Warum ist es unhöflich, einander in die Augen zu sehen?

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Es signalisiert immer ein gewisses Interesse seinem Gegenüber in d.Augen zu sehen.

Deswegen gehört es in unserer Kultur sogar zum guten Ton seinen Gesprächspartner anzusehen und dadurch zu zeigen, ich höre dir zu - es ist mir wichtig was du zu sagen hast. Bei einem Vorstellungsgespräch, in der Schule und gegenüber älteren Personen wäre dies auch ein Zeichen von Respekt. Unmögliches Benehmen wäre es, dabei in der Gegend herumzugucken, weil dies leicht den Eindruck von Unsicherheit oder Desinteresse erwecken könnte. Ebenso ungünstig (weil herausfordernd/abschätzig) wirkt starres fixieren/taxieren. Dies ist möglicherweise garnicht bös gemeint, wirkt aber verunsichernd und löst daher meist negative Gefühle aus.

Grundsätzlich kann man sagen, das der Blickkontakt zu fremden Personen in uns eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Gefühle auslösen kann.

Das ist immer abhängig von Länge des Blicks und der Symphatie die unser Gegenüber in uns auslöst. Jemanden der uns herausfordernd anstarrt, empfinden wir wahrscheinlich als befremdend oder arrogant. Wird dagegen ein Blickkontakt mit einem freundlichen Gesicht erwidert, entsteht in der Regel schonmal das Gefühl von "netter Person". Manchmal bleibt man auch versehentlich in den Augen einer anderen Person hängen. Auch hier kann man mit einem entschuldigenden Lächeln sofort die Situation entspannen, um zu zeigen "sorry ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten". Dann gibts noch die Möglichkeit einen zweiten und dritten Blick zu riskieren und sich auch mal tiefer in die Augen zu sehen :-) Das würde dann aber schon in die Kategorie flirten fallen...

Wenn man immer lachen muß, wenn man versucht sich länger in die Augen zu sehen, ist das ein Zeichen von Symphatie, in das sich ein bisschen Verlegenheit mischt.

Bei Menschen, die man kennt, ist das ja kein Problem.

Bei Fremden wird "in die Augen sehen" als Störung der Privatsphäre empfunden, unter anderem sogar als Herausforderung. Der Mensch ist aber grundsätzlich so gepolt, dass er Konflikten aus dem Weg geht, darum sieht man dann weg und fühlt sich unbehaglich.

Hat auch was mit Dominanz und Überlegenheit zu tun, jemanden (länger) in die Augen zu schauen. Der, der zuerst wegsieht, gibt somit dem Stärkeren nach.

Das man zu lachen beginnt, wenn man einander in die Augen starrt, ist eine Übersprungshandlung, um die Dominanz durch das Lachen zu entschärfen.

Lg *

Ich denke, wenn man jemand Fremdes in die Augen schaut, fühlt der sich auch irgendwie beobachtet und unwohl. Andersrum fühlt man sich "ertappt", irgendwie ein Teufelskreis der sich da gebildet hat... kann ich leider auch nicht erklären

DH für die Frage =)

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