Warum ist ein Kappzaum zum longieren besser als eine Trense?

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Da gibts bestimmt noch mehr Gründe, aber ein sehr wichtiger wäre, dass die Führung am kappzaum am nasenrücken ist und bei der trense im Maul. Da eine Longe nie so ruhig liegen kann wie ein Zügel, der von der Reiterhand gut geführt werden kann und schneller nachgegeben werden kann (sicherlich ist das auch an der Longe möglich, aber ich denke nicht so exakt) , hat das Pferd immer viel Bewegung und Druck im Maul. weiter kann das Gebiss durchgezogen werden (kann man durch spezielle gebisse oder gummischeiben natürlich verhindern) oder das Pferd in die Longe reintreten. Das macht alles aua im Maul und v.a. auf der Zunge und/oder den Lefzen (je nach Gebisstyp). Es tut aber sichelrich mehr weh als auf den Nasenrücken (schätze ich, war ja noch nie ein Pferd ;o) )

Das wäre jetzt mir mal eingefallen. Sicherlich ist mit dem Kappzaum aber auch ein präziseres Führen möglich. Beim deutschen Kappzaum bewirkt das hohe gewicht des Nasenstückes, dass die Pferde williger den Kopf senken. Das klappt aber nicht bei allen Pferden, sehr sensible Pferde wehren sich auch gegen den Druck, indem sie Gegendruck erzeugen und den kopf unerwünscht nach oben ziehen. So, und jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben. ^^

mir fällt grad noch ein, dass es auch sehr "scharfe" kappzäume gibt, z.B. einige spanische Modelle (oder auch aus anderen ländern, ich mag die Spanier jetzt nicht verteufeln ;o) ). die gehören nur in profihände, sonst sind sie wohl noch unangenehmer als ein gebiss. ;o)

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Bis vor einem Jahr hatte ich meine Pferde immer mit einer stabilen Trense longiert. Dann bekam ich im Rahmen einer speziellen Schulungslektion einen Vortrag zum Kappzaum zu hören (warum der besser ist etc.). Ich war schnell überzeugt und habe erst einmal einen gekauft. So ein Mittelding (Preis ca. 50 €)- nicht die extrem schweren oder gar scharfkantigen, sondern stabil aber gut mit Leder gepolstert. Die ebenfalls erhältlichen Billigkappzaume (lapprig, ca. 20 €) kann man nicht richtig befestigen und so verrutschen die immer! Seit dem konnte ich feststellen, daß die Pferde an der Longe einfach besser reagieren. Die Signale kommen deutlicher, d.h. ich kann viel feiner arbeiten. Bei der Trense ist alles irgendwie sehr diffus. Inzwischen bin ich dabei einen zweiten Kappzaum zu kaufen, bei dem die bisherigen Erfahrungen einfließen sollen. Die Konsequenz ist, daß der (natürlich) teurer wird(ca. 120 €), weil handgefertigt in Deutschland. Ich freue mich schon darauf klare Signale auch einem jungen Pferd geben zu können, dessen Ausbildung gerade begonnen hat (drei Jahre).

Meine Erfahrung ist, gerade bei jungen Pferden, dass sie auf Kappzaum besser reagieren. Für das Pferd sind die Signale, die über das Nasenbein aufgenommen werden viel deutlicher, man kann das Pferd im wahrsten Sinne des Wortes "an der Nase herumführen". Ich selbst habe einen Kappzaum wo ich auch ein Gebiss einschnallen kann, dies war auch super zum Einreiten. Da das Pferd die Signale über Kappzaum schon kannte, bald konnte ich sanfte Zügelsignale unter schmuggeln. Die so ausgebildeten Pferde sind meines Erachtens einfach feinfühliger im Maul.

biiiiiiiiiiiteeeee nimm keinen kappzaum wenn du nicht wirklich weißt wie man damit umgeht denn die dinger können genauso gefährlich werden wie häkemore

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