Warum kann man Fliegenpilze nicht züchten?

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6 Antworten

Wie tschocar71 schon sagte, ist der Fliegenpilz ein an die Wurzeln von Birken und Kiefern gebundener sog. Mykorrhiza-Pilz - ohne diese Bäume wächst er nicht.

Ist aber kein Problem, weil sie ja hierzulande recht häufig und leicht zu sammeln sind, man braucht ja, wenn dann nur geringe Mengen ;)

Aus demselben Grunde sind ja auch Steinpilze/Maronen/Pfifferlinge schwer zu züchten, sie brauchen alle ihre Mykorrhiza-Partner (das Wort ist griechisch für Pilz-Wurzel). Du kannst natürlich gerne experimentieren und diese aus dem Wald in deinem Garten verpflanzen, falls solche Bäume bei Dir wachsen.

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Zur Zucht eines Fliegenpilzes wäre nach den aufgeführten Text zumindest eine Eiche notwendig, den dem Pilzgeflecht (Mycel) Lebensbedingungen bietet, die man nicht genau kennt. Zudem wäre eine Zucht schon aus Platzgründen schwer möglich, denn das Mycel vieler Pilze muss sich erst über eine ziemlich große Fläche unterirdisch ausbreitenm, bevor es Früchte(Pilze) hervorbringen kann. Oft sind das Flächen von mehreren Ar, in denen dann der so genannte Hexenkreis, Pilze wachsen oft kreisförmig am äußeren Rand des Mycels, wächst.

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Hi, Symbiosen gibt es im Pflanzen und Tierreich. I.d.R. ist das eine "Kooperation" zum gegenseitigen Nutzen. So setzt sich der Einsiedlerkrebs aktiv eine Seeanemone auf seine Unterkunft, oft eine Muschel oder ein Schneckenhaus. Die Anemone profitiert davon, das der Krebs für sie Ortswechsel vornimmt, also er schleppt sie mit sich rum. In der anderen Richtung ist der Krebs geschützt, da die giftigen Tentakeln der Anemone Feinde fernhalten und von deren Beute fällt auch immer was ab. Bei Pflanzen spielen Umweltbedingungen und Ernährung für die Symbiose die entscheidende Rolle. Es gibt außer dem Fliegenpilz auch noch andere symbiotisch lebende Pilze, wie zum Beispiel der Goldröhrling, welcher nur in der Nähe von Lärchen wächst. Ansonsten hast du Deine Frage schon selbst beantwortet, Bedingungen, welche man nicht kennt, kann man nicht nachahmen. So fällt mir ein, dass die Eichen ein bestimmtes Alter haben könnten oder der Wasserhaushalt über das Jahr nicht optimal gestaltet werden kann. Wie in der Natur, der Mensch denkt, es ist warm, es hat ausreichend geregnet, die Zeit passt auch, es müsste doch Pilze geben!. Aber Pustekuchen, manche Jahre gibt es fast keine, ohne das man eine Ursache dafür festmachen kann. Und experimentell mit Bäumen und Pilzen zu arbeiten, um unter Laborbedingungen zu forschen, dürfte finanziell nicht dem zu erwartenden Nutzen entsprechen.

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Ich würde mal sagen, dass der Pilz irgendwelche "Stoffe" der Bäume benötigt.

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Du verwechselst Züchten mit Kultivieren. Wahrscheinlich kann man Fliegenpilze kultivieren, indem man entsprechende Lebensräume anlegt, aber warum sollte man das tun? Fliegenpilze sind keine Trüffeln.

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Warum kann man Fliegenpilze nicht züchten ?

Kann man: du brauchst -sehr saurer boden (Buntsandstein) -jede Menge Birken oder Eichen

aber warum sollte man die züchten du kannst daraus nur Gift herstellen.

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Kommentar von sventheman
15.03.2014, 15:12
aber warum sollte man die züchten du kannst daraus nur Gift herstellen.

Dazu pass ein Zitat von Christian Rätsch:

Die meisten Menschen im deutschen und englischen Sprachraum glauben - ungeachtet ihres Bildungsstandes -, daß Fliegenpilze tödlich giftig sind und daß man sie unbedingt meiden muß. Die paracelsische Binsenweisheit, daß allein die Dosis macht, ob ein Ding ein Gift oder Heilmittel wird, ist anscheinend noch nicht durchgesickert.

Weitere aufklärende Infos hatte ich hier bereits gepostet: http://www.gutefrage.net/frage/fligenpilz-als-droge

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