiklöffeln...

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