Warum ist erdogan schlecht?

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15 Antworten

Die Türken, denen Pressefreiheit und weiteres schnuppe ist, wählen ihn, da es der Türkei wirtschaftlich dank ihm gut geht. Dann gibt es noch die Muslime, die auf Säkularismus keine Lust haben und stattdessen eine Islamische Gesetzgebung. Dafür hat Erdogan die Pressefreiheit eingeschränkt und sich in Angelegenheiten anderer Länder eingemischt.

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Kommentar von uyduran
19.06.2016, 10:00

Die Türken, denen Pressefreiheit und weiteres schnuppe ist, wählen ihn, da es der Türkei wirtschaftlich dank ihm gut geht.

Naja, das hängt immer davon ab, wie man wirtschaftliche Gesundheit definiert. Wenn man nur die äußere Fassade betrachtet, dann wirkt es natürlich wie ein Fortschritt, all die neuen Straßen und Einkaufszentren, die wie Pilze aus dem Boden schießen und das im Durchschnitt höhere Einkommen. Jetzt beginnen aber einige bedrohliche Entwicklungen zu wirken (Kreditkartenblasen, Immobilienpreisblasen, Leistungsbilanzdefizit, stark ansteigende Inflation, stark zurückgehende Investitionen aus dem Ausland, einbrechende Absatzmärkte im Nahen Osten und ein allgemein stark abgeschwächtes Wachstum). Rechnet man das alles zusammen und schaut sich die gegenwärtige Zentralbanks- und Wirtschaftspolitik an, dann steht ein steiler Absturz oder zumindest eine lange Stagnation ins Haus, wenn sich nichts Fundamentales wandelt.

Aber prinzipiell hast du recht: Einem Großteil des (ländlichen) Volkes sind Konsum, Genuss und materielle Besitztümer wichtiger als Demokratie, Freiheit und Pluralismus.

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Was hat er für gute seiten?

Keine!

Man kann aber einem Kranken auch nichts Schlechtes nachsagen.

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Weil er ein Autokrat ist, die Pressefreiheit beschneidet, den laizismus abschafft und Geschichtsfälschung fördert

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Gute Seiten: Erdogan ist ein guter Rhetoriker, mit seinen Reden erreicht er das Volk. Früher als Bürgermeister von Istanbul hat er noch mehr Volksnähe gezeigt, z.B. hat er beim Marathon mitgemacht. Auch kann man einige Errungenschaften der Anfangsjahre seiner Regierungszeit loben. Dazu zählen beispielsweise die Friedensgespräche mit der PKK, die Rechte für Kurden oder die Abschaffung der Todesstrafe. Der wirtschaftliche Aufschwung hat der Türkei zumindest in Erdogans ersten beiden Legislaturperioden genutzt. (Längerfristig ist das auf Kreditblasen aufgebaute Wirtschaftswachstum jedoch ein großes Problem.)

Schlechte Seiten: Erdogan hat einen abartigen Charakter. Er ist ein Großmaul, ein Lügner, ein Dieb und ein skrupelloser Machtmensch. Das sind Persönlichkeitseigenschaften, die man als Muslim ablehnen sollte. Ich glaube zwar schon, dass Erdogan ein gläubiger Mensch ist. Sein Charakter ist aber absolut unislamisch und außerdem instrumentalisiert er den Islam für seine eigenen Machtzwecke. Wer den Koran auf die Bühne nimmt, um Wahlstimmen zu kriegen, der missbraucht Gottes Schrift. Und einem aufrichtigen Muslim würde es niemals in den Sinn kommen, Geld in Milliardenhöhe zu klauen (größter Korruptionsskandal in der Geschichte der Türkei). Demokratie ist für Erdogan nur Mittel zum Zweck. Er hat die Türkei so lange demokratisiert, wie es ihm zum eigenen Vorteil genutzt hat. Jetzt wo er oben an der Macht steht und die Kritik an ihm wächst, schafft er die Demokratie Schritt für Schritt ab. Es gibt keine Gewaltenteilung mehr in der Türkei, sowohl Polizei als auch Militär, Medien und Justiz sind unter Kontrolle Erdogans. Das bedeutet, die Gerichte entscheiden nicht mehr unabhängig - mit anderen Worten, Bürger können sich nicht mehr auf ihre Rechte berufen und Erdogan kann sich über alle Gesetze hinwegsetzen. Alles, was sich ihm in den Weg steht, wird weggepfegt, egal ob auf legale oder illegale Weise. Wir haben das bei der konservativen Zeitung Zaman gesehen, die kritisch berichtet hat und kurzerhand von Polizisten gestürmt wurde. Seitdem druckt sie nur noch Erdogan-Propaganda. Oder Ahmet Davutoglu, der in einigen Punkten andere Ansichten hatte als Erdogan und dann plötzlich "zurückgetreten" ist. Das alles bereitet mir Sorgen. Je autokratischer Erdogan regiert, je mehr Macht er bekommt, umso abhängiger wird die Türkei von ihm alleine. Das ist nie gut, wenn ein Land so abhängig von einem einzigen Menschen ist. Überhaupt steuert die Türkei aktuell in eine problematische Richtung. Erdogan legt sich mit alles und jedem an, mit den USA, mit Russland, mit Deutschland, mit Syrien, mit dem Iran, mit Ägypten. Somit steht die Türkei ziemlich isoliert da. Durch die Militäreinsätze gegen die PKK und mangelnde Konsequenz gegen den IS steht das Land wieder unter permanenter Terror-Gefahr. Die Folge ist, dass der Tourismus-Sektor (eine wichtige Einnahmenquelle) einbricht und sich viele ausländische Investoren aus der Türkei zurückziehen. Auch innenpolitisch ist die Türkei so gespalten wie nie, das türkische Volk hält nicht zusammen, sondern feindet sich gegenseitig an, ständig gibt es Konflikte zwischen konservativen und säkularen Türken. Diese Spaltung haben wir ebenfalls Erdogan zu verdanken, weil er ständig Sunniten und Aleviten, Konservative und Atatürk-Anhänger gegeneinander aufhetzt.

Für die Türkei wäre es das beste, wenn der Größenwahnsinnige endlich vom Thron gestoßen würde. So könnte endlich wieder Normalität einkehren. Aber du weißt ja, wie das leider mit den Menschen überall auf der Welt ist... Den Dummschwätzern, die eine große Klappe haben, denen wird hinterhergejubelt und blind gefolgt. Ist das gleiche wie mit dem wahnsinnigen Donald Trump.

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Der hilfsbereite Herr Erdogan

In Deutschland leben ja viele Menschen mit türkischem Pass. Darunter viele tolle und sympathische Leute, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Es gibt aber auch Türken, mit denen würde ich keinen Kaffee trinken wollen. Dazu gehört Recep Tayyip Erdogan. Als türkischer Präsident lebt er natürlich nicht in Deutschland und ich werde wohl auch nie in die Verlegenheit kommen, ihn zu treffen. Das ist schon deshalb gut, weil wir uns vermutlich schnell in die Haare bekommen würden. Das liegt an den unterschiedlichen Ansichten, beispielsweise bezüglich der Pressefreiheit. Nun muss man zugeben, dass es viele Leute gibt, die finden den Herrn Erdogan richtig gut. Zum Beispiel diejenigen, die ihn gewählt haben. Das muss ich im fernen Deutschland
respektieren. Nicht jedoch, dass die EU mit ihm auf Schmusekurs gehen, ihm
unsere Steuergelder in den Rachen werfen und zudem vielleicht sogar in ihren
Reihen aufnehmen möchte. Auch nicht, wenn manche glauben, nur mit ihm sei die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Tatsächlich kommen viele über die Türkei nach Europa. Erst kürzlich konnte ich im Fernsehen zusehen, wie Schleuser an einem türkischen Strand ein Flüchlingsboot auf die Reise schickten. Ein Journalist filmte das heimlich. Jetzt sagt sich natürlich mancher: Was für ein Depp, hätte er lieber mal die Polizei geholt, statt zu filmen. Das brauchte er nicht. Die war nämlich schon da, wie er erzählte. Ein Boot der Küstenwache kreuzte in seiner Sichtweite. Die Besatzung schaute aber wohl in die andere Richtung. Was es dort zu sehen gab, wusste der Journalist zwar nicht. Aber jeder, der schon mal auf einem Schiff war, weiß, wie faszinierend es ist, das Spiel der Wellen zu beobachten. Das kann man niemandem übel nehmen. Ob das der Herr Erdogan tun würde, weiß ich nicht. Man weiß aber, dass er es nicht leiden kann, wenn Journalisten an den Vertretern seiner Staatsmacht rumkritteln. Das ist schon manchem übel bekommen. Überhaupt ist mit dem Herrn Erdogan nicht immer gut Kirschen essen. Aber durchgreifen kann er schon, wenn er will. Und wenn man ihn entsprechend gut bezahlt, dann würde er die Flüchtlinge wieder zurück nehmen, die aus der Türkei nach Europa kommen und wir nicht haben wollen. Zuerst bezahlen Flüchtlinge also Schleuser, damit diese sie aus der Türkei bringen, dann wir den hilfsbereiten Herrn Erdogan, um sie wieder zurück zu schicken. Und dafür sollen wir Letzteren als lieben Partner umarmen. Ich bin wirklich für deutsch-türkische Freundschaften, mit dem aber nicht!

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auch zu uyduran...eins kommt noch hinzu : der Tourismus-Rückgang in der Türkei ist voll im Gange...,
auch das wird sich in der Wirtschaftslage der Türkei dank ihres
"Präsidenten" negativ auswirken...er ist größenwahnsinnig, ein
Volksverdummer...so sind die meisten Nicht-Demokraten, die meisten, die
das Volk "verarschen", was in der Türkei Mr. Erdogan, ist in Rußland
Putin und in den USA : Trump, der Ober-Verrückte..

.aus unserer eigenen Geschichte wissen wir, wo solche Diktatoren oder Dummschwätzer das Volk hinführen können, da nützt bei Erdogan all das, was manche meinen, er ist gut fürs türkische Volk, nichts...die Konsquenzen sind unberechenbar, geanu, wie dieser Verrückte selbst, er wagte sich sogar Politiker des Deutschen Bundestages zu rüffeln..unmöglich.., Einschränkungen was mit Pressefreiheit zu tun hat, egal ob in seinem Land oder sogar hier in Deutschland...liebe Grüße

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Also ich finde Edogan gar nicht so schlecht, wirklich nicht! Im Gegenteil, ich hoffe, dass sehr viele (Deutsch-) Türken Erdogan so toll finden, dass es ihr sehnlichster Wunsch wird in der "schönen, neuen Erdogan-Türkei" auch leben zu wollen.

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Kommentar von ArminHaas
25.03.2017, 23:31

Die Ironie dahinter, wenn man die Antwort fertig liest und drüber nachdenkt.

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Erdogan ist schlecht - Schröder ist schlecht - Fischer ist schlecht - Trump ist schlecht - Hillary ist schlecht und etliche andere auch, machen wir uns da nix vor.

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Kommentar von don2016
22.06.2016, 14:19

@voyager...jetzt überteibst du aber...und du ? du bist auch schlecht ..alle über einen Kamm zu scheren..dann mußt du was dazu sagen und nicht bla und blub, liebe Grüße

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Erdogan ist ein sehr guter Politiker der sich für sein Land einsetzt und immer erfolgreicher gemacht hat was dem Westen nicht gepasst hat und die ihn so durch die Medien schlecht gemacht hat weil sie wussten das die Türkei mit Erdogan eine Bedrohung für sie ist. Wie auch immer jeder hat seine eigene Meinung. Ich finde es gut das du nachfragst als denn Medien und so schnell zu glauben.

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Führungspersönlichkeiten, die keine Gegenmeinung dulden, werden einsam und verhindern, dass der Laden lebendig bleibt. Am Ende, wenn keiner mehr wagt, ihnen zu widersprechen, sind sie "lonely at the top" und unterliegen einer geistigen Lähmung, denn sie können ihre Meinung ja an nichts mehr messen.

Wer beispielsweise eher links ist, sollte sich freuen, dass es konservative Kräfte gibt (und umgekehrt), weil sich allein aus der dialektischen Auseinandersetzung etwas Sinnvolles ergibt. Nur wer das begriffen hat, ist ein wirklicher Demokrat.

Autokraten kommen mir vor wie Kinder, die einsam auf einer Seite der Wippe sitzen, weil sie alle anderen vergrault haben, und sich dann darüber wundern, dass ihre Welt sich nicht mehr bewegt.

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man kann ihn eigentlich nach unseren ansichten nicht als richtigen politiker betrachten. er verhält sich nicht wie ein politiker, eher wie ein diktator

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Es gibt keine guten Sachen bei ihm.

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Ja vieleicht ist Erdogan gar nicht so schlecht,es hat sich seit Merkels wir schaffen das viel aufgewirbelt!2014 klappte das Zusammenleben mit Türken doch auch,erst 2015 fing es an zu bröckeln oder?Finde das schade.

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nur weil man hier liest das er schlecht ist muss das nicht die wahrheit sein 52% sprechen für ihn so schlecht kann er ja nun nicht sein

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Kommentar von uyduran
19.06.2016, 09:46

52% sprechen für ihn so schlecht kann er ja nun nicht sein

Wie viel Prozent des Volkes ihn unterstützen, ist nicht wirklich ein Maßstab dafür, wie gut er ist. Hitler wurde früher auch von einem großen Teil des deutschen Volkes unterstützt. Oder der chinesische Diktator Mao von vielen Chinesen. Fast die Hälfte der US-Amerikaner hält zu Donald Trump. Macht es all diese Menschen zu guten Politikern? Natürlich nicht. Es zeigt nur, dass sie geschickte Rhetoriker sind, die in der Lage sind, mit populistischen Aussagen Mitläufer hinter sich zu stellen.

Außerdem stimmt es gar nicht, dass 52% des Volkes für Erdogan sind. Bei der Parlamentswahl 2015 hat Erdogan mit seiner AKP nur 40% erhalten (diese Zahl reduziert sich nochmal, wenn man hinzurechnet, dass 20% des Volkes nicht an der Wahl teilgenommen hat). Die 52%, auf die du dich berufst, hat Erdogan bei der Präsidentschaftswahl erhalten, als nur zwei weitere Konkurrenten zur Auswahl standen. Nämlich Ekmeleddin Ihsanoglu und Selahattin Demirtas. Demirtas hat aufgrund seiner kurdischen Herkunft sowieso keine Chancen gehabt. Und Ihsanoglu ist wie Erdogan ein Konservativer - da haben die Leute dann gleich das Original gewählt, sozusagen.

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Kommentar von azeri61
19.06.2016, 16:02

die hälfte der republik ist dumm und nur paar tausend gezici wissen was gut für das volk ist du sagst es selber von den 3 kandidaten hat sich nur erdogan durchgesetzt UND natürlich ist es ein maßstab wenn man weis wie viele ihn unterstützen was labberst du für ein müll ? und jeden chp'ler den ich kenne hat demirtas gewählt einen mann der die pkk unterstützt was sich wohl mustafa kemal im grab gedacht hat .....

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Kommentar von azeri61
08.07.2016, 18:41

Wer Polizisten mit Steinen und Molotovs bewirft hat nix besseres verdient. Die Gezici die sich für die Bäume eingesetzt haben aber ihren Dreck und Bierflaschen überall verteilten was ein Widerspruch. Und ca. 50% der Bevölkerung als dumm zu sehen nur weil sie nicht eurer Meinung sind zeigt von größe.

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Kommentar von azeri61
10.07.2016, 12:19

Ich kenn auch diese videos wie die gezici völlig "friedlich" demonstrieren, straßen sperren, polizisten angreifen, sie mit steinen bewerfen, aber dann wenn man mit der toma eine abbekommt "türkische diktatur" schreit ...ach hört doch auf als die polizisten rücken an rücken geschlafen haben weil sie zahlreiche überstunden geschoben hatten, hatten die friedlichen und respektvollen gezicis nicht besseres zu tun als moscheen zu verunstalten und ihre bierflaschen zu trinken. ja ja diese friedlichen demonstranten wurden wirklich zu unrecht attackiert :)

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Kritikunfähig, pressefreiheit gibts bei ihm nicht ect ..

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